Selber kriminell ! Vortrag & Film zu Tier – und Umweltschutzaktivismus

Im Mai 2011 wurden nach über einem Jahr Prozess, die 13 in Österreich wegen Bildung einer Kriminellen Organisation angeklagten Tierrechtler_innen in allen Punkten freigesprochen. Chris Moser, einer der von dem brutale Ermittlungsverfahren betroffenen Aktivisten kommt am Sonntag den 03.07.11 nach Rosenheim. Er wird über den Prozess, die Hausdurchsuchung und die Inhaftierung sprechen sowie für Fragen zur Verfügung stehen. Im Anschluß an den Kurzvortrag zeigen wir im Vettern Open Air Kino „Rebellen im Namen der Erde – einen Dokumentarfilm von Philippe Borrel. Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr in der Vetternwirtschaft (Oberaustr. 2), der Eintritt ist frei. Bereits ab 19.00 Uhr kocht das Rosenheimer Montagsplenum gegen Spende.

Hintergrundinfos zu dem Tierschutzprozess:

Seit April 2007 ermittelt eine eigene SOKO unter dem Vorwand gegen den Tierschutz, es würde eine große kriminelle Organisation nach §278a geben. Mit Lauschangriffen, Peilsendern und Videofallen wurde bespitzelt, im Mai 2008 kam es zu insgesamt 30 Hausdurchsuchungen durch bewaffnete und maskierte Polizei-Sondereinheiten. Insgesamt wurden gegen 267 „Verdächtige“ Überwachungsmaßnahmen angeordnet. 10 Personen mussten für 105 Tage in U-Haft.

Anfangs wurde fälschlicherweise vom Innenministerium behauptet, es gäbe Belege, dass die Verdächtigen Brandstiftungen, Bombendrohungen und Gasangriffe unternommen hätten. Nach 3½ Jahren Ermittlungen stellte sich heraus, dass nichts davon der Wahrheit entsprach. Alle Ermittlungsverfahren wegen derartiger angeblicher Delikte wurden eingestellt. Gegen 30 TierschützerInnen wurden die Verfahren eingestellt, 13 Personen sitzen seit 2. März 2010 auf der Anklagebank im Landesgericht Wr. Neustadt. Allen wird vorgeworfen, sie wären Mitglieder einer kriminellen Organisation nach §278a.

Nach über einem Jahr Prozess wurden im Mai 2011 die 13 angeklagten Tierrechtler_innen in allen Punkten freigesprochen. Wie einer Meldung der APA zu entnehmen ist, hat die Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt, einen Tag nach dem allumfassenden Freispruch der 13 Angeklagten Tierrechts-Aktivist_innen, bekannt gegeben, dass sie Berufung wegen Schuld und Nichtigkeit beantragen wird. Beide Punkte werden nach der Ausfertigung des schriftlichen Urteils der Richterin Arleth von der nächsthöheren Instanz geprüft. Wird Staatsanwalt Handlers Berufung angenommen, so wird der Fall in zweiter Instanz neu beurteilt und über die Frage von Schuld und Unschuld neu entschieden. Bei Nichtigkeit wird das erstinstanzliche Urteil Arleths wegen Verfahrensfehlern vollständig aufgehoben und der Prozess in erster Instanz ein weiteres Mal verhandelt

weitere Infos: http://antirep2008.org/

 

Interview mit Chris Moser, welcher am Sonntag den 03.07.11 nach Rosenheim kommt:

 

http://www.youtube.com/watch?v=4cfYI1rQWps

 

Infos zu „Rebellen im Namen der Erde – einen Dokumentarfilm von Philippe Borrel:

Einige Umweltschützer greifen zu radikalen Methoden, um ihre Ziele durchzusetzen: Sie sprengen Biotechniklabore in die Luft, legen Walfangflotten lahm, ketten sich an Bahngleise oder besetzen Bäume. Das macht sie in den Augen des FBI zu Terroristen. Es sieht die Ökokrieger sogar als zweitgrößte Bedrohung nach Al-Quaida. Auf diese Weise machen die FBI-Beamten Stimmung gegen jede Form von Aktivismus und zivilem Ungehorsam.
Wie Guerillas jagen die Eco Warriors Biotechniklabors in der Bucht von San Francisco in die Luft, weil dort Tierversuche durchgeführt werden. Sie legen die japanische Walfangflotte in der Antarktis lahm, zersägen Geländewagen in Oregon, ketten sich in Deutschland an Bahngleise, um einen Atommülltransport zu stoppen, und besetzen Mammutbäume in den nordkalifornischen Sequoia-Wäldern.

In den Augen des FBI handelt es sich bei diesen militanten Umweltschützern um Terroristen, die nach Al-Quaida als zweitgrößte Bedrohung für die Sicherheit des Landes gelten. Für diejenigen in den USA und in Europa, die die bürgerlichen Freiheiten beschränken möchten, sind derlei Aktionen ein willkommener Vorwand, um in der öffentlichen Meinung Stimmung gegen jede Form von Aktivismus und zivilem Ungehorsam zu machen. Auf diese Weise wird der Verabschiedung von immer restriktiveren Gesetzen der Boden bereitet und Bürgerengagement als Straftat verurteilt.

Rebellen im Namen der Erde – Ein Film von Philippe Borrel

Einige Umweltschützer greifen zu radikalen Methoden, um ihre Ziele durchzusetzen: Sie sprengen Biotechniklabore in die Luft, legen Walfangflotten lahm, ketten sich an Bahngleise oder besetzen Bäume. Das macht sie in den Augen des FBI zu Terroristen. Es sieht die Ökokrieger sogar als zweitgrößte Bedrohung nach Al-Quaida. Auf diese Weise machen die FBI-Beamten Stimmung gegen jede Form von Aktivismus und zivilem Ungehorsam.

um Film
Wie Guerillas jagen die Eco Warriors Biotechniklabors in der Bucht von San Francisco in die Luft, weil dort Tierversuche durchgeführt werden. Sie legen die japanische Walfangflotte in der Antarktis lahm, zersägen Geländewagen in Oregon, ketten sich in Deutschland an Bahngleise, um einen Atommülltransport zu stoppen, und besetzen Mammutbäume in den nordkalifornischen Sequoia-Wäldern.

In den Augen des FBI handelt es sich bei diesen militanten Umweltschützern um Terroristen, die nach Al-Quaida als zweitgrößte Bedrohung für die Sicherheit des Landes gelten. Für diejenigen in den USA und in Europa, die die bürgerlichen Freiheiten beschränken möchten, sind derlei Aktionen ein willkommener Vorwand, um in der öffentlichen Meinung Stimmung gegen jede Form von Aktivismus und zivilem Ungehorsam zu machen. Auf diese Weise wird der Verabschiedung von immer restriktiveren Gesetzen der Boden bereitet und Bürgerengagement als Straftat verurteilt.

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