Anti-Atom Widerstand auch in Rosenheim

Nachdem auch gegen den Castor-Transport von Karlsruhe nach Lubmin geleistet wurde und .ausgestrahlt die Anti-Atom-Bewegung in Ostdeutschland angekommen sieht, können wir nächsten Samstag auch in Rosenheim aktiv werden: Auf Initiative von Greenpeace und Campact wird in der Fußgänger_innenzone Menschenkette trainiert. Denn nur zwei Wochen später soll das AKW Neckarwestheim mit einer solchen bis Stuttgart verbunden werden. In einer spektakulären Aktion konnten im April 2010 bereits die AKWs Krümmel und Brunsbüttel miteinander verbunden werden. An der Kette, die auch mitten durch Hamburg führte, beteiligten sich 120.000 Menschen.

Das hochradioaktive Material, das diese Woche quer durch die Republik gekarrt wurde, war übrigens eins für die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf bestimmt – das sollte uns doch daran erinnern, dass Widerstand gegen Atomkraft auch in den hiesigen Breitengraden schon handfeste Erfolge erzielen konnte. Also aufgeht’s!

Hier zur Motivation ein paar Bilder von der Nachttanzblockade in Karlsruhe

Aktionsberichte vom Castor:

  • Robin Wood Blockade in Schkopau
    Der Castortransport steht zwischen Schkopau und Halle-Ammendorf. Zwei Robin Wood-Aktivisten, ein 31 und ein 36 Jahre alter Mann, hängen unter der Saalebrücke an Stahlseilen, die an den Schienensträngen befestigt sind. Der Zug ist auf der Brücke zum Stehen gekommen, eine Weiterfahrt ist ohne Gefährdung der Aktivisten nicht möglich.
  • Greenpeace Aktion im Vorfeld in Stralsund
    Greenpeace-Kletter haben an der Nikolaikirche in Stralsund ein 6 mal 18 Meter großes Transparent entrollt: „Atomkraft ist ein Irrweg. Stopp Castor nach Lubmin.“
  • Greenpeace Aktion in Karlsruhe
    Nach neun Stunden scheint der Aktionsort einer Baustelle gewichen zu sein: Mit technischer Unterstützung versucht die Polizei nun, die Aktivisten auf der Hebebühne vom Eingang zur Forschungsanlage zu bewegen. Sie hat die zehn Aktivist_innen, die sich am Tor fixiert haben, bereits weggebracht. Auf den Gleisen kommen die Flexer auch nur langsam voran: Über die Hälfte der Aktivist_innen hält an den Schienen die Stellung und protestiert gegen die Castor nach Lubmin.

Zur Dokumentation eine Pressemeldung von Greenpeace): Mini-Menschenkette und Flash Mob in Rosenheim.

Greenpeace kämpft gegen Atomkraft, speziell gegen das Werk Neckarwestheim. Am Samstag, dem 26. Februar, veranstaltet die Gruppe Rosenheim dazu ein „Vorspiel“. Die Aktion startet um 14 Uhr in der Fußgängerzone mit einem Straßentheater-Flashmob: Ein Atomkraftwerk verursacht einen Super-GAU auf dem Max-Josefs-Platz. Danach bilden die „Überlebenden“ eine „bunte Menschenkette, die möglichst durch die ganze Stadt gehen soll“, so die Gruppe. „Alle Menschen in und um Rosenheim sind zur aktiven Teilnahme herzlich eingeladen. Am besten kurz vor 2 Uhr kommen!“

Die „Mini-Menschenkette“ soll auf die große Menschenkette am 12. März hinweisen. An diesem Tag werden Menschen aus ganz Deutschland Stuttgart und das AKW Neckarwestheim verbinden, um die Abschaltung des Reaktors zu fordern. „Strom kann binnen kurzer Zeit vollständig erneuerbar, also umweltfreundlich erzeugt werden: Dazu brauchen wir aber eine andere Politik“, sagt Greenpeace Rosenheim. „Das heisst Ausstieg aus der Atomkraft, Ächtung der Stromverschwendung, keine weitere Kohleverstromung, Umstieg auf dezentrale Strukturen wie Blockheizkraftwerke. Wir gehen davon aus, daß die Menschenkette und der folgende Regierungswechsel in Baden-Württemberg endlich Deutschlands zukunftsfähige Stromerzeugung vorantreiben werden.“