Nach Kernschmelze: Sponti in Rosenheim!

Atomanlagen abstellen: Alle und zwar unverzüglich!

Infolge des Erdbebens vom 11. März und folgender Nachbeben und Flutwellen wurden in Japan mehrere Atomanlagen schwer beschädigt. Unter anderem explodierte das Gebäude von Reaktorblock I des AKW „Fukushima daiichi genshiryoku hatsudensho“, in dem sich derzeit eine Kernschmelze ereignet. Im Reaktorblock II droht das Gleiche.
In vier weiteren Reaktoren des 12 Kilometer entfernten AKW Fukushima-Daini sowie im AKW Tokai ist die Kühlung des Reaktorkerns möglicherweise ebenfalls nicht sichergestellt.

Die Katastrophe mobilisiert erneut zehntausende GegnerInnen der atomaren Risikotechnologie. Am morgigen Montag 14. März wird in Deutschland zu zahlreichen Demonstrationen aufgerufen, die zeitgleich um 18 Uhr beginnen sollen. Auch in Rosenheim!
.ausgestrahlt gibt dabei widersprüchlicherweise an, dass die Mahnwache um 18.00 Uhr am Max-Joseph-Platz vor dem CSU-Büro stattfinden solle. Ein solches gibt es u.W. nicht, wir rufen euch deshalb auf: Kommt um 18.00 Uhr zum Max-Joseph-Platz – zur CSU können wir dann immer noch gehen. Sobald wir genauere Infos haben, erfahrt ihr es hier.

Weitere Aktionen sind unter anderem geplant in Holzkirchen, Prien, Traunstein, Weilheim, Geretsried, Dorfen und Burghausen sowie für die Landeshauptstadt München.

Bereits gestern (12. März) demonstrierten zwischen Stuttgart und Neckarwestheim circa 60.000 Menschen gegen die Atompolitik. In Rosenheim hatte es dazu vor zwei Wochen eine »Übungskette« mit 300 Menschen gegeben. Heute Nachmittag wurde zeitweilig die Atom-Halde in Gorleben besetzt. In mehreren Städten kam es am Abend zu Versammlungen und Aktionen.

Derweilen wurde der Evakuierungs-Radius rund um den ersten Unglücksreaktor am Sonntag auf 20 Kilometer ausgeweitet. Medien und Atombehörden bemühen sich um ein entschärftes Bild der Lage, während AtomexpertInnen nicht anzweifeln, dass die Situation nahe dem „Super-GAU“, also weitestgehend außer Kontrolle geraten, ist. Insgesamt starben im westlichen Pazifik bereits jetzt über 10.000 Menschen infolge des Erdbwebens der Stärke 9 auf der Richterskala.

Auch andernorts sind AKWs in potentiellen Erdbeben-Gebieten gebaut worden, so zum Beispiel der Schrottreaktor im elsässischen Fessenheim. Weiterhin ist wichtig festzuhalten, dass die japanischen Reaktoren nicht aufgrund von Erdbeben und Tsunamis, sondern letztlich wegen der fehlenden Stromversorgung ausser Kontrolle geraten sind. Auch in Nicht-Erdbeben-Gebieten ist die Stromversorgung ein neuralgischer Punkt der nuklearen Sicherheit.

Laufend aktualisierte Infos findet Ihr bei .ausgestrahlt.