Chiemsee Reggae bucht nächsten Hasssänger

„Busy Signal ist schwulenfeidlich und sexistisch“

Übersee/Rosenheim. Busy Signal soll den abgesagten Sizzla am Chiemsee Reggae Summer ersetzen und auch er gilt als schwulenfeindlich. Die infogruppe rosenheim weist zudem auf die außerordentlich sexistischen Lyrics des “Hasssängers” hin.
“Mädchen zieh deine verfickten Klamotten aus, ich will dich hart ficken. Beug dich bis du deine Zehen berührst, ich will dich diesem Gott hingeben.” Dies ist nicht aus der Drehbuchvorlage eines antifeministischem Hardcore-Pornos. Es ist die sinngemäße Übersetzung des Refrains von Busy Signal’s Song “Lu Lu Lu”. Dieser Titel und Nuh Par Wid (Batty Bwoy) werden auf den Listen schwulenfeindlicher Reggae-Lieder geführt [1].
Mentor Reanno Gordons – so der bürgerliche Name von Busy Signal – ist der einschlägig als homophob bekannte “Künstler” Bounty Killer. Wegen schwulenfeindlicher Äußerungen sind zwei seiner Alben indiziert. Darüber hinaus wird er bezichtigt, die Mutter seines Kindes im Rahmen eines Überfalls mehrmals ins Gesicht geschlagen und sie mit dem Kopf gegen eine Mauer gestoßen zu haben.
Mit „Busy Signal“ und „Anthony B.“ [2] treten also weiterhin zwei homphobe und sexistische Acts auf dem Chiemsee Reggea Summer auf. Die infogruppe rosenheim erklärt dazu:

“Mit dem Sizzla-Ersatz Busy Signal bucht der Chiemsee Reggae Summer den nächsten Hasssänger. Er ist nicht nur schwulenfeindlich – bei solchen Lyrics wundert es nicht, dass Festivalbesucher sich regelmäßig zu sexualisierter Gewalt gegen Frauen ermutigt sehen. Die CRP Konzertagentur hat aus der bisherigen Debatte auch nach der Absage Sizzlas nichts gelernt. Deshalb ist unsere morgige Kundgebung gegen Sexismus und Homphobie am Chiemsee Reggae umso wichtiger.”

Die infogruppe rosenheim ist Teil des Büdnisses rabatz. Dieses fordert vom Chiemsee Reggae seit über einem Jahr ein Präventionskonzept gegen sexualisierte Gewalt und den Verzicht auf homophobe Künstler_innen.

Weitere Infos: http://rabatz-buendnis.org

[1] vgl. http://uclubdichtmachen.blogsport.de/jenseits-des-u-clubs/ und
http://www.soulrebels.org/dancehall/e_songs_more.htm
[2] ANTHONY B hat mindestens 4 homphobe Songs (Chi Chi Man,  No Apology,
Cut Out That und Bun Down Sodom; vgl.:
http://www.soulrebels.org/dancehall/e_songs.htm) und gibt in Interviews
schwulenfeintliche Äusserungen von sich
(http://www.armageddontimes.ch/Artist/Interview/I_AnthonyB.html)

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