Offenbach: Eine Schule ohne Bundeswehr

Die Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach hat sich auf Initiative der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit breiter Mehrheit entschlossen: Sie lehnt die Kooperationsvereinbahrung zwischen Hessischen Kultusministerium und Bundeswehr ab und möchte keine Jugendoffiziere in ihren Räumen haben.

Die Schulkonferenz von Schüler_innen, Lehrkräften und Eltern fügte einem entsprechendem Beschluss der Lehrer_innenkonfernez noch einstimmig folgende Begründung hinzu:

Die Bundeswehr ist keine Verteidigungsarmee mehr, wie vom Grundgesetz vorgesehen. Sie ist eine Armee im Einsatz und dient den Interessen der Wirtschaft, wie der „Sicherung der Rohstoff- und Warenströme, der Transportwege“ und vielem mehr – so als offizielle Regierungspolitik festgeschrieben im Weissbuch der Bundesregierung im Jahre 2006.
Wir wollen nicht, dass unsere Schülerinnen und Schüler für einen Krieg gegen andere Völker rekrutiert werden. Und wir wollen auch nicht, dass sich die Bundeswehr als friedensschaffende Kraft anpreisen kann.
Deshalb lehnen wir es ab, dass Jugendoffiziere der Bundeswehr an die Käthe-Kollwitz-Schule kommen und stellen uns damit einer immer stärkeren Militarisierung der Gesellschaft entgegen.


Wir danken der AG Friedliche Schule für den freundlichen Hinweis!