AKW Brokdorf selbst stilllegen! [update II]

update II: BLOCKADE  auf 15.06.VERSCHOBEN wir zitieren aus einem rundmail:

Liebe AktivistInnen und Aktivisten,

der Kraftwerksbetreiber E.ON hat bekannt gegeben, dass die Revision um mehrere Tage auf Mittwoch, den 15. Juni verschoben wurde.
Wir verschieben auch!

Wir freuen uns, dass schon die Ankündigung einer Blockade reicht, um Wirkung zu zeigen. Aber zugegebenermaßen wirft diese Entscheidung auch unseren Zeitplan durcheinander. E.ON möchte Hase und Igel spielen, nun gut, wir spielen mit. E.ON läuft ein Stück weit weg, aber wir werden schon vor ihnen da sein… So schnell lassen wir nicht locker!

– Unser Aktionscamp beginnt am Donnerstag, den 16. Juni. Am Freitag
werden wir gemeinsam die Aktion mit Aktionstrainings und
SprecherInnen-Räten vorbereiten.
– Die Blockade findet am Samstag, den 18. Juni bis Sonntag, den 19. Juni statt.

Die Entscheidung von E.ON wurde am Mittwoch bekannt gegeben. Als Koordinierungsgruppe haben wir lange diskutiert und uns die
Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir wissen, dass sich viele extra das lange Wochenende über Pfingsten freigenommen haben. Doch nun heißt es für uns alle: Umdisponieren und eine Woche später kommen! Wir hoffen dabei sehr, dass Ihr die Situation ähnlich einschätzt wie wir und auch nächste Woche mit dabei sein könnt!

Aktuelle Informationen fortlaufend auf:
https://www.x-tausendmalquer.de

X-tausendmal-quer ruft dazu auf, ab dem 12. Juni das AKW Brokdorf zu blockieren. Damit sollen die Zufahrtsstraßen während Revisionsmaßnahmen unzugänglich werden. Die Blockaden sollen zumindest bis zum 17.Juni andauern und werden gegebenenfalls verlängert.

Die entsprechende Absichtserklärung haben bislang gut tausend Menschen unterzeichnet. Ein guter Anfang, aber um erfolgreich zu sein, braucht es noch mehr! Wer selbst an den entsprechenden Tagen keine Zeit hat, kann sich online solidarische erklären. Daneben gibt es mittlerweile eine weitere Absichtserklärung der Initiative Block Brokdorf, die ihr auch anhören könnt.

Block Brokdorf! Atomanlagen selbst stilllegen (ogg)

Wir dokumentieren den Aufruf „SCHLUSS endlich – Atomkraftwerke blockieren“.

SCHLUSS endlich – Atomkraftwerke blockieren!

Atomkraft ist eine lebensfeindliche Risikotechnologie. Gründe, sofort aus der Atomkraft auszusteigen, gab es immer schon mehr als genug. Durch die Reaktorunfälle in Fukushima wird uns das auf drastische Weise wieder vor Augen geführt.
Als Reaktion hat die Regierung vermeintlich eingelenkt und sieben Meiler für drei Monate abgeschaltet. Doch solange deren endgültige Stilllegung nicht gesetzlich verankert wird, halten sich Regierung und Betreiber alle Möglichkeiten offen, auch diese Atomkraftwerke nach Ablauf des Moratoriums Mitte Juni wieder anzufahren.
Jeder Weiterbetrieb dieser und anderer Reaktoren ist unverantwortlich – ob er dennoch gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzbar ist, hängt jetzt entscheidend von unserem Widerstand ab! Noch nie war die Regierung so sensibel für den Druck von der Straße wie im Moment. Je größer unser Widerstand wird, umso schneller wird Atomkraft in Deutschland Geschichte.
Mitte Juni fallen zwei Entscheidungen: Wie viele AKW werden stillgelegt? Und wie lange sollen die anderen Reaktoren noch laufen? Für uns gilt: Jedes AKW in Betrieb ist eines zuviel. Deswegen werden X-Tausende entschlossen und gewaltfrei vom 12. bis 17. Juni zwei AKW gleichzeitig blockieren, ein „neues“ und ein „altes“!

In BROKDORF werden wir während der Revision die Zufahrtstraßen des AKW blockieren.
In BIBLIS werden wir blockieren, falls dieses AKW nach dem Moratorium wieder angefahren werden soll. Wird Biblis endgültig stillgelegt, blockieren wir stattdessen das AKW ESENSHAMM an der Unterweser. Bleibt auch dieses vom Netz, gibt es nur eine große Blockade in Brokdorf.

Unsere Botschaft an Regierung und Atomkonzerne: Wir wollen kein vorübergehendes Abschalten, sondern eine Stilllegung aller AKW! Wir werden nicht locker lassen, bis auch der letzte Reaktor endgültig vom Netz gegangen ist!

Unser Widerstand wird genau am richtigen Ort stattfinden: direkt vor den Toren der AKW, denn jetzt gilt es, den Atomausstieg selbst in die Hand zu nehmen.