„„Die Unerwünschten“ (Der politische Film)

Im Oktober eröffnet im ehemaligen Irrlich das „Z- linkes Zentrum in Selbstvewaltung”( Innstr.45a) und die infogruppe zieht Filmreihe „Der politische Film“ (jeden ersten Sonntag im Monat) in das neue linke Zentrum um. Am So. 02. Oktober wird in Kooperation mit dem Initiativkreis Migration Rosenheim der Dokumentarfilm „Die Unerwünschten“ (nicht der ursprünglich angekündigte „Little Alien“)  zur Thematik  Abschiebung gezeigt. “Die Unerwünschten” begleitet verschiedene Menschen, die im Konflikt um Abschiebung eine Rolle spielen: Abschiebungshäftlinge, Sicherheitsbeamte der Abschiebungshaft Rottenburg, Aktivist*innen einer Anti-Abschiebungsgruppe und Polizist*innenen, deren Job es ist,Tag für Tag abzuschieben.
Die Filmvorführung beginnt um 20:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Das Z ist bereits ab 18:00 Uhr geöffnet, ab 19:00 Uhr organisiert das Montagsplenum eine SoKü (Solidarische Küche). In diesem Rahmen gibt es vegetarisches Essen kostenlos bzw. gegen Spende.

 

“Die Unerwünschten” begleitet verschiedene Menschen, die im Konflikt um Abschiebung eine Rolle spielen: Abschiebungshäftlinge, Sicherheitsbeamte der Abschiebungshaft Rottenburg, Aktivist*innen einer Anti-Abschiebungsgruppe und Polizist*innenen, deren Job es ist,Tag für Tag abzuschieben.

Durch die schwäbische Kleinstadt Rottenburg zieht sich die Mauer eines Gefängnisses. Dahinter erstreckt sich das Gefängnisareal für 700 Strafgefangene. Auf dem Hof, umzäunt von hohem Stacheldraht, steht ein Plastikcontainer: die Abschiebehaft Rottenburg. Es ist ein Gefängnis im Gefängnis.

Hinter den vergitterten Fenstern verbergen sich keine Kriminellen, sondern 45 Männer, von denen die meisten nie eine Straftat begangen haben. Inhaftiert sind hier größtenteils illegal Eingereiste und abgelehnte Asylbewerber, die Deutschland nicht innerhalb der ihnen vorgeschriebenen Frist verlassen haben. Jeder Tag im Abschiebecontainer wird dem Häftling mit 70 Euro in Rechnung gestellt. Bis zu 18 Monate kann die Haft dauern, je nachdem wie schnell die Abschiebung organisiert wird.

Der Film „Die Unerwünschten“ begleitet sechs Gefangene der Abschiebehaft in ihren letzten Wochen vor der Abschiebung, wie z.B. den jungen Türken Sedat, der nach Deutschland kam, um seine Freundin zu heiraten. Sedat wurde wenige Tage nach seiner Einreise verhaftet, da er kein gültiges Visum besaß. Spätestens in drei Monaten soll seine Abschiebung stattfinden, bis dahin muss er 22 Stunden täglich in einer 13 Quadratmeterzelle verbringen. Sedat kämpft gegen die Depression des Eingesperrtseins indem er singt und Gedichte an seine Freundin schreibt. Noch hat er die Hoffnung nicht aufgegeben. Falls es ihm und seiner Freundin gelingt, in den nächsten Wochen zu heiraten, wird die Abschiebung ausgesetzt.

Kemal, ein kurdischer Häftling, ist bereit bis zum Äußersten zu gehen, um seine Rückkehr in die Türkei zu verhindern. Als er abgeschoben werden soll, fügt er sich mit einer Rasierklinge blutige Verletzungen zu. Während Sedat versucht die Haft zu verlassen, indem er seine Hochzeit organisiert, stellt Kemal einen Protest auf die Beine. Mit der Drohung, die Zellen anzuzünden, wollen er und andere Mitgefangene die Abschiebung verhindern.

Der Film erzählt mit intensiven Bildern Momente zwischen Hoffnung und Angst. Ohne „schwarz-weiß“ zu malen verfolgt die Autorin Sarah Moll die Schicksale junger Immigranten, deren Träume keine Chance haben. Zu Wort kommen dabei auch diejenigen, die dafür zuständig sind, Tag für Tag abzuschieben.

Quelle: http://indifilm.de/dokumentarfilme/abgeschlossene-projekte/die-unerwuenschten/