Rosenheimer Infomail Juni 2010

Hallo,

die vergangenen Wochen waren für uns durchaus erfolgreich. In Rosenheim
gab es eine kämpferische 1.Mai Demo mit 150-200 Menschen, in München
wurde ein Naziaufmarsch verhindert und nach antifaschistischer
Intervention wurde das Rechtsrockkonzert der Hooligan-Band Kategorie C
in Ruhpolding abgesagt.  So kann es weiter gehen.
Unter dem Motto „Sommer, Sonne Radlfahrn“ möchten wir euch erneut  auf
die Critical Mass aufmerksam machen. Neben der Critical-Mass Radeldemo
am kommenden Samstag  (29.05.  - 11:55 Uhr – Ludwigsplatz - Punkt 1)
gibt es am Sonntag 06.06.10 beim Politischen Film in der Vettern ein
Critical Mass Spezial mit 2 Filmen zu den Radldemos (siehe Punkt 2).
Übrigens gibt es seit Mai jeden ersten Sonntag im Monat neben dem
politischen Film auch VoKü (lecker vegetarisches Essen gegen Spende).
Also 19:00 Uhr VoKü - 20:00 Uhr Film. Eintritt frei. Eure Solidarität
ist am Mi 02.06.10 gefordert, wenn ein Bußgeld gegen  zwei Rosenheimer
Antimilitaristen vor dem Amtsgericht (9:20 Uhr  – Zimmer 138  - siehe
Punkt 3) verhandelt wird. Natürlich gibt es im Infomail noch zig andere
wichtige Termine, aber lest selbst. Für Juli solltet ihr euch aber schon
mal den Di. 17.07. frei halten, da könnte es in Rosenheim nämlich ein
feierliches Gelöbnis geben und das darf natürlich nicht störungsfrei
über die Bühne gehen...

Inhaltsverzeichnis
1. Critical Mass (29.05. -11:55 Uhr – Ludwigsplatz)
2. Politischer Film (Critical Mass Spezial, 06.06. - 20:00 Uhr -
Vetternwirtschaft)
3 Prozess gegen Rosenheimer Friedensaktivisten (Mi 02.06)
4. Bildungsstreik - Bildungscamp
5. Rückblick 1.Mai Rosenheim
6.Gelöbnix (Di 13.07.2010 - Rosenheim)
7. AntiRa News
7.1. Mangelhafter Kompromiss von CSU und FDP zur Lagerunterbringung von
Flüchtlingen
7.2 Abschiebung verhindert!
7.3 Abschiebung verzögert: Überfall auf den FC Sans Papier Wien	5
7.4 Welcome to Europe on Tour
7.5 Onlinespiel zum Thema Flucht
7.6 Sinti und Roma – Bürger_innen zweiter Klasse
8. Antifademos in Bayern
8.1. Nazi prügelt Antifa ins Koma – Großdemos am 29. Mai:
8.2 Proteste gegen den  NPD Bundesparteitag (4.-5. Juni Bamberg)
8.3 „Deutschland? Platzverweis!“-  12.06.2010 in Weilheim
9. Rechte Aktivitäten in Oberbayern
9.1 SS Gedenken in Bad Reichenhall
9.2 Erneut Freikorps Gedenkfeier in Schliersee
9.3 München: Naziaufmarsch am 8.Mai blockiert
9,4 Kategorie C/Hungrige Wölfe in Ruhpolding verhindert
10. Chiemsee Reggae Summer bucht bewusst homophoben Künstler
11 Diverse Meldungen
11.1 Das Kapital: Berlins großer Bluff
11.2 Nicht nur in Bangkok wird Aufstand mit deutschen Waffen bekämpft
11.3 Bundeswehr aus Schule ausgeladen
11.4 Gorleben wird wohl Endlager
11.5 DGB-Veranstaltung „Eine alternative Wirtschafts- und
Gesellschaftspolitik ist möglich.“ (18.06.)
12. Lehramt – mehr als nur ein Scheiss-Job
12.1 Griechenland: Lehrer_innen besetzen Akropolis...
12.2 Iran: Lehrer hingerichtet
12.3 Mexiko/Oaxaca: Menschenrechtskarawane bewaffnet angegriffen
12.4 Tarifverhandlungen TV-L (Eingruppierung)
13. Aufstände in Griechenland
13.1 Zum Tod dreier Kolleg_innen
13.2 Herrschaftsfrei auf vier Pfoten – die Anarcho-Hunde Athens
13.3 Krisenmythos Griechenland
14. Termine



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1. Critical Mass (29.05. -11:55 Uhr – Ludwigsplatz)
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Am kommenden Samstag (29.05.) findet, wie jeden letzten Samstag im
Monat, in  Rosenheim  eine sogenannte „Critical Mass“ (Kritische Masse)
statt. Eine gemeinsame Fahrradtour, die eine menschen- und
umweltfreundliche Gestaltung der Städte fordert. Diese startet laut
http://www.critical-mass-rosenheim.tk/ um 11:55 Uhr am Rosenheimer
Ludwigsplatz.  In der Vergangenheit  beteiligten sich jedesmal zwischen
60 und100 Radfahrer_innen.
„Critical Mass“ ist eine international durchgeführte Aktionsform, bei
der das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel im Mittelpunkt
steht. Es werden gemeinsame Radtouren in der Stadt durchgeführt und so
der Öffentlichkeit vor Augen geführt, dass das Fahrrad ein wichtiges und
mit dem Auto gleichberechtigtes Verkehrsmittel ist. Mehr als 15
Radler_innen dürfen nach der Straßenverkehrsordnung als geschlossener
Verband fahren. Das Motto ist dabei: “Wir blockieren nicht den Verkehr,
wir sind der Verkehr!”
Die erste “Critical Mass“ startete im September 1992 in San Francisco.
Seitdem treffen sich Radfahrer weltweit, mehr oder weniger regelmäßig,
zu gemeinsamen Fahrten durch die Städte. Die wohl größte „Critical Mass“
findet in Budapest statt; zwischen 50 000 bis 80 000 Menschen radeln
durch die ungarische Hauptstadt. Von Stadt zu Stadt gibt es verschiedene
Umgangsweisen mit Verkehrsregeln, Autos und der Polizei. Gemeinsam haben
alle, dass es keinen Verantwortlichen sowie keine zentrale Organisation
gibt. In dem Selbstverständnis der Radler_innen heißt es:
„Critical-Mass-Fahrten sind in erster Linie eine Feier und eine
Einforderung auf das Recht, sich sicher im Verkehr zu bewegen. Es geht
nicht darum, anderen Verkehrsteilnehmern das Recht auf die Teilnahme am
Straßenverkehr zu verweigern“, sondern dem Radfahrer den gebührenden
Platz, wie ihn schon die Straßenverkehrsordnung festschreibt, zu sichern
(§ 27 Abs. 1 StVO).
Auf einem Flugblatt für die Critical Mass in Rosenheim wird deutlich
gesagt: „(…)Verkehr beschränkt sich nicht nur auf das Auto, auch
Fußgänger_innen und Radfahrer_innen sind Verkehr. Aber allzu oft werden
wir an den Straßenrand gedrängt. Im Zeitalter der Klimakrise muss das
Rad aber nicht neu erfunden werden. Es muss viel mehr als wichtiges
Verkehrsmittel ernst genommen werden. Einmal im Monat wollen wir deshalb
für uns Nichtmotorisierte einen gebührenden Platz im Straßenverkehr
beanspruchen. Denn Straßen sind ein öffentlicher Raum.“

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2. Politischer Film (Critical Mass Spezial, 06.06. - 20:00 Uhr -
Vetternwirtschaft)
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Anlässlich der erfolgreich gestarteten Critical Mass in der Auto- und
Parkhausstadt Rosenheim ist es uns eine Ehre, auch im politischen Film
auf dieses Phänomen einzugehen. Am So 06.06. zeigen wir ab 20:00 Uhr
zwei Filme zu der Thematik. Die Filmvorführung beginnt um 20:00 Uhr, in
der Vetternwirtschaft (Oberaustr.2), der Eintritt ist frei. Bereits ab
19:00 Uhr organisiert das Montagsplenum eine  VoKü, (lecker
vegetarisches Essen gegen Spende)

zu den Filmen (beide englisch ohne Untertitel):
We are Traffic
 Ted Whites „We are Traffic“ ist der Klassiker unter den CM Filmen, und
beleuchtet den Beginn dieser Weltweiten Bewegung, welche sich die Straße
Monat für Monat zurückerobert.

Still we Ride
Dieser Film Dokumentiert die wohl größte Critical Mass mit politischer
Ausrichtung, welche in
New York stattfand, als bis zu 10000 Protestierende auf Rädern oder
anderen unmotorisierten Verkehrsmitteln am 28.04.2004 gegen die Politik
von US Präsident George W. Bush demonstrierten. Dabei kam es auch zu
Massenfestnahmen.

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3 Prozess gegen Rosenheimer Friedensaktivisten (Mi 02.06)
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Im Zeitraum vom 18. bis 20.Mai 2009 fand ein ideologisierender
Bundeswehreinsatz an der Berufsschule II in Rosenheim statt. Das
Friedensbündnis hatte für den ersten Montag eine Kundgebung angemeldet,
um Schüler_innen und Bevölkerung auf die wirklichen Hintergründe der
militärischen Versprechen hinzuweisen und die Ablehnung zum Ausdruck zu
bringen. Der Protest gegen das
Werben fürs Sterben an Rosenheimer schulen wurde  versucht  vom
Ordnungsamt der Stadt Rosenheim , möglichst zu unterbinden. Nicht einmal
ein Megaphon wurde als Kundgebungsmittel erlaubt. Dem nicht genug,
versuchte die Stadt Rosenheim im Nachhinein, Antimilitarist_innen mit
Bußgeldbescheiden für zukünftige Aktionen mundtot zu machen. Über 2100
Euro sollten fünf Kriegsgegner, für zum Teil frei erfundene, angebliche
Auflagenverstösse bezahlen. Vor Gericht haben dann drei der fünf
betroffenen Genossen großteils Recht bekommen und müssen nur noch je 50
Euro für eine zeitweilige Blockade des Bundeswehrtrucks bezahlen.

Am Mittwoch den 02. Juni  findet nun der Prozess  über den
Bußgeldbescheid der beiden Versammlungsleiter  statt.  Kommt um 9:20 Uhr
zum Amtsgericht Rosenheim – Zimmer 138 – und zeigt euch solidarisch mit
den von Repression betroffenen Antimilitaristen. Neben Solidarität durch
Anwesenheit ist auch finanzielle Solidarität  sehr erwünscht. Die
Prozesse kosten – egal wie sie ausgehen – Geld. Ihr könnt uns mit
Überweisungen auf das Konto der Roten Hilfe mit entsprechendem
Verwendungszweck unterstützen:

Rote Hilfe e.V.
Nr. 220 16-803
Postbank München
BLZ 700 100 80
Verwendungszweck: RO BW wegtreten

Hintergrundinfos findet ihre in dem Dezember 09 Info des Autonomen
Rechtshilfefonds
http://is.gd/7FyQb

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4. Bildungsstreik - Bildungscamp
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„Vom 07. Juni 2010 bis zum 11. Juni 2010 findet am
Geschwister-Scholl-Platz in München, direkt vor der
Ludwig-Maximilians-Universität ein Sammelsurium statt, das wir
Bildungscamp nennen wollen.
Der Bildungsgarten bietet dir bildungspolitische und politische
Workshops, im Kabarettzelt kannst du dich kreativ ausleben, im
Plenumszelt wird heftig debattiert werden, die VoKü auf dem Kulturrasen
versorgt dich wie immer mit Getränken und veganen Gerichten, diesen
Sommer außerdem mit dabei: der BringYourOwnSteak-Schwenkgrill. Und
abends entspannst du dich mit Musik, Theater und einem kühlen Bier.
Das Ganze findet im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks statt – und
wie viele andere Städte organisieren wir auch in München am 09. Juni
2010 ab 12:00 Uhr eine Großdemonstration.“
Weitere Infos gibt es unter: http://www.bildungscampmuc.de
Auch in Rosenheim hat sich ein neue Bildungsstreikgruppe gegründet.
Diese plant für 30. Juli einen Infostand in Rosenheim und im Herbst soll
es dann eine bunte, krachende Demo geben.  Kontakt zur Rosenheimer
Bildungssteikgruppe erhaltet ihr unter:  bildungsstreik-rosenheim@web.de

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5. Rückblick 1.Mai Rosenheim
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Unsere 1.Mai Demo ist vorbei. Zwischen 150 und 200 Menschen beteiligten
sich am  Samstag den 1. Mai an der klassenkämpferischen Ersten Mai
Demonstration unter dem Motto „Kapitalismus ist Krise – Unsere Chance
heißt Widerstand“. Die Teilnehmer_innen aus unterschiedlichen linken
Spektren kritisierten die Ausbeutungs- und Lebensverhältnisse in
Rosenheim vor dem Hintergrund des globalen Kapitalismus. Ein Bericht zur
Demo gibt es u.a. bei Indymedia: http://is.gd/cqZRk
Einen Bericht der Regionalfernsehens gibt es hier: http://is.gd/cqZSt
Das ovb hingegen berichtet am 03.05., dass im Riedergarten von einer
begehbaren Pyramide  Außenfolie abgerissen wurde, verschweigt jedoch die
Demo. Aber wer erwartet schon von der Döserpresse seriösen Journalismus?

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6.Gelöbnix (Di 13.07.2010 - Rosenheim)
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In der Drucksache 17/5021 ist eine Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Jan Korte, Christine
Buchholz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE zu
Militäraufmärschen in der Öffentlichkeit und Reklameeinsätze der
Bundeswehr im Jahr 2010 abgedruckt. In der Anlage 5 -Übersicht der
Gelöbnisse im Jahr 2010- ist kein öffentliches Gelöbnis in Rosenheim
aufgeführt. Jedoch ist in der Anlage 7 -Aufstellung der geplanten
Auftritte der Musikkorps der Bundeswehr,  für Dienstag, den 13.07.2010
ein  feierliches Gelöbnis in Rosenheim angekündigt (S. 57). Zu diesen
widersprüchlichen Angaben erklärt das Friedensbündnis Rosenheim:
 „Im Falle eines öffentlichen Gelöbnisses in Rosenheim ist mit Protesten
zu rechnen. Wir werden dieses vordemokratische Militärritual nicht
unwidersprochen hinnehmen. Diese Zurschaustellung des militärischen
Gewaltapparates soll die Öffentlichkeit daran gewöhnen, dass die
Bundeswehr und ihre weltweiten Kriegseinsätze alltäglich sind, und damit
salonfähig werden. Dies können und wollen wir nicht akzeptieren“
Das Friedensbündnis Rosenheim geht davon aus, das die Antwort der
Bundesregierung falsche Angaben enthält, bzw. Angaben vorenthält. In der
Liste „Großer Zapfenstreich im Jahr 2009“ (S. 48) wurde auf jeden Fall
der Große Zapfenstreich am 12.11.2009 in Brannenburg nicht aufgeführt.
Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten
Ulla Jelpke, Jan Korte, Christine Buchholz, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion DIE LINKE zu Militäraufmärsche in der Öffentlichkeit und
Reklameeinsätze der Bundeswehr im Jahr 2010 (Die Drucksache 17/715 vom
11. 02. 2010 ) gibt es unter folgender URL zum download:
http://is.gd/cqZTT (2,4 MB)

Aktuelle Infos zu Protesten gegen das Gelöbnis gibt es ggf auf:
http://frieden.blogsport.de/

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7. AntiRa News
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7.1. Mangelhafter Kompromiss von CSU und FDP zur Lagerunterbringung von
Flüchtlingen
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Am 05. Mai hat die Regierungskoalition aus CSU und FDP den mit Spannung
erwarteten Kompromiss zur Lagerunterbringung von Flüchtlingen
verabschiedet. Trotz großer Töne der Regierungsvertreter_innen ist das
Ergebnis empörend: „Im vollen Widerspruch zu den Ergebnissen der
ExpertInnenanhörung im Bayerischen Landtag ändert sich an der
jahrelangen menschenunwürdigen Unterbringung von Flüchtlingen in
Sammellagern kaum etwas. Die Mehrheit der Flüchtlinge wird weiterhin
ohne jegliche Perspektive in den Flüchtlingslagern untergebracht, nur
eine verschwindende Minderheit darf nach langen Jahren ausziehen."

Weitere Infos dazu beim bayerischen Flüchtlingsrat: http://is.gd/cqZEJ

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7.2 Abschiebung verhindert!
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Ein syrischer Jugendlicher aus Wilhelmshafen sollte am 10. Mai von
Frankfurt aus mit einem Linienflug der CSA Czech Airline über Wien nach
Damaskus abgeschoben werden. Aktivisten des bayerischen Flüchtlingsrates
und der Karawane München gelang es kurz vor dem Abflug, die Abschiebung
des jungen Mannes zu stoppen: Durch Anrufe und Faxe an die Czech Airline
konnte die Fluggesellschaft dazu gebracht werden, den Abschiebeflug zu
stornieren. Weiter geht es bei indymedia: http://is.gd/cqZDB

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7.3 Abschiebung verzögert: Überfall auf den FC Sans Papier Wien
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Am Dienstag, 29. April 2010, fand während eines Traings des
antirassistischen Fussballvereins FC Sans Papier ("Ohne Papiere") auf
der Marswiese in Wien eine Razzia mit einem riesigen Polizeiaufgebot
statt. Nach der Einvernahme wurden 14 Spieler wieder freigelassen, 1
Spieler und der Trainer wurden in Schubhaft genommen. Ihnen wurde eine
Abschiebung noch in der gleichen Nacht angedroht. Dem Trainer droht bei
einer Abschieung nach Nigeria aufgrund seiner sexuellen Orientierung die
Todesstrafe; der 21-jährige Spieler ist seit seinem 15. Lebensjahr in
Österreich. Sie wurden trotz massiver Proteste am 4. Mai 2010 gemeinsam
mit ca. 90 Menschen im Rahmen einer Frontex-Charterabschiebung nach
Nigeria abgeschoben.
Indymedia Austria: http://is.gd/cr07u
FC Sans Papier: http://fcsanspapiers.org/
Bei dem Überfall auf den FC Sans Papier kam es zu heftiger
antirassistischer Gegenwehr: Ein Polizeiwagen wurde mehrere Stunden auf
dem Gürtel von Aktivist_innen festgesetzt. Ein sehenswertes youtube
Video von WienTV.org dazu: http://is.gd/cr0jv

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7.4 Welcome to Europe on Tour
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Swarming Noborder-activities in Griechenland vom 27.8.-11.9.2010
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen wird Dublin II
zunächst beim Europäischen Sozialforum Anfang Juli in Istanbul zum Thema
gemacht (siehe mehr unter www.noborder.org), und Ende August wird zu
verschiedenen Orten und internationalen Protesten nach Griechenland
mobilisiert. Im Aufruf des Welcome to Europe Netzwerk heißt es dazu:
Quasi als europäische Nothilfe soll Frontex, die europäische
Grenzschutzagentur, nun ein europäischen Standards entsprechendes System
der Selektion und Abschiebung mitetablieren. "Screening Centers" sollen
die neuen Internierungslager heißen. Sie greifen an, was bei aller
Repression und allem Chaos in Griechenland bislang immer noch möglich
und was die Hauptforderung in allen Hungerstreiks und Revolten war:
Bewegungsfreiheit, um die Weiterreise in die kerneuropäischen Zielländer
fortsetzen zu können. Mehr Infos bald unter http://lesvos09.antira.info

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7.5 Onlinespiel zum Thema Flucht
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Die mit einer Flucht verbundenen Probleme und Schwierigkeiten werden in
einem Onlinespiel der UNHCR etwas verdeutlicht. Zu eben diesem geht es
hier: http://www.lastexitflucht.org/againstallodds/

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7.6 Sinti und Roma – Bürger_innen zweiter Klasse
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Zwangsräumungen, Zwangssterilisierungen und Brandanschläge: Amnesty
International machte auf die Diskriminierung der Roma in Europa
aufmerksam. Größte Sorge: Ungarn.
Ein Bericht von Ralf Leonhard in der taz: http://is.gd/cr38B
Zugleich droht Minderheiten wie Roma und Ashkali in der BRD jetzt die
Abschiebung in den Kosovo. Pro Asyl hat hierzu eine Kampagne zum
Mitmachen initiiert: http://is.gd/cr3cz

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8. Antifademos in Bayern
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8.1. Nazi prügelt Antifa ins Koma – Großdemos am 29. Mai
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Am 28. April wurde ein 17jähriger von einem Fürther Neonazi am Plärrer
in Nürnberg so schwer verletzt, dass PassantInnen ihn zwei Mal
reanimieren mussten und die Ärzte ihn ins künstliche Koma versetzten.
Mittlerweile ist das Opfer aus dem Koma erwacht und ansprechbar.
Die Polizei hielt die Information, dass es sich bei dem Täter um einen
Fürther Neonazi handelt, über zwei Tage zurück und macht lange keine
weiteren Angaben zur Person des Täters, hielt es aber für nötig, die
Tatsache, dass es sich bei dem Opfer um einen linken Aktivisten zu
erwähnen. Nach Infos der Antifaschistischen Linken Fürth heißt der Täter
Peter Rausch. Der 24jährige ist seit Jahren aktiver Neonazi in Fürth und
im Freien Netz Süd organisiert.
Nachdem schon am 8. Mai in Nürnberg knapp 1500 Menschen gegen rechte
Gewalt auf die Straße gingen, ruft das Soli-​Komitee gegen Rechts zu
Großdemonstrationen am 29. Mai in Fürth und Nürnberg auf.  Das
Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB) mobilisiert unter dem
Motto „Fight Back! Nazistrukturen angreifen! Freies Netz Süd
zerschlagen!“ zu einem kämpferischen Antifa-​Block auf der
Doppel-Demonstration.
Sams­tag 29. Mai:
erst 12:00 Uhr Fürth, Hauptbahnhof
dann 14:00 Uhr Nürnberg, Plärrer
Weitere Infos zu den Demos:
http://www.redside.tk
http://alf.blogsport.de/

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8.2 Proteste gegen den  NPD Bundesparteitag (4.-5. Juni Bamberg)
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„Am Wochenende des 4. und 5. Juni wird die NPD nun zum zweiten Mal ihren
Bundesparteitag in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle abhalten.
Dagegen wollen verschiedene bürgerliche Gruppen und Organisationen
demonstrieren. Mit einer solchen Veranstaltung, die nur dazu dient, dass
sich die bürgerliche Mitte als vermeintlich antifaschistisch profilieren
kann, geben wir uns nicht zufrieden. Uns reicht es nicht, nur ein
Einzelphänomen, wie die NPD zu kritisieren, sondern wir halten es für
unabdingbar Kritik an den herrschenden Verhältnissen zu üben. „Bunte
Aktionen“ sorgen nur für den oberflächlichen Glitter, hinter dem das
business as usual weitergeht und Repression und Ausgrenzung bestehen
bleiben. - Gegen das Ganze, und die NPD als Teil des Ganzen!“ heißt es
in dem Aufruf „Lichterkette Stacheldraht – Normalität im deutschen
Staat"  gegen den NPD Bundesparteitag in Bamberg.
Weitere Informationen (u.a. zu Aktionen) von linksradikaler Seite gibt
es unter:  http://lichterkettestacheldraht.blogsport.de/
Antifaschistische Aktion Bamberg:  http://antifabamberg.blogsport.de/
Antifaschistisches Netzwerk Bamberg:  http://bamberg.blogsport.de/

Informationen  zu den verschiedene Aktivitäten  des bürgerlichen
"Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus"  gibt es unter:
http://www.bamberg-gegen-rechtsextremismus.de/

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8.3 „Deutschland? Platzverweis!“-  12.06.2010 in Weilheim
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Unter dem Motto „Deutschland? Platzverweis!“ findet am 12.06.2010 in
Weilheim eine  Antinationale Demonstration statt. Mit der „Deutschland?
— Platzverweis!“ Kampagne soll ein
Zeichen gegen die Zumutungen des bürgerlichen Alltags, insbesondere
während der WM gesetzt werden! Die Demo welche um  14.00 Uhr am  Bahnhof
Weilheim startet, wendet sich anlässlich der
Männerfußballweltmeisterschaft gegen Nationalismus und Sexismus. Weitere
Infos:
http://platzverweis.blogsport.de/

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9. Rechte Aktivitäten in Oberbayern
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9.1 SS Gedenken in Bad Reichenhall
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Am Samstag, den 08. Mai 2010 fand im Bad Reichenhaller Ortsteil
Karlstein ein neonazistisches SS-Gedenken statt. Rund 35 Personen
glorifizierten mit der geschichtsrevisionistischen Veranstaltung die
SS-Division Charlemagne. Unter den Teilnehmer_innen befand sich neben
dem lokalen NPD-Kreisvorsitzenden Uwe Brunke auch Edda Schmidt
(Baden-Württemberg), die Bundesvorsitzenden des Ring Nationaler Frauen
(Frauenorganisation der NPD).

Einen Bericht mit Bildern gibt es u.a. bei hagalil, dem jüdischen
Onlinemagazing: http://is.gd/cqZI2

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9.2 Erneut Freikorps Gedenkfeier in Schliersee
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Am Sonntag, den 09.05.2010, fand in Schliersee erneut die sogenannte
„Annabergedenkfeier“ statt. Rund 80 Personen aus unterschiedlichen
rechten Spektren gedachten  der „gefallenen Kameraden“ des
rechts-terroristischen  Freikorps Oberland.
Bei der Freikorpsgedenktafe an der Schlierseer Weinbergkapelle trafen
sich jahrelang ungestört Rechte unterschiedlichster Spektren zur
„Annaberg-Gedenkfeier“. 2007 musste das bundesweit bedeutende
geschichtsrevisionistische Gedenken nach antifaschistischer Intervention
ausfallen. Seitdem erreichte die Veranstaltung einen weit kleineren
Rahmen und wird nicht mehr öffentlich bekannt gegeben. Die Ideologie der
rund 80 Teilnehmer_innen, die sich dieses Jahr im Schlierseer „Terofal“
trafen,  hat sich jedoch nicht verändert. Es ist eine Mischung welche
von rechts-konservativen Vertriebenen Verbänden über lokale Neonazis bis
hin zu bundesweit agierenden Nazi-Organisationen reicht. Neben der
Kameradschaft Freikorps und Bund Oberland um den Rosenheimer
Kameradschaftsführer Jürgen Popp und Oberschlesier legte auch die extrem
rechte Junge Landsmannschaft Ostdeutschland einen Kranz nieder. Die NPD
Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ bedauert, dass die Kränze an
der Kapelle am Weinberg schweigend niedergelegt wurden. Ihren Angaben
nach, wurden die Reden, „bei der Saalveranstaltung, bei der viele junge
Deutsche anwesend waren, Reden nachgeholt.“
Zivilgesellschaftlicher Protest gegen die rechte Gedenkfeier regte sich
in der 6500 Einwohner_innen zählenden Gemeinde kaum. Dabei entwickelt
Schliersee sich immer mehr zu einem Anziehungsort für Alt- und Neonazis.
So konnte das „Freie Netz Süd“ um den Neonazikader Norman Bordin am
14.11.2009 ungestört eine „Heldengedenkfeier“ am Schlierseer Rathaus
abhalten. Die „Freien Nationalisten München“ unter Philipp Hasselbach
hielten einen „Nationalen Wandertag“ auf der Schliersbergalm ab, und die
NPD veranstaltete am 04.09.2009 eine Wahlkampfkundgebung am Schlierseer
Bahnhof.
Allerdings sind es nicht nur auswärtige Faschisten, welche nach
Schliersee kommen: auch in der Region wohnen Neonazikader. Beispielhaft
zu erwähnen seien Michael Hutter und Stefan Leitner. Der erst 17 Jährige
Schlierseer Michael Hutter ist Vorstandsmitglied bei der Münchner
Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA) und wird dem Spektrum der „Freien
Nationalisten München“ und der „Kameradschaft Miesbach“ zugeordnet.
Stefan Leitner aus Hausham war kurzzeitig JN Stützpunkleiter und soll
sich jetzt in Kreisen der Nazikameradschaft „Nationale Solidarität
Bayern“ bewegen. Leitner war am 08. Mai 2010, „Trommler“ beim
nazistischen „Trommel- und Fackelmarsch“ in München. Dieser wurde jedoch
nach nur etwa 500 Meter durch ein Blockade von rund 4500
Gegendemonstrant_innen gestoppt. Während in München auch Kirchen, CSU
und Bürgermeister  zu Protesten gegen Nazis aufriefen, schwiegen diese
Kräfte in Schliersee.
Weitere Infos gibt es u.a. beim Bündnis gegen Rechtsextreme Umtriebe im
Oberland: www.freikorps-oberland.de
und auf randale und liebe: http://is.gd/cqZiL

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9.3 München: Naziaufmarsch am 8.Mai blockiert
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Für den 8.Mai hatte die Münchner Neonazigruppe „Freie Nationalisten
München“ einen Naziaufmarsch im Münchner Südwesten angekündigt. Dank
antifaschistischer Gegenaktionen  und einer erfolgreichen Blockade
mussten sie nach wenigen hundert Metern umdrehen, Statt gleich nachhause
zu gehen, wurden sie allerdings - nach vom Anmelder angekündigten
„Aktionen in der Innenstadt“ - in Unterbindungsgewahrsam genommen. An
den Geganaktivitäten beteiligten sich rund 4500 Menschen (darunter
700-800 Menschen welche bereits zuvor an einer Antifa-Demo in der
Innenstadt teilnahmen).
Indymedia: http://is.gd/cqZkN

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9,4 Kategorie C/Hungrige Wölfe in Ruhpolding verhindert
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Nach dem das Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und
Archivstelle München (a.i.d.a.) die Ruhpoldinger Diskothek "Fire & Ice"
als Konzertort für das konspirativ für "Südbayern" beworbene Konzert der
Hooliganband "Kategorie C" veröffentlichte, protestierte die infogruppe
mit einer Pressemitteilung gegen das rechte Konzert. Protest von
Lokalpolitiker_innen und Antifaschist_innen sowie ausführlicher
Berichterstattung in der Lokalpresse (ausser dem ovb) führten zu der
Absage des Rechtsrockkonzertes.  Der Diskothekenbetreiber Sascha Theis
zeigt sich zwar gegenüber dem Trostberger Tagblatt und in Internetforen
nach wie vor äußerst uneinsichtig, was den Charakter der Band "Kategorie
C" angeht. Gleichzeitig hat er aber angekündigt, dass die Band nun doch
nicht spielen würde. Theis bewirbt stattdessen nur noch die
Fußballspieübertragung und eine "Deutsch Rock Party". Auch die Band
"Kategorie C" hat die  "Konzertabsage" in Ruhpolding auf ihrer
Homepage kundgetan. Sie verweist als Ersatz auf ein (bereits länger
geplantes) Konzert für den 28.06.2010 im Raum Salzburg.
Die Pressemitteilung der infogruppe wurde u.a auf dem npd blog
veröffentlicht: http://is.gd/cqZnT

Hier einige Presseartikel:
Süddeutsche Zeitung: Lokalpolitiker verhindern Neonazi-Konzert (18.05)
http://is.gd/cqZoF
Trostberger Tagblatt: Rechte Band weicht nach Salzburg aus (19.05)
http://is.gd/cqZq9
NPD-BLOG.INFO: Rechtsrock-Konzert in Ruhpolding vermutlich abgesagt
http://is.gd/cqZri
Traunsteiner Tagblatt: Bremer Hooliganband »Kategorie C« will in
Ruhpolding auftreten (18.05)
http://is.gd/cqZrO
Trostberger Tagblatt: Ruhpolding wehrt sich gegen Konzert einer
rechtsradikalen Band  (17.05)
http://is.gd/cqZsG
Trostberger Tagblatt: Rote Karte für rechte Band (17.05)
http://is.gd/cqZtz
„Lokalpolitiker verhindern Neonazi-Konzert“ war am 19.05 in der
Süddeutschen Zeitung zu lesen:
http://is.gd/cqZoF
aida:  Rechtsrock-Konzert in Ruhpolding geplant
http://is.gd/cqZvB
Bnr: „Hungrige Wölfe“ auf Tour
http://is.gd/cqZwK
Neues Deutschland: Rechtes Konzert in Oberbayern geplant
http://is.gd/cqZxr

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10. Chiemsee Reggae Summer bucht bewusst homophoben Künstler
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Übersee. Auf dem Chiemsee Reggae Summer 2010 soll der jamaikanischen
Dancehall-”Künstler” Sizzla auftreten. Sizzla ist bekannt für seine
homophoben, menschenverachtenden Songtexte, in denen er teilweise offen
zum Mord an Homosexuellen aufruft. Linke Gruppen aus Oberbayern (u.a.
die infogruppe rosenheim) und Österreich fordern der „homophoben
Mord-Propaganda keine Bühne  zu bieten“ und Sizzla auszuladen.
“Lesben und Schwule, ich sage, tot sollen sie sein. Ich traue Babylon
für keine Sekunde. Ich gehe und erschieß Schwule mit einer Waffe” singt
Sizzla etwa im Song “To the point“. Ähnlich menschenverachtende,
homosexuellenfeindliche Botschaften (sogenannte „Battyman-Tunes“) finden
sich in mindestens einem Dutzend weiterer seiner Stücke. Aber auch bei
Ansagen zwischen seinen Stücken ruft der Dancehall-Interpret zum Mord an
Schwulen auf. Amnesty International zitierte eine Aussage des Sängers
bei einem Auftritt 2004 in Jamaika wie folgt: „Tötet sie, die
Schwuchteln müssen durch Schüsse in den Kopf sterben.“ Sizzla, sollte
bereits 2008 auf dem Open Air in Übersee am Chiemsee auftreten, damals
wurde der Auftritt aber wegen eines Einreiseverbotes in die EU abgesagt.
„Es ist ein Skandal, dass für das Chiemsee Reggae Festival 2010 bewusst
ein Act mit solch menschenverachtender Propaganda gebucht wurde“ heißt
es in einer gemeinsamen Presseerklärung von neun linken Gruppen aus
Oberbayern und Österreich. Denn die Veranstalter des Chiemsee Reggae
Summer (die CRP Konzertagentur GmbH) haben Sizzla nicht unwissentlich
gebucht. Auf der Festivalhomepage ist wörtlich zu lesen: „Der wegen
homophober Äußerungen kritisierte und in der Vergangenheit oftmals mit
Auftrittsverboten belegte Künstler wurde von uns ganz bewusst gebucht:
„Wir sind für Kunstfreiheit, wir sind für Meinungsfreiheit (...)“. Für
Anna Jade, eine Sprecherin des  RABATZ-Bündnisses, ist nicht nur die
bewusste Buchung des homophoben Künstlers (dessen Album “Rastafari” von
der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften indiziert wurde)
skandalös, sondern auch die Begründung:  „Zum Erschießen oder Verbrennen
von homosexuellen Menschen aufzurufen ist keine Kunst und auch keine
Meinung. Es ist ein Verbrechen! Musik, die zu Gewalt und Mord an
Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung aufruft, darf keine Bühne
geboten werden“.
Die Buchungs- und Organisationspolitik des Chiemsee Reggae Festival wird
nicht zum ersten mal kritisiert. Bereits im letzten Jahr gab es einen
offenen Brief „Sexismus und Homophobie auf dem Chiemsee Reggae Summer“,
welcher forderte den Auftritt des homophoben  Acts „T.O.K.“ abzusagen
und aufgrund der Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen auf dem CRS
einen  sicheren Freiraum für Frauen zu schaffen. Laut dem RABATZ-Bündnis
haben die Veranstalter_innen jedoch weder auf den offenen Brief
reagiert, noch daraus gelernt. Im Gegenteil, sie ermöglichen absichtlich
weiterhin Auftritte von homophoben Künstler_innen.

Hier einige links zu Presseberichten nach der Pressemitteilung de RABATZ
Bündnisses:
Traunsteiner Tagblatt: Umstrittener Künstler auf dem Chiemsee-Reggae-Sommer
http://is.gd/cqZyn
Abendzeitung: Aufruf zum Mord beim Chiemsee-Festival?
http://is.gd/cqZz8

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11 Diverse Meldungen
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11.1 Das Kapital: Berlins großer Bluff
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Auf die financial  times Deutschland  haben wir im infomail bisher wohl
noch nie verwiesen aber jetzt ist es soweit unter „Berlins großer Bluff“
heißt es:
„Der Schattenkampf der Bundesregierung gegen die sogenannten Spekulanten
gipfelt vorerst im absurden Leerverkaufsverbot. Dass sie mit solchen
Ablenkungsmanövern durchkommt, liegt unter anderem am mangelnden
wirtschaftlichen Sachverstand der Wählerschaft.
Jede Wette, dass unter den deutschen Provinzpolitikern in Berlin die ein
oder andere stolzgeschwellte Brust durch die Parlamentsflure huschte.
Obwohl wetten, also spekulieren, das tun gute Deutsche ja nicht, das tun
immer nur die anderen. Jedenfalls konnte Berlin anhand der Börsen-,
Medien- und Bankenreaktionen direkt mitverfolgen, welche Wellen ihr
Verbot gegen notorische Schwarzmalerei an den Märkten schlug.“
Weiterlesen unter:
http://is.gd/cqZzW

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11.2 Nicht nur in Bangkok wird Aufstand mit deutschen Waffen bekämpft
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"Der Tod ist ein Meister aus Deutschland." Diese Zeile stammt aus der
1945 verfassten "Todesfuge" des deutschsprachigen ukrainischen jüdischen
Dichters Paul Celan, eine lyrische Aufarbeitung der Shoa des ehemaligen
Zwangsarbeiters. Heute, 65 Jahre später, hat dieser Satz immer noch
Gültigkeit, denn es scheint, als habe dieses Land aus seiner Geschichte,
aus zwei Weltkriegen mit Zig-Millionen Toten nichts gelernt: Deutsche
Soldaten sind weltweit im Einsatz, und vor allem wird die
Kriegstechnologie "Made in Germany" in alle Welt exportiert (Deutschland
ist drittgrößter Waffenexporteur).
Bei den Bildern, die von den blutigen Auseinandersetzungen in Bangkok um
die Welt gingen, ist bei näherer Betrachtung zu erkennen, dass auch dort
Maschinenpistolen vom Typ MP5 sowie Sturmgewehre vom Typ HK33 der Firma
Heckler & Koch gegen die Rothemden eingesetzt werden. Doch nicht nur in
Thailand stehen Waffen aus Baden-Württemberg hoch im Kurs: Die Firma
exportiert in 88 Staaten und ist die Nr. 1 unter den deutschen
Rüstungsexporteuren.

Den ganzen Artikel gibt es bei Telepolis:
http://www.heise.de/tp/blogs/8/147669

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11.3 Bundeswehr aus Schule ausgeladen
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Nach Protesten ist der geplante Besuch eines Jugendoffiziers am Hans-
und Hilde-Coppi-Gymnasium in Berlin abgesagt worden.  Absolvent_innen,
Schüler_innen, Eltern und Lehrern  ist es zusammen gelungen, durch
Protest Druck auf die Schulleitung auszuüben, sodass diese die
Bundeswehr wieder auslud. Hier zwei Presseartikel
Berliner Zeitung: http://is.gd/cqZAR
Junge Welt: http://is.gd/cqZBQ
Die Absage sollte sich die Rosenheimer Berufsschule zum Vorbild nehmen,
welche von 20.09-24.09.10 ein  Infomobil des Bundeswehr  „Zentrums  für
Nachwuchsgewinnung“ auf  dem Schulgelände fürs sterben werben lässt.

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11.4 Gorleben wird wohl Endlager
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Die TAZ berichtet, dass am Salzstock Gorleben eine Maschine angeliefert
wurde, die der direkten Einlagerung in Bohrlöcher dient. Kommt sie zum
Einsatz dürfte Atommüll wie im Bergwerk Asse ohne Umverpackung direkt im
Salz eingelagert werden, allerdings ist Gorleben als Endlager auch für
hochradioaktiven Müll vorgesehen. Die Maschine stammt von der Siemag
einem Logistikunternehmen der Metallverarbeitenden Industrie. Die
Anlieferung sei ein Indiz dafür, dass die wieder aufgenommene Erkundung
des gorlebener Salzstocks also keineswegs "ergebnisoffen" sei, wie
Umweltminister Röttgen erklärte.
Weiterlesen bei heise: http://is.gd/cr33P

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11.5 DGB-Veranstaltung „Eine alternative Wirtschafts- und
Gesellschaftspolitik ist möglich.“ (18.06.)
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Spätestens nach der Bundestagswahl wurde klar, wer die Zeche für die
Finanz- und Wirtschaftskrise zahlt. Da kein echter Politikwechsel
erfolgt ist, müssen nun die „kleinen Leute“ gerade stehen.
Wir wollen deshalb diskutieren, wie man verhindern kann, dass die Krise
langfristig das Kräfteverhältnis von Arbeit und Kapital zu Ungunsten der
Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen verschiebt und stattdessen der
Einstieg in eine andere Entwicklungsrichtung geschafft wird.
Eine Veranstaltung der Kritischen Bildungswerkstatt Rosenheim
Die Anmeldung erfolgt über die DGB Region Südostoberbayern: Tel.: 0 80
31 - 3 04 08 12 eMail: ingrid.meindl-winkler@dgb.de
Veranstaltungsort ist beim AWO Stadtverband Rosenheim e.V. (Ebersberger
Straße 8)

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12. Lehramt – mehr als nur ein Scheiss-Job
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12.1 Griechenland: Lehrer_innen besetzen Akropolis...
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Lehrkräfte in Athen haben sich in den letzten Wochen mehrfach wüste
Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht geliefert. Sie versuchten unter
anderem das Finanzministerium und das Parlament zu besetzen. Selbes
gelang ihnen mit einem Fernsehsender (indymedia: http://is.gd/cr1Tm) und
der Akropolis. Von dort aus wurde ein Transparent mit der Aufschrift
„People of Europe, rise up!“ entrollt.

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12.2 Iran: Lehrer hingerichtet
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Mit Empörung, Wut und Sorge haben Gewerkschaften und
Menschenrechtsorganisationen weltweit auf die Hinrichtung des Lehrers
Farzad Kamangar reagiert. Der Kurdisch-Iranische Gewerkschafter Kamangar
und seine vier Mitgefangenen Ali Heydarian, Farhad Vakili, Shirin
Alam-Houli and Mehdi Eslamian wurden hingerichtet, weil sie in
Opposition zum herrschenden Regime im Iran standen. Die Hinrichtung
erfolgte geheim im Teheraner Evin Gefängnis am frühen Morgen des 9. Mai
2010. Der 35 Jahre alte Kamangar war Mitglied der kurdischen
Lehrergewerkschaft im Iran und saß im Gefängnis wegen „Gefährdung der
nationalen Sicherheit“ sowie „Feindschaft zu Gott“. Im Februar 2008
hatte ein Gericht in Teheran Kamangar nach einem unfairen, nur wenige
Minuten dauernden Verfahren, zum Tode verurteilt. Während der Zeit im
Gefängnis war er Folter und psychologischem Druck ausgesetzt.
Eine Stellungnahme der GEW: http://is.gd/cr2ig
Eine Solidaritätserklärung der Anarchistischen Gruppe Freiburg:
http://is.gd/cr2pg
Die Kurdische Gemeinde in Bayern dazu: http://is.gd/cr2qQ

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12.3 Mexiko/Oaxaca: Menschenrechtskarawane bewaffnet angegriffen
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Am 27. April 2010 wurde eine Zivile Humanitäre Mission, die auf dem Weg
zur Bezirksverwaltung von San Juan Copala war, von einer bewaffneten
Gruppe angegriffen.
Die zivile Mission bestand aus Menschenrechtsverteidiger_innen, zivilen
Beobachter_innen und Journalist_innen, die dem Kollektiv VOCAL, der
Organisation CACTUS (Zentrum für Gemeinschaftliche Unterstützung Vereint
Arbeiten), und dem Netzwerk indigener Radios und Kommunikatoren des
Südostens Mexikos angehörten, sowie Lehrer_innen der Sektion 22,
Berater_innen der APPO und Reporter_innen der Zeitschrift Contralínea,
die eine Karawane von internationalen Menschenrechtsbeobachter_innen aus
Finnland, Italien, Belgien und Deutschland begleiteten.
Weiter mit der Möglichkeit an einer Petition teilzunehmen bei
chiapas98.de: http://is.gd/cr2Al

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12.4 Tarifverhandlungen TV-L (Eingruppierung)
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Ganz so dramatisch wie in Iran, Griechenland oder Oaxaca ist die
Situation der Lehrkräfte in der BRD noch nicht. Doch eine wachsende
Anzahl von ihnen wird nicht mehr verbeamtet, sondern nur angestellt –
einige sogar immer wieder nur befristet bis zum Schuljahresende. Was in
den „neuen Ländern“ schon recht üblich ist, schreitet in Bayern erst ein
Weilchen voran. Im Rahmen der Tarifverhandlung zur Eingruppierung von
Lehrkräften in den TV-L war deshalb auch hier zum Streik aufgerufen. In
München führte die GEW eine Kundgebung unter dem Motto "Verhandeln -
nicht Aussitzen!" durch: http://is.gd/cr2L4
Aktuelle Infos zur Tarifauseinandersetzung gibt es hier: http://is.gd/cr2ML

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13. Aufstände in Griechenland
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Viele von uns blicken in den letzten Wochen regelmäßig und gespannt auf
die Entwicklungen in Griechenland: Der Staat ist nicht nur ökomisch am
Ende, die Genoss_innen und Kolleg_innen dort liefern sich einen
erbitterten Kampf mit ihm. Wir möchten euch Links und Meldungen
vorstellen abseits der nationalistischen und bisweilen rassistischen
Propaganda der herrschenden Klasse.
Eine Zusammenfassung der Ereignisse und dutzende weiter Links findet ihr
auch bei indymedia: http://is.gd/cr1ab

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13.1 Zum Tod dreier Kolleg_innen
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Leider müssen wir dabei zuerst den Blick auf drei Todesopfer richten,
die die Auseinandersetzungen Anfang Mai gefordert haben: Sie kamen als
Angestellte einer Bank bei einem Brandanschlag ums Leben. Dieser Fehler
ist durch nichts zu entschuligen und hat uns selbst betroffen gemacht.
Denn aus einem emanzipatorischen Selbstverständnis heraus muss unsere
Praxis unmissverständlich von der des Klassenfeinds unterscheidbar
bleiben – oder wie es Quetschenpaua im Song „Scheiss Rassisten“ prägnant
formulierte:
> Aber gilt es, wohl auch darauf zu achten
> und ich hoff, dass das noch so viele kapier'n,
> dass wir nicht mal so skrupellos werden
> wie diese Nazis oder die, die uns regier'n.
In diesem Kontext möchten wir euch zwei Stellungnahmen nahe legen:
Zum einem eine anarchistische Reflexion, dokumentiert und übersetzt auf
indymedia (http://is.gd/cr0wr), die mit folgendem Absatz endet:
Wenn wir von Freiheit sprechen, heißt das, dass wir in jedem Augenblick
in Frage stellen, was gestern noch sicher schien. Wir kämpfen bis zum
Ende und sehen der Realität ins Auge. Gewalt ist kein Selbstzweck und
wir werden nicht zulassen, dass sie die politische Dimension unserer
Aktionen überdeckt. Wir sind weder Mörder noch Heilige. Wir sind Teil
einer sozialen Bewegung mit Stärken und Schwächen. Statt durch diese
riesige Demonstration bestärkt, fühlen wir uns heute wie betäubt, was
einiges aussagt. Wir müssen diese Tragödie zur Einkehr nutzen, uns
gegenseitig inspirieren. Letztlich handeln wir alle ausgehend von
unserem Bewusstsein. Die Schaffung eines solchen kollektiven
Bewusstseins steht auf dem Spiel.

Zum anderen gibt die Stellungnahme der Gewerkschaft der
Bankbeschäftigten aufschlussreiche Informationen über die Hintergründe
der Ereignisse, die so nicht in den Tagesmedien berichtet wurden. Die
Freie Arbeiter_innenunion (FAU) hat dazu einen Artikel veröffentlicht,
den wir in Teilen zitieren möchten:
Die griechische Gewerkschaft der Bankbeschäftigten (OTOE) gibt der
Management der Bank und der Polizei die Schuld am Tod ihrer KollegInnen,
die durch giftige Dämpfe infolge eines Brandes in einer Filiale an einer
Demonstrationsroute ums Leben gekommen sind. Am 5. Mai hatten überall in
Griechenland hundertausende von ArbeiterInnen gegen die Sanierung der
Staatsfinanzen auf dem Rücken der Beschäftigen und RentnerInnen
protestiert. Dabei kam es in vielen Städten zu wütenden Angriffen auf
Symbole der Staatsmacht, dutzende von Banken und Konzernfilialen.
[...] Dass sich zu diesem Zeitpunkt überhaupt Beschäftigte in der Bank
befanden, liegt nach Angaben von GewerkschafterInnen daran, dass ihnen
von der Firmenleitung mit Kündigung für den Fall gedroht worden sei,
dass sie nicht zur Arbeit erscheinen und sich stattdessen am
Generalstreik beteiligen sollten. Diese Drohung ist umso
ungeheuerlicher, als sich die betreffende Filiale der Bank an einer
Demonstrationsroute befindet. In Griechenland ist es üblich, solche
Banken zu schließen, da sie jedes Jahr dutzendfach aus Demonstrationen
heraus angegriffen werden. (...) Ebenfalls auf Indymedia Athen hat
mittlerweile ein Angestellter der Marfin Bank schwere Vorwürfe gegen die
Firma erhoben, weil es in der betroffenen Filiale nur unzureichende
Sicherheitsmaßnahmen für einen Brandfall gegeben haben soll...“

Die FAU am 05.05.2010. Dort sind alle relevanten Dokumente verlinkt:
http://is.gd/cr0BY

Der Tod der drei Bankangestellten scheint zwar üble Repressionen
staatlicherseits vor allem gegen den Stadtteil Exarchia ausgelöst zu
haben, die die Bewegung sicherlich schwächen. Einiges deutet aber darauf
hin, dass sie nicht daran zerbrechen wird.

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13.2 Herrschaftsfrei auf vier Pfoten – die Anarcho-Hunde Athens
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Jeder Revolution und jeder Aufstand hat seine Maskottchen. War es in
Russland 1917 WI Lenin, der danach fälschlicherweise als Kopf der
Bewegung ausgemacht wurde, ist es in Athen Louk: Der Hund, der keinen
Riot auslässt.
Louk und zahlreiche andere Hunde leben im Athener Stadtteil Exarchia
ohne irgendwem zu gehören, also im besten Sinne autonom, sprich
herrchen- und herrschaftsfrei. Die Bevölkerung teilt ihre Lebensmittel
mit ihnen und sie nehmen an den Kämpfen der Bevölkerung teil. Und das
nicht selten an forderster Front. Beeindruckende Bilder und weitere
Anekdoten von Louk & Co findet ihr bei
telepolis: http://is.gd/cr1NB
Der Futurologische Kongress: http://is.gd/cr0Gb
Rebel Dog: http://is.gd/cr0IJ
Neben Louk ist Kanello geradezu legendär: Er ist vor zwei Jahren
gestorben und darf immerhin in einem "Ehrengrab" auf dem
Universitätsgelände schlummern - mithin einem Ort, auf dem die Polizei
keinen Zutritt hat. Am Polytechnikum nahm der Aufstand gegen die
Militärdiktatur 1973 seinen Ursprung. Sogar ein Song für ihn kann auf
youtube gefunden werden: http://is.gd/cr1Ml

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13.3 Krisenmythos Griechenland
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Ein ausführlicher Telepolis-Artikel von Tomasz Konicz am 04.05.2010 legt
dar, was die Krise in Griechenland mit der imperialistischen deutschen
Exportpolitik und dem aggressiven Sozialabbau zu tun hat. Außerdem wird
dargelegt, welche weiteren europäischen Länder hochverschuldet sind und
der diskursive Rassismus in der Krisendebatte kritisiert.
http://is.gd/cr0IJ
Aus dem Text:
Die veröffentlichte Meinung in Deutschland hat einen neuen Krisen-Mythos
geschaffen. Nun sollen es die faulen und korrupten Griechen sein, die sich
durch die Manipulation statistischen Materials in die Eurozone mogelten,
die europäische Einheitswährung an den Rand des Zusammenbruchs führten und
künftig den hart arbeitenden Deutschen auf der Tasche liegen dürften.
Endlich verfügt Deutschland über ein Feindbild, das nahezu alle
Gesellschaftsschichten – vom exportfixierten Unternehmer bis zum
prekarisierten Niedriglohnempfänger - im nationalistisch gesättigten Hass
volksgemeinschaftlich vereint...

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14. Termine
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Mi, 26.05.10 Glockenbachwerstatt München: Gender Salon:
Jan Künemund (Berlin): Good Old Queer Cinema. Zur Standortbestimmung
einer historischen Befreiung des Kinos/ Vortrag – Diskussion,
http://www.glockenbachwerkstatt.de/

Mi, 26.5.10 Silo 1 in Töging: The Hormonauts (pop-rockabilly, Italien)
Einlass: 20:30 Uhr, www.silo1.de

Mi, 26.5.10 Backstage München: The Skatalites, Vibrationaries

Fr, 28.5.10 Feierwerk @Kranhalle München: FRITTENBUDE KATZENGOLD
RELEASEPARTY
Die Bude lädt zum Tanz.... Live: EGOTRONIC [Electropunk | Berlin] +
MIDIMUM [Electro | München] Djs: DIGIKONSÖRTIUM + DAS AUDIOLITH + JA!KOB
ALIAS DAS BASSLASTER + MENSCH MEIER, http://feierwerk.de
Fr, 28.05.10 Asta-Kneipe Rosenheim: Party: Are You Weird Enough:Indie,
Alternative, Sixties, Electronics by Bart Spencer & T.Rence Hill

Sa, 29.5.10 Critical Mass in Rosenheim: jeden letzten Samstag im Monat (
29.05, 26.06 ...)
http://www.critical-mass-rosenheim.tk/

Sa, 29.5.10: Bühne im Lokschuppen Rosenheim: R.I.P. Zeigt: Der
Regietheatermacher, 20 Uhr
www.ridere-in-publico.de

Sa, 29.5.10 Feierwerk @ Hansa 39 München: PIROSCHKI – PARTY:
KARL HLAMKIN & INFLAMMABLE ORCHESTRA[ Klezmer, Balkan, Ska, Jazz u.a. |
Moskau ]

Sa, 29.5.10  59to1 München: Konzert mit Meteors + support Brass Knuckle
Boobie, www.59to1.net

Sa, 29.5.10 Rülps Kirchheim: Konzert mit Überdosis (Punk, Stuttgart) +
Euphorie (Punk, München) 4 Euros, www.ruelps-kirchheim.de.vu

So, 30.5.10 JZ Dorfen: Konzert: What we feel, www.jz-dorfen.de

So, 30.05 Kletterhalle Rosenheim: JAMARAM

Termine Juni

Fr, 4.6.10 Nürnberg KV: Konzi mit Volxverätzung, Mit No Exit und Missbrauch

Fr, 4.6.10  59to1 München: Shake Your Ass präsentiert JACK OBLIVIAN,
www.50to1.net

Fr, 4.6.10 Kafe Marat (Thalkirchenerstr. 104, MUC): Infokafe: von 17 bis
20 Uhr
Freitagskafe: All you can Eat! Punkfest#1: Red Union (Punk, Novi Sad)
Kaput Krauts (Punk, Berlin/Pott) Dear Landlord (Punk, USA)
The Fine Print (Punk, Regensburg) All My Hate For (Punk, München)
www.kafemarat.blogsport.de

Sa, 5.6.10 Blackbox (Stadtjugendring) Rosenheim:
Rock-Surf-Garage-Konzert mit The Vagoos + Rotten Jade And The Killjoys,
20 Uhr
Sa, 5.6.10  59to1 München: Shake Your Ass präsentiert: PETER PAN
SPEEDROCK (NL) + Support KING AUTOMATIC + APACHE,
www.59to1.net

So, 6.6.10 Vetternwirtschaft Rosenheim: Der politische Film: Critical
Mass Spezial: „We are traffic“ & „Still we ride“ (engl.) 20 Uhr,
Eintritt frei!

So, 6.06.10 Substanz München: Europas größter Poetry Slam, das Original
von Rayl Patzak und Ko Bylanzky! 20 Uhr, 6 Euros Eintritt;
www.substanz-muenchen.de

Do, 10.0610, 20:00 (Einlass ab 18:30), Ausstellungshalle Bad Aibling :
Biermösl-Blosn
 http://www.biermoesl-blosn.de/
 Veranstalter: Bund Naturschutz OG Kolbermoor/Bad Aibling, Eintritt: 20
Euro (Einheitspreis für
alle Plätze) KARTEN FÜR ROSENHEIM KÖNNEN BEI DER GESCHÄFTSSTELLE
(TEL. 08031/12882) GEKAUFT WERDEN!

Fr, 11.6.10 Fliegerhalle Mietraching bei Bad Aibling: Sorf (Festival vom
Stellwerk organisiert) mit Typ: Turbo, Fiva & DJ Phekt, Donkeyshots,
Raygun Rebels, Klaus Kaufsnicht, Boggin Leprechaun u.v.m.  www.sorf.de

Fr, 11.6.10 Nürnberg Kunstverein: Konzi mit The Dead Notes, Surfaholics,
Torpedohead, www.alter-lan.de

Sa, 12.06.10: „Deutschland? — Platzverweis! Antinationale Demo in
Weilheim, 14.00 Uhr, Bahnhof
http://www.platzverweis.tk/

Sa, 12.6.10 Vetternwirtschaft Rosenheim: R.I.P. zeigt: Claus Peymann...
20 Uhr, www.ridere-in-publico.de

Sa, 12.6.10 Fliegerhalle Mietraching bei Bad Aibling: Sorf (Festival vom
Stellwerk organisiert) mit Typ: Turbo, Fiva & DJ Phekt, Donkeyshots,
Raygun Rebels, Klaus Kaufsnicht, Boggin Leprechaun u.v.m. ,www.sorf.de

Sa, 12.6.10 Blackbox im Lokschuppen Rosenheim: Konzert mit Sheri Moon +
Random 4 & special guests

Sa, 12.06.10 Kafe Marat (Thalkirchenerstr. 104, MUC)AK Jugendrepression
presents:
Solidarität mit Münchner Antifaschist_innen:
Produzenten der Froide (antifascist Oi!)
Euphorie (Punk'n'Roll)
The Gumbabies (Punk, München) www.kafemarat.blogsport.de

Sa, 12.6.10 Backstage München: ALTBEWÄHRTES + King Vegas + Swally or Spit
CD RELEASE + Freak Out Aftershowparty. www.backstage089.de

Fr, 18.06.10 Vetternwirtschaft Rosenheim: R.I.P. zeigt: Fleisch, 20 Uhr,
www.ridere-in-publico.de

Sa, 19.06.10 Vetternwirtschaft Rosenheim: Integrations-Festival NAUND
mit 4 Bands, Grill, Fassbrause, ab 14 Uhr,  www.vfbk.net

Sa,19.06.10  59to1 München: RebelYell präsentiert THE LEPRECHAUNS,
www.59to1.net

25-27.06 .10 Bad Aibling, Fliegerhalle(Kaserne Mietraching): Hellfield
Festival
http://www.myspace.com/hellfieldopenair

Sa, 26. 06.10 JUKO Wasserburg (Innsekt): Sheri Moon + andere Bands

Sa, 26.6.10 Critical Mass in Rosenheim (jeden letzten Sa im Monat) 11:55
Uhr Ludwigsplatz.
Sa, 26.06.10 Sunny Red (Feierwerk) MUC: Schlecht & Schwindlig Concerts:
Volxverätzung  (D-Punk aus Trostberg) + We Will Fly (Punk, Hardcore aus
Berlin) www.feierwerk.de

So, 27.06.10 Vetternwirtschaft Rosenheim: Musikflohmarkt der
Musikintiative Rosenheim von 10-13 Uhr (bei schönem Wetter im
Biergarten, ansonsten in der Kneipe/Nebenraum, von privat keine Gebühr,
Händler 10 Euros, Instrumente, Verstärker, Bühnentechnik, LP/CD,
Kleinzeugsl ...www.vfb.net

So, 27.06.10 Kafe Kult: Hammers (Hardcore/Trash/Metal aus GB) + Kachel
(Hardcore/Punk aus MUC) www.kafekult.de

So, 27.06.10 Bühne im Lokschuppen Rosenheim: R.I.P. zeigt: Der
Regietheatermacher, 20 Uhr,
www.ridere-in-publico.de

Wichtige Termine Anfang Juli

Sa, 03.07.10 Backstage München: Agnostic Front special guests: SWORN
ENEMY + SLAMDAMN, www.backstage089.eu

So, 04.07.10 Vetternwirtschaft Rosenheim: Der Politische Film: „Die
Strategie der Schnecke“
(Finsterwalderstraße Spezial) 20 Uhr,  Eintritt frei! (August/September
ist Sommerpause beim Politischen Film)

Mo, 05.07.10 Tollwood Sommerfestival MUC: u.a. mit Ska-P, www.alter-lan.de

Fr, 9.7 /Sa, 10.7.10  Prölsdorf bei Bamberg, "Krach am Bach Festival"
mit: Normahl, Rejected Youth, Taxdogers, Zwangsversteigerte
Doppelhaushälften, Lost Ideals, The Porters, The Sewer
Rats, Crispy Jones, Legendary Shotwdowns, Subzero Topdogs uvm.
www.alter-lan.de

Fr 16.07.2010 KuFa Kufstein Fiddlers Green

Fr. 16.7/ Sa. 17.7.10 Kafe Marat (Thalkirchenerstr. 104, MUC) 13 Jahre
Freitagskafe Festival
Riot Brigade, 88: Komaflash, Deny Everything, Tackleberry, Lights Out uvm.
Vorträge, Workshops undundund www.kafemarat.blogsport.de

16./17.07 Halfing: BAVARIAN BATTLE OPEN AIR mit:
AKREA, RAYGUN REBELS, ULTRAWURSCHT, THY FINAL PAIN und mindestens 12
weiteren Rock und Metal Bands.

Sa, 31.07.10 Critical Mass in Rosenheim
11:55 Uhr Ludwigsplatz
(jeden letzten Samstag im Monat)
http://www.critical-mass-rosenheim.tk/    Sa, 31.07.10
Vetternwirtschaft Jahresfest

15.08.20102 KuFa Kufstein SEPULTURA

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