UM NICHT ZU VERGESSEN – 32 Jahre nach dem Oktoberfestattentat

Morgen, am Mittwoch, den 26.09.12. jährt sich das faschistische Attentat auf das Münchner Oktoberfest zum 32. Mal. Die DGB Jugend, der ver.di Arbeitskreises Aktiv gegen Rechts und der ver.di Fachbereich 8. führe in diesem Jahr zwei Veranstaltungen unter dem Motto „UM NICHT ZU VERGESSEN “ durch:

  • 9.30 Uhr, Mahnmal am Haupteingang: Gedenkveranstaltung der DGB Jugend München für die Opfer des Bombenanschlags von 1980. Ansprache: Ulrich Chaussy, Journalist und Autor (Bayerischer Rundfunk), anschließend Kranzniederlegung.
  • 18.00 Uhr, DGB-Haus München: Es kann legitim sein, was nicht legal ist. Martin Löwenberg – ein leben gegen Faschismus, Unterdrückung und Krieg. Dokumentarfilm von Petra Gerschner und Michael Backmund. Im Anschluss Gespräch mit Martin Löwenberg und den FilmemacherInnen. Eine Veranstaltung des ver.di Arbeitskreises Aktiv gegen Rechts gemeinsam mit dem ver.di Fachbereich 8.

Wir zitieren aus dem Flugblatt zu den Veranstaltungen:

Am 26. September 1980 um 22.19 Uhr wurde am Haupteingang des Oktoberfests eine Splitterbombe gezündet. 13 Menschen starben und über 200 wurden zum Teil schwer verletzt. Die blutige Spur führte zu den Neonazis. (…) Jedoch: Bereits im Jahr 1982 haben die Ermittler die Spur zu den Nazis zu den Akten gelegt und stattdessen die Theorie vom Einzeltäter in die Welt gesetzt und festgeschrieben. So ist der größte Terroranschlag der deutschen Nachkriegsgeschichte bis heute nicht aufgeklärt.

Jahrelang haben Rechtsanwälte und Journalisten recherchiert, um Fakten für die Wiederaufnahme der Ermittlungen zu Tage zu fördern. Dabei stellte sich im Jahre 2008 heraus, dass bereits 1997 auf Anordnung der Bundesanwaltschaft alle Asservate, sprich Beweismittel vernichtet wurden!

Seit der Einstellung des Verfahrens lassen Antifaschisten nicht locker und fordern die Wiederaufnahme der Ermittlungen. Der beharrliche Einsatz u. a. der DGB-Jugend und des ver.di-Arbeitskreises Aktiv gegen Rechts hatte im Jahr 2011 immerhin schon mal den Erfolg, dass sich auch der der Bayerische Landtag einstimmig für die Wiederaufnahme der Ermittlungen ausgesprochen hat.

Das Komplette Flugblatt findet ihr HIER und den Trailer zu dem Film „Es kann legitim sein, was nicht legal ist.“hier: