Radikalenerlass und Berufsverbot – Eine zeithistorische Einordnung

In einem Beitrag für die GEW-Veranstaltung „40 Jahre Radikalenerlass“ nimmt Prof. Wippermann eine zeithistorische Einordnung der Berufsverbote vor. Er legt dar, warum der „Antitotalitarismus“ der BRD zuvorderst antikommunistisch geprägt war und als „Extremismustheorie“ geprägt ist – und warum die Demokratie durch Maßnahmen wie Berufsverbote und Radikalenerlasse gefährdet ist, diese deshalb aufzuheben und die Betroffenen zu rehabilitieren sind.

Ebenso sehenswert ist die Lesung „Gesinnungsschnüffelei und Hexenjagd – 40 Jahre Radikalenerlass“. Zwei Kolleg_innen lesen aus Originaldokumenten und Gesetzestexten. Sie zeigen auf, welch absurde Züge die Nachforschungen zum Teil annahmen, dass tausende Menschen in ihren Existenzen bedroht wurden, dass aber auch Widerstand möglich – und in Einzelfällen erfolgreich – war.

Auch die Rote Hilfe München beschäftigt sich in ihrem aktuellen Infoblatt ausführlich mit den Berufsverboten.