Neonazistinnen treffen sich bei der „Burschenschaft Danubia“

Die „Gemeinschaft Deutscher Frauen“ (GDF), eine der wichtigsten neonazistischen Frauenorganisationen in Deutschland, lud ihre Aktivistinnen aus Oberbayern am Sonntag, 28. November 2010, zu einem „Regionaltreffen“ nach München ein. Für die interne Versammlung hatten sich die Neonazistinnen einen besonderen Versammlungsort ausgesucht: die „Burschenschaft Danubia“ im Stadtteil Bogenhausen. Das Treffen ist auch ein Beleg für die Einbettung der „Danubia“ in die bundesdeutsche Neonazi-Szene.

Die „Gemeinschaft Deutscher Frauen“

Die Neonazistinnen der „Gemeinschaft Deutscher Frauen“ (GDF) hängen traditionellen Vorstellungen von der Rolle der Frau als Mutter und Partnerin des Mannes an; die zentralen Themen der Organisation sind „Brauchtum“ und „Kindererziehung“, jeweils gespickt mit einer völkischen, nationalistischen Note. Die Führungsriege der GDF kommt aus dem im Jahr 2000 aus Angst vor einem staatlichen Verbot aufgelösten „Skingirl-Freundeskreis Deutschland“ (ehemals „Skingirl-Front Deutschland“, SFD). Enge Kontakte und personelle Überschneidungen gibt es bei der GDF mit der NPD und deren Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) sowie der verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ), deren Aktivist Tobias Faethe wiederum einige Semester lang als Aktivensprecher der Münchner „Burschenschaft Danubia“ wirkte. (…) [ Ein Bericht bei aida]