Free Fall – Film und Vortrag im Z

Am Sonntag, 04. November 2012, wird im Rahmen des politischen Films der infogruppe rosenheim der Film „Free Fall“ im Z (Innstraße 45a, Rosenheim) gezeigt. In einem Referat wird auf die Bedeutung des Films und seine Besonderheiten eingegangen. Der Film ist auf Englisch und ohne Untertitel, jedoch ist er aufgrund seiner ausdrucks-starken Bilder gut zu verstehen.

Der ungarische Filmemacher und Medienkünstler Péter Forgács ver-meidet es, historisches Bildmaterial des Holocaust zu verwenden. Seine Motivation dabei ist: der Kontinuität und möglichen Reproduktion des „Naziblicks“ entgegenzuwirken, dem viele Film- und Fotoaufnahmen entstammen. Sein Film „Free Fall“ (1996), der den Aufstieg des National-sozialismus und die Verfolgung der Juden in Ungarn nachvollzieht, ist selbst aus zeitgenössischem Bildmaterial zusammengestellt. Dieses stammt jedoch nicht aus national-sozialistischer Quelle, sondern „Free Fall“ folgt den Amateurvideos des jüdischen Protagonisten György Petö, wie er sie im Kreise seiner Familie und Freunde im Zeitraum von 1937 bis 1945 gedreht hat. Beleuchtet wird das Leben und die Illusionen der ungarisch jüdischen Familie Pető, zur Zeit der sich anbahnenden Shoa, und deren Umgang mit den sich verdichtenden und erschreckenden Hinweisen auf die aufkommenden Massaker.

Der Veranstaltung wird von der infogruppe rosenheim in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein organisiert. Der Vortag mit anschließender Filmvorführung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Das Z ist ab 18 Uhr als Infoladen geöffnet. Ab 18:30 organisiert die „Rote Zora Rosenheim“ eine VoKü (veganes Essen gegen Spende).