Demos zum Tag der deutschen Einheit

Auf indymedia ist ein Artikel zu den Protestaktionen in München anlässlich des Tag der deutschen Einheit erschienen. Den kompletten Artikel (mit Vildern) findet ihr hier: http://de.indymedia.org/2012/10/335888.shtml , wir zitieren ein Passage zum Demogeschehen:

„(…) Die vorabendliche Rave-Demo am 2. Oktober an der sich etwa 150 Menschen beteiligten, konnte ohne größere Belästigungen durch die Staatsgewalt durch die Innenstadt tanzen. In den Redebeiträgen wurden verschiedene Aspekte rassistischer Ausgrenzung thematisiert. Im Anschluss fanden sich viele Hundert beim antirassistischen Festival „Rage against Abschiebung“ in Hansa 39 und Kranhalle ein.

Die antionationale Demonstration am 3. Oktober selbst wurde um 14:30 auf dem zentral gelegenen Stachus eröffnet. Nach einigen Redebeiträgen zu Themen wie „Krisennationalismus“ zog die Demo mit ordentlich wummernden Lautsprecherwagen und (erfreulicherweise überwiegend guten) Parolen via Sonnenstraße durch die Innenstadt.

Desöfteren mussten rechte Spinner verschiedener Couleur vom Rand entfernt werden (u.a. Rechtspopulist_innen von blu news und Neonazis aus dem Umfeld der Kameradschaft München), einem Autoren des rassistischen Weblogs „P.I.“ wurde dabei freundlicherweise vom USK unter die Arme gegriffen.

Darüber hinaus meinten auch immer wieder Besucher_innen des gleichzeitig stattfindenden Oktoberfestes wie auch am Tag zuvor ihre Meinung über die antinationale Demonstration kundtun zu müssen.

Medial wurde im Vorfeld der Einheitsfeierlichkeiten neben der mehrtägigen Sperrung der Ludwigstraße vor allem die große Herausforderung für die Polizei thematisiert. Allein 2500 Polizist_innen wurden für den Schutz der Einheitsfeier abgestellt, während das zeitgleich stattfindende Oktoberfest zusätzlich Kräfte band. Dennoch stellte es offensichtlich kein größeres Problem dar, die Demonstration am 3. Oktober mit zig Hundertschaften USK, BFE und einem aberwitzigen Zivi-Aufgebot zu begleiten.

Noch bevor sich die 500-600 (500 nach Polizeiangaben) Menschen so richtig in Bewegung gesetzt hatten, blockierten Einsatzwägen die Demo, um so das Verbot von Seitentransparenten durchzusetzten. Ein Vorgang der sich im Verlauf noch mehrfach wiederholen sollte. Insgesamt wurden unseres Wissens 3 Personen verhaftet und bis zum Abend in Gewahrsam genommen. Solltet ihr Betroffene von Repression geworden sein, meldet euch bei der Sprechstunde der Münchner Ortsgruppe der Roten Hilfe (jeden Mittwoch ab 18.30 Uhr in der Schwanthalerstraße 139 RGB). (…)“