Gebirgsjäger hinter Gitter – Revision Scheungrabers abgewiesen

Josef Scheungraber, (Noch-) Ehrenbürger von Ottobrunn, wird für seine Kriegsverbrechen, die er als Gebirgsjäger 1944 an den Menschen in Falzano di Cortona begangen hat, inhaftiert. Verurteilt wurde er bereits im August 2009 durch das Landgericht München und 2006 in Abwesenheit durch das Militärgericht in La Spezia (Italien), seine Revision gegen das Münchner Urteil wurde nun abgewiesen.
Scheungraber, der als Mitglied des Kameradenkreis der Gebirgstruppe gilt, hat als damaliger Kompaniechef eines Gebirgspionierbataillons am 27. Juni 1944 den Befehl zu einem Vergeltungsschlag gegeben. 11 italienische Zivilisten wurden auf sein Geheiß hin in der toskanischen Ortschaft Falzano di Cortona zusammen getrieben und in einem Bauernhaus in die Luft gesprengt. Nur eine Person überlebte das Massaker. Deshalb wurde er vom Landgericht München zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Die Revision seiner Anwälte wurde zurückgewiesen.
Laut Medienberichten (suedeutsche) soll Scheungraber „zügig, aber nicht überstürzt“ seine Haft antreten müssen. Aus sämtlichen Feuerwehrlisten wird er wohl gestrichen und auch der Ottobrunner Ältestenrat hat die Aberkennung seiner Ehrenmedaille empfohlen. Momentan ist diese Würde nur „ausgesetzt“.
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