Bildungsstreik

Am Dienstag 16.11.10, (um 10 Uhr – Max-Josef Platz) findet in Rosenheim eine Demonstration für Bildungsgerechtigkeit statt.  Mehr Infos gibt es auf: bildungsstreikrosenheim.beepworld.de (Kontakt: bildungsstreik-rosenheim@web.de).Bildungsstreikvorbereitungstreffen finden am 05.11.10 und am 12.11.10 im SSZ Rosenheim statt.

und hier der Aufruf:

Weltweit gehen in diesen Wochen hunderttausende Schüler_innen, Student_innen, Lehrer_innen und Eltern raus auf die Straßen, um gemeinsam für ein gerechtes und kostenloses Schulsystem zu kämpfen. Und auch in Rosenheim tut sich was. Hier eine Einführung in die Forderungen des Bundesweiten Bildungsstreiks wie auch des Bildungsstreik-Rosenheim:

Kostenlose Bildung für alle
Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, sondern ist ein Recht für alle.
– Kitagebühren weg
– Studiengebühren abschaffen
– Fahrtkostenerstattung des Schulwegs (Bus und Bahn)
– Förderung in der Schule statt selbstfinanzierte Nachhilfe

Nein zum Superstress: Weg mit dem 12-Jährigen Abitur
Die Verkürzung der Schulzeit bedeutet derzeit für viele eine Vollzeitarbeitswoche mit 38 Stunden – Lernen wird zum reinen Stressfaktor. Und das nur um dann im Zweifel noch ein Jahr früher keinen Ausbildungs- bzw. Studienplatz zu bekommen.

Weg mit dem dreigliedrigen Schulsystem – Eine Schule für alle
Das dreigliedrige Schulsystem bestimmt schon nach der Grundschule deinen Lebenslauf. Menschen wird in jüngsten Jahren ein Stempel aufgedrückt, der die Möglichkeit, ihre eigenen Fähigkeiten optimal auszuschöpfen völlig unterdrückt. und schon in der Schule ein Konkurrenzdenken etabliert. Eine Schule für Alle könnte bei kleinen Klassen und viel Lehrpersonal auf die unterschiedlichen Vorlieben und Fähigkeiten eingehen, ohne zu selektieren.

Ausbildungs- / Studienplätze für alle
Eine gute Schulausbildung nutzt einem gar nichts, wenn man danach keinen Ausbildungs- bzw. Studienplatz findet. Des-wegen sollte jede_r die Möglichkeit haben, einen Ausbildungsplatz bzw. Studienplatz zu erhalten, auf den er/sie Lust hat.

Demokratisierung der Schulen
Heute sind Schulen hierarchisch und undemokratisch organisiert. Aber wer, wenn nicht die »Betroffenen«, also Schüler_innen und Lehrer_innen, könnten gemeinsam und gleichberechtigt entscheiden wie Lehrpläne sinnvoll gestaltet wer-den und wer die Schule vertreten soll. Gleichberechtigung statt Machtstrukturen!
– Schüler_innen und Lehrer_innen sollen gemeinsam die    Lehrpläne und den Untericht entwickeln
– Wähl- und Abwählbarkeit des/der Schulleiter_in durch  die Mehrheit der Schüler_innen , Lehrer_innen und Eltern

Unternehmen raus aus den Schulen
Über Sponsoring und Werbung nimmt der Einfluss der Konzerne auf staatliche Schulen und Unis immer mehr zu. In vielen Bundesländern sorgen in den Hochschulräten der Unis zum Großteil externe Wirtschaftsvertreter für eine Lehre in ihrem Sinne. Statt unabhängig und gesellschaftlich Sinnvolles zu lernen, wird immer mehr das gelehrt, was den Interessen einiger Unternehmen entspricht: So macht der Energiekonzern Vattenfall, der gerade in Hamburg ein neues Kohlekraft-werk baut, Schultouren wo er über Klimaschutz „aufklärt“.
– Keine Privatisierung von Bildungseinrichtungen!
– Kein Verkauf von Schulgebäuden!
– Keine Werbung an Schulen!

Wer soll das finanzieren?
Seit Jahren wird von Politik und Wirtschaft behauptet, dass nicht genügend Geld da sei. Für bankrotte Banken werden aber schnell mal 500 Milliarden Euro locker gemacht. Dagegen sind die vom DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) akut geforderten 30 Milliarden für das Bildungssystem Peanuts.

Deshalb müssen wir Druck machen, und für unser Recht auf faire und kostenlose Bildung eintreten! Kommt deshalb am 16.11.10, 10 Uhr, zum Max-Josef Platz zur Demonstration für Bildungsgerechtigkeit.
Unterricht verweigern, gemeinsam auf die Strasse gehen!