Rosenheimer Infomail November 2012

Hallo zu unserem November/Dezember Infomail,
Auch wenn sich die Critical Mass bereits in die Winterpause verabschiedet hat (vgl, Punkt 2.2), so ist in den kommenden Wochen doch einiges los. Besonders werben möchten wir für unser diesjähriges „good night – white pride“ Konzert am Sa., 03.11.2012 (20:00 Uhr) in der Rosenheimer Vetternwirtschaft mit drei hervorragenden Hardcore-Punkbands (vgl Punkt 1.1). Aktuelle Infos zum Konzert gibt es auf: www.goodnight-whitepride.de.tf (Evtl gibt es nämlich kurzfristig noch um 19:30 Uhr noch einen thematisch passenden Vortrag ). In den nächsten Tagen gibt es dann zahlreiche gute Filme zu sehen. Im Rahmen unserer Reihe „Der politische Film (jeden ersten Sonntag im Monat) wird am So., 04.11. der empfehlenswerte Film „Free Fall“ (mit begleitendem Vortrag) im Rosenheimer Z (Innstr. 45a) vorgeführt . Am Mo., 05.11 zeigt dann die infogruppe in Kooperation mit der Transgendergruppe queer-feministische Filme im Z (vgl. Punkt 1.4) und am Mo., 19.11.2012 ist dann „Brot
und Rosen“, ein Film über (meist)Illegale mexikanische Reinigungskräfte, welche Arbeitsrechte in Los Angeles / Hollywood erkämpfen, zu sehen.
Krimifans sollten am So., 25.11.2012 den Tatort ausfallen lassen und ins Z kommen, denn dort liest der Autor Martin Sudermann aus seinem Krimi Mordsgeschäfte (Punkt 1.8). Am Beispiel des fiktiven Tatorts Grüneck im Sauerland zeichnet „Mordsgeschäfte“ ein äußerst widersprüchliches Bild davon, welche Haltungen die Verbrechen ermöglicht haben und wie die verdrängte Vergangenheit die Nachkriegszeit bis heute prägt.
Auch im Dezember erwarten Euch einige Top Veranstaltungen: Am So., 02.12. zeigen wir in einem „Griechenland- Special“ die Filme „Catastroika“ und „Schrei im Dezember“ und am So., 09.12. stellt Ralph Klein sein Buch „Moderne Piraterie“, über die Piraten vor Somalia und ihre frühen afrikanischen Brüder , vor.
Unabhängig von den Veranstaltungen, möchten wir euch auch das neue Projekt Bibliothek_A ans Herz legen. Im Z soll nämlich eine kleine aber feine linke Bibliothek entstehen und dazu werden Euer Geld und eure Buchspenden gebraucht (vgl. 2.1).
In diesem Sinne, viel Spass beim Infomail und denkt dran: „lesen bildet – bildet Banden“

Eure infogruppe rosenheim

Inhaltsverzeichnis

1. Kommende Veranstaltungen
1.1. Sa, 03.11.12: „good night – white pride“ Konzert
1.2. So, 04.11.: Free Fall – Film und Vortrag im Z (19:00 Uhr)
1.3. Mo, 05.11.: „Blut muss fließen“ (Film in Halsbach)
1.4. Mo, 05.11. Mein Leben in Rosarot – Queere Filmreihe im Z
1.5. Do, 08.11.2012: 94 Jahre „Freistaat Bayern“ – Die „Ermordung Kurt Eisners“ – Hintergründe und Folgen. (Vortrag Traunstein)
1.6. Mo,19.11.2012 | 20:00 Uhr | „Brot und Rosen“ (Film im Z)
1.7. So, 25.11.12 | 10:30 Uhr | Fremde Haut (Film und Frühstück)
1.8. So, 25.11.2012 | 19:00 Uhr| (Krimi)-Lesung: Mordsgeschäfte von und mit Martin Sudermann
1.9. So, 02.12 .: Catastroika“ und „Schrei im Dezember“ (Griechenlandfilme im Z)
1.10. So, 09.12.: Moderne Piraterie – Buchvorstellung im Z (19:00 Uhr)
2. Rosenheim – News
2.1. Ein neues Projekt: Bibliothek_A
2.2. Critical Mass mach Winterpause
2.3. Mohamed Kamara: Eine drohende Abschiebung in der Öffentlichkeit
2.4. Anti-Gema-Demo in Rosenheim
2.5. Das Z braucht Internet / Fördermitglieder
3. Rückblick 3ter. Oktober
3.1. Demos zum Tag der deutschen Einheit
3.2. [M] Glücksfee Deutschland – Losaktion zur Einheitsfeier
3.3. Aufrufe zum Tag der deut­schen Ein­heit
4. NSU: Nazis morden, der Staat…
4.1. NSU in Bayern
4.2. NSU: Bayerischer Verfassungsschutz-Spitzel betrieb „Aufbauarbeit“
4.3. Bayerischer NSU-Untersuchungsausschuss – 20 Minuten für die Öffentlichkeit
4.4. Bayerische Spuren zu NSU-Rechtsterroristen
4.5. Spendet für die unabhängige Beobachtungsstelle “NSU-watch: Aufklären und Einmischen”!
5. Antifa-Meldungen
5.1. a.i.d.a. vollständig rehabilitiert
5.2. Protest gegen rechten islamophoben Aufmarsch am 10. November in München.
5.3. Europäische Aktion – ultrarechte Informationsstelle in Kolbermoor
5.4. Braunes “Ur-Europa” hat Kontakte in die Region Rosenheim
5.5. Erneut Freisprüche für Antifaschisten
5.6. Bayerisch – ungarische „Waffenbrüder“
5.7. Nazi-Provokation mit Hindernissen
6. diverses
6.1. Dachau: Antirassistische Demonstration für Flüchtlingsrechte
6.2. Nürnberg: Konzept zu den Vorkontrollen am Ersten Mai 2012
6.3. Freiheit für Deniz
6.4. Bavarian Angst: bis zum bitteren Ende für Studiengebühren
7. Termine

1. Kommende Veranstaltungen

1.1. Sa, 03.11.12: „good night – white pride“ Konzert

Am Samstag, den 03. November, findet zum zehnten Mal ein antifaschistisches Hardcorekonzert unter dem Motto „good night – white pride”, in der Rosenheimer Vetternwirtschaft, statt. Hardcore – das ist eine Musikrichtung zwischen Punk und Metal. „good night white pride” ist eine Kampagne von Mitgliedern der Hardcoreszene, die sich gegen Rassismus und Faschismus wendet. In diesem Jahr treten SNIFFING GLUE (Nordrhein-Westfalen), SLAMDAMN (München) und SWALLY OR SPIT (Rosenheim) auf.
Die Initiative „Good Night White Pride“ gründete sich Ende der 1990er Jahre in der deutschen Hardcore-Punk-Szene, als dort rechte Tendenzen zunahmen. Ziel war es, Faschismus und Rassismus „keinen Millimeter Platz einzuräumen“. In Rosenheim veranstaltete die infogruppe 2002 zum ersten mal ein Konzert unter dem Motto “good night – white pride“, inzwischen ist das jährlich stattfindende Konzert eine feste Institution in der lokalen Alternativkultur geworden.
Zum Jubiläumskonzert konnte, neben bayerischen Szene-Größen, auch die aus Nordrhein-Westfalen kommende Band „SNIFFING GLUE“ verpflichtet werden. SNIFFING GLUE sind zur Zeit eine der besten deutschen Hardcorebands überhaupt, die den US-Oldschool-Hardcore im Sinne von Legenden wie BLACK FLAG, CIRCLE JERKS oder DEAD KENNEDYS in eigenen Songs wieder aufleben lassen. Die 2006 gegründete Band wird seit Jahren in der Fachpresse hochgelobt, so schreibt beispielsweise OX-Chef Joachim Hiller über das Quartett: „Die Lösung ist so einfach: schnelle, simple, aggressive Musik mit wütenden Texten. Und genau diese machen SNIFFING GLUE (…)“
Ein weiteres Highlight des Abends wird der Auftritt von SLAMDAMN, Münchens älteste, noch existierende Hardcore-Band, werden. Slamdamn, welche auch bei dem ersten Rosenheim „good night – white pride“ Konzert 2002 auf der Bühne der Vetternwirtschaft standen, versprechen geballte Energie und brachiale Rhythmen, welche mit einer gehörigen Portion Leidenschaft um die Ohren gebrettert werden.
Eröffnet wird der Abend von Rosenheims Hardcore-Punkband Nummer Eins: SWALLY OR SPIT. Die lokalen Unterstützer der Let’s Fight White Pride Kampagne bieten Musik „von energiegeladenem Hardcore, zu wütendem Punkrock, von old school Off-Beat zu geradlinigem Rock’n’Roll – immer schnell – immer laut.“
Das Konzert am Samstag 03.11.12, wird von der infogruppe rosenheim in Zusammenarbeit mit der Petra Kelly Stiftung organisiert. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 20:30 Uhr (Einlass 20:00 Uhr), da in der Vetternwirtschaft die Konzerte bereits um 24:00 Uhr beendet sein müssen. Weitere und aktuelle Infos gibt es auf der Homepage zum Konzert: http://www.goodnight-whitepride.de.tf/

1.2. So, 04.11.: Free Fall – Film und Vortrag im Z (19:00 Uhr)

Am Sonntag, den 04. November 2012, wird im Rahmen des politischen Films „Free Fall“, im „Z – linkes Zentrum in Selbstverwaltung“ (Innstraße 45a, Rosenheim) gezeigt. Dazu gibt es einen kurzen Vortrag über die Bedeutung des Films und seine Besonderheiten.
Der ungarische Filmemacher und Medienkünstler Péter Forgács vermeidet es in seinem Film „Free Fall“ (1996), historisches Bildmaterial des Holocaust zu verwenden. Seine Motivation ist dabei: der Kontinuität und möglichen Reproduktion des „Naziblicks“ entgegenzuwirken, dem viele Film- und Fotoaufnahmen entstammen. Sein Film, der den Aufstieg des Nationalsozialismus und die Verfolgung der Juden in Ungarn nachvollzieht, ist aus zeitgenössischem Bildmaterial zusammengestellt. Dieses stammt jedoch nicht aus nationalsozialistischer Quelle, sondern „Free Fall“ folgt den Amateurvideos des jüdischen Protagonisten György Petö, wie er sie im Kreise seiner Familie und Freunde im Zeitraum von 1937 bis 1945 gedreht hat. Beleuchtet wird das Leben und die Illusionen der ungarisch jüdischen Familie Pető, zur Zeit der sich anbahnenden Shoa, und deren Umgang mit den sich verdichtenden und erschreckenden Hinweisen auf die aufkommenden Massaker.
Die Filmvorführung wird organisiert von der infogruppe rosenheim in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung in Bayern e.V., Kooperationspartner der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Der Film ist auf Englisch und ohne Untertitel, jedoch ist er aufgrund seiner ausdrucksstarken Bilder gut zu verstehen. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei, ab 18:30 Uhr gibt es von der Roten Zora organisierte VoKü (veganes Essen gegen Spende).

1.3. Mo, 05.11.: „Blut muss fließen“ (Film in Halsbach)

Am den Montag, 5. November wird um 18:30 Uhr im Mitterwirt in Halsbach „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis gezeigt.In Halsbach konnten Neonazis im ehemaligen Gasthof Gruber mehrere Rechtsrock Konzerte durchführen (u.a. trat im Februar 2012 die „Lunikoff-Verschwörung“ vor rund 100 Personen auf). Das Ziel der Neonazis um Norman Bordin, mittels eines Vereins („Frei Räume“), ein Neonazizentrum mit Wohnungen und einem großen Veranstaltungsraum für Versammlungen und Konzerte zu errichten, konnte bisher, u.a. aufgrund des Protestes der örtlichen Bevölkerung, verhindert werden. Diese Engagement wird auch derzeit vorgeführt. So findet am 03.11.2012 ein Tag gegen Rechts und am 05.11 wird ein sehr empfehlenswerter, Dokumentarfilm über die Rechtsrock-Szene gezeigt, der Eintritt ist frei.
Zum Film: Über sechs Jahre hat der Journalist Thomas Kuban undercover in der deutschen und europäischen Nazi-Szene recherchiert und über 40 Rechtsrock-Konzerte mit versteckter Kamera gefilmt. Seine Aufnahmen dokumentieren ein erschreckendes Ausmaß an Radikalität und Gewaltbereitschaft, und welche Bedeutung Musik als „Einstiegsdorge“ in die rechte Szene hat. Kuban musste dabei immer wieder feststellen, dass Behörden und politisch Verantwortliche in vielen Fällen eher dazu tendieren, wegzusehen und zu verharmlosen. Er dokumentiert aber auch erfolgreiche Gegenwehr.
Den Trailer zum Film gibt es hier: http://www.filmfaktum.de/de/clip-5.html?ml=1&ml=1
Auf der Internetseite zum Film  gibt es inzwischen auch vier Filmclips. Clip 4 ist auch lokalpolitisch interessant. Thomas Kuban ist auf einem Nazikozert in Ungarn, auf dem auch bayerische Neonazis zu sehen sind. Wir vermuten, dass es sich um ein “Blood & Honour” Konzert aus dem Jahre 2007 handelt (es berichteten u.a. das NDR-Magazin Panorama & und das onlineportal redok.) Der gefilmten Neonazi-Liedermacher (ab 0:35) ist „Edei“ (Manfred Edelmann) aus Piding, der auch zeitweilig als Bassist der Rechtsrockband “Kraftschlag” tätig war. In dem Konzertmitschnitt grölt Edelmann u.a. “Adolf Hitler steig hernieder und regiere Deutschland wieder. Lasse in diesen miesen Zeiten das ganze Pack nach Auschwitz reiten. (…)“ und „Ja, man muss zuerst das Giftgas in die Kammer füll’n und um das Ganze einen schicken Schleier hüll’n. Mit ner Brause und nem Abfluss, wie ne Dusche sieht das aus. Und fertig ist der Holocaust.”

1.4. Mo, 05.11. Mein Leben in Rosarot – Queere Filmreihe im Z

Im November startet eine neue Filmreihe im Z. Trans Austria und die Infogruppe Rosenheim werden gemeinsam regelmäßig zweimal im Monat Filme zur sexuellen Vielfalt zeigen. Zum Auftakt zeigen wir den Spielfilm „Mein Leben in Rosarot“.

Ludovik ist der jüngste Spross einer Familie mit vier Kindern. Für seine Eltern ist es eine Angelegenheit des sozialen Prestige, ein schönes Haus in einer eleganten Gartenstadt zu beziehen, wo die Welt rundum noch in Ordnung ist. Alles wäre bestens, wenn Ludovik nicht partout ein Mädchen sein wollte.
Muttis Pumps stehen ihm zauberhaft, ihr Lippenstift auch. Er muss sich gegen die Borniertheit, den Ekel und das Unverständnis der Hetero-Gesellschaft behaupten. Beim Erkennen, Ausprobieren und Benennen seiner Vorliebe stößt er immer mehr auf das Unverständnis und die Feindseligkeit seiner Umwelt. Und am Ende wird ihm die Schuld aufgebürdet, dass sein Vater die Arbeit verliert und die Familie aus dem Paradies der ‚Anständigen‘ vertrieben wird. Das Wunder ist: Ludovik zerbricht unter diesem Druck nicht. Was ihn vor allen Zumutungen und Angriffen auf seine Unschuld rettet, ist seine Fantasie. Er kann sich in seine zauberhafte Barbie-Puppenwelt flüchten und wird so beinahe unverletzbar, nach dem befreienden Motto: Nehmt mich, wie ich bin.

Die Filmvorführung beginnt um 20:00 Uhr, das Z hat ab 19:00 Uhr geöffnet.

1.5. Do, 08.11.2012: 94 Jahre „Freistaat Bayern“ – Die „Ermordung Kurt Eisners“ – Hintergründe und Folgen. (Vortrag Traunstein)

Über die Geschichte und Gegenwart von Antisemitismus und Antisozialismus.

Anhand der historischen Ereigniss und ihrer Folgen in Bayern bis hin zur Machtergreifung der Nationalsozialisten sollen im Referat auch Bezüge zur Gegenwart hergestellt werden.

In der Einführung werden die wichtigsten Punkte der friedlichen Revolution in München vom 7. bis 8. November 1918 mit der Ausrufung des Freistaats Bayern durch Kurt Eisner kurz erläutert.

Friedbert Mühldorfer ist ein Historiker und Lehrer aus München sowie Landessprecher des VVN/BdA.

Mögliche musikalische Umrahmung durch einen neu gegründeten Frauen-Chor.
08.11.2012 | 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr -Hofbräuhaus Bräustüberl, Traunstein

1.6. Mo,19.11.2012 | 20:00 Uhr | „Brot und Rosen“ (Film im Z)

B.-Film zeigt einen Film über (meist)Illegale mexikanische Reinigungskräfte, welche Arbeitsrechte in Los Angeles / Hollywood erkämpfen. Der Film zeigt, vor dem Hintergrund der Kampagne „Justice for Janitors“ der US-Dienstleistungsgewerkschaft SEIU, die Arbeit von so genannten Organizern in US-amerikanischen Gewerkschaften, die, insbesondere in schwierigen Branchen, mit signifikant niedrigen Löhnen und unterdurchschnittlichem Organisationsgrad in den letzten Jahren große Erfolge erzielt haben. Beginn ist um 20:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

1.7. So, 25.11.12 | 10:30 Uhr | Fremde Haut (Film und Frühstück)

Teil II der Queeren Filmreihe von Trans Austria und die der Infogruppe Rosenheim. Dieses mal am Sonntagvormittag (10:30 Uhr) und sogar mit Frühstück gegen Spende. Zur Filmbeschreibung von „ Fremde Haut“:
Sie ist jung und sie ist intelligent. Und sie liebt Frauen. Dafür droht der Dolmetscherin Fariba (Jasmin Tabatabai) in ihrem Heimatland Iran die Todesstrafe. Nachdem ihr lesbisches Verhältnis von unerbittlichen Sittenwächtern entdeckt wurde, flieht sie nach Deutschland. Nach Ablehnung ihres Asylantrages am Flughafen Frankfurt droht ihr die Abschiebung. Der Selbstmord eines iranischen Mitinsassen (Navid Akhavan) eröffnet ihr einen Ausweg aus der verzweifelten Situation: Fariba nimmt seine Identität an und erhält als Siamak Mustafai eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung in der schwäbischen Provinz. Die kultivierte Großstädterin in fremder Haut landet in einem kleinen Kaff. Sie kennt Deutschland aus der Literatur – auf Sielmingen ist sie nicht vorbereitet.
Sie spricht wie ein Mann, geht wie ein Mann, gibt sich wie ein Mann. Um einen falschen Pass bezahlen zu können, arbeitet sie illegal in einer Sauerkrautfabrik und lernt Anne (Anneke Kim Sarnau) kennen, eine junge Kollegin. Die findet Gefallen an dem seltsamen Fremden. Fariba kann nicht widerstehen, zögert aber, ihren Gefühlen nachzugeben, um ihre Siamak-Fassade nicht zu gefährden; dann offenbart sie ihr Geheimnis und das Glück scheint zum Greifen nah.

1.8. So, 25.11.2012 | 19:00 Uhr| (Krimi)-Lesung: Mordsgeschäfte von und mit Martin Sudermann

Zum Inhalt des Krimis nur so viel: Die Idee zu der Geschichte stand am Ende einer längeren Recherche über ungesühnte Verbrechen an Zwangsarbeitern, die am Ende des Zweiten Weltkriegs, zum Teil unter Mitwirkung von Tätern von vor Ort, ermordet wurden. Ausgangspunkt der Story ist ein aktueller Todesfall in einer Rüstungsschmiede auf dem Land. Der Hauptprotagonist, Thomas Krüdewagen, will das Geheimnis lüften und stößt bei seinen Nachforschungen auf ermordete Zwangsarbeiter sowie auf familiäre Abgründe. Schließlich gerät er selbst ins Visier eines
skrupellosen Mörders. Die Kriminalgeschichte verknüpft das Portrait einer Familie mit den Spuren des Nationalsozialismus in der Gegenwart. Am Beispiel des fiktiven Tatorts Grüneck im Sauerland zeichnet „Mordsgeschäfte“ ein äußerst widersprüchliches Bild davon, welche Haltungen die Verbrechen ermöglicht haben und wie die verdrängte Vergangenheit die Nachkriegszeit bis in die Gegenwart prägt.

Martin Sudermann ist Journalist und Autor und publiziert überwiegend zu den Themen Rassismus, Migration und Geschichte. Er realisierte verschiedene Ausstellungsprojekte und engagiert sich gegen die Straflosigkeit von NS-Verbrechen. www.martin-sudermann.de

Mordsgeschäfte, Martin Sudermann, Sutton-Verlag, 240 Seiten, 12 Euro

1.9. So, 02.12 .: Catastroika“ und „Schrei im Dezember“ (Griechenlandfilme im Z)

Die Reihe „Der Politische Film“ möchte am 02.Dezember neokolonialistischer Stimmungsmache gegen Griechenland Paroli bieten:
Mit „Catastroika“ und „Schrei im Dezember“ zeigt die infogruppe rosenheim zwei Dokus griechischer Aktivist_innen ab 19.00 Uhr im Z.

Catastroika wurde 2012 spendenfinanziert produziert. Der Film zeigt die Geschichte neoliberaler Politikansätze und Ideologie, insbesondere die Privatisierung öffentlicher Güter, und wie diese aktuell auf Griechenland angewandt werden. Es werden zahlreiche Expert_innen interviewt, darunter beispielsweise Slavoj Žižek und Naomi Klein. Neben der Rolle Deutschlands bei den derzeitigen Zwangsmaßnahmen gegen Griechenland wird auch die Treuhand thematisiert.

Schrei im Dezember thematisiert die politische Entwicklung nach der Tötung Alexandros Grigoropoulos durch Polizist_innen Ende 2008. Es werden Protestaktionen und ihre Akteur_innen gezeigt und befragt, quergeschnitten mit Medienberichterstattung und künstlerischen Aufnahmen.

Z, das linke Zentrum in Selbstverwaltung, befindet sich in der Innstraße 45a. Die Filmvorführung beginnt um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Bereits ab 18.30 Uhr wird im Rahmen der Volxküche (VoKü) Essen gegen Spende angeboten.

1.10. So, 09.12.: Moderne Piraterie – Buchvorstellung im Z (19:00 Uhr)

Moderne Piraterie – Buchvorstellung mit dem Autor Ralph Klein “Die Piraten vor Somalia und ihre frühen afrikanischen Brüder”. Trotz des Einsatzes der High-Tech-Flotte ist auch der moderne »Feind der Menschheit« nicht so leicht in die Knie zu zwingen.
Ralph Klein erklärt in seinem Buch, warum das so ist. Er beleuchtet die Hintergründe der Piraterie, analysiert die sie tragenden Clanstrukturen und stellt sie in den ihr gebührenden gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang.
Die unbotmäßigen piratischen Subjekte greifen zum Mittel der Piraterie, weil sie durch eine zerstörerische postkoloniale Politik ihrer Subsistenzmittel beraubt wurden. Mit 200-jähriger Erfahrung in erfolgreicher Piraterie in der Tradition der ostafrikanischen Shifta nehmen sich die in Dutzenden heterogener Zellen organisierten Piratencrews Teile des Reichtums, der täglich am Horizont vorbeischwimmt. Und das scheint sich trotz drückender militärischer Überlegenheit der größten gemeinsamen Armada seit der Niederschlagung des anti-imperialistischen Boxeraufstands im Jahre 1900 auf absehbare Zeit auch nicht zu ändern.
Die Lesung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Das Z ist bereits ab 18:00 Uhr als Infoladen geöffnet und ab ca. 18:30 Uhr gibt es eine vegane SoKü (Solidarische Küche – Essen gegen Spende). Organisiert wird die Veranstaltung von der infogruppe rosenheim in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein / Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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2. Rosenheim – News

2.1. Ein neues Projekt: Bibliothek_A

Bereits jetzt gibt es im Z ein Bücherregal der infogruppe rosenheim, aber wir haben noch mehr vor. Im Z soll eine kleine aber feine linke politische Bibliothek aufgebaut werden: die Bibliothek_A.
Voraussichtlich nächstes jahr soll diese, kostenlos nutzbare Präsenzbibliothek jeden Sonntag (18:00- 20:00 Uhr) im Rahmen des infoladen geöffnet sein. Die Bibliothek_A sieht sich in der Tradition der Rosenheimer Arbeiterbibliothek, welche 1927 von Waldemar von Knoeringen gegründet und 1933 von den Nazis verboten wurde. Das A am Ende von Bibliothek_A kann in diesem Sinne (Arbeiter_innenbibliothek) gedeutet werden, lässt jedoch auch Spielraum für weitere Assoziationen.

We need books
Zum Aufbau dieser Bibliothek brauchen wir neben Geld natürlich auch Bücher. Also, wenn Du Bücher mit einem linken politischen Anspruch bei dir zuhause rumstehen hast, welche du nur selten liest, aber denkst, dass es wichtig ist, dass mehr Menschen dieses Buch zur Verfügung gestellt wird, dann spende uns dieses doch einfach. Kein Interesse haben wir an Literatur ohne politischen Anspruch, sowie mit rechten/ verschwörungstheoretischen Inhalten.
Kontakt: bibliothek_a@riseup.net

2.2. Critical Mass mach Winterpause

Die Critical Mass pausiert. Das ist das Ergebnis der Diskussionen der zuletzt wirklich kläglich wirkenden, wenigen Mitfahrer_innen. Eine Winterpause erscheint notwendig, weil es zuletzt immer schwieriger wurde, einen geschlossenen Radl-Verband zu bilden, und auch, um in 2013 wieder mit neuem Elan und verändertem Konzept an den Start gehen zu können.
Angedacht ist im Moment die Critical Mass im Frühsommer 2013 thematisch einzubetten statt jeden Monat zu einem festen Termin zu radeln. Wer sich an den Vorbereitungen beteiligen möchte, kann sich mit uns in Verbindung setzen. Ein erster „offener“ Termin könnte Anfang 2013 stattfinden.

2.3. Mohamed Kamara: Eine drohende Abschiebung in der Öffentlichkeit

Mit einer über 4000 Unterschriften umfassenden Eilpetition forderten Unterstützer_innen ein Bleiberecht für den Aufenthalt von Mohamed Kamara („Momo“). Der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages hatte am Mittwoch (24.10.12) das Gesuch bejaht und verweist den Fall damit auf die Härtefallkommission. Somit ist eine von drei wichtigen Hürden genommen. Stuft die Kommission den Fall als Härtefall ein, liegt es am Innenministerium dem 18-Jährigen eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen (Berichte auf Rosenheim24: http://is.gd/1szQOC und http://is.gd/jfrM98). Der Fall Mohamed Kamara („Momo“) ist in den letzten Wochen Thema vieler Artikel in Zeitungen und Fernsehen, aber auch von Leserbriefen und -kommentaren sowie Äußerungen von Politiker*innen gewesen. Neben der Süddeutschen (http://is.gd/4ij0eV) berichteten diverse Male das OVB (im Internet sind u.a. folgende Artikel verfügbar: http://is.gd/vJBykJ, http://is.gd/s6qsiB, http://is.gd/1eg16N, http://is.gd/fOT0cg) und sein Online-Ableger OVB24 (http://is.gd/42SknR, http://is.gd/7N4wCg, http://is.gd/72P7Au, http://is.gd/b0J7Xk), ebenso wie die regionalen Ausgaben vom Blick Punkt sowohl in den Printausgaben, als auch online (http://is.gd/grvOdE). Auch das Regionalfernsehen RFO und Radio Charivari berichteten über den Fall (http://is.gd/OzZBH8, http://is.gd/NYW6iH, http://is.gd/E6s9n8, http://is.gd/LGoYXh).
Daneben äußerten sich Claudia Stamm (http://is.gd/wZ6spb), Maria Noichl in einer Presseerklärung (http://is.gd/K9loYA) und vor allem engagierte sich der Bundestagskandidat der SPD Abuzar Erdogan mit einem Artikel auf seiner Homepage und einer Unterschriftenliste (http://is.gd/oHXezW). Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Leserbriefe, -kommentare und Stellungnahmen (u.a.: http://is.gd/QZNiqz, http://is.gd/2GMedJ, http://is.gd/q3dFvc, http://is.gd/LvFEa5, http://is.gd/sZLB0b, http://is.gd/0oLjXK), die in der überwältigenden Mehrheit äußerst positiv und wohlwollend für Herrn Kamara ausfallen und dessen Verbleib in Deutschland vehement einfordern. Zwei Beispiele:

„Wie kann man einen jungen Mann, der so zuverlässig und strebsam ist, mit so einer schweren Vergangenheit so unmenschlich behandeln, indem man ihn wieder zurück ins absolute Chaos, vielleicht sogar in den Tod schickt? Wer kann so etwas guten Gewissens verantworten?“

„Meine Bitte an alle verantwortlichen Behörden in Rosenheim, München oder sonstwo: Lassen Sie „Momo“ (Mohamed Kamara), einen Menschen, der nichts angestellt und keinem etwas zuleide getan hat, der niemandem auf der Tasche liegt und der in so jungen Jahren mit ehrlicher Arbeit für sich selbst sorgt, der sich in unsere Gesellschaft integriert und in kurzer Zeit Deutsch gelernt hat (er spricht unsere Sprache fließend), da leben, wo er leben möchte, nämlich hier in Deutschland, Bayern, Rosenheim, Prien. Er ist ein Vorbild für uns alle, ob Einheimische oder Zugereiste.“

Dass die Abschiebung von Herrn Kamara nicht hingenommen wird und Protest geäußert wird, ist sehr zu begrüßen. Am Mittwoch wurde der Fall im Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags verhandelt, mit dem freudigen und einstimmigen Ergebnis, dass Mohamed Kamaras Abschiebung vorläufig nicht vollzogen wird, da nun die Härtefallkommission eingeschaltet wird, vor welcher große Chancen auf einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland bestehen (http://is.gd/4Eh7Nl).

Befremdlich ist bei dieser ganzen Diskussion, dass Mohamed Kamara von allen als „Momo“ bezeichnet wird, obwohl sicherlich nur ein geringer Teil ihn persönlich kennengelernt hat. Zu fragen bleibt auch, warum auf einmal eine breite Masse hinter einem Menschen der Asyl sucht steht und diesen unterstützt. Liegt es daran, dass Mohamed Kamara in der Öffentlichkeit erst bekannt geworden ist, nachdem er Deutsch gelernt hat, schon seit einiger Zeit arbeitet und die Möglichkeit hatte sich in die Gesellschaft zu „integrieren“?
Aus dem Rosenheimer Raum kommen ansonsten nämlich gänzlich andere Stimmen, wenn es um Menschen geht, die eine lange Flucht hinter sich haben und sich z.B. in Rosenheim niederlassen wollen. Beispielhaft lässt sich dies an der teilweise offen rassistischen Diskussion um die Unterbringung von Asylsuchenden im ehemaligen Seehotel am Happinger See aufzeigen, aber auch in aktuellen Kommentaren zu „Momo“:

„Mir stinkts und zwar gewaltig. Nicht nur, daß die Damen und Herren unverbauten Berg- und Seeblick bekommen, der sie eh nicht interessiert und vermutlich lieber in die Stadt möchten, sondern daß ich mir als Anwohner einfach Sorgen mache weil meine dörfliche Idylle ist dahin.
Ob berechtigt oder nicht wird die Zeit zeigen, aber ich werde mich vermutlich nicht mehr in den letzten Bus der Linie 3 trauen und Naherholungsgebiet Happing wird einfach nicht mehr das selbe sein.“

Auch der Kommentarschreiber mit dem bezeichnenden Namen „Kritischer Geist“ meint, ganz seinem üblichen Niveau entsprechend:

„Ich sehe noch ein weiteres Problem. Da zur Zeit etwa 80% der Asylbewerber aus Ländern mit muslimischem Hintergrund kommen, und deren Verhältnis zu jungen Frauen nicht unseren Vorstellungen entspricht, wird es am See sicher Konflikte geben, wenn jugendliche weiblichen Geschlechts in Bikinis dort baden. Weibliche Freizügigkeit wird in muslimischen Ländern als Freibrief für jedwede Attacken betrachtet. Der See wird somit auf Sicherheit bedachte weibliche Badegäste ohne männliche Begleitung nicht mehr nutzbar sein. Er wird zur Tabuzone.“

Auch schreibt er ganz aktuell zu der Tagung des Petitionsausschusses:

„[…] Derzeit kommen aus Serbien und Mazedonien sehr viele Einwanderer die keine Deutschkenntnisse haben, größtenteils Analphabeten sind und vorwiegend von unseren sozialen Wohltaten leben möchten, aber kaum eine Chance auf Integration und Arbeit haben. Die lässt man erstmal einreisen, einen Asylantrag stellen und dann wird man sie, auch wenn dieser nach Monaten abgelehnt wird, nicht mehr los und sie liegen auf unserer Tasche.“

und SandraS ergänzt: „er ist halt einer der Wenigen, der wo redlich und fleissig sein Geld verdient.“

Härter wird es bei Johann Mairhofer und einem Kommentar von einem „Gast“:

„Wenn dann der Amtsschimmel wie so oft bei Asylverfahren versagt oder unfähig bei der Auswahl ist, wird es wohl bald Zustände wie ehemals am Bahnhof oder im Hotel Wendelstein in Kolbermoor geben, ergo: Baden geht dann in Zukunft nur noch mit faustfeuerwaffen in der Badehose?“

„da fällts wenigstens ned auf wenn mal der ein oder andere im See „baden“ geht.
Ham wir in Rosenheim ned schon genug von sogenannten „Gastarbeitern“ die komischerweise keine Gäste mehr sind?“

Weiter geht es mit Forderungen nach Arbeitszwang und einer erstaunlich offenen Darstellung, dass „die Mehrheit eine Abneigung gegen Asylbewerber“ habe:

„ich möchten Asyl weil zuhause keine Arbeit und ich verfolgt von Polizei weil Nachbarn die Ziege geklaut. Bitte Bitte !
Und schon bin ich im Schlaraffenland wo jeder der nix kann und weiss eine Grundversorgung bekommt. (lebenslange Mindestrente für die Weltbevölkerung)
Die Leute bei uns die noch arbeiten, kommen aber wegen der hohen Abgaben schon selbst nicht mehr mit ihrem Geld aus. Daß daher die Mehrheit eine Abneigung gegen Asylbewerbern hat, ist doch logisch. Nur 100.000,- pa aufwärts-Verdiener wie Politiker, Fabrikbesitzer etc. die auch ein Chalet in der Schweiz besitzen, sind für Einwanderung, denn die merken nichts davon.“

„[…] ich glaub ich werd auch Asylant. Ich buckle mich krumm um gerade über die Runden zu kommen. Probier du mal in dessen Land Asyl zu bekommen. Die erschießen Dich gleich.
[…] ich würde die Männer zu Sozialdienst verdonnern. Mind.1mal am Tag um den See und saubermachen, oder andere leichte Arbeiten verrichten.
Aber ich weiß aus eigener Erfahrung was die mit solchen Unterkünften machen….Zerstören bis zum geht nicht mehr […].“ (bayerin)

Auch werden immer wieder Menschen, die sich für die Rechte von Flüchtlingen einsetzen, verbal angegriffen, was im Endeffekt zu folgender Aussage bezüglich des Initiativkreis Migration führt, der nebenbei erwähnt auch in dem Fall „Momo“ aktiv ist:

„Wahnsinn… Da fällt mir nichts mehr dazu ein. Initiativkreis Migration könnt jetzt schon mein bisheriges Unwort des Jahres sein. Hauptsache meckern !!!“

2.4. Anti-Gema-Demo in Rosenheim

Unter dem Motto “Don´t stop the music! – Party statt Profit!“ demonstrierten am Freitag den 28. September in Rosenheim rund drei Dutzend ,überwiegend junge Menschen, gegen die Gema-Tarifreformen. In einem Redebeitrag der SDAJ Rosenheim,  welche die Demo maßgeblich mit organisierte, hieß es wörtlich: „Gegen GEMA,Profitgier und Partykapitalismus! Über die Demo berichtet unter anderem auf Rosenheim 24 unter der Überschrift “Leute, lasst das Glotzen sein!”: http://www.rosenheim24.de/news/rosenheim-stadt/rosenheim-jugendliche-kaempfen-gegen-erhoehung-gema-gebuehren-ro24-2524697.html
Die Demonstration war im Vorfeld auch Titelthema in der Wochenzeitung Blick.Punkt: http://rosenheim.blick-punkt.com/home/nachrichten-details-home/article/party-statt-profit/

2.5. Das Z braucht Internet / Fördermitglieder

Seit nunmehr einem Jahr gibt es in der Rosenheimer Innstraße 45a das Z. Das Z ist ein selbstverwalteter Raum, den verschiedene emanzipatorische, sozial und ökologisch engagierte Gruppen für Treffen und Veranstaltungen nutzen. Inzwischen ist das Z durch Spenden (vom Videobeamer bis zum Moderationssystem) auch relativ gut ausgestattet. Trotzdem halten wir, die Nutzer_innen, einige Dinge noch für verbesserungswürdig, die jedoch mit laufenden Kosten verbunden sind, weshalb wir weitere Fördermitglieder brauchen. Wir sind zum Beispiel der Meinung, dass das Z einen Internetzugang haben sollte.
Also, liebe Sympathisant_innen, gebt euch einen Ruck und werdet Fördermitglieder. Ab 5,- Euro im Monat seid ihr dabei (DEN ANTRAG FINDET IHR HIER: z-rosenheim.net/wp-content/uploads/2012/06/f%C3%B6rdermitglied-neu.pdf). Schließlich müssen Miete, Strom, Wasser, Gas, Versicherungen und eben auch Internet bezahlt werden. Selbstverständlich könnt ihr uns auch unterstützen, ohne Mitglied zu werden. Spendet ruhig auch einmalig oder, noch besser, richtet einen Dauerauftrag ein.
Unsere Kontoverbindung:
Kontonummer: 203 159 2301 (Kontoinhaber: VKKW e.V.)
Bankleitzahl: 430 609 67 (GLS Bank) Stichwort: Z-Rosenheim

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3. Rückblick 3ter. Oktober

3.1. Demos zum Tag der deutschen Einheit

Auf indymedia ist ein Artikel zu den Protestaktionen in München, anlässlich des Tag der deutschen Einheit erschienen. Den kompletten Artikel (mit Bildern) findet ihr hier: http://de.indymedia.org/2012/10/335888.shtml , wir zitieren ein Passage zum Demogeschehen:
„(…) Die vorabendliche Rave-Demo am 2. Oktober an der sich etwa 150 Menschen beteiligten, konnte ohne größere Belästigungen durch die Staatsgewalt durch die Innenstadt tanzen. In den Redebeiträgen wurden verschiedene Aspekte rassistischer Ausgrenzung thematisiert. Im Anschluss fanden sich viele Hundert beim antirassistischen Festival “Rage against Abschiebung” in Hansa 39 und Kranhalle ein.
Die antionationale Demonstration am 3. Oktober selbst wurde um 14:30 auf dem zentral gelegenen Stachus eröffnet. Nach einigen Redebeiträgen zu Themen wie “Krisennationalismus” zog die Demo mit ordentlich wummernden Lautsprecherwagen und (erfreulicherweise überwiegend guten) Parolen via Sonnenstraße durch die Innenstadt.
Desöfteren mussten rechte Spinner verschiedener Couleur vom Rand entfernt werden (u.a. Rechtspopulist_innen von blu news und Neonazis aus dem Umfeld der Kameradschaft München), einem Autoren des rassistischen Weblogs “P.I.” wurde dabei freundlicherweise vom USK unter die Arme gegriffen.
Darüber hinaus meinten auch immer wieder Besucher_innen des gleichzeitig stattfindenden Oktoberfestes wie auch am Tag zuvor ihre Meinung über die antinationale Demonstration kundtun zu müssen.
Medial wurde im Vorfeld der Einheitsfeierlichkeiten neben der mehrtägigen Sperrung der Ludwigstraße vor allem die große Herausforderung für die Polizei thematisiert. Allein 2500 Polizist_innen wurden für den Schutz der Einheitsfeier abgestellt, während das zeitgleich stattfindende Oktoberfest zusätzlich Kräfte band. Dennoch stellte es offensichtlich kein größeres Problem dar, die Demonstration am 3. Oktober mit zig Hundertschaften USK, BFE und einem aberwitzigen Zivi-Aufgebot zu begleiten.
Noch bevor sich die 500-600 (500 nach Polizeiangaben) Menschen so richtig in Bewegung gesetzt hatten, blockierten Einsatzwägen die Demo, um so das Verbot von Seitentransparenten durchzusetzten. Ein Vorgang der sich im Verlauf noch mehrfach wiederholen sollte. Insgesamt wurden unseres Wissens 3 Personen verhaftet und bis zum Abend in Gewahrsam genommen. Solltet ihr Betroffene von Repression geworden sein, meldet euch bei der Sprechstunde der Münchner Ortsgruppe der Roten Hilfe (jeden Mittwoch ab 18.30 Uhr in der Schwanthalerstraße 139 RGB). (…)“

3.2. [M] Glücksfee Deutschland – Losaktion zur Einheitsfeier

Wir dokumentieren hier einen indymedia linksunten (https://linksunten.indymedia.org/de/node/68700) Artikel zu einer gelungenen Kommunikationsguerillaaktion der „Junge Union Hinterdupfing“ :
„Am 3. Oktober 2012 fanden in der Münchner Innenstadt die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit statt. Wie in jedem Jahr gab es hierzu eine Länderfanmeile in der Hauptstadt des Gastgeberbundeslandes. Auf dieser Fanmeile feiert sich Deutschland, seine Parteien und Institutionen, in einem Riesenspektakel selbst.
Perfekte Umgebung, um 500 Lose unter das “Volk” zu bringen.
Mit dieser Aktion wollten wir als Junge Union Hinterdupfing einen Beitrag zur Aufklärung über die rassistischen Zustände in Deutschland leisten und so zeigen, dass hier nicht alles schwarz-rot-geil ist. Ca. eine Stunde lang lief unser JU-Promotionteam über die Ländermeile und verteilte Lose unter dem Motto “Glücksfee Deutschland”. Dabei verwiesen wir auf die große Tombola um 15 Uhr am Stand der CSU, an dem den Bürgerinnen und Bürgern auch Rede und Antwort gestanden werden sollte.
Gewinnen konnten die Passant_innen dabei unter anderem einen kostenlosen Rückführungsflug nach Afghanistan (…..) oder eine gratis Übernachtung in einer Flüchtlingsunterkunft.
Die Resonanzen  waren durchwegs positiv. Bis auf einige wenige Ausnahmen konnten wir bei der Bevölkerung Punkten.
Wir wollten mit dieser Aktion einen unseren politischen Standpunkte in die Feierlichkeiten hineintragen und somit aktiv den Protest der 3. Oktober-Demonstration ergänzen.“

3.3. Aufrufe zum Tag der deut­schen Ein­heit

Zu den Protesten gegen den Tag der deut­schen Ein­heit wurden einige lesenswerte Aufrufe veröffentlicht. Wer sich inhaltlich mit der Thematik nochmal auseinandersetzen möchte, der_dem sei folgende Mobi Seite ans Herz gelegt:
http://3oktober12.blogsport.de/aufrufe/

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4. NSU: Nazis morden, der Staat…

4.1. NSU in Bayern

Die Mitglieder des rechtsterroristischen „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) und ihres Umfeldes unterhielten vielfache Kontakte zur bayerischen Neonaziszene. Einige bayerische Rechte gehörten dem Unterstützernetzwerk des NSU an. Und Uwe Mundlos stand zumindest vor seinem Abtauchen in direktem Kontakt zu Kai Dalek, einem mutmaßlichen V-Mann des bayerischen Verfassungsschutzes. Es begann mit einer Verharmlosung: Im Jahresbericht 2011 des bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz (LfVS) heißt es auf Seite 120:
„Über Mitgliedschaften bayerischer Rechtsextremisten im THS oder unmittelbare Verbindungen zur ‚Zwickauer Terrorgruppe‘ konnten bislang keine konkreten Erkenntnisse gewonnen werden“.
Nicht zuletzt diese Falschbehauptung war Anlass für a.i.d.a., in einer Artikelserie den vielen Verbindungen des NSU nach Bayern nachzuspüren, wo das rechtsterroristische Netzwerk in den Jahren 2000 bis 2005 fünf Menschen erschossen hat.
Der Teil 1: „Vor der Mordserie (1994 bis 1998)“ ist am17.10.12 erschienen. Nachzulesen unter:
http://www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3261%3Ansu-in-bayern-teil-1&catid=47%3Akameradschaften&Itemid=152
Der Teil 2 „Die ersten Morde“ der aida Serie widmet sich den ersten Attentaten des NSU-Netzwerks in Bayern und beinhaltet die Ergebnisse unserer Recherchen zum Wirken der bayerischen NSU-Unterstützer_innen, zu Mandy Struck und dem „Vilsmörder“ von Amberg u v. m. Er erscheint in Kürze auf www.aida-archiv.de.

4.2. NSU: Bayerischer Verfassungsschutz-Spitzel betrieb „Aufbauarbeit“

Hat der ehemalige Präsident des bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz, Gerhard Forster gelogen, als er im Untersuchungsausschuss ausgesagt, dass das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz keinen V-Mann im Umfeld des späteren Terror-Trios geführt habe? Denn Medienberichten zufolge soll der Bayerische Verfassungsschutz soll in den 1990er Jahren den hochrangigen Rechtextremisten Kai D. im Umfeld des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) installiert haben. Nach Informationen der Thüringer Allgemeine (
http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/NSU-Bayerischer-Verfassungsschutz-Spitzel-betrieb-Aufbauarbeit-1572488538) „führte die Behörde offenbar über mehrere Jahre den bekannten fränkischen Neonazi Kai Markus D. als Informanten.“
Ähnliches wurde im BR-Politikmagazin Kontrovers (http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/programmkalender/sendung443566.html) berichtet. Auf deren Homepage heißt es bereits: „Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz soll entgegen bisheriger Aussagen einen fränkischen Rechtsextremisten als V-Mann im Umfeld der späteren Terrorzelle NSU geführt haben. Dies haben Recherchen des BR-Politikmagazins Kontrovers ergeben.“

4.3. Bayerischer NSU-Untersuchungsausschuss – 20 Minuten für die Öffentlichkeit

Der Untersuchungsausschuss „Rechtsterrorismus in Bayern – NSU“ hat nach dem Ende der parlamentarischen Sommerpause im bayerischen Landtag seine Arbeit wieder aufgenommen. Die verkündeten Beschlüsse und Ergebnisse lassen erste Konflikte zwischen den Regierungs- und Oppositionsfraktionen vermuten. [weiterlesen auf: http://www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3240:bayerischer-nsu-untersuchungsausschuss-20-minuten-fuer-die-oeffentlichkeit&catid=51:prozesse-demos-a-mehr-gegen-rechts&Itemid=1167]

4.4. Bayerische Spuren zu NSU-Rechtsterroristen

Fünf der neun Morde, die auf das Konto der Zwickauer Terrorzelle gehen, wurden in Nürnberg und München verübt. Welche Unterstützer und Kontaktleute hatte das NSU-Mörder-Trio in Bayern? Bereits Ende August berichtete die Süddeutsche Zeitung unter der Überschrift „Uwe Mundlos in Straubing Einem Täter auf der Spur“, dass Uwe Mundlos im August 1994 an einem neonazistischen August Weiherfest in Straubing teilnahm. Nach Recherchen des BR-Politmagazin “Kontrovers sind die NSU-Kontakte nach Franken und Niederbayern enger als bisher bekannt. Bei einer Durchsuchungsaktion 1998 fanden Ermittler eine Liste mit Kontaktdaten von bekannten Rechtsextremen – auch aus Nürnberg und Niederbayern. Konkret stehen zwei Straubinger Neonazis auf der Liste, die “Kontrovers” vorliegt. Hier der Kontroversbericht:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/120919-kontrovers-nsu-untersuchungsausschuss-100.html
Bereits im November vergangenen Jahres berichtete report MÜNCHEN über das Umfeld und der Strategie des braunen Netzwerks.
http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/report-brauner-terror100.html

4.5. Spendet für die unabhängige Beobachtungsstelle “NSU-watch: Aufklären und Einmischen”!

Den Behörden auf die Finger schauen!
Die rassistische Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) markiert eine Zäsur in der bundesrepublikanischen Geschichte. Nur eine aufmerksame Öffentlichkeit kann – parallel zu den parlamentarischen Untersuchungsausschüssen und den Recherchen von Journalist_innen – den Druck erzeugen, der notwendig ist für eine wirklich umfassende Aufklärung.
Denn schon jetzt ist deutlich, dass Behörden aller involvierten Bundesländer und des Bundes ihnen vorliegende Informationen so lange wie möglich unter Verschluss halten – wenn sie sie nicht ohnehin vernichtet haben. Und nur eine informierte Öffentlichkeit kann dann auch, wenn notwendig, intervenieren: durch außerparlamentarische und gegebenenfalls parlamentarische oder strafrechtliche Initiativen. [den kompleten Spendenaufruf lesen: http://nsu-watch.apabiz.de/2012/09/spenden/]
Spendenkonto:
Kontoinhaber apabiz e.V.; Kontonummer 3320803; BLZ 10020500; Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck: Beobachtung

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5. Antifa-Meldungen

5.1. a.i.d.a. vollständig rehabilitiert

Innenministerium muss drei Verfassungsschutzberichte schwärzen
Die juristischen Auseinandersetzungen der „Antifaschistischen Informations- Dokumentations- und Archivstelle München” (a.i.d.a. e.V.) wegen ihrer Einstufung in den Bayerischen Verfassungsschutzberichten 2009, 2010 und 2011 als „linksextremistische” Organisation enden für den Verein erfolgreich.
Das bayerische Innenministerium verpflichtet sich in einem Vergleich, rückwirkend die Einstufung der a.i.d.a. e.V. als „linksextremistisch“ zurückzunehmen und die jeweiligen Jahresberichte entsprechend abzuändern. Weiterhin sichert das Innenministerium zu, den Verein auch künftig nicht mehr im Verfassungsschutzbericht zu nennen. Im Rahmen dieses Vergleichs erklärt sich a.i.d.a. bereit, eine Weblinkliste auf der a.i.d.a.-Homepage zu überarbeiten.
Das seit 1990 bestehende Archiv hatte bereits in einem früheren Verfahren vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof letztinstanzlich die Löschung aus dem Jahresbericht des Verfassungsschutzes für 2008 erstritten.
Mit dem Ergebnis der Vereinbarung bleibt vom Versuch des Bayerischen Innenministeriums, den mit mehreren Preisen ausgezeichneten Verein als „linksextremistisch“ zu stigmatisieren, nichts mehr übrig. Während der dreieinhalb Jahre dauernden juristischen Auseinandersetzung erfuhr a.i.d.a. eine breite politische Unterstützung sowie eine positive Medienberichterstattung.
Zur juristischen Bewertung sagt Angelika Lex, die Rechtsanwältin von a.i.d.a:
“Die Vereinbarung ist ein großer Erfolg. Sie ist ein Eingeständnis, dass die Aufnahme von a.i.d.a. in die Verfassungsschutzberichte nicht rechtlichen Gründen geschuldet war, sondern lediglich politische Motive zugrunde lagen. Insbesondere die im Vergleich enthaltene Feststellung, dass einer Gemeinnützigkeit des Vereins keine Gründe entgegenstehen, bedeutet, dass keine Zweifel an der Verfassungstreue des Vereins bestehen. Für a.i.d.a. bedeutet dies, dass der Verein seine äußerst wichtige und wertvolle Arbeit nun endlich wieder ungehindert fortsetzen kann.”
Der Vereinsvorsitzende Marcus Buschmüller:
„Der Vergleich macht deutlich, dass die satzungsgemäße Vereinsarbeit zu keinem Zeitpunkt verfassungsfeindlich war.“ Buschmüller weiter: „Dass eine Initiative rückwirkend aus drei Verfassungsschutzberichten gestrichen wird, ist ein absolutes Novum. Wir werden die Kapazitäten unseres Vereins statt in jahrelange Rechtsstreite nun in die Recherche über extrem rechte Gruppen investieren, z. B. das bayerische Netzwerk des NSU.“
 
Quelle: http://www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3264:aida-vollstaendig-rehabilitiert-&catid=53:pressemitteilungen&Itemid=1355

Auch informativ sind einige Presseberichte zu dem Thema:

Süddeutsche Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/erfolg-fuer-anti-neonazi-initiative-aida-schwere-niederlage-fuer-verfassungsschutz-1.1501230-2

Bayerischer Rundfunk:
http://www.br.de/themen/aktuell/inhalt/rechtsextremismus-bayern-aida100.html

taz:
http://www.taz.de/Aida-Archiv-ist-nicht-linksextrem/!103942/

5.2. Protest gegen rechten islamophoben Aufmarsch am 10. November in München.

Für Samstag, den 10.11.2012 planen die Faschist_innen von Pro-Deutschland eine rassistische Demonstration gegen das muslimische Begegnungszentrum ZIE(M). Diese soll um 11 Uhr an der Darul Quran Moschee in der Ruppertstraße 5 (nähe Poccistr.) starten und bis zum Sendlinger-Tor-Platz gehen.
Laut a.i.d.a. (http://aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3237:10-november-2012&catid=103:rechte-termine-muc&Itemid=1215) soll der Bundesvorsitzende der extrem rechten „Bürgerbewegung pro Deutschland“, Manfred Rouhs, und deren Bundesgeschäftsführer Lars Seidensticker, der schon die antimuslimische „Freiheit-statt-Islam–Tour“ in Nordrhein–Westfalen intiiert hatte, sprechen.
Antifaschist_innen wollen sich „das nicht gefallen“ lassen und rufen – etwa auf https://linksunten.indymedia.org/de/node/69298 – zu Protesten und Widerstand auf:
„Wir wollen nicht, dass Nazis und Faschist_innen, egal ob von den freien Kräften, der NPD oder Splittergruppen wie Pro Deutschland auf den Strassen in München und auch sonstwo maschieren können!
Kommt alle auf die Straße und stellt (oder setzt) euch der menschenverachtender Propaganda entgegen.

Es werden noch Gegenkundgebungen angemeldet.
Nehmt eure Freund_innen mit und seid krativ.
Haltet Augen und Ohren offen für weitere Infos!
Checkt auch:
aida-archiv.de
antifa-nt.de
lavamuc.blogsport.de
Alerta Antifascista!“

5.3. Europäische Aktion – ultrarechte Informationsstelle in Kolbermoor

Die Europäische Aktion (EA) ist eine wenig beachtetete, ultra rechte, überparteiliche und außerparlamentarisch ausgerichtete Organisation,welche stark antiamerikanisch und antisemitisch geprägt ist. „Alt bekannte Holocaust-Leugner sind Ansprechpartner für eine ‚Europäische Aktion‘ schreibt der Blick nach Rechts im April 2011 über die Europäische Aktion. Und so wundert es nicht, dass das Hauptziel der EA die Aufhebung des „’Volksverhetzungs‘-Paragraphen in der BRD, das ‚Verbotsgesetz‘ in Österreich, das ‚Antirassismusgesetz‘ in der Schweiz oder entsprechendes Unrecht in anderen Staaten.“ ist. Als einen weiteres Ziel wird u.a. „das Ende der Einwanderung aus anderen Erdteilen“ gefordert und es sollen „Programme für die Rückwanderung der Fremdkontinentalen erstellen“ werden. Die ultra rechte Organisation versucht derzeit offensichtlich mit der bayerischen Neonaziszene in Kontakt zu kommen. Nach Angaben von neonazistischen Internetseiten (u.a. Freies Netz Süd und Aktionsbündnis – Oberbayern) veranstalteten „
Mitte Oktober (…) Freie Kräfte eine Rednerveranstaltung mit einem Regionalvertreter der ‚Europäischen Aktion‘ (EA) im mittelfränkischen Fürth“.
Die infogruppe rosenheim weist darauf hin, dass die tiefbraune Organisation offensichtlich auch in der Region aktiv ist. In dem überregionalen Flugblatt „EUROPÄISCHE AKTION IN DEUTSCHLAND“ wirbt die Gruppe mit einer „INFORMATIONSSTELLE SÜDDEUTSCHLAND“ welche über eine Postfach und eine Telefonnummer in 83053 Kolbermoor agiert.

Als Hintergrundinformation zur Europäische Aktion empfehlen wir den Artikel „Kommt in volkstreuen Kleidern“ von Hans Stutz, welcher am 25.08.2011 in „die Wochenzeitung“ vom 25.08.2011 erschien (→ www.hans-stutz.ch/rechtsextremismus/2011/WOZ_EA_August2011.pdf)

5.4. Braunes “Ur-Europa” hat Kontakte in die Region Rosenheim

Von 13. bis 16. Oktober 2012 fand in Duderstadt die jährliche Tagung des ultra rechten Vereins „Ur-Europa e.V.“ statt. Diese dubiose Vereinigung hat durchaus Bezugspunkte zur Region Rosenheim. So wohnt z.B. Paul A. Ro…., der Ehrenvorsitzende dieser dubiosen Vereinigung, in Kolbermoor und 2008 wurde der Kongress mit rechten Telnehmer_innen aus dem gesamten Bundesgebiet im oberbayerischen Teisendorf durchgeführt. Über die diesjährige Tagung schreibt publikative:
Als „Gemeinnützige Gesellschaft für prähistorische Geschichte, Kultur und Religion“ beschreibt sich ganz harmlos der Verein „Ur-Europa“, der am Wochenende in Duderstadt bei Göttingen tagt. Wie tief der Verein aber in die völkische Esoterik rechter Machart verstrickt ist, zeigt nicht nur ein Blick auf die Referenten. Dazu gehört auch die Beschäftigung des Vereins mit dem Leben und Wirken von Herman Wirth, dem Mitbegründer der an die SS angegliederte Forschungs- und Lehrgemeinschaft „Deutsches Ahnenerbe“. [weiterlesen auf: http://www.publikative.org/2012/10/13/ur-europa-mit-braunem-personal/]

5.5. Erneut Freisprüche für Antifaschisten

„ Ein Mann protestierte gegen einen Neonazi-Marsch – und landete vor Gericht. Der Vorwurf: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Nun ist das Verfahren eingestellt worden wegen geringer Schuld.“
So beginnt der Artikel „Sprachlosigkeit im Gerichtssaal“ aus der Süddeutschen Zeitung vom 10.10.12 (http://www.sueddeutsche.de/muenchen/verfahren-gegen-anti-nazi-demonstrant-eingestellt-sprachlosigkeit-im-gerichtssaal-1.1491982) Der Prozess ist aber kein Einzelfall, bereits vorletzte Woche war ein weiterer Antifaschist freigesprochen. Der Antifaschist E. hatte sich am 8. Mai 2010 an den Protesten gegen einen Neonaziaufmarsch in Fürstenried West beteiligt. Rund eine Stunde vor Beginn einer Straßenblockade des Naziaufmarsches wurde E. auf der Straße gesehen. Das sollte der Staatsanwaltschaft offenbar reichen, um den Antifaschisten vor Gericht zu stellen. Das Gericht sah das anders und sprach den Aktivisten frei. Es ist nicht der erste Freispruch in der Angelegenheit. Und so wundert es nicht wenn selbst die “Süddeutsche Zeitung” feststellt:
„Wegen der Blockade eines Nazi-Marsches in Fürstenried, (…) hat die Staatsanwaltschaft schon mehrere Pleiten vor Gericht erlebt, Pleiten in Form von Freisprüchen. Ob sich die Ankläger mit der neuen Prozesswelle einen Gefallen tun, darf bezweifelt werden. Wieder werden Nazigegner vor Gericht gezerrt, wieder aber scheint die Beweislage dünn bis mangelhaft zu sein.“
Die Münchner Onlinezeitung Luzi-m (http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/10/10/7350/) vermutet, dass auch dieses Urteil Polizei und Staatsanwaltschaft kaum davon abhalten,
„auch in Zukunft Anzeigen wegen Nichtigkeiten oder konstruierten Vorwürfen zu schreiben, Aktivist_innen vor Gericht zu zerren und darauf zu setzen, dass die Verfahren gegen Geldbuße eingestellt, Prozess- Anwaltskosten von den Angeklagten gezahlt und deren Daten in diversen Datenbanken gespeichert werden. Denn einen empfindlichen Schaden tragen die Repressionsorgane nur selten davon, wenn sie verlieren.
Immer wieder setzen sich Polizist_innen und Staatsanwält_innen im Verfolgungseifer selbst über Mindeststandards der Strafverfolgung hinweg und verlieren – wie hier geschehen, (fast) auf ganzer Linie. Es gibt Polizist_innen, die offen einräumen, dass sie mit ihrer Anzeige sowieso nicht durchkommen werden. Die beiden Angeklagten aus den genannten Fällen haben schon daher gut daran getan, von ihrem Recht Gebrauch zu machen und sich vor Polizei und Gericht nicht zu den Vorwürfen zu äußern.“

5.6. Bayerisch – ungarische „Waffenbrüder“

„Die Neonazis des „Freien Netz Süd“ veranstalteten gemeinsam mit „Blood & Honour Hungária“ einen „Internationalen Sporttag“ in Budapest. Nicht nur dieses Event beweist, dass die bayerischen Neonazis in das (in Deutschland verbotene) internationale „Blood & Honour“-Netzwerk eingebunden sind.“ so beginnt auf www.aida-archiv.de ein Artikel unter der Überschrift „Tauziehen bei Blood & Honour“. Bei der Veröffentlichung handelt es sich um ein eine kostenlose  aktualisierte Version des Artikels „Waffenbrüder“ welcher in der Zeitschrift „Der Rechte Rand Nr.138“ erschienen:
http://www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3233%3Atauziehen-bei-blood-a-honour&catid=47%3Akameradschaften&Itemid=152

Der Rechte Rand ist ein alle zwei Monate erscheinenden Infomagazin von und für Antifaschisten. In der soeben erschienen aktuellen Ausgabe (138) gibt es einen Artikel zum Prozess gegen das AB Mittelrhein, eine Analyse zu den Verboten von Kameradschaften in Nordrhein-Westfalen, ein Rückblick auf die extrem rechte Zeitschrift “Deutschland in Geschichte und Gegenwart”, die seit 60 Jahren erscheint. Dazu außerdem ‘RechtsRock – Made in Bremen’, ein Interview zur Bedeutung der “Tea-Party” in den USA und ein Bericht vom internationalen Treffen der Islamhasser in Stockholm … und noch vieles mehr! Der Rechte Rand ist für 3,00 Euro käuflich zu erwerben, liegt aber auch im Z (Innstr.45a, Rosenheim) als Leseexemplar aus.

5.7. Nazi-Provokation mit Hindernissen

Ein gutes Dutzend Neonazis aus dem Umfeld der Münchner „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA) zog am Samstag, den 29.9.12, seine siebenteilige Hetztour trotz heftigem Widerstand durch
Viel war es nicht, was Karl Richter (NPD) unter dem etwas holprigen Motto „Bewegt München – München bewegt“ am vergangenen Samstag auf die Beine brachte. Keine 15 Neonazis brachte die rassistische „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ zur Ochsentour mit sieben Stationen. Wie schon in der Vergangenheit versuchten Richter und Co. auch dieses Mal, durch mehrere, kurzfristig angemeldete Kundgebungen den zu erwartenden Widerstand klein zu halten – ohne Erfolg.
Weiterlesen: http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/10/02/7336/

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6. diverses

6.1. Dachau: Antirassistische Demonstration für Flüchtlingsrechte

Am Samstag, den 6. Oktober 2012, demonstrierten in Dachau 200 Menschen unter dem Motto GRENZENLOSE SOLIDARITÄT für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen. Damit sollten die aktuellen bundesweiten Kämpfe von Flüchtlingen aktiv unterstützt, die immer noch unhaltbare Situation im Dachauer Flüchtlingslager in der Kufsteinerstraße weiter angeprangert, und die Menschen dort in den Kontext der Kämpfe mit einbezogen werden. Gefordert wurde die Abschaffung sämtlicher staatlicher Schikanen und Demütigungen – Abschaffung von Essenspaketen und Residenzpflicht, freie Wohnungswahl statt Lagerzwang, Beendigung von Abschiebungen und ein konsequenter Kampf gegen alle Formen von Rassismus. [weiterlesen bei linksunten.indymedia: https://linksunten.indymedia.org/de/node/69391]

6.2. Nürnberg: Konzept zu den Vorkontrollen am Ersten Mai 2012

Schikanöse Polizeikontrollen vor linken Demos: In Nürnberg hat eine Initiative zum diesjährigen revolutionären 1. Mai versucht, dieser gängigen Praxis ein offensives Konzept entgegenzustellen – mit einigem Erfolg. [weiterlesen auf: https://linksunten.indymedia.org/de/node/68576]
Das Video zum Konzept gegen Vorkontrollen findet ihr hier:
http://www.youtube.com/watch?v=oPY8YpyI8Gg

6.3. Freiheit für Deniz

Nach sechs Monaten Untersuchungshaft begann am 23. Oktober der Prozess gegen Deniz vor dem Landgericht Nürnberg. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft wirft Deniz vor, auf einer antifaschistischen Demonstration am 31. März diesen Jahres, während einer Auseinandersetzung mit einem Fahnenstab in Richtung von fünf gepanzerten Polizisten geschlagen zu haben und konstruiert daraus in ihrer Anklage den Vorwurf des fünffachen versuchten Totschlags.
Für das Solikomitee „Freiheit für Deniz“ steht fest, dass Deniz nicht allein für das was er getan haben soll vor Gericht steht, sondern für das was er vertritt. Er steht als organisierter Antifaschist und Kommunist vor Gericht.
Mittels Polizei, Geheimdiensten, Gerichten und Knästen versucht die herrschende Klasse uns einzuschüchtern und unser politisches Engagement zu verhindern. Durch konstruierte Anklagen und erfundene und im Nachhinein veränderte Aussagen versucht man, unsere Organisationen zu zerschlagen und unsere GenossInnen hinter Gitter zu bringen.
Vom Prozessauftakt berichtet das Solikomitee über einer erfreulich hohe Teilnahme an Prozessbeobachter_innen, über Videoauswertung und erste Zeugenaussagen sowie über Widersprüchliche Polizeizeugen: http://denizk.blogsport.de/2012/10/23/bericht-vom-1-prozesstag/#more-32

In dem Bericht zu 2. Prozesstag gegen Deniz K. Ist von vermehrten Rechtsbrüchen bei Hausdurchsuchung durch Staatsschutzbeamte, von rechtswidrige Lichtbildvorlagen der Kripo und von Zeugenbeeinflussung nach erstem Prozesstag durch Staatschutzbeamte zu lesen: http://denizk.blogsport.de/2012/10/24/2-prozesstag-gegen-deniz-k/

Als nächste Verhandlungstage wurden der 7. und der 14.11. jeweils um 10 h, Saal 619 (Eingang Bärenschanze, Nürnberg) festgesetzt. Aktuelle Infos gibt es auf: http://denizk.blogsport.de

6.4. Bavarian Angst: bis zum bitteren Ende für Studiengebühren

Niemand will plötzlich Studiengebühren, nicht mal die CSU. Nur der RCDS kämpft bis zuletzt für den Uni-Eintrittspreis

Seitdem der bayerische Verfassungsgerichtshof Anfang der Woche ein von den „Freien Wählern“ (FW) angestrebtes Volksbegehren gegen die Studiengebühren zugelassen hat, wird klar: niemand will diese Gebühren. Bayern und Niedersachsen sind ohnehin die letzten Länder der Republik, die Studierenden bis zu 500 Euro pro Semester abknöpfen.

Die beiden anderen Oppositionsparteien, SPD und Grüne, hatten sich trotz ihrer Ablehnung der Gebühren nicht am Volksbegehren der FW beteiligt, weil sie – das klingt stark nach SPD – diesem keinen Erfolg einräumten. Nach dem Urteilsspruch steht einem Volksbegehren gegen Studiengebühren nichts mehr im Wege. Und plötzlich findet ich auch in der schwarz-gelben Landesregierung kaum mehr jemand, der/die sich für eine Beibehaltung ausspricht. „Ergebnisoffen“ möchte mensch die Studiengebühren zur Diskussion stellen.

Hintergrund ist natürlich nicht die Einsicht in die soziale Schieflage, die damit geschaffen wurde, sondern wieder einmal die Angst vor den Wähler_innen. Wie schon beim Rauchverbot 2008 oder jüngst in der Frage, wer Abends Alkohol „an der Tanke“ kaufen darf, will die CSU auch bei den Studiengebühren knapp ein Jahr vor der Landtagswahl niemand gegen sich aufbringen. Ungeachtet geradezu beängstigend guter Umfrageergebnisse erscheinen die „Christ-Sozialen“ merkwürdig nervös.

Und so scheint es, als sei die Einführung der Studiengebühren ein Unfall, und nicht politisch gewollt gewesen. Plötzlich will sie niemand mehr haben. Auch Thomas Goppel, der als Bildungsminister die Gebühren 2007 gegen viel Widerstand einführte, sagt im „Münchner Merkur“, die Studiengebühren „werden fallen“. Zwar sei die FDP noch für den Uni-Eintritt, doch deren Bildungsminister Heubisch gilt in der Koalition „intern nicht als unüberwindbares Hindernis in der Gebühren-Wende“, so der Merkur.

Weit und breit also keine (ernsthaften) Befürworter_innen, Studierende können wohl aufatmen. Doch halt! Ein kleiner Haufen Konservativer will unbeeidruckt weiter dafür kämpfen, dass das Studium Tausende Euro kostet: der „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ (RCDS) fordert die Mutterpartei CSU auf, an den Gebühren festzuhalten. Die Argumente dafür seien „über Nacht nicht falsch geworden“, so die bayerische Vorsitzende Carmen Langhanke laut „Welt“ gegenüber der Nachrichtenagentur dapd. Ein „Zurückrudern wäre fatal und ein Schlag ins Gesicht all derer, die für die Akzeptanz der Beiträge gekämpft haben!“, schreibt sie auf der Webseite des Verbandes. Sie jedenfalls denke, „dass Angst ein schlechter Ratgeber ist“, so Langhanke in Hinblick auf die Überlegungen in der CSU. Sie „werde bis zum bitteren Ende dafür werben, dass die Studiengebühren bleiben“, lässt sie sich in der „taz“ zitieren.
Eine Gruppe Studies also kämpft „bis zum bitteren Ende dafür“, dass sie fürs Studium zahlen müssen. Offiziell heißt es, die Gebühren seien „sozialverträglich ausgestattet“ (für wen?) und würden einen „wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lehre“ leisten. Aber kann es nicht auch sein, dass sich die konservativen Studierenden so den „Pöbel“ aus den unteren Schichten vom Leib halten wollen? Dass die Schnösel aus dem Bildungsbürger_innen-Haushalt keinen Bock haben – pardon: keine Satisfaktion bei dem Gedanken empfinden – , dass jetzt wieder die Prolet_innen vom zweiten Bildungsweg Contra geben sollen? Dass also mithin im RCDS das gleiche Motiv herrscht wie in der Mutterpartei: Angst?
(Artikel geklaut bei luzi-m: http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/10/25/7355/)

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7. Termine

Termine Ende Oktober 2012
Sa, 27.10.12 Tapete (Rap) Crying Wölf (Rap) MC Geiver (Rap) GrGr (Elektro) (Kafe Marat München)
Sa, 27.10.12 Schlecht & Schwindlig Concerts: Black Magic Six (Punk/Helsinki) (Sunny Red München)
Sa, 27.10.12 Candelilla & Prosa & Kitty Empire (Asta, Rosenheim)
Sa 27.10.12: Reggae gegen Rechts Nosliw, Goldi, Mista Wicked , Ever Blazing Sound aka. Selecta Drumchris und Roman Roots (JIG Grafing)
Sa, 27.10.12 – Heinz Karlhausen & the Diatonics ( Kafe Kult München)
So, 28.10.12 – The Gaslight Anthem (Zenith, München)
So, 28.10.12 – Holograms + Atatakakatta (Sunny Red, München)
So, 28.10.12 – Young Guns + Your Demise + Don Broco (59:1, München)
So, 28.10.12 – Bonaparte (Kesselhaus, München)
So, 28.10.12 – Peter Wiegand// Riverboat (Le Pirate, Rosenheim)
Mo, 29.10.- Literatur und Musik : Man ist nicht z`Haus und doch nicht an der frischen Luft – Von Kaffee- und anderen Freudenhäusern mit Wolf Euba, Maria Reiter und Heinrich Klug: Texte von Alfred Polgar, Ludwig Thoma, Kurt Tucholsky u.a., Musik von Bartòk bis Piazolla (mit Akkordeon und Violoncello) (Stadtbibliothek Rosenheim)
Di, 30.10.12 – Liars (59:1, München)
Mi, 31.10.12 – Danko Jones (Theaterfabrik, München)
Mi, 31.10.12 – Soylent Gelb: Yelloween 2012 – Tag 1: Sick Of Society + 1328 + Zoo + Escape (Sunny Red, München)

November 2012
Fr, 02.11.12 -Mista Wicked & Riddim Disasta (Asta, Rosenheim)
Fr, 02.11.12 – Soylent Gelb: Yelloween 2012 – Tag 2: Kollateralschaden + Face Down Friendly + Ready To Fall + Lance Armlong (Sunny Red, München)
Fr, 02.11.12 – Awolnation (59:1, München)
Fr, 02.11.12 – Sniffing Glue + Support (Kafe Marat, München)
Fr, 02.11.12 – Space Cadets + support (Cafe Libella, Altenmarkt)
Fr, 02.11.12 – Konzert mit der Elektrocrossformation „Rosalie und Wanda“ (Kramerwirt/Hemhof bei Bad Endorf)
Fr, 02.11.12 – Geoff Farina + Freddy Gonzalez (Kafe Kult, München)
Sa, 03.11.12 – 10tes good night white pride Konzert der infogruppe rosenheim: mit SWALLY OR SPIT (Hardcore-Punk, RO) und SLAMDAMN (Oldschool Hardcore, M) und SNIFFING GLUE (80s HC-Punk, NRW) ( Vetternwirtschaft Rosenheim: www.goodnight-whitepride.de.tf)
Sa, 03.11.12 – Doom (Kafe Marat, München)
So, 04.11.12 – Free Fall – Film und Vortrag (19:00 Uhr Z, Innstra 45a, Rosenheim)
So, 04.11.12 – Haudegen (59 to 1, München)
So, 04.11.12 – Chuck Ragan + Cory Branan + Rocky Votolato + Jay Malinowski + Emily Baker (Freiheiz, München)
Mo, 05.11.12: „Blut muss fließen“ Film (18:30 Uhr im Mitterwirt in Halsbach )
Mo, 05.11.12 – GENDER FILM (Z, Innstraße 45a, Rosenheim)
Mo, 05.11.12 – Ben Kweller (59:1, München)
Mi, 07.11.12 – The Aggrolites (Reggae, Soul/Los Angeles) (Hansa 39, München)
Do, 08.11.12 – Nadine Germann – Scherben bringen Glück: Rio Reisers Lieder neu interpretiert (Glockenbachwerkstatt, München)
Do, 08.11.12- 94 Jahre „Freistaat Bayern“ – Die „Ermordung Kurt Eisners“ – Hintergründe und Folgen (20:00 Uhr Hofbräuhaus Bräustüberl, Traunstein)
Fr, 09.11.12 THE BIG 4 OF BAY(ern) AREA THRASH mit DUST BOLT, TOXIC WALTZ, BATTLECREEK und UNEXPECTED (Lokschuppen Rosenheim)
Fr, 09.11.12 – asta: Wildschütz Jennerwein: Andacht zum 145. Todestag
Fr, 09.11.12 – Slime (Theaterfabrik, München)
Fr, 09.11.12 – Disco Ensemble (59:1, München)
Fr, 09.11.12 – Rasta Knast + Alarmsignal + Missbrauch + Systemfehla + Slamdamn + Raw Deals (Hansa 39, München)
Sa, 10.11.12 – 20 Jahre Missbrauch Festival: Blut und Eisen + Molotow Soda + Missbrauch + Frei Schnauze + The Gumbabies + Volxverätzung (Hansa 39, München)
Sa, 10.11.12 – Wanda Jackson, support: Chris Aron & The Single Bedrooms (59 to 1, München)
Di, 13.11.12 – Why!? (Hansa 39, München)
Di, 13.11.12 – Dry The River (Atomic Cafe, München)
Mi, 14.11.12 – Beach House + Holy Other (Hansa 39, München)
Do, 15.11.12- Vortrag: Die Bundeswehr und die extreme Rechte (L.E.D.E.R.E.R, Regensburg)
Do, 15.11.12 – Bloc Party (Tonhalle, München)
Do, 15.11.12 – F.S.K. (Rote Sonne, München)
Fr, 16.11.12 – Frantic Flintstones (59 to1, München)
Fr 16.11.12 “Geschlossene Gesellschaft” Sartres existentialistisch-boulevardeskes Frühwerk (Vetternwirtschaft, Rosenheim)
Fr 16.11.12 – Shameless Nameless, THE PIECES, 2 MINUTES TO MAYHEM (Lokschuppen Rosenheim)
Fr, 16.11.12 – Dear Reader + Herrenmagazin (Kranhalle, München)
Sa, 17.11.12- live: the baboonz, the buccaneers, the lazy bastards (Silo 1, Töging)
Sa, 17.11.12 – VOLXTANZ LIVE MIT: DIE SCHWARZEN SCHAFE + SLUTS’N (Glockenbachwerkstatt, München)
Sa, 17.11.12 – Vettern-Kicker-Turnier (14:00 Uhr, Vetternwirtschaft Rosenheim)
Sa, 17.11.12 – Tim Mc Millan & Friends + Al Oakmill (59:1, München)
Sa, 17.11.12 – Hubbi (Endorf): Fehlzündung
Mo,19.11.12 – „Brot und Rosen“ (Film im Z, Rosenheim)
Mo, 19.11.12 – Die Geige aus Cervarolo – Film (19:30 Uhr EineWeltHaus, München)
Mo, 19.11.12 – Tyvek + Atatakakatta (Kafe Kult, München)
Mo, 19.11.12 – MAJ MUSICAL MONDAY #50 LIVE: RIVER + PROSA (Glockenbachwerkstatt, München)
Di, 20.11.12- Kristoffer & The Harbour Heads (SWE) (Asta- Rosenheim)
Di, 20.11.12 – Two Door Cinema Club (Tonhalle, München)
Di, 20.11.12 – Filmreihe – Menschenrechte von der Rolle: „In this world “ (Glockenbachwerkstatt, München)
Di, 20.11.12 – Caspian + Thisquietarmy + Waves (Hansa 39, München)
Di, 20.11.12 – Wild Nothing + Grey Television (59:1, München)
Mi, 21.11.12 – volxmusik präsentiert: Big John Bates (Canada) (Sunny Red, München)
Mi, 21.11.12 – Thee Silver Mt Zion Memorial Orchestra (Hansa 39, München)
Do, 22.11.12 – MUNDTOT , HERZPARASIT , Black Blitz (Glockenbachwerkstatt, München)
Fr, 23.11.12 – VAIT, The Real McCoy, Mundwerk Crew (Lokschuppen Rosenheim)
Fr, 23.11.12 – Ist das noch demokratisch? 40 Jahre Berufsverbot – kein Grund zu feiern! (Gewerkschaftshaus, München)
Fr, 23.11.12 – Two Gallants (Theaterfabrik, München)
Fr, 23.11.12 – Freitagskafe: Infarto Scheisse (Punk, Bergamo/IT) Storm {O} (HC, Feltre/IT) Frana (Post-HC, M) (Kafe Marat, München)
Sa, 24.1112- Thrash in your face # 1:Hateful Agony, Warforger, Nücleahölic (Vetternwirtschaft, Rosenheim)
Sa, 24.11.12 – The Hives (Kesselhaus, München)
Sa, 24.11.12 – Paleo (Kafe Kult, München)
So, 25.11.12 (Krimi)-Lesung: Mordsgeschäfte von und mit Martin Sudermann (19:00 Uhr, Z, Rosenheim)
So, 25.11.12 – Django Django (Atomic Cafe, München)
Mo, 26.11.12 – Bratze + Testsieger (Kranhalle, München)
Di, 27.11.12 – Ariel Pinks Haunted Graffiti (Ampere, München)
Mi, 28.11.12- Gendersalon4: „Neue Familienportraits – New Family Portraits“- Vortrag. (Glockenbachwerkstatt, München)
Mi, 28.11.12 – Toy (Atomic Cafe, München)
Mi, 28.11.12 – Les Trucs + Agikakaluna! (Kafe Kult, München)
Mi, 28.11.12 – Parkway Drive + Emmure + The Word Alive + Structures (Kesselhaus, München)
Do, 29.11.12 – LEARN TO sWIM – LIVE: IRISH HANDCUFFS + GRIZZLY TOURS (Glockenbachwerkstatt, München)
Do, 29.11.12 – Die Heiterkeit (Orangehouse, München)
Do, 29.11.12 – Calexico (Muffathalle, München)
Fr, 30.11.12 – Fest Van Cleef (Muffatwerk, München)
Fr, 30.11.12 – The XX (Zenith, München)
Fr, 30.11.12 – Rock the Bop präsentiert Majestic 5 (59 to 1, München)

Dezember 2012
So, 02.12.12 – Kafe Kunst Fest (Bewerbung bis 11.11.12 + Infos auf kafekunstfest.blogspot.de) (Kafe Kult, München)
So, 02.12.12 – politischer Film (Catastroika“ und „Schrei im Dezember“)der infogruppe im Z (Innstraße 45a, Rosenheim)
Mo, 03.12.12 – First Aid Kit + Idiot Wind (Hansa 39, München)
Mo, 03.12.12 – The Soft Moon + Dracula Lewis (Orangehouse, München)
Di, 04.12.12 – The Black Keys + Maccabees (Olympiahalle, München)
Do 06.12.12 – Was ist „Anti-Antifa“? (L.E.D.E.R.E.R, Regensburg)
Fr 07.12.12 Kritik in der Krise – eine Aktualisierung der Marxschen Kritik auf Höhe der Zeit (Ganze Bäckerei, Augsburg )
Fr, 07.12.12 – Wilhelm Tell Me (Atomic Cafe, München)
Sa, 08.12.12 – Baboonz + support (Vetternwirtschaft Rosenheim)
Sa, 08.12.12 – Emil Bulls (Kesselhaus, München)
Sa, 08.12.12 – Nomeansno (Hansa 39, München
So, 09.12.12 – Moderne Piraterie – Buchvorstellung im Z (19:00 Uhr, Innstraße 45a, Rosenheim)
Di, 11.12.12 – The Raveonettes (Atomic Cafe, München)
Mi, 12.12.12 – Nagel (Hansa 39, München)
Mi, 12.12.12 – Gschichtn, Gedichte und Texte von und mit Marcus H. Rosenmüller und Gerd Baumann (Kramerwirt/Hemhof bei Bad Endorf)
Do, 13.12.12 – Mono (Hansa 39, München)
Fr, 14.12.12 – The Meteors (Cafe Libella, Altenmarkt)
Fr, 14.12.12 – Polytox (Atrium, Prien)
Fr, 14.12.12 – “Das Gold der Nazis”  – Film (Vetternwirtschaft, Rosenheim)
Fr, 14.12.12 – Botox Combo + The Gumbabies (59:1, München)
Sa, 15.12.12 – “Das Gold der Nazis”  – Film (Vetternwirtschaft, Rosenheim)
Di, 18.12.12 – Stars + Zeus (Hansa 39, München)
Sa, 22.12.12 – The Rancors + Entartet + Kollateralschaden + Punk-O-Mat Live-Karaoke (Orangehouse / Sunny Red, München)
Fr, 28.12.12 – The Offenders (Orangehouse, München)
So, 30.12.12 – Matula (Kafe Marat, München)