Rebellinnen der Fordfabrik

Der 8. März ist bekanntlich der Frauenkampftag. Im Rahmen unserer Filmreihe „der politische Film“ (jeden ersten Sonntag im Monat) zeigen wir deshalb am So, 04.03.2012 einen Film über den Ford-Arbeiterinnen Streik in Großbritannien im Jahre 1968. Gefordert wurde hierbei die Gleichberechtigung der Frauen im Beruf und nicht mehr die durch geschlechterabhängige Abwertung als ungelernten Fachkräfte dargestellt zu werden. Gleiche Löhne für alle, egal welches Geschlecht einem zugeordnet wird.  Zudem wird auf die Problematik hingewiesen,  wie die Frauen, das von den Männern geforderte Hausfrauen dasein erfüllen und  gleichzeitig den Kampf um die Gleichstellung führen können. Für die Filmbeschreibung zitieren wir aus dem Artikel „Rebellinnen der Fordfabrik“ von Paula Hansen:

„(…) . Der zauberhafte Film erzählt die wahre Geschichte vom ersten Frauenstreik in der britischen Geschichte:1968, Dagenham bei London, Ford-Werke. Dort arbeiten gut 50000 Männer und ganz genau 187 Näherinnen. Tag für Tag rattern ihre Maschinen. Unter den flinken Händen der Frauen entstehen die Bezüge für die Autositze. Im Akkord und unter entsetzlichen Arbeitsbe­dingungen. In der Werkhalle ist es heiß und stickig. Die Frauen sitzen in Unterwäsche an der Nähmaschine. Nicht, weil sie die Männer anmachen wollen, sondern weil sie die Hitze anders nicht aushalten.

Eines Tages stuft das Management die Frauen kurzerhand als ungelernte Arbeiterinnen ein. Es ist der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Die Frauen sind zunächst empört, wissen nicht, was sie dagegen tun können, aber dann verlassen sie ihre Nähmaschinen, die Werkhalle, sie streiken. Allen voran Rita O’Grady, die Hauptfigur. Sie führt wie alle anderen Frauen in Dagenham ein unspektakuläres Leben. Ist Ehefrau, Mutter und eben Arbeiterin. Eine Hinzuverdienerin. Sie ist schüchtern, oftmals unsicher, aber sie besitzt einen gesunden Menschen­verstand und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Rita ist eine von diesen leisen, selbstverständlichen Frauen, die gar nicht wissen, was sie können und welche ungeahnten Fähigkeiten in ihnen stecken. Sie lernt es, Stück für Stück, in der Auseinandersetzung mit den Männern der Gewerkschaft und den Herren der Unternehmensleitung.

Diese Geschichte wird mit Witz, diesem so schwer zu beschreibenden typisch britischen Humor, erzählt. Warmherzig und mitreißend. Berührend und anrührend. Regisseur Nigel Cole, der übrigens auch beim Kinoerfolg »Kalender Girls« Regie führte, hat den streikenden Frauen ein filmisches Denkmal gesetzt. Ohne sie auf den Sockel zu stellen. Er erzählt von ziemlich unwahrscheinlichen Heldinnen, von bescheidenen, unauffälligen Frauen, die auf den ersten Blick kaum etwas Außer­gewöhnliches an sich haben.
Die Näherinnen werden zunächst belächelt wegen ihres Aufstands. Doch weil sie sich weigern, Bezüge für die Autositze anzufertigen, steht nach wenigen Tagen die komplette Produktion still. Prompt bekommen die Frauen die Wut der Männer zu spüren. Aber Rita und die anderen 186 Näherinnen lassen sich nicht mehr einschüchtern. Sie halten durch und erzielen einen großen Erfolg.(…)“

 

Die Filmvorführung beginnt um 19:00 Uhr im „Z“ (Innstr 45a, www.z-rosenheim.net), der Eintritt ist frei. Das Z ist bereits ab 18:00 Uhr geöffnet und ab 18:30 Uhr organisiert das Montagsplenum eine VoKü. In diesem Rahmen gibt es veganes Essen kostenlos bzw. gegen Spende.