Still not loving militarism!

Unter dem irreführenden Label „Münchner Sicherheitskonferenz“ (ursprünglich passender „Wehrkundetagung“) treffen sich am ersten Februarwochenende (3. bis 5. Februar 2012) wieder Regierungsvertreter*innen, Militärs, Kriegsstrateg*innen und Rüstungslobbyist*innen im Münchner Hotel „Bayerischer Hof“. Auf der privat organisierten Tagung, wird versucht militärischen Interventionen als Einsätze für „Frieden” und „globale Sicherheit” anzupreisen. Doch durch die Proteste in den vergangenen zehn Jahren ist es gelungen aufzuzeigen, dass es sich vielmehr um eine Kriegskonferenz handelt, bei der Militärstrateg*innen und Rüstungsmanager*innen versuchen ihre Interessen aufeinander abzustimmen, auch wenn mangels Legitimation dort keine verbindlichen zwischenstaatlichen Beschlüsse gefasst werden können. Trotz zum Teil berechtigter Kritik¹ am „Aktionsbündnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz“ gibt es unserer Meinung nach weiterhin zahlreiche Gründe um gegen Militarismus im Allgemeinen und die „Sicherheitskonferenz“ im Besonderen zu agieren. Wer dies im Rahmen der „traditionellen Großdemonstration“ für richtig hält, soll Samstag, 4. Februar 2012 um 13 Uhr zum Münchner STACHUS (nicht Marienplatz) kommen, dort startet die Demo unter dem Motto „Kein Frieden mit der NATO – Kein Frieden mit dem Kriegsgeschäft!“

Hier einige Links zu Mobilisierungsseiten gegen die Münchner -Sicherheitskonferenz, aber auch zu Blogeinträgen welche sich kritisch damit beschäftigen (die Artikel in den links geben z.T. nicht die Meinung der infogruppe wieder):


¹ Leider hat sich das Anti-Siko-Bündnis nach den Vorfällen im letzen Jahr (von Stalin-Verehrung bis zu antisemitische Übergriffen & Parolen wie u.a. „Israel zurück ins Meer“) bis heute nicht Eindeutig positioniert. Auch Teile des diesjährigen Aufrufes (http://sicherheitskonferenz.de/de/Aufruf-2012-gegen-die-SIKO), welcher die grundverschiedenen Militäreinsätze in Jugoslawien und Libyen in einem Atemzug nennt, sich populistischer antiamerikanische Ressentiments bedient und Ziegler zitiert sind unserer Meinung nach durchaus zu kritisieren.