Der Bockerer (Film)

(Österreich, 1981, 104 min. | Von Franz Antel, basierend auf dem gleichbetitelten Bühnenstück von Ulrich Becher und Peter Preses)

Karl Bockerer, Fleischhauer in der Wiener Vorstadt, muss feststellen, dass das Deutsche Reich auch sein Leben und seine Umwelt durcheinander zu bringen beginnt. Sein Sohn ist der Faszination der blank gewichsten Stiefel und schönen Uniformen bereits erlegen, seine Frau zieht es zu Aufmärschen. Sein Tarockpartner Herr Rosenblatt, flüchtet aufgrund der Nürnberger Gesetze Hals über Kopf in die USA, Nachbarn beginnen Nachbarn zu denunzieren, ein enger Freund wird als Sozialist im KZ Dachau ermordet. Doch der Bockerer bleibt ein Unangepasster mit scharfem Verstand und bissigem Humor. Bisweilen wirkt er wie ein auf das Wien der Nazis gemünztes Pentandt zu Jaroslav Hašeks Figur des “braven Soldaten Schwejk”. Schelmisch und gleichzeitig ernst, ruhig und schlagfertig verwehrt sich der Bockerer dem Mitläufertum und der Teilnahme am in alle Lebensbereiche eingesickerten Nazi-Terror und zeigt, dass es nie zu spät ist, Widerstand zu leisten

Eine (private) Filmvorführung für alle Freund_innen des Z. Veranstaltet von der infogruppe rosenheim  in der Filmreihe „Der politische Film“ (jeden ersten Sonntag im Monat). Der Eintritt ist frei, das Z ist bereits ab 18:00 Uhr geöffnet und ab 18:30 Uhr organisiert das Montagsplenum eine SoKü (Solidarische Küche). In diesem Rahmen gibt es vegetarisches Essen kostenlos bzw. gegen Spende. Ab Jan. beginnt der Film um 19:00 Uhr (- nicht wie bisher um 20:00 Uhr)