Martin Löwenberg Film erscheint

»es kann legitim sein, was nicht legal ist«

Unter diesem Motto steht das Filmportrait über den Antifaschisten Martin Löwenberg. Die Premiere ist am kommenden Sonntag, 09.10.11, um 11.30 Uhr im Arri Kino in München. Der Eintritt ist frei, setzt aber eine Reservierung per eMail bis 05.10. voraus.
In Martin Löwenbergs persönlicher Geschichte und seinen politischen Kämpfe spiegeln sich an vielen Stellen die unsäglichen deutschen Zustände wieder: Unter den Nazis ins KZ gesteckt, sieht er sich in der BRD den gleich Schergen abermals gegenüber und wird im Zusammenhang mit dem KPD-Verbot erneut inhaftiert. Dennoch kämpft er ununterbrochen weiter: gegen Nazis und die Militarisierung der Gesellschaft.
Vollkommen zurecht formulierte der vor einigen Tagen »aus Mangel an Beweisen« im Zusammenhang mit der Blockade des Naziaufmarschs am 08. Mai 2010 freigesprochen Antifaschist Kerem S. deshalb an die Adresse von Staatsanwaltschaft und Gericht: „Von ihm könnten Sie etwas lernen.“ Wir könnnen von Martin lernen.

Aus der Ankündigung:

Fast zwei Jahrzehnte begleiteten die FilmemacherInnen Petra Gerschner und Michael Backmund den Widerstandskämpfer und ehemaligen KZ-Häftling Martin Löwenberg (86) mit der Kamera: bei seinem politischen Engagement zur Unterstützung von Flüchtlingen sowie zur Entschädigung von ehemaligen ZwangsarbeiterInnen, aber auch bei seinem entschiedenen Eintreten gegen Neonazismus, Antisemitismus und Krieg.

Diese subjektive Protestgeschichte wird verknüpft mit aktuellen Interviews und historischem Bildmaterial aus Wroclaw (ehem. Breslau), Dachau, Flossenbürg, Essen und München zu einer filmischen Zeitreise über 86 Jahre. Martin Löwenberg entwickelt dabei eine ganz besondere Form der Reflektion von Geschichte, die die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für die Gegenwart präsent werden lässt.