Holocaus-Leugnerin Stolz wird entlassen

Die Ebersberger Holocaust-Leugnerin Sylvia Stolz (Jg. 1963) soll laut aida am 13. April aus der Haft entlassen werden. Bei aida heißt es dazu: „Im Namen des einschlägig bekannten Münchner Aktivisten Rolf WInkler, der früher im mittlerweile verbotenen „Verein zur Rehabilitation der wegen Bestreitens des Holocausts Verfolgten“ (VRBHV) wirkte, kursiert zusätzlich öffentlich ein Rundschreiben „im Auftrag Ihrer Freunde und Mäzene“: „Begrüßen wir gemeinsam RAin Sylvia Stolz nach überstandener politischer Haft“. In der Einladung wird auch eine „kleine Begrüßungsfeier (…) in einem nahegelegenen Gasthof“ angekündigt.“. Auch der blick nach rechts schreibt über die geplante Entlassung von Stolz: „Zur Stolz’ Entlassung aus der JVA Aichach (bei Augsburg) haben Gleichgesinnte ihr Kommen angekündigt. Stolz, Gefährtin des Hitler-Verehrers Horst Mahler, war am 14. Januar 2008 vom Mannheimer Landgericht unter anderem wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Zudem verhängte das Gericht gegen die Rechtsanwältin ein Berufsverbot für die Dauer von fünf Jahren.

Als Verteidigerin des notorischen Antisemiten Ernst Zündel soll Stolz wiederholt öffentlich den industriell betriebenen Massenmord an den Juden bestritten, zum Hass gegen die jüdische Bevölkerung aufgerufen und einen anwaltlichen Schriftsatz mit „Heil Hitler“ unterzeichnet haben. Fahrtgemeinschaften nach Aichach organisiert unter anderem der reichstreue Neonazi Christian Bärthel (Jg. 1974) aus dem thüringischen Ronneburg. Im Anschluss an die Haftentlassung von Sylvia Stolz will der einschlägig verurteilte Bauingenieur Rolf Winkler (Jg. 1953) in einem nahe gelegen Gasthof eine „Begrüßungsfeier“ ausrichten. Winkler war Mitgründer des 2008 bundesweit verbotenen „Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“ (VRBHV).

In diesem Zusammenhang möchte wir noch auf einen (etwas älteren) Hintergrund Artikel der antifa nt verweißen, welche 2006 unter dem Motto “Kein ruhiges Hinterland für Sylvia Stolz” zu einer Demo gegen die geschichtsrevisionistische Neonazi-Anwältin Sylvia Stolz in Ebersberg mobilisierte.