Gedenkfeier für die Opfer von Surberg

Am 3. Mai 1945 wurden an einem Waldrand nahe bei Surberg 61 meist jüdische KZ-Häftlinge von  den Männern der begleitenden SS-Wachmannschaft erschossen – wenige Stunden vor dem Eintreffen der amerikanischen Truppen. Die Häftlinge hatten einen langen Leidensweg durch Konzentrationslager wie Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg hinter sich. Noch in den letzten Kriegstagen waren sie auf „Todesmärsche“ geschickt worden…
Zum Jahrestages dieses Massakers im Mai veranstaltet der Kreisverband Traunstein der VEREINIGUNG DER VERFOLGTEN DES NAZIREGIMES – BUND DER ANTIFASCHISTEN  seit vielen Jahren die Gedenkfeier in Surberg. Die kürzlich aufgedeckten zehn Morde der Neonazigruppe NSU zeigen, wie wichtig es ist, auch heute noch die Erinnerung an das damalige Geschehen aufrecht zu erhalten.

Die Gedenkfeier am Sonntag, 6. Mai 2012 beginnt um 13 Uhr an der Gedenkstätte Surberg . Es spricht u.a. „Mano“ Höllenreiner, welcher mit 9 Jahren wurde der Münchner zusammen mit anderen Familienangehörigen 1943 ins „Zigeunerlager“ Auschwitz-Birkenau verschleppt. Es folgen die Konzentrationslager Ravensbrück, Sachsenhausen und zum Kriegsende ein Todesmarsch, den er fernab der Heimat überlebt. Befreite französische Kriegsgefangene nehmen sich seiner an und bringen den völlig verstörten Jungen zu einer Pflegefamilie nach Frankreich. Erst 1946 gelingt die Zusammenführung mit seiner Familie.

 

Den Flyer zur Gedenkfeier gibt es HIER