Gegen die Kooperation von Kultusministerium und Bundeswehr!

Gegen die Kooperationsvereinbarung zwischen Bundeswehr und Kultusministerium rufen die AG Friedliche Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft München (GEW) und der VerDi Fachbereich 5 zu einem Aktionstag am Freitag, 28.01.11 auf. Dabei sollen die Auswirkung der Präsenz der Bundeswehr in besonders plastischer Weise verdeutlicht werden: Schüler_innen werden vor dem Kultusministerium (Salvatorplatz) als Rekruten geworben und erhalten einen Stahlhelm; anschließend findet ein Feierliches Gelöbnis der an der Schule geworbenen Rekruten statt, die vor der Feldherrenhalle ihren Heldentod erleiden.
Zugtreffpunkt Rosenheim: 13:15 am Bahnhof

Aus dem Aufruf:

„Wer will unter die Soldaten?“ – Das fragte bisher nur die Bundeswehr. Das alte Lied singen wir demnächst aber wieder an der Schule. Als fünftes Bundesland hat Bayern im Juni 2010 eine Kooperationsvereinbarung zwischen Bundeswehr und Kultusministerium geschlossen.

Zum Informieren durften die (Jugend-)Offiziere früher auch schon an Schulen gehen, wenn eine Schule sie eingeladen hat. Jetzt sollen die Soldaten zum normalen Bild der Schule gehören.[…]

Wie lehnen es ab, Soldaten an den Schulen die Deutung ihres eigenen Handelns zu überlassen! Unsere Schule ist zivil. Die Welt erklären dort zivile, der Meinungsvielfalt verpflichtete LehrerInnen!

Jedes Jahr sollen die Offiziere einen Berich über die Umsetzung der Kooperationsvereinbarung schreiben. Welche Lehrerin, welcher Lehrer wagt es da noch, sich für eine friedliche Schule einzusetzen?

Der gesamte Aufruf als Bilddatei