Auch 2011 – Castor stoppen

„Webseite von Atomgegnern gesperrt“ war eine Überschrift in der taz vom 15.10.10. Damals wurde unsere Internetseite gesperrt, da wir zum Schottern aufriefen. Auf Bitte der Rosenheimer Kriminalpolizei sperrte unser damaliger Anbieter beepworld kurzerhand unsere Website ohne vorher mit uns Kontakt aufzunehmen (vgl. Unsere Stellungnahme von 2010). Nach unseren Informationen waren wir jedoch die einzige Seite, die gesperrt wurde. Dieses unverhältnismäßig repressive Vorgehen wirft ein eigenartige Licht auf beepworld und spiegelt einer mal mehr das Demokratieverständnis der Rosenheimer Polizei wieder. Dieser Schuss ging allerdings nach hinten los: Bundesweite Berichterstattung (z.B. taz), die uns ansonsten eher selten zuteil wird, ein gutes Mehr an Öffentlichkeit für die Kampagne “Castor? Schottern!”. Zu guter Letzt können wir seitdem mit einer technisch besseren und zensurfreien Homepage aufwarten. 356 Artikel haben wir im letzten Jahr eingepflegt – fast täglich einen. Und das trotz einer längeren Downtime im Sommer und mehrfachen Umzug der Domain.

Jetzt ein Jahr später steht der nächste Castor bevor und wir sind überzeugt: Es ist und bleibt richtig und notwendig, die Castorschiene im Wendland unbefahrbar zu machen, es ist richtig und notwendig, den Castor zu schottern. Nach Fukushima und der sogenannten Energiewende der Bundesregierung dürfen wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Am Sonntag den Sonntag 23. Oktober wird es deshalb ein „Castor stoppen Infoabend“ geben, auf welchem neben Informationen zu verschiedener Aktionskonzepte (z.B. Schottern) auch Informationen zur Infrastruktur etc gibt. Der Infoabend beginnt um 19:00 Uhr – das Z ist bereits ab 18:00 Uhr geöffnet.