Rosenheimer Infomail September 2013

Hallo,
nach der Sommerpause Pause gibt es für September/Oktober wieder ein Infomail. Denn in den kommenden Wochen ist einiges los. Der September scheint ein Demo/Aktionsmonat zu werden. Am Sonntag (01.09.) sind Aktionen gegen den verkaufsoffenen Sonntag in Rosenheim angekündigt und am Abend gibt es einen Film passend zum Antikriegstag. Falls die NPD am Mittwoch (04.09) nach Rosenheim kommt, sollte sie auch auf entschlossenen Protest stoßen. Am darauf folgenden Wochenende (05. bis 08. September) findet in Landshut ein bayernweites antifaschistisches Jugendcamp statt. Am Mo 09.09 ist dann pro Deutschland die Wahlkampftour in München zu vermasseln (u.a. vor dem Marat) und am Sa 14.09 ruft die libertäre Antifa München unter dem Motto „Schluss mit lustig!“ zu einer offensiven, antirassistischen Demonstration in München auf.
Am Samstag 21.September ist wiederum in Rosenheim einiges los: Um 14:00 Uhr startet die Critical Mass am Ludwigsplatz und anschließend mobilisiert die SDAJ zu einer antifaschistischen/antirassistischen Demo in Rosenheim.
Und auch in Oktober/November ist einiges geplant. Im Oktober gibt es z.B. einige Veranstaltungen zum Thema Antiziganismus und im November ist nicht nur das jährliche „good night – white pride“ Konzert. Was sonst noch alles passiert (ist), lest es hier!

P.S.: Wer noch keine Idee hat, wie der Sonntag zu verbringen ist, kann sich ja von Rémi Gaillard auf youtube inspirieren lassen: http://www.youtube.com/watch?v=pIrvpn3k9A4

Inhaltsverzeichnis

1. Termine im September
1.1. 01.09.: Verkaufsoffenen Sonntag zum Desaster machen!
1.2. 01.09.: „Camp Armadillo“ (Film zum Antikriegstag)
1.3. Mi, 04.09.13: Kommt die NPD nach Rosenheim?
1.4. 05-08.09: Antifaschistisches Jugendcamp
1.5. Mo, 09.09 „Pro Deutschland“ in München den Tag versau’n
1.6. 14.09: Schluss mit lustig! Antifa Demo in Muc
1.7. 21.09.: Critical Mass (14:00 Uhr Ludwigsplatz Rosenheim)
1.8. Sa, 21.09.13: Demo „KeinHinterland.“ in Rosenheim
2. Termine im Oktober
2.1. So, 06.10.13: „Newo Ziro – Neue Zeit“ (Film)
2.2. 20.10.13: Antiziganismus und Ausnahmezustand. Der “Zigeuner” in der Arbeitsgesellschaft (Vortrag von Roswitha Scholz )
3. Termine im November
3.1. Sa, 02.11.13: „good night – white pride“ Konzert
3.2. So, 03.11.: “Noise and Resistance” (Der politische Film)
3.3. So, 10.11.: König Kopp von Rosenheim. – Leben und Kampf eines (Berufs-)Revolutionärs
3.4. So, 17.11.: Offenes Plenum
4. Pro Queer
4.1. 1000 Kreuze Salzburg
4.2. Chiemsee Reggae Summer
5. Antifa
5.1. Proteste gegen Rechtspopulisten
5.2. Rassistischer Überfall in Rosenheim
5.3. Bad Reichenhall: Eine Stadt bettelt um antifaschistische Intervention.
5.4. “Inszeniertes Durchgreifen” gegen das “Freie Netz Süd”
6. Flüchtlingsprotest
6.1. Solidarität mit „Non-Citizens“-Protest (Kundgebung vor Rosenheimer CSU)
7. International
7.1. Aleviten gedenken der 35 Opfer von Sivas-Madımak
7.2. Demo in Rosenheim: Überall ist Taksim, überall ist Widerstand
8. Staat & Repression
8.1. Teilerfolg für Deniz K
9. Bibliothek_A
9.1. Spenden
9.2. Buch des Monats
10. Termine
10.1. Termine Ende August
10.2. Termine im September
10.3. Termine im Oktober
10.4. Termine im November

1. Termine im September

1.1. 01.09.: Verkaufsoffenen Sonntag zum Desaster machen!

Am Sonntag, 01.September, werden nicht nur Heerscharen an trachtentragenden Matschbirnen Rosenheim heimsuchen: Zugleich zum ersten Wies’n-Wochenende soll auch noch ein verkaufsoffener Sonntag stattfinden.
Mit derartigen Aktionstagen sollen schleichend die Ladenöffnungszeiten ausgeweitet werden: Um dem Einzelhandel noch mehr Wertschöpfung zu ermöglichen – selbstredend auf Kosten der Beschäftigten. Diese nämlich befinden sich aktuell nicht nur in einem heftigen Tarifkampf – der Druck auf sie wächst in den letzten Jahren enorm. Kündigungen wegen Bagatellen (bspw: Fall “Emely”) einerseits, eine Ausdünnung der Personaldecke und die damit verdichtete Arbeitszeit andererseits.
In vielen Geschäften kann eine Kassenkraft nicht einfach ihre Arbeit an der Kasse erledigen: Nebenbei sollen Regale befüllt, Leergutautomaten geleert oder Kundenwünsche bedient werden. Am besten gleich zweiteilen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Wer im Einzelhandel arbeitet ist zugleich von vielen sozialen Prozessen abgeschnitten: Samstagsarbeit heißt, auch am Freitag auf Party zu verzichten und wenn die meisten abendlichen Veranstaltungen oder Treffen beginnen, wird sowieso meistens noch an der Kasse getippt oder der Laden gekehrt.
Gute Gründe, den Verkaufsoffenen Sonntag am 01.September zum Desaster zu machen. Angemeldet ist dazu eine “Liegestuhl-Aktion” in der Innenstadt: Der Liegestuhl als unverkennbares Zeichen für die Ruhe, die jede_r am Sonntag genießen können sollte.
Denkbar sind aber noch viele weitere Maßnahmen: Direkte Aktionen auf der Ladenfläche, Verteilungen vor den Eingangstoren oder alles, was im Kaufhaus Spaß machen könnten – es gibt viel zu viele gute Möglichkeiten, den Konsumklima-Index schlagartig weit nach unten drücken, um sie hier alle aufzuzählen..
.. und mal ehrlich: bei den meisten Läden in Rosenheim schadet ein Hausverbot bestimmt auch nicht.
Links:
Infos im Labournet zum Handel allgemein (http://bit.ly/17lFbFa), zur aktuellen Tarifrunde (http://bit.ly/17lFhMX)
Infos bei VerDi zur aktuellen Tarifrunde http://bit.ly/17lGF1W
Infos der Freien Arbeiter_innen Union (FAU) zur aktuellen Tarifrunde http://bit.ly/17lGuDU
Beispiel: Soli-Aktion in Erfurt zum aktuellen Tarifkampf. http://bit.ly/17lGYK9
Beispiel: Blockupy-Aktionen zur Modebranche http://bit.ly/17lGSm2
Und so kann der Klassenkampf von im Handel aussehen: H&M holt Polizei bei Betriebsratswahl (Heilbronner Stimme) http://bit.ly/17lH30x

1.2. 01.09.: „Camp Armadillo“ (Film zum Antikriegstag)

Zum Antikriegs am Sonntag, 1.September, zeigt die infogruppe rosenheim „Camp Armadillo“ ab 19.00 Uhr im Z, dem Linken Zentrum in Selbstverwaltung. Die preisgekrönte Dokumentation zeigt ungeschönt das Wirken dänischer Soldaten im Rahmen der ISAF Mission in Afghanistan.

Patroulliengänge, Drohneneinsätze, die Stürmung von Dörfern auf der einen Seite, Pornographie, Krafttraining und First-Person-Shooter auf der anderen Seite – so stellt sich der Alltag der Soldaten am Stützpunkt Armadillo meist ab. Darunter mischen sich Verwundungen durch Sprengstofffallen. Schwer erträgliche Aufnahme von Talibankämpfern, deren Körper zunächst durch Handgranaten und anschließend mit Maschinengewehren zerfleischt wurden, bilden einen dramaturgischen Höhepunkt der Dokumentation. Zurück bleibt eine Bevölkerung zwischen den Fronten, deren Felder zertrampelt und Dörfer zerstört wurden.

Der Film schockt dabei sogar das Feuiletton der Frankfurt Allgemeinen Zeitung. So wertet Michael Hanfeld anlässlich der TV-Ausstrahlung bei arte: „Diese Kampftruppe ist nicht dazu da und nicht in der Lage, sich um den friedlichen Wiederaufbau des geschundenen Landes zu kümmern. Sie ist im Gefecht. Und das ist das Resultat eines politischen Auftrags, was Janus Metz [..] unverstellt zeigt.“

Die Veranstaltung in der Reihe „Der Politische Film“ beginnt um 19.00 Uhr im Z, dem Linken Zentrum in Selbstverwaltung (Innstraße 45a, Rosenheim). Bereits ab 18.30 Uhr gibt es veganes Essen gegen Spende.

1.3. Mi, 04.09.13: Kommt die NPD nach Rosenheim?

Es gibt Gerüchte, dass am kommenden Mittwoch die neonazistische NPD in Rosenheim eine Wahlkampfkundgebung abhalten will. Derzeit liegen uns noch keine zitierfähigen Fakten vor, wir bitten Euch jedoch (nicht nur) am Mi 04.09.13 um verstärkte antifaschistische Wachsamkeit. Sollten wir weitere Infos haben, werden wir diese auf unserer Homepage veröffentlichen, checkt also unsere Seite regelmäßig und falls die NPD wirklich kommt, handelt entschlossen – antifaschistisch.
Bereits am vergangenen Mittwoch, hat die NPD in Erding (10:00 Uhr), Mühldorf (13:00 Uhr) und Landshut (16:00 Uhr) Wahlkampfveranstaltungen durchgeführt. Gut möglich, dass der kommende Mittwoch nach einem ähnlichen Muster abläuft.

1.4. 05-08.09: Antifaschistisches Jugendcamp

Am Wochenende 05. bis zum 08. September 2013 findet in Landshut ein bayernweites antifaschistisches Jugendcamp mit vielen coolen Veranstaltungen statt.
Ziel des Camps ist es, dass Jugendliche der verschiedenen antifaschistischen Spektren sich besser kennenlernen, weitere Mitstreiter_innen für ein antifaschistisches Engagement gewonnen und Kontakte zwischen den antifaschistischen Kräften geknüpft werden.
Zur Teilnahme und Unterstützung sind alle Jugendgruppen und Einzelpersonen aus dem gewerkschaftlichen, linken, autonomen, parteipolitischem und bürgerlichen Spektrum, die antifaschistisch aktiv sind bzw. werden wollen, herzlich eingeladen. Wir wollen Erfahrungen austauschen, Wissen vermitteln, Grundsätze und Standpunkte diskutieren, sowie Ansätze gemeinsamer Aktivitäten erarbeiten.
Geplant sind weiterhin Berichte und Gespräche mit Zeitzeugen über Verfolgung und Widerstand, Podiumsdiskussionen, Informations- und Filmveranstaltungen, Referate und Workshops zu theoretischen und praktischen Fragen, über aktuelle Kampagnen und künftige Aktionen – aber auch Spaß, Kultur und ein Konzert.
Weitere Infos folgen auf: http://antifajugendcamp.blogsport.eu

1.5. Mo, 09.09 „Pro Deutschland“ in München den Tag versau’n

Die rechtspopulistische Partei „Pro Deutschland“ möchte am Mo 09.09. in einer ganztägigen Tour an verschiedenen Punkten in München Wahlkampfkundgebungen abhalten:

Von 09.30 bis 10.30 Uhr: Vor dem „Islamischen Zentrum“, Wallnerstr. 1-5 [von Pro-D als „Muslimbruderschaft“ bezeichnet]
Von 11.30 bis 13.00 Uhr: Vor der „Darul Quran“-Moschee, Ruppertstr. 5 [von Pro-D als „Salafisten“ bezeichnet]
Von 13.30 bis 15.00 Uhr: Vor dem „Kafe Marat“, Thalkirchner Str. 102
Von 15.30 bis 17.00 Uhr: Vor dem „Europäischen Patentamt“, Erhardtstr. 27
Von 17.30 bis 19.30 Uhr: Vor dem „Infoladen“, Breisacher Str. 12  [ 😉 ]
Es wird sicherlich Proteste geben, informiert Euch auf den üblich verdächtigen Seiten wie z.B http://aida-archiv.de, http://lava-muc.de/, oder http://antifa-nt.de/
.

1.6. 14.09: Schluss mit lustig! Antifa Demo in Muc

Wir dokumentieren den Aufruf der Lava [muc] – libertäre Antifa München:
Für die Mehrheitsgesellschaft ist Rassimus eine Randerscheinung und wird nur sogenannten „Rechtsextremist_innen“ zugeordnet. Doch neben dem völkischen Rassismus der neonazistischen Ideologie gibt es den oft ausgeblendeten Alltagsrassismus der Mitte. Er ist ein in allen gesellschaftlichen Schichten verankertes Menschenbild, welches auf der gezielten sozialen Ausgrenzung von Personengruppen aufgrund von Merkmalen wie Herkunft oder Hautfarbe basiert. So werden Schubladen konstruirt, in die ein Mensch passt oder eben nicht passt, je nachdem welchen rassistischen Stereotypen er entspricht.
Vom weit verbreiteten Alltagsrassimus profitieren vor allem rechte Gruppierungen, wie beispielsweise „Pro Deutschland“, „Die Freiheit“ oder die „Republikaner“. Sie geben sich als liberale und bürgernahe Alternative zu den großen Parteien aus.
Ihre populustischen Parolen bedienen bürgerlich-rassistische Ressentiments und stoßen dabei zunehmend auf Anerkennung der münchner Bürger_innen. Geschürt werden diese Vorurteile auch durch die boulevardeske Berichterstattung über die aktuelle Lage in den münchner Asylbewerberheimen und Pseudostatistiken über sogenannte „Ausländergewalt“. Dabei gibt sich die münchner Polizei größte Mühe bei jedem/jeder Tatverdächtigen im täglichen Polizeibericht zum Beispiel „südländisches Aussehen“ hervor zu heben. Diese rassistischen Formulierungen werden von den meisten münchner Medien 1:1 übernommen.
Hier in München sind zunehmend die Kleinparteien „Die Freiheit“ und „Pro Deutschland“ aktiv. „Die Freiheit“ hält seit nun mehr als einem Jahr rituell jede Woche stundenlange Kungebungen ab, in denen sie ihr antimuslimisches und patriotisches Weltbild propagieren. Dicht vernetzt ist „Die Freiheit“ mit dem rassistischen Internetportal „Politically Incorrect (PI)“, auf dem auch häufig Nazis aktiv sind. Dort werden regelmäßig Hasstiraden gegenüber Politiker_innen und Aktivist_innen veröffentlicht.

Trotz zahlreichen und zähen Gegenprotesten gegen diese Infostände ist „Die Freiheit“ weiterhin aktiv. Wir möchten das nun ein für alle mal beenden, denn irgendwann ist Schluss mit lustig! Wir rufen daher zu einer offensiven, antirassistischen Demonstration am 14. September 2013 in München auf.

Samstag, 14. September 2013 – 12 Uhr.
München, Oberanger beim Kurt-Eisner-Denkmal.
U-Bahn: Sendlinger Tor.

1.7. 21.09.: Critical Mass (14:00 Uhr Ludwigsplatz Rosenheim)

Die nächste Critical Mass in Rosenheim ist am Samstag, den 21.September 2013 (vor dem Aktionstag Autofreier Tag) . Start ist um 14:00 Uhr am Ludwigsplatz.
Was ist Critical Mass?
Critical Mass, eine Idee von bestechender Einfachheit: Fahrradfahrer fahren unter Einhaltung aller Verkehrsregeln gemeinsam durch die Stadt, zeigen Präsenz und erinnern daran, dass die StVO viel muskelkraftfreundlicher ist, als die meisten motorisierten Verkehrsteilnehmer glauben.
Den Verkehr blockieren? Ich doch nicht!
Es ist nicht das Ziel von Critical Mass, den Verkehr zu blockieren. Der motorisierte Verkehr verstopft die Straßen tagtäglich in unserer Stadt, ohne dass jeder einzelne Autofahrer das plant oder sich dafür verantwortlich fühlt. Critical Mass ist nichts anderes als eine Handvoll Leute, die sich unmotorisiert für eine Weile ebenfalls in den Verkehr mischen. Mehr geschieht gar nicht!
Wer ist Critical Mass?
Alle, die mitmachen, sind die Masse. Je mehr mitmachen, desto früher ist die kritische Masse erreicht, um die Städte von der erdrückenden Last der Blechlawinen zu befreien.
Wer organisiert Critical Mass?
Niemand organisiert Critical Mass. Critical Mass organisiert sich von selbst; das heißt, je mehr Leute Du informierst, desto größer ist die Chance, das immer mehr mitmachen werden.
Weil es keine Veranstalter oder Leiter gibt, können auch keine Vereinbarungen mit der Polizei getroffen werden. Die Teilnehmer an einem Critical Mass Ride brauchen keine Genehmigung, ganz legal am Verkehr teilzunehmen. Noch nie wurde ein Autofahrer aufgefordert, er und seine „Kumpanen“ sollten nur eine Spur benutzen und ihre Route vorher der Polizei mitteilen und bei Zuwiderhandlung würde dann der gesamte Feierabendverkehr verhaftet.
Wo geht’s lang?
Wer weiß schon, wo zufällig alle langfahren wollen? Wichtig ist nur, dass alle beisammen bleiben. Tritt für Tritt ins Paradies! … Biergarten?
Verkehrsregeln?
Die Verkehrsregeln werden selbstverständlich alle sämtlich eingehalten – wie immer! Mit mehr als 15 Radfahrern dürfen wir einen geschlossenen Verband bilden und dann nach StVO auch zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren. Der Verband ist von der Radwegebenutzungspflicht ausgenommen. Die Masse fährt langsam und bleibt so nah wie möglich beieinander, damit die Masse auch eine Masse bleibt. Solange die Masse kompakt ist, kann sie nicht durch drängelnde Autofahrer auseinander gedrängt werden.
Wir halten uns korrekterweise an Fahrrad-Ampeln. Chris Huebsch bekam im Juni 2007 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtendwicklung seine Frage beantwortet, ob die besonderen Lichtzeichen für Radfahrer auch dann zu beachten sind, wenn mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn gefahren wird:
Sollen Lichtzeichen nur für Radfahrer gelten, so wird das durch das Sinnbild eines Fahrrades angezeigt (§ 37 Abs. 2 Nr. 5 Satz 1 Straßenverkehrs-Ordnung – StVO). Auch nach der die StVO begleitenden Verwaltungsvorschrift zu § 37 Abs. 2 Nr. 5 sollten Lichtzeichen für Radfahrer in der Regel das Sinnbild eines Fahrrades zeigen (Randnummer 43). Daraus folgt, dass die besonderen Lichtzeichen für Radfahrer nicht einem mit Verkehrszeichen gekennzeichneten Sonderweg für Radfahrer, sondern der Fahrzeugart Fahrrad zugeordnet sind. Die besonderen Lichtzeichen für Radfahrer sind demnach für alle im Kreuzungsbereich befindlichen Radfahrer maßgeblich, auch wenn sie die Fahrbahn benutzen. Dies ergibt sich aus dem Zweck der Regelung. Durch die Einrichtung besonderer Ampeln mit verschiedenen Phasen soll sichergestellt werden, dass Fußgänger und Radfahrer als langsamere und vergleichsweise ungeschützte Verkehrsteilnehmer eine Kreuzung getrennt vom übrigen Kraftverkehr überqueren können. Es soll auf diese Weise verhindert werden, dass sie abbiegende Fahrzeuge behindern oder ihrerseits durch solchen Verkehr gefährdet werden. Und die Füße werden nur dann von den Pedalen genommen, wenn der Straßenzustand dies erfordert (§ 23 Abs. 3 Satz 3 StVO). An roten Ampeln halten wir uns aneinander fest, um nicht umzufallen.
Mobimatererial (Flyer und Plakate) gibt es u.a. auf unserer Internetseite:
http://infogruppe.rosenheim.tk/2013/05/critical-mass-12/

1.8. Sa, 21.09.13: Demo „KeinHinterland.“ in Rosenheim

Die SDAJ Rosenheim und weitere Gruppen rufen für Samstag, 21.September, zu einer antifaschistischen und antirassistischen Demonstration auf. Der Aufruf findet sich auf der Kampagnenhomepage und entspricht in dieser Form nicht der Auffassung der infogruppe. Wohl aber unterstützen wir die Durchführung der Demonstration und möchten deshalb auch zur Beteiligung im Anschluss an die Critical Mass ermutigen.
Auf die Straße gegen den rassistischen Normalzustand!

Treten wir gemeinsam den Beweis an, dass es kein ruhiges Hinterland für Nazis und sonstige Rassist_innen gibt, dass es keinen noch so abgelegenen Ort gibt an dem sie ungestört agieren können!
Wir gehen davon aus, dassdie Hinterlanddemo (Auftakt 14:30 Uhr Bahnhof, weitere Infos: http://keinhinterland.wordpress.com/) sich nicht vor 15:00 Uhr in Bewegung setzen wird, so dass es durchaus möglich sein sollte, sich an beiden Aktionen zu beteiligen.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

2. Termine im Oktober

2.1. So, 06.10.13: „Newo Ziro – Neue Zeit“ (Film)

Am So 06.10.2013 zeigen wir (die infogruppe rosenheim) in unserer Filmreihe „der politische Film“ (jeden ersten Sonntag im Monat) den Dokumentarfilm „Newo Ziro – Neue Zeit Film“:
Mit Bawo Reinhardt, Sascha Reinhardt, Lulo Reinhardt, Sibel Mercan
Vier beeindruckende Menschen, Sinti in Deutschland. Kein leichtes Leben. Aber Bawo Reinhardt will, dass sie selbstbewusst für ihre Bildung und ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen. Seine Enkelin Sibel macht bald ihr Abitur und hat drei schwarze Gürtel in Kung Fu. Ihr Vorbild ist ihr Onkel Lulo Reinhardt, der jahrelang gekämpft hat, um heute als anerkannter Musiker zu leben. Sascha Reinhardt, der mit seinem Festival die Musik der Sinti und Roma auf die Bühne bringt, bleibt skeptisch, ob das mit der Integration klappt. Zu viele Benachteiligungen nach wie vor. Und diese Integration, was soll sie bedeuten – dass sie ihre Traditionen  und Identität aufgeben und so leben wie alle? Wie können sie ihre Kultur und Sprache in unserer Gesellschaft behaupten, die immer gesichtsloser wird? Sich abschotten oder sich öffnen – mit der Gefahr, das Eigene zu verlieren? Noch ist die Gemeinschaft stark in ihrer Kultur, doch wie sieht der Weg des Einzelnen aus? Das zwischen verschiedenen Kulturen wandernde Mädchen Sibel bringt ihr Lebensgefühl auf den Punkt: „Vom Sindh bis an den Rhein war es ein langer Weg. Heute ist unsere Heimat hier. NEWO ZIRO heißt NEUE ZEIT. Wie wird unsere Zukunft aussehen?“
Und in allem die Musik selbst – „Musik ist unsere Sprache“. Sinti-Musik, Gypsy-Swing, das Erbe von Django Reinhardt im neuen eigenen, unverwechselbaren Stil. „Musik ist Freiheit“, beschreibt es einer der Musiker.
Die Filmvorführung beginnt um 19.00 Uhr im Linken Zentrum in Selbstverwaltung, Z, in der Innstraße 45a. Das Z hat ab 18:00 Uhr als Infoladen geöffnet und ab 18.30 Uhr gibt es ein von der EX-Zora organisiertes veganes Essen im Rahmen der VoKü. Weitere Infos zum Film gibt es hier: http://www.newoziro.wfilm.de/Newo_Ziro/Film.html

2.2. 20.10.13: Antiziganismus und Ausnahmezustand. Der “Zigeuner” in der Arbeitsgesellschaft (Vortrag von Roswitha Scholz )

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes Phänomen. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als “Zigeuner” diskriminiert und oft verfolgt. In dem Vortrag werden antiziganistische Tendenzen im Zusammenhang mit neuzeitlichen Disziplinierungs-Prozessen und der Herausbildung der Arbeitsgesellschaft sowie deren Bedeutung heute, wenn abstrakte Arbeit obsolet wird und u.a. Hartz IV -Zwangsmaßnahmen und Billiglohn drohen, analysiert. Dabei werden auch Differenzen und Parallelen zwischen Antiziganismus und Antisemitismus aufgezeigt.
Der Vortrag wird von der infogruppe rosenheim in Kooperation dem Kurt Eisner Verein organisiert. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Z (Innstr. 45a, Rosenheim). Der Eintritt ist frei.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

3. Termine im November

3.1. Sa, 02.11.13: „good night – white pride“ Konzert

Am Samstag, den 02. November findet in der Rosenheimer Vetternwirtschaft unter dem Motto „good night – white pride” ein antifaschistisches Hardcorekonzert statt. Hardcore – das ist eine Musikrichtung zwischen Punk und Metal. „good night white pride” ist eine Kampagne von Mitgliedern der Hardcoreszene, die sich gegen Rassismus und Faschismus wendet. In diesem Jahr treten NIHIL BAXTER (Heidenheim), BUG (Innsbruck), KASCHORROS WICIADOS (Tirol) und FUCKUSHIMA (Rosenheim) auf.
Die Initiative „Good Night – White Pride“ gründete sich Ende der 1990er Jahre in der deutschen Hardcore-Punk-Szene, als dort rechte Tendenzen zunahmen. Ziel war es, Faschismus und Rassismus „keinen Millimeter Platz einzuräumen“. In Rosenheim veranstaltete die infogruppe seit 2002 jährlich ein Konzert unter diesem Motto. Inzwischen ist das Rosenheimer „good night – white pride“ Konzert eine feste Institution in der oberbayerischen Alternativkultur geworden. In diesem Jahr beteiligen sich vier antifaschistische Bands.
Headliner des diesjährigen Konzertes ist die vielleicht schnellste deutsche Trashcore-Band: NIHIL BAXTER. Die Heidenheimer, welche ihren Musikstil selbst “Speedcore“ nennen, werden von der Fachpresse als die „Kings of Thrashcore“ (Plastic Bomb) bezeichnet und genießen spätestens seit der 2010 veröffentlichten Split-7 mit Alarmstufe Gerd (Spastic Fantastic Records, 2010) überregionalen Kultstatus. Das Musikfachmagazin „ox“ beschreibt die textlich wie musikalisch kompromisslose Band treffend als: „Thrashcore, wie er schneller und rotziger nicht sein könnte“.
Ein weiteres Highlight des Abends wird sicherlich der Auftritt von Bug. Die Innsbrucker Noisecoreveteranen touren bereits seit über 15 Jahren durch Europas Subkulturbühnen. Mit ihrem neuen Album Atropos (Rock Is Hell Records,‎ 2013) im Gepäck wollen die vier Jungs erneut die Vettern rocken. Die Band war bereits 2010 auf dem Rosenheimer “good night – white pride” Konzert zu Gast und begeisterte damals mit ihrem “Zeni Geva-meets-Melvins-Brachialnoise-Kriechcore” (Spex) restlos alle Besucher_innen.
Die Vettern zum Kochen bringen dürfte bereits KASCHORROS WICIADOS. Die erst 2011 gegründete Band mit portugiesischem Gesang gilt als eine der energiegeladenen Livebands. Musikalisch trifft hier thrashiger D-Beat/Discrust auf brasilianischen Punk.
Eröffnet wird der Konzertabend von der Rosenheimer Band FUCKUSHIMA. Die lokale Nachwuchshoffnung in Sachen Hardcore-Punk gilt in Szenekreisen als absoluten Geheimtipp.
Das Konzert am Samstag 02.11.12, wird von der infogruppe rosenheim in Zusammenarbeit mit der Petra Kelly Stiftung organisiert. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 20:00 Uhr (Einlass 19:30 Uhr), da in der Vetternwirtschaft die Konzerte bereits um 24:00 Uhr beendet sein müssen. Weitere und aktuelle Infos gibt es auf der Homepage zum Konzert: http://www.goodnight-whitepride.de.tf/

3.2. So, 03.11.: “Noise and Resistance” (Der politische Film)

Im Rahmen der Filmreihe „der politische Film“(jeden ersten Sonntag im Monat) zeigt die infogruppe rosenheim am So, 03. November 2013 den Dokumentarfilm “Noise and Resistance”. Dieser gibt Einblick in eine internationale Szene, die sich dem Kommerz und Konsum des modernen Lebens widersetzt. Hausbesetzer, Gewerkschaftskämpfer und Aktivisten in ganz Europa, die sich nicht nur über die Punk-Musik definieren, aber ihrer Lebenseinstellung dadurch Ausdruck verleihen.
Es geht auch anders. Kommerz, Kapital und Konsum sind keine unumstößliche Notwendigkeit unserer Gegenwart. Dass man mit dieser Meinung nicht allein sein muss, zeigen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag in ihrem wütenden und mitreißenden Dokumentarfilm “Noise and Resistance”. Was manchen nur als Lärm und Störung gilt, machen sie als vitale Artikulation des Widerstands deutlich : Punk ist hier weder Modeerscheinung noch verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern der lebendige Ausdruck eines Lebensgefühls. Die beiden Regisseurinnen begeben sich mitten hinein in eine höchstlebendige und pulsierende, eine aufbegehrende und selbstbewusste Szene. Ob Hausbesetzer aus Barcelona, Antifaschisten in Moskau, niederländische Gewerkschaftskämpfer, die Aktivisten des englischen CRASS – Kollektivs, queere Wagenplatzbewohner aus Berlin oder Punkgirl-Bands in Schweden – immer ist die Musik eine kollektive Selbstbehauptung, ein vertontes Nein, dessen Losung “Do it yourself!” zur lautstarken Internationale des 21. Jahrhundert geworden ist. “Noise and Resistance” ist eine inspirierende Reise durch Europas Utopia der Gegenwart, an subkulturelle Sehnsuchtsorte, wo aus Unabhängigkeit Gemeinschaft entsteht – und der beste Punk-Sound, den man seit Jahren gehört hat.
Die Filmvorführung beginnt um 19.00 Uhr im Linken Zentrum in Selbstverwaltung, Z, in der Innstraße 45a. Das Z hat ab 18:00 Uhr als Infoladen geöffnet und ab 18.30 Uhr gibt es veganes Essem im Rahmen der SoKü. Weitere Infos zum Film gibt es unter: http://www.noise-resistance.de/

3.3. So, 10.11.: König Kopp von Rosenheim. – Leben und Kampf eines (Berufs-)Revolutionärs

Vor 95 Jahren wurde in Bayern die Monachie gestürzt. Am 7. November 1918 ziehen Friedensdemonstranten durch München und fordern den Umsturz. Die Soldaten aus den Kasernen schließen sich ihnen an und in der Nacht ruft Kurt Eisner den Freistaat Bayern aus. Auch in Rosenheim wurde am 8. November 1918 nach dem Münchner Vorbild ein Volksund Soldatenrat gebildet. Auf der Loretowiese wurde eine Volksversammlung abgehalten, anschließend trugen Abordnungen im Rathaus, im Amtsgericht und in der Bahnhofs- und Garnisonskommandantur ihre Forderungen vor, die überall ohne Widerstand angenommen wurden. (vgl. http://www.stadtarchiv.de/index.php?id=359) Zum Vorsitzenden des Soldatenrates wurde Guido Kopp gewählt.(vgl. http://www.stadtarchiv.de/index.php?id=476)
Am So,10.11.2013 referiert der Salzburger Historiker Gernod Fuchs um 19:00 Uhr im Rosenheimer Z (Innstr 45a,www.z-rosenheim.net) über diese zeitgeschichtlich sehr interessante Person. Wir zitieren aus dem Abstract zu dem Vortrag:
Guido Kopp stammte aus der Gegend von Passau, wurde im I.Weltkrieg bayerischer Soldat, dann Revolutionär, vielleicht sogar Berufsrevolutionär, gründete in Rosenheim die kommunistische Partei. Er kam für Jahre ins Gefängnis, verließ Bayern und ging nach Österreich. Kämpfte dort im im Februar 1934 im Bürgerkrieg, wurde ausgewiesen, ging in die Tschechoslowakei und wurde auch von dort ausgewiesen.
Er nahm am spanischen Bürgerkrieg teil und kam wieder in die für ihn verbotene Wahlheimat Österreich zurück. In Salzburg wurde er festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Von München aus wurde er in das KZ-Dachau eingeliefert. Dann folgten Jahre in Buchenwald. Dort trifft er in seiner Zelle den ehemaligen Sicherheitsdirektor Salzburgs, den Mann, der ihn an die deutschen Behörden ausgeliefert hatte. Dieser wurde von einem ehemals illegalen SS-Mann aus Salzburg besonders drangsaliert und zerbricht. Der alte Mann wird im Rahmen des “Euthanasie-Projektes” in Pirna bei Dresden umgebracht.
Kopp strandete 1945 in Salzburg, seiner Schicksalsstadt, von wo er 1937 in die Hölle geschickt worden war. Er schrieb seine Lagererlebnisse nieder, und veröffentlichte diese in seinem kleinen Buchverlag, heiratete nochmals, beschäftigte sich weiter mit revolutionärer Politik und stirbt 1971.
War dies nicht ein Leben, voll von Hoffnungen und Idealismus, von Enttäuschungen und Tiefschlägen, von Verzweiflung und Wut gegen die Menschen, die seine Ideale nicht verstehen wollten oder nicht verstehen konnten, die ihn verachteten und einkerkerten?
Und zuletzt steht in der Zeitung:
Guido Kopp, Rentner, gestorben am 5. Dezember 1971 in Salzburg.
Das kann doch nicht alles gewesen sein?
Ein Revolutionär löst beim Leser meist spontan Zustimmung oder Ablehnung aus. Es ist dem Publikum überlassen, den Menschen Kopp zu erkennen, sein Leben zu bewerten steht mir nicht zu. Ich kannte ihn nicht persönlich. Er war für mich zuerst nur ein Name auf Papier. Mit näherer Beschäftigung entstand die Rekonstruktion eines faszinierenden Menschenlebens in einer verrückt gewordenen Zeit.
Aber ich finde, dass man es jedem Leben, besonders aber einem solchen Leben, schuldig ist, nicht vergessen zu werden.
Das war der Zweck dieser Arbeit.
Gernod Fuchs

Der Referent, Gernod Fuchs, ist Historiker aus Salzburg. Schwerpunkt seiner Forschung ist das Polizeiwesen, insbesonders die Polizeien im NS-Österreich. Zu Guido Kopp hat er bereits 1997 den Aufsatz “Ich aber habe leben müssen … – Guido Kopp – Zur Biographie eines (Berufs-)Revolutionärs“ in der Zeitschtift „Salzburg Archiv“ ( Nr.23, S. 191-206) publiziert.
In Rosenheim referiert er auf Einladung der infogruppe rosenheim. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Das Z ist ab 18 Uhr geöffnet, ab 18:30 Uhr organisiert die „Rote Zora Rosenheim“ eine VoKü (veganes Essen gegen Spende).

3.4. So, 17.11.: Offenes Plenum

Komm zu den Autonomen! Offenes Plenum der infogruppe Du hast Interesse an autonomer und linksradikaler Politik? Dann überlege dir doch, ob du dich nicht in der infogruppe rosenheim organisieren möchtest. Am Sonntag den 17.11.13 findet um 16:00 Uhr im Z (Innstr 45a) ein offenes Plenum statt, zu dem Interessierte eingeladen sind.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

4. Pro Queer

4.1. 1000 Kreuze Salzburg

Am 25. 7. 2013 demonstrierten ca. 120 Aktivist_innen für das Frauenrecht auf Schwangerschaftsabbruch und Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Am selben Tag fand ein sogenannter „1000-Kreuze-Marsch für das Leben“, organisiert von ultrareligiösen AbtreibungsgegnerInnen, statt, den die Bullen mittels stundenlangem Einkesseln und Festnahmen von 37 Pro-Choice-Aktivist_innen durchsetzen zu müssen meinten.
Bericht bei indymedia: http://bit.ly/17lJe4m

4.2. Chiemsee Reggae Summer

Neues Jahr – Gleiche Scheisze. Vermutlich wissen die meisten Leser_innen jetzt schon grob bescheid. Ein aktuelles Flugblatt und dessen Verteilung haben Aktivist_innen sich und dem Chiemsee Reggae Summer allerdings nicht erspart. Wir dokumentieren den Inhalt:

Nicht schon wieder!!!
Das Chiemsee Reggae Summer als homophober, trans*phober uns sexistischer Sumpf
Trigger- & Contentwarning: Homophobie, Trans*phobie, Sexismus, R*pe Culture
Die Veranstalter_innen 1 des Chiemsee Reggae Summer können es einfach nicht lassen: Immer wieder engagieren sie problematische Acts, die Homophobie2, Trans*phobie3 und Sexismus4 propagieren.
Somit wird der Trend der letzten Jahre fortgesetzt. Die Liste der engagierten Acts liest sich wie das „who is who“ der homophoben Dancehall bzw. Reggae-Szene: Beenie Man, TOK, Sizzla, Buju Banton. Dieses Jahr sollte Elephant diese erweitern, doch er entschied sich dafür „mit einem vermutlich sechsstelligen Vorkassenbetrag von mehreren anstehenden bestätigten Veranstaltungen Europa von Brüssel aus Richtung Jamaika fluchtartig [zu] verlassen.“5 Für ihn springen T.O.K. ein.
T.O.K. wurden bereits 2009 und 2012 für das CRS engagiert. Sie haben u.a. mit dem Song „Chi Chi Man“, in dem dazu aufgerufen wird, Menschen die im Auto eines Schwulen sitzen zu verbrennen,6 dazu beigetragen, Hass gegen Homosexuelle in den jamaikanischen Wahlkampf von 2001 zu verstärken/integrieren. Angeblich sind solche Inhalte inzwischen nicht mehr Teil ihrer Ideologie. Trotzdem kann Hoffnung auf eine glaubwürdige Sinneswandlung bei den Veranstalter_innen nur dann wirklich aufkommen, wenn sie sich komplett von Acts und Menschen distanzieren, die in irgend einer Weise Homophobie, Trans*phobie oder Sexismus propagiert (hat).
Das perfektes Beispiel für die ganze Scheiße, die auf den Bühnen des CRS ermöglicht werden, ist die Fortführung einer weitere Tradition, dem Engagement von deutschsprachigen Mainstreamacts mit problematischen Lyrics. Nach KIZ kann dieses Jahr Cro seine fast konsequent patriarchalen7 Texte loszuwerden. Frauen* werden in diesen zu Objekten reduziert. Am Krassesten findet sich das in „Easy“8 wo er sogar soweit geht, zum Mord(!!!) an Frauen* aufzurufen. Somit verwundert es nicht, dass auch strark homophobe und trans*phobe Aussagen Bestandteil seiner Lyrics9 sind. Das Engagement solcher Personen beeinflusst natürlichen den Charakter des Festivals. Als wäre dieser nicht ohnehin schon durch den überall herrschenden Sexismus und der daraus resultierenden sexualisierten Gewalt geprägt. Denn wer handelt den nicht gerne so, wie es von Vorbildern vorgeschlagen/vorgelebt wird, v.a. wenn es gesellschaftlich auch noch akzeptiert ist? Somit werden Fälle von sexueller Belästigung, unerwünschten Berührungen und Annäherungsversuchen oder demütigenden, obszänen Sprüchen noch leichter möglich und die Auftrittswahrscheinlichkeit erhöht. Beziehungsweise kann das so stark desensibilisiert, dass solche Übergriffe erst recht als legitimer Normalzustand angesehen werden. Hier müssen radikale Veränderung her! Ein erster Schritt könnte das Auftreten von QueerAmnesty München auf dem CRS sein. Allerdings könnte die Intention der Veranstalter_innen dahinter auch nur das Schaffen eines Feigenblatts für vorhandene und kommende Anschuldigungen sein. Aber selbst wenn nicht, reicht das noch lange nicht! Es muss ein Raum für Betroffene von sexualisierter Gewalt installiert werden, in den diese sich zurückziehen können und der ihnen Schutz, Ruhe, Beistand und Beratung bietet. Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass Frauen* dieses in Anspruch nehmen müssen, ist außerdem ein Konzept zur Prävention einer solchen Atmosphäre und der Information zu diesem Thema unerlässlich. Einer der ersten Schritte muss es somit sein, keine Acts mit beschissenen Lyrics mehr einzuladen!
Alle oben genannten Punkte sind im Prinzip nichts neues, seit Jahren wird auf diese Problematik aufmerksam gemacht und diese bzw. ähnliche Forderungen gestellt. Dieses Jahr wurde die langjährige Geschäftspartnerin der CRP-Konzertagentur, die Firma Beck’s dazu aufgefordert die Geschäftsbeziehungen so lange ruhen zu lassen, bis der derzeitige Zustand bereinigt wird. Beck’s antwortete mit einem völlig nichtssagenden Schreiben, dass zeigte, wie scheißegal es der Firma ist, was genau auf diesem Festival passiert. Sie wurden über oben genanntes informiert, haben sich in dem (Serien)Brief dagegen ausgesprochen und unternahmen, unter fadenscheinigen Vorbehalten, trotzdem nichts.
Nich nur Firmen, auch Bands wie die Toten Hosen oder die Ärzte drücken sich vor einer Reaktion, auf unsere Aufforderung, die Geschäftsbeziehung mit der A.M.O.K.-Konzertagentur (einer von zwei Firmen hinter der CRP) bzw. mit der CRP-Konzertagentur zu beenden bzw. ruhen zu lassen, beide reagierten nicht. Dass Boykott durchaus möglich ist, zeigte Frittenbude. 10 Dieser widerliche Normalzustand und das konsequente Wegschauen ist untragbar! Deswegen gehen/gingen wir dieses Jahr wieder, hoffentlich das letzte Mal, gegen diesen sexistischen, trans*phoben und homophoben Sumpf vor!
Smash Homophia! Fight Sexism! Destroy Trans*phobia!
Autonome Gruppen

* Das „*“ wird dazu benutzt, darauf hinzuweisen, dass wir eine heteronormative Geschlechterteilung als Konstrukt ansehen. Allerdings benutzen wir die Kategorien Männer* und Frauen* als politische Kategorien, weil die Unterdrückung in und durch die heteronomative Geschlechterdichotomisierung passiert.

1 Veranstalterin ist die CPR-Konzertagentur, welche wiederum aus der A.M.O.K. Konzertagentur aus Trostberg und der FKP Scorpio aus Hamburg besteht
2 Homophobie meint Ausgrenzung, Beleidigung, Hass, Angriffe aller Art denen Homosexuelle ausgesetzt sind.
3 Trans*phobie meint Ausgrenzung, Beleidigung, Hass, Angriffe aller Art denen Trans*Personen ausgesetzt sind.
4 Sexismus; „Vorstellung, nach der eines der beiden Geschlechter dem anderen von Natur aus überlegen sei, und die [daher für gerechtfertigt gehaltene] Diskriminierung, Unterdrückung, Zurücksetzung, Benachteiligung von Menschen, besonders der Frauen, aufgrund ihres Geschlechts“
Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Sexismus
5 Zitiert aus der offiziellen Stellungnahme des CRS „Elephant Man fällt aus, T.O.K. Ist Ersatz“ unter http://www.chiemsee-reggae.de/. Grammatikfehler aus dem Original.
6 Auszug: „If they hanging in a gay man’s car blaze the fire, let’s burn them! Burn them!“
7 Patriachat ist die herrschende hetereosexistische gesellschaftliche Ordnung, in der Männer* prinzipiell privilegiert sind.
8 Auszüge; „Ich chill im Bett mit ner Chic die sieht aus wie die Sis von Beyoncé, doch eigentlich geb ich nen Fick auf Frauen“ oder „Und wenn sie heiraten will und nach drei Tagen chilln schon dein ganzes Haus und deinen Leihwagen will – erschieß sie“
9 Song; Dreh auf; Auszug: „Die meisten deutschen Rapper fühlen sich einfach zu cool, aber hinter der Fassade sind die meisten nur schwul“. Song: Kein Entkommen; Auszug: „Wenn ich so Tunten wie dich seh, dann wird es ungemütlich“
10 http://frittenbude.blogsport.de/2011/05/03/chiemseereggaesummer-2011
Zurück zum Inhaltsverzeichnis

5. Antifa

5.1. Proteste gegen Rechtspopulisten

Rund 50 Gegendemonstrant_innen protestierten am Freitag (23.08.2013) am Rosenheimer Bahnhof und am Ludwigsplatz gegen die Hetzte die ultra muslimfeindliche, rechtspopulistische Kleinstpartei “Die Freiheit”. Die rassistische Partei um den islamfeindlichen ehemalige CSU-Politiker Michael Stürzenberger (er forderte in Internet u.a. dass Muslime, die ihrem Glauben nicht abschwörten, zur Ausreise gezwungen werden müssten) war mit 8 Personen (verteilt auf Bahnhof und Ludwigsplatz) angereist. Unter den Rechtspopulisten befand sich mit Personen wie Christa Schwaller, Maria Frank (http://www.sueddeutsche.de/muenchen/islamkritikerin-vor-gericht-hetze-ohne-reue-1.1593229), Martin Weidhaas und den erst kürzlich verurteilen Christian Holz (http://aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3986%3A31-juli-2013&catid=240%3A2013-07&Itemid=1401). Überraschenderweise nicht Vorort war Vladimir M von „Escalation Records“ welcher auch Videos aus Rosenheim veröffentlicht. Der Stürzenbergunterstützer macht als Rapper “Mecki”, Musik mit homophoben, sexistischen und gewalttätigen Texten. In seinem Song: “Stress mit Grund” heißt es beispielsweise “Jag dich selber in die Luft, am besten mit dem Idriz – dann kann ich mit deinen Körperteilen, spielen wie Tetris”. Im Lied “Schlampe” rappt Stürzenberger-Unterstützer “Mecki”: “Komm mir nicht mit Frauenrecht, ich bin hier das Alphamännchen und du nur Frau und Knecht […] eine Frau wie du ist kein Mensch sondern nur Lustobjekt, wenn der Mann Bedürfnis hat, seinen Schwanz in dich reinsteckt”(Quelle: http://bit.ly/1dQKNIu). Die islamfeindlichen Rechtspopulisten, arbeiteten in der Vergangenheit auch mit offenen Neonazis zusammen. So wurde zum Beispiel am 1. August 2013 Florian G. (aktiv für die neonazistische Münchner “Bürgerinitiative Ausländerstopp”) bei einer DF Kundgebung als Ordner eingesetzt (Quelle: http://bit.ly/1dQL9ie).
Falls ihr als Gegendemonstrant_innen von Anzeigen oder Repressalien betroffen seit holt Euch Rechtshilfe bei der Roten Hilfe (jeden Mittwoch von 18-19 Uhr, Tel 089-448 96 38) und informiert am besten auch uns.

5.2. Rassistischer Überfall in Rosenheim

Das aida Archiv berichtet in seiner „Chronologie Rechte Aktivitäten“ unter dem Datum 25. August 2013 folgendes:
„Rosenheim. Gegen 23.15 Uhr verfolgen zwei Männer und eine Frau einen 27-jährigen Fußgänger auf dem Weg zum Bahnhof in der Aventinstraße. In der Luitpoldstraße schließt das Trio zu ihm auf. Er wird von allen drei Personen sofort körperlich attackiert und rassistisch beleidigt. Die verbalen Attacken beziehen sich dabei auf seine Hautfarbe. Schließlich rauben die drei Täter_innen den Angegriffenen auch aus: den Inhalt seiner Umhängetasche verstreuen sie auf der Straße. Sein Bargeld, rund 70 Euro, nehmen sie an sich.
Als sich ein Pkw nähert, flüchten die drei Angreifer_innenzu Fuß in unbekannte Richtung. Der 27-Jährige erleidet durch den Überfall leichte Prellungen und Hautabschürfungen. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd veröffentlicht am 28. August 2013 in einer Pressemeldung zur Tat eine Beschreibung der rassistischen Angreifer_innen, die alle bayerischen Dialekt sprechen:
1. Frau, ca. 25 Jahre alt, 1,60 m groß, korpulente Statur, schulterlange, hellblonde, zum Pferdeschwanz gebundene Haare, trug zur Tatzeit einen weißen Kapuzenpulli.
2. Mann, ca. 20 Jahre alt, ca. 1,75 m groß, schlanke Statur, schwarze kurze gegelte Haare, trug zur Tatzeit eine dunkle Trainingsjacke mit Kapuze, schwarze Jeans und dunkle Schuhe.
3. Mann, ca. 30 Jahre alt, ca. 1,80 m groß, schlanke Statur, mehrere Tage unrasiert, Oberlippenbart, dunkle, nackenlange Haare, trug zur Tatzeit eine helle Jeans mit heller Jeansjacke und schwarzes T-Shirt.“
Quelle: aida http://bit.ly/17lLlVN

5.3. Bad Reichenhall: Eine Stadt bettelt um antifaschistische Intervention.

Trotz der Aufforderung des RABATZ-Bündnis (http://rabatz.tk/) wurden weder die beiden „Charlemagne-Gedenken“, noch das Kreta-Gedenken verhindert oder anderweitig kritisch begleitet. In nur einem Monat wurde drei rechten, nationalistischen und geschichtsrevisionistischen Veranstaltungen in Bad Reichenhall Raum gegeben.
So konnte am 4.Mai 2013 das alljährliche SS-Gedenken um den ehemaligen NPD-Funktionär Uwe Brunke am Kugelbach-Parkplatz ungestört stattfinden. Durch Kommunikationsprobleme und das Fernbleiben des Freien Netz Süd waren dieses Jahr deutlich weniger Personen anwesend als in den letzten Jahren. Was den (neo)nazistischen Charakter dieser Veranstaltung allerdings nicht abschwächte.
Beim vom Freien Netz Süd veranstalteten neonazistischen Gedenken am Abend des Tags der Befreiung (08.Mai 2013) versäumte es die Bad Reichenhaller Bevölkerung ebenfalls ein antifaschistisches Zeichen zu setzen und dagegen vorzugehen. So konnte u.a. der Rechtsterrorist Karl-Heinz Statzberger mit den FNS-Aktivisten Roy Asmuß (Teising), Benjamin Hager (Waging am See) und Florian Gottschling (Waging am See) die geschichtsrevisionistische Veranstaltung abhalten.
Durch das Versagen der örtlichen Zivilbevölkerung die Entfernung des SS-Denkmals am Bad Reichenhaller Friedhof St. Zeno zu erwirken, ergab sich für die (Neo)Nazis am 04. und am 08.Mai 2013 die Möglichkeit auch dort eine Kranzniederlegung zu zelebrieren.
Die Distanzierung der Stadt Bad Reichenhall vom Kameradenkreis der Gebirgstruppe e.V. ist offensichtlich nicht vollzogen. Der Oberbürgermeister Herbert Lackner, der 2. Bürgermeister Manfred Adldinger und vier Stadträte nahmen an dem diesjährigen Kreta-Gedenken, am 22.Mai 2013, teil. Manfred Held, Vorsitzender der Kameradschaft Bad Reichenhall, erklärte dort in seiner halbstündigen Rede u.a., dass es keine Kollektivschuld der Deutschen am 2. Weltkrieg gäbe und riss das Gedenken an die gefallenen Gebirgsjäger des 3. Bataillons aus dem Zusammenhang des Angriffskrieges auf Kreta. Außerdem beklagte er, dass Schüler_innen nicht mehr „objektiv“ über den 2. Weltkrieg unterrichtet werden könnten. Die Lehrer_innen, seien seiner Meinung nach unfähig hierzu, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht gelebt hätten und somit „keine Ahnung“ hätten.
Der, am 14.Mai 2013 vom Stadtrat wegen zweifelhafter Entscheidungen für dienstunfähig erklärte, Oberbürgermeister Lackner ließ es sich dieses Jahr wieder nicht nehmen, den Charakter der Veranstaltung zu verharmlosen. Er lud zu diesem Zweck auch eine Delegation der griechischen Botschaft ein. So wurde das geschichtsrevisionistische Trauern um die Gebirgsjäger im Angriffskrieg auf Kreta als „Völkerverständigung“ verklärt.
Anna Jade, Sprecherin des RABATZ-Bündniss sagt hierzu: „Die Stadt Bad Reichenhall und ihre Bevölkerung sind bisher keiner unserer Forderungen nachgekommen. Somit wurde die Chance nicht genutzt, Position gegen den rechten, nationalistischen und geschichtsrevisionistischen Normalzustand in Bad Reichenhall zu beziehen oder diesem Einhalt zu gebieten. Dadurch werden wir dazu aufgefordert, erneut zu intervenieren.“
Im Übrigen muss Anna Jade für das RABATZ-Bündnis eingestehen, dass die Bezeichnung „Selbsthilfegruppe für Kriegsverbrecher“ keine Eigenerfindung ist: „Wir zitieren hier lediglich das Kulturmagazin des Senders 3SAT vom 30.Juli 2009. Wir halten diese Bezeichnung allerdings auch nicht für unpassend angesichts der Tatsache, dass der Kameradenkreis jahrzehntelang auch für die Belange von Mitgliedern wie dem verurteilten Kriegsverbrecher Josef Scheungraber eingetreten ist.“

5.4. “Inszeniertes Durchgreifen” gegen das “Freie Netz Süd”

Vermutlich habt ihr ja längst in den Medien von der „Groß-Razzia gegen Neonazi-Netzwerk ‘Freies Netz Süd’“ erfahren. Unter den über 70 von der Polizei durchsuchten Objekten, befanden sich nach nach angaben der Lokalpresse drei Durchsuchungen im Bereich Oberbayern Süd. Neben einem Objekt in Weilheim-Schongau wurden zwei Objekte im Landkreis Mühldorf durchsucht(http://www.rosenheim24.de/news/bayern/landkreis-neonazi-razzia-zwei-objekte-muehldorf-durchsucht-3000839.html). Eine Durchsuchung war laut a.i.d.a bei Daniel Petzold in Mettenheim bei Mühldorf. Die Nazikader des Freien Netz Süd im Raum Traunstein / Waging / Berchtesgadner Land blieben nach diesem Informationsstand jedoch unbehelligt, jedoch berichter das orf von Durchsuchungen „in den angrenzenden Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein“. Als qualifizierte Information zur Razzia empfehlen wir den a.i.d.a. Artikel „’Inszeniertes Durchgreifen’ gegen das ‘Freie Netz Süd’” welcher der Frage nachgeht, was von der Großrazzia gegen Neonazis aus dem “Freien Netz Süd” zu halten ist und nochmals Fakten zu dem Neonazinetzwerk präsentiert:
Quelle: aida http://bit.ly/17lLB7f

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

6. Flüchtlingsprotest

6.1. Solidarität mit „Non-Citizens“-Protest (Kundgebung vor Rosenheimer CSU)

Rund zwei dutzend Demonstrant*innen protestierten am Mittwoch, den 03.07.2013 spontan vor der Rosenheimer CSU Geschäftsstelle gegen das Vorgehen von großen Teilen der Politik, besonders der von der CSU geführten Landesregierung, sowie gegen den gewalttätigen Polizeieinsatz anlässlich des „Non-Citizens“ Hunger- und Durststeiks in München. Die Forderungen der Asylbewerber*innen nach Bleibe- und Grundrechten hingegen fand volle Unterstützung und Solidarität.
„Solidarität muss praktisch werden – Bleiberecht für alle – Jetzt sofort“, „Kein Mensch ist illegal“ und „Solidarity with Non Citizens“ stand auf Transparenten welche die Demonstrant*innen gegen 18:45 Uhr vor der Geschäftsstelle der Rosenheimer CSU entrollten. Auf der rund 30 Minuten dauernden Kundgebung wurden die Äußerungen von  Politiker*innen wie Hans-Peter Friedrich (CSU), Christine Haderthauer (CSU) und Christian Ude (SPD) als „zynisch und menschenverachtend“ bezeichnet. In Redebeiträgen wurden Stellungnahmen der Durststreikenden verlesen und die kompromisslose Handlung der CSU geführten Landesregierung kritisiert. Diese brachte selbst keine Verhandlungsangebote und -vorschläge ein und ist auch nicht auf  Zeichen der Kompromissbereitschaft eingegangen. Auch der brutale Polizeieinsatz bei der Räumung wurde kritisiert. Die Ankündigung der Versammlungsauflösung sei ohne jegliche Übersetzung und rechtswidrig erst nach dem Eindringen ins Camp erfolgt. Unterstützer*innen zufolge nahm die Polizei in ihrer Vorgehensweise weder Rücksicht auf den Gesundheitszustand der geschwächten Protestierenden, noch auf die Anwesenheit der Kinder sowie einer schwangeren Frau.
Nach Meinung der Rosenheimer Demonstrant*innen müssen die Anliegen, die  hinter den „Non-Citizens“-Protesten stehen, endlich ernst genommen werden.  Sie forderten grenzenlose Solidarität mit den Flüchtlingen und Bleiberecht für alle, sowie die sofortige Abschaffung von Flüchtlingslagern, Essenspaketen und Residenzpflicht. Wörtlich hieß es in einem Redebeitrag des spontanen Solidaritätskomitees Flüchtlingsprotest: „Es ist an der Zeit das Grundrechte für alle Menschen gelten, auch für Flüchtlinge und auch in Bayern!“ Fotos von der Kundgebung könnt ihr euch hier ansehen: http://bit.ly/17lLHvu

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

7. International

7.1. Aleviten gedenken der 35 Opfer von Sivas-Madımak

Anlässlich des 20. Jahrestages des Brandanschlags in Sivas, gedenken Aleviten und Demokraten auf der ganzen Welt am 02.07.2013 der 35 Opfern, die bei lebendigem Leibe verbrannt wurden.
Sie waren in Sivas zusammengekommen, um ein Kulturfest zu feiern und ein Monument zu Ehren Pir Sultan Abdals, einem der wichtigsten alevitischen Volksdichter und Heiligen, feierlich einzuweihen. Unter Ihnen waren Frauen, Kinder, Künstler, Studierende, Gelehrte und Schriftsteller.
Eine nach dem Freitagsgebet aus der Moschee kommende aggressive Menschenmenge von Islamisten griff unerwartet in die Feierlichkeiten ein, zerstörte das Monument und setzte das Hotel Madimak, in dem die Teilnehmenden der Feierlichkeiten untergebracht waren, in Brand. Staatliche Sicherheitsinstanzen, wie auch das Militär, die Polizei und die Feuerwehr, schauten stundenlang passiv zu. Der Brand und die grausamen Szenen aus Sivas wurden über 12 Stunden live auf allen türkischen TV-Sendern gesendet.
Heute steht eine Gedenktafel vor dem ehemaligen Hotel, auf der auch die Namen der Brandstifter aufgelistet sind. Der juristische Prozess gegen die Verantwortlichen – die bis in die Staatsspitze ranken – wurde im vergangenen Jahr als verjährt erklärt und ad acta gelegt.
Neun verurteilten Mördern dieser Vorfälle gelang auf nebulöse Weise die Flucht nach Deutschland, wo sie heute noch Dank eines Asyl-Status als freie Bürger unter uns leben. Dies ist ein unannehmbares Versagen unserer hiesigen Demokratie.
Die Alevitische Gemeinde Rosenheim gedenkt an Sivas `93, setzt sich ein für die universellen Menschenrechte ein und spricht sich gegen jegliche Form der Gewalt und Diskriminierung aus.

Quelle: Pressemitteilung der Alevitischen Gemeinde Rosenheim

7.2. Demo in Rosenheim: Überall ist Taksim, überall ist Widerstand

Trotz Regen demonstrierten am Mo 24.06.2013 in Rosenheim rund 100 Menschen lautstark ihre Solidarität mit den Protesten in der Türkei. Nach einer Rede des Alevitischen Kulturvereins am Rosenheimer Bahnhof zogen die Teilnehmer*innen mit Sprechchören wie „Her yer Taksim, her yer direnis“  („Überall ist Taksim, überall ist Widerstand“), „Faşizme Karşı Omuz Omuza!“ (Schulter an Schulter, gegen den Faschismus!) sowie „Hoch die Internationale Solidarität“ zum Max-Josefs-Platz. Auf der dortigen Zwischenkundgebung kritisiere ein Sprecher der SDAJ die  autoritäre Politik Erdogans  und wertete die Rosenheimer Demonstration als „klares Zeichen gegen Unterdrückung,Polizeigewalt und Faschismus“. Von der Bundesregierung wurde gefordert, die Lieferungen von Gas und Kampfstoffen an die türkische Polizei einzustellen. Gegen 19:00 Uhr wurde die Demonstration auf der Loretowiese beendet. Fotos von der Demo gibt es hier:
http://bit.ly/14m17dB
Im Rosenheimer Z, dem Linken Zentrum in Selbstverwaltung, hatten bereits am Sonntag Teilnehmer einer internationalen Solidaritätsdelegation von ihren Eindrücken der Proteste in Istanbul referiert (http://infogruppe.rosenheim.tk/2013/06/veranstaltung-zur-aktuellen-situation-in-der-tuerkei/).

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

8. Staat & Repression

8.1. Teilerfolg für Deniz K

„Bevor sie mich schuldig sprechen, sprechen sie erst einmal die Polizisten für schuldig die auf die Demonstranten eingeschlagen haben.“ (Deniz K)
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet(http://www.sueddeutsche.de/bayern/attacke-auf-polizisten-bgh-hebt-urteil-gegen-anti-nazi-demonstrant-auf-1.1705442), hat der Bundesgerichtshof das Nürnberger Landgericht aufgefordert, die Strafe für Deniz K neu zu bemessen. Deniz wird vorgeworfen, er habe Polizist_innen mit einer angespitzten Fahnenstange angegriffen. Es gab dabei weder (nicht-polizeiliche) Zeug_innen noch Verletzte. Die Staatsanwaltschaft will allerdings einen “versuchten Totschlag” erkannt haben.
Verurteilt wurde Deniz schlussendlich wegen “versuchter schwerer Körperverletzung” zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe. Das Gericht hatte nach Angaben der sz
Das Motto der Demonstration war »Nazistrukturen bekämpfen. Verfassungsschutz abschaffen. Antifa in die Offensive« Ein Schelm, wer denkt, dass das Strafmaß sich danach bemessen haben könnte.
Von Verletzungen geschweige denn Totschlagversuchen war in dem Polizeibericht zur Demo keine Rede. Bei der Demonstration wurden zahlreiche AntifaschistInnen auf brutalste Art und Weise, mit Knüppel und Tränengas, von den PolizistInnen angegriffen verprügelt. Seither sitzt unser Freund und Genosse Deniz in Untersuchungshaft. Begründet wird die Anklage unter anderem damit, dass aufgrund seiner „revolutionären Gesinnung“ ihm der Tod von Hütern dieses Systems egal sei.
Viele Hintergrundinfos gibt es auf der Soliseite für Deniz K: http://denizk.blogsport.de/

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

9. Bibliothek_A

Seit der Eröffnung am 04.04.2013 gibt es im Z( linkes Zentrum in Selbstverwaltung) die Bibliothek_A eine kostenlos nutzbare Präsenzbibliothek,die jeden Sonntag (18:00- 20:00 Uhr) im Rahmen des infoladen geöffnet ist. Die Bibliothek_A sieht sich in der Tradition der Rosenheimer Arbeiterbibliothek, welche 1927 von Waldemar von Knoeringen gegründet und 1933 von den Nazis verboten wurde. Das A am Ende von Bibliothek_A kann in diesem Sinne (Arbeiter_innenbibliothek) gedeutet werden, lässt jedoch auch Spielraum für weitere Assoziationen.
Mehr infos über die Bibliothek_A findet ihr hier: http://BibliothekA.blogsport.de/
Der Buchbestand ist online einzusehen: http://ildb.nadir.org/q/a6/ort/22/alter/3/medium/Buch.html

9.1. Spenden

Da die Bibliothek_A nur über geringe finanzielle Mittel verfügt, ist Sie zur Verbesserung und Erweiterung ihres Bestandes auf Spenden angewiesen, wenn ihr die Bibliothek_A also unterstützen wollt, informiert euch hier, wie ihr das machen könnt:
http://BibliothekA.blogsport.de/unterstuetzen/

9.2. Buch des Monats

Jeden Monat wird ein Buch aus dem Buchbestand der Bibliothek_A zum „Buch des Monats“ gekürt und auf einem extra angefertigten Auslage im Z präsentiert, hier könnt ihr es durchblättern und darin schmökern.

Das Buch des Monats September
Vom 05. bis zum 08. September 2013 findet in Landshut ein bayernweites antifaschistisches Jugendcamp statt und am 21.09 wird es in Rosenheim eine antirassistisch/antifaschistische Demonstration geben. Diese beiden September-Ereignisse haben uns dazu bewogen, das theorie.org Buch „Antifa – Geschichte und Organisierung“ als unser Buch des Monats zu präsentieren. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass wir alle der ersten zwanzig theorie.org-Bänden (von Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie über Degen/Knoblauch: Anarchismus und Michael Schwandt: Kritische Theorie bis zu Thomas Schroedter: Antiautoritäre Pädagogik) im Bibliothek_A-Bestand haben.
Nun aber zum Buch von Mirja Keller, Lena Kögler, Moritz Krawinkel und Jan Schlemermeyer. Die Autor_innen stellen hier eine geraffte Geschichte der antifaschistischen Bewegung zur Verfügung, die vergangene und andauernde Entwicklungen aufzeigt und diese kritisch beleuchtet. Der Verlag bewirbt das Buch wie folgt:
„In dem Buch, «Antifa – Geschichte und Organisierung», verfolgen die Autor_innen die Vorläufer, Theorien und Praktiken der linksradikalen Antifaschist_innen und erläutern konkret die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der gegenwärtigen Ausprägungen, wie Antideutsche, Antinationale oder Bewegungslinke.
Den Leser_innen bietet sich mit diesem Buch die Möglichkeit, Erkenntnisse über bereits erarbeitete und verworfene Theorien sowie Erfolge und Niederlagen der Praxis zu sammeln, was gerade für die moderne, sich im stetigen Wandel befindliche, radikale Antifa von großer Bedeutung ist.
Das Buch hilft dabei, Wissen um die eigene Geschichte zu erlangen, damit das Rad nicht immer neu erfunden werden muss. Stattdessen können die Leser_innen die Entwicklung einer gesellschaftlich wirksamen, emanzipatorischen Bewegung vorantreiben.“
Mehr zum Buch des Monats September sowie die Ankündigungen der Bücher der vergangenen Monate, gibt es hier: http://BibliothekA.blogsport.de/

10. Termine

10.1. Termine Ende August

Sa, 31.08. Wagenplatz Stattpark Olga München: Kunst Park Rost Open Air: mit King Katz — DinosauriYeah! — Feenstaubinferno — a* — Ditjip — Lumineszenz T. Mayer — Hr. Rein — , facebook.com/events/403454519760217/?fref=ts

Sa, 31.08 LiBella Ahoi – Das Jubiläumstanzschiff, 19:30 Uhr, cafe-libella.de

10.2. Termine im September

So, 01.09. Shopping Meile Rosenheim: Verkaufsoffenen Sonntag zum Desaster machen! “Liegestuhl-Aktion” in der Innenstadt, infogruppe.rosenheim.tk

So, 01.09. Z- Rosenheim: die infogruppe rosenheim präsentiert den politischen Film “Armadillo“.
Der infoladen ist ab 18 Uhr geöffnet, ab 18:30 Uhr gibt es vegane VOKÜ und ab 19 Uhr den Film. Eintritt frei, infogruppe.rosenheim.tk

Mo, 02.09. Sunny Red München: OATHBREAKER[Hardcore, Punk, Metal | Ghent, Belgien]
BIRDS IN ROW[Blues, Hardcore | Laval, Frankreich] KYREST[Hardcore, Crust | Erlangen]
NO OMEGA[Hardcore | Stockholm, Schweden], feierwerk.de

Mo, 02.09. Berlin (Rigaerstraße 94, 10247 Berlin): Antifa Soli Konzert mit GO DEEP + THIS ROUTINE IS HELL + YELLOW FINGERS + Special Surprise Gues, abgefuckt.de

Do, 05.-08.09. Landshut: bayernweites antifaschistisches Jugendcamp, antifajugendcamp.blogsport.eu

Do,05.09. Kafe Kult München: Jeffrey Lewis & The Rain + The Yoohoos, kafekult.de

Fr, 06.09. Asta-Kneipe Rosenheim: Couch Rocker Wiesn Styles, astakneipe.de

Fr, 06.09. Vetternwirtschaft Rosenheim: Theater Premiere “Wer hat Angst vor Virgina Woolf?”
Theater von Edward Albee, Regie Dominik Frank, eine Koproduktion mit dem Münchner Rationaltheater, Kartenreservierung unter 08031 44345 oder booking@vfbk.net, vfbk.net

Sa, 07.09. Salzburg: AbtreibungsgegnerInnen ärgern beim LKH/ Müllner Seite, 10h, infoladensalzburg.wordpress.com

Sa, 07.09. Rülps Kirchheim: ONOMA (israel), Paul and Gwen, No God Innocent, ruelps-kirchheim.de

Sa, 07.09. Vetternwirtschaft Rosenheim: Theater:“Wer hat Angst vor Virgina Woolf?”
Theater von Edward Albee, Regie Dominik Frank, eine Koproduktion mit dem Münchner Rationaltheater, Kartenreservierung unter 08031 44345 oder booking@vfbk.net, vfbk.net

So, 08.09. Sunny Red München: FINAL EXIT CONCERTS: Final Exit Matinée Show
ILLS[Hardcore | Helsinki, Finnland] ABYSS A.D.[Hardcore | München] AXES[Hardcore | Rosswein], feierwerk.de

So, 08.09. Kafe Kult München: Karies + Wolf Mountains, kafekult.de

Do, 12.09. Festung Traunstein: Capitan Tifus (Buenos Aires/Arg), cafe-festung.de

Fr, 13.09. Cafe Libella Altenmarkt: Nekromantix (Psychobilly, DK) support: Johnny Flesh &
The Redneck Zombies (Hellbilly, DE), cafe-libella.de

Fr, 13.09. Alte Mälzerei Regensburg: Slime Lesung & Akustik Set, eat-the-beat-records.de

Fr, 13.09. Teestube Singen: Rancors, rancors.com

Fr, 13.09. Kirchweih Koppenwind: Rasta Knast + Die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften u.a., eat-the-beat-records.de

Sa, 14.09. Hansa 39 (u.a. Bereiche) München: FLOWERSTREET FESTIVAL 2013: AMADEUS & THE BREAKING HEARTS[Indie | München] BEATNIK BOY[Indietronic | München] BECQUERELS[Indie-Rock | München]
BLIND FREDDY[Folk, Pop | Augsburg] BOY MIEZ GIRL[HipHop, Indie, Balkan | Augsburg]
THE CANAANITE[Indie, Electronica, Noise | Stuttgart] DÉPARLISE[Postrock | Nürnberg]
EAU ROUGE[LoFi-Indie-Punk | München] EGO DECAY[Rock | München] ELEKTRIK KEZY MEZY[Singer/Song FAMOUS NAKED GIPSY CIRCUS, u.a., feierwerk.de

Sa, 14.09. Orangehouse München: CANDY CLUB: DJ Thomas Lechner[Queerpop | München], feierwerk.de

Sa, 14.09. Infoladen Salzburg ( Lasserstraße 26): FILMABEND : Dokumentation über die Black Panther Bewegung in den USA, 19.00h, infoladensalzburg.wordpress.com

Sa, 14.09. Luzern (Schweiz) – Milchhof Squat Fest (+ Rancors, Ten Volt Shock, Antares, Obertonstruktur der Kaulquappe, The rabbit theory), rancors.com

Sa, 14.09. Vetternwirtschaft Rosenheim: Theater:“Wer hat Angst vor Virgina Woolf?”
Theater von Edward Albee, Regie Dominik Frank, eine Koproduktion mit dem Münchner Rationaltheater, Kartenreservierung unter 08031 44345 oder booking@vfbk.net, vfbk.net

So, 15.09. Vetternwirtschaft Rosenheim: Theater:“Wer hat Angst vor Virgina Woolf?”
Theater von Edward Albee, Regie Dominik Frank, eine Koproduktion mit dem Münchner Rationaltheater, Kartenreservierung unter 08031 44345 oder booking@vfbk.net, vfbk.net

Mo, 16.09. Sunny Red München: KEN MODE[Noise-Rock | Winnipeg, Kanada]
UNKIND[Hardcore, Punk, Metal, Doom | Helsinki, Finnland], feierwerk.de

Di, 17.09. Milla München: G Rag & Die Landlergschwister, eat-the-beat-records.de

Mi, 18.09. Kafe Marat: Mittwochskafe: Der kommende Ausschank – Grosse Mittwochskafewiedereröffnung mit 50l Freibier vom Fass, kafemarat.blogsport.de

Mi, 18.09. Sunny Red München: TINNER[Punk, Hardcore, Metal | Finnland]
PER CAPITA[Crust-Punk | München] DISASSELN[Punk, Hardcore | Buchloe], feierwerk.de

Sa, 21.09. Ludwigsplatz Rosenheim: Critical Mass (vor dem Aktionstag Autofreier Tag), infogruppe.rosenheim.tk

Mo. 23.09. Kafe Kult München: Don’t, kafekult.de

Mi, 25.09. K4 (Ex-Komm) Nürnberg: Kommando Sonne-nmilch + ZTOS, eat-the-beat-records.de

Fr, 27.09. Kafe Kult München: Mirthkon + 7 for 4, kafekult.de

Fr, 27.09. Hansa 39 München: 18th MUNICH HARDCORE FESTIVAL: ROPES[Hardcore | München] PAINSTAKER[Crust Metal | München] 1328[Beercore | München] NO GOD INNOCENT, feierwerk.de

Fr, 27.09. K4 (Ex-Komm): Nürnberg: Oiro + Duesenjaeger + Leidkultur, eat-the-beat-records.de

Sa, 28.09. Hansa 39 München: 18th MUNICH HARDCORE FESTIVAL: RAW DEALS [Punk, Hardcore | München] SLAMDAMN[Hardcore | München] CONTRASTS[Hardcore, Punk | München] ZEFIX[Punk | München], feierwerk.de

Fr, 27.09. Blackbox im Lokschuppen Rosenheim: RoLand rockt – Abschlusskonzert mit: Herrin Schmidt, tired on impulse, stranger picture, John Elbow, ab 19 Uhr, 3 Ötten, stadtjugendring.de

Sa, 28.09. Asta-Kneipe Rosenheim: MarieMarie & Weiter, astakneipe.de

Sa, 28.09. Freiraum Übersee: 11. Dichterwettstreit im Freiraum, freiraum-uebersee.de

Sa, 28.09. K 4 (Ex-Komm) Nürnberg: Trainwreck + Ed Schrader´s Music Beat + Harke, eat-the-beat-records.de

Sa, 28.09. Silo 1 Töging: live: bloodlights, support: restless, silo1.de

Sa, 28.09. Kafe Kult München: Oiro + Düsenjäger, kafekult.de

So, 29.09. Sunny Red München: MORE THAN LIFE[Hardcore, Punk | England] DEPARTURES[Hardcore, Punk, Progressive | Glasgow, UK] SWAN DIVE[Rock, Punk, Wave, Hardcore | Philadelphia, USA], feierwerk.de

Mo, 30.09. Kafe Kult München: Trainwreck + ИO​/​/​/​sé, kafekult.de

Mo, 30.09. Hirsch Nürnberg: Irie Revoltes + Guaia Guaia, eat-the-beat-records.de

10.3. Termine im Oktober

Di, 01.10. Hansa 39 München: THE BOYS[Pop, Rock, Punk | London, UK] GARDEN GANG[Punk, Punk-Rock, Glam, Wave, Beat | München], feierwerk.de

Mi, 02.10. Hannover: amen 81 ,exilent,beatpoeten,kaputt krauts,todeskommando atomsturm, abgefuckt.de

Mi, 02.10. Feierwerk München: Rage Against Abschiebung 2013: „Faxe Lagersystem“- mit
ESTHER BEJARANO & MICROPHONE MAFIA, KREISKY, TROUBLE ORCHESTRA, IRA ATARI, GUTS PIE EARSHOT, BEISSPONY, PETULA, KAJN FORSPIL, NAKED SUPERHERO, MONDSTAUBMASCHINE, MAUD, feierwerk.de

Do, 03.10. Kranhalle München: RANTANPLAN[Ska | Hamburg] DISTEMPER[Ska-Punk | Moskau, Russia], feierwerk.de

Fr, 04.10. Asta-Kneipe Rosenheim: Voodoohounds & Redneck Connecktion, astakneipe.de

Sa, 05.10. Vetternwirtschaft Rosenheim: Sidekick Lupchen and the Bad Generation
(High Energy-Rock’n’Roll in Cinemascope/Hildesheim) + YO MAMA! (old SCHOOLPUNK/GARAGE/HARDONE / BAHAMAS US/Haterstown) EX SUBROSA FALCONASS/QUANDOQUANDO/DUDEMAN/GOWN, 20 Uhr, vfbk.net

Sa, 05.10 Ballonfabrik Augsburg: The Bottrops + HWS , eat-the-beat-records.de

Sa, 05.10. Kafe Kult München: Die Nerven + Atatakakatta, kafekult.de

Sa, 05.10. Stadtbibliothek Rosenheim: 7. Poetry-Slam mit Musik von Philipp Eissler, 20 Uhr, Eintritt: 3,- / 5,- Euro, stadtbibliothek.rosenheim.de

So, 06.10. Z- Rosenheim: die infogruppe rosenheim präsentiert den politischen Film „New Ziro – Neue Zeit“, der infoladen ist ab 18 Uhr geöffnet, ab 18:30 Uhr gibt’s vegane VOKÜ und ab 19 Uhr den Film. Eintritt frei. infogruppe.rosenheim.tk

Mo, 07.10. Stadtbibliothek Rosenheim: Nicole Just: Vegan sein, Vortrag und Gespräch, 20 Uhr,Eintritt: 12,- / 10,- EUR plus 10% VVK-Gebühr, stadtbibliothek.rosenheim.de

Mi, 09.10. Hansa 39 München: ANARCHIST ACADEMY[HipHop, Rap | Lüdenscheid, Iserlohn], feierwerk.de

Do, 10.10. Asta-Kneipe Rosenheim: Steaming Satellites ab 19 Uhr, astakneipe.de

Do, 10.10. Orangehouse München: ANGELIKA EXPRESS[Indie | Köln] FREIZEIT 98[Indie | München], feierwerk.de

Sa, 12.10. Vetternwirtschaft Rosenheim: Gastspiel aus dem Münchener Rationaltheater “Der Goldene Drache” Theater von Roland Schimmelpfennig, Regie Silvia Ober, Kartenreservierung unter 08031 44345 oder booking@vfbk.net, vfbk.net

Sa, 12.10. Rülps Kirchheim: Bombs from Heaven, Grape, ruelps-kirchheim.de

So, 13.10. Vetternwirtschaft Rosenheim: Gastspiel aus dem Münchener Rationaltheater “Der Goldene Drache” Theater von Roland Schimmelpfennig, Regie Silvia Ober, Kartenreservierung unter 08031 44345 oder booking@vfbk.net, vfbk.net

Di, 15.10. Asta-Kneipe Rosenheim: Power Solo, astakneipe.de

Do, 17.10. Sunny Red München: Rancors, Slamdamn, Frana, rancors.com

Fr, 18.10. Milla München: G Rag Y Los Hermanos Patechekos, eat-the-beat-records.de

Sa, 19.10. Vetternwirtschaft Rosenheim: Swally or Spit (Hardcorepunk/Rosenheim), Serial Mistakes (Hardcore/Reit im Winkl/Traunreut), Kyokushinkai (Hardcorepunk/Dorfen), vfbk.net

Sa, 19.10. Rülps Kirchheim: Nitro Injekzia (tba), ruelps-kirchheim.de

So, 20.10. Z- Rosenheim: Antiziganismus und Ausnahmezustand. Der “Zigeuner” in der Arbeitsgesellschaft (Vortrag von Roswitha Scholz). Der Vortrag wird von der infogruppe rosenheim in Kooperation dem Kurt Eisner Verein organisiert. Infoladen ab 18 Uhr geöffnet, 19 Uhr Vortrag. Eintritt frei. infogruppe.rosenheim.tk

So, 20.10. Kranhalle München: CONTINENTAL[Punk, Country, Folk, Rock ’n‘ Roll, Blues | Boston MA, USA] LE YIKES COUNTRY CLUB[Rock ’n‘ Roll, Punk, Soul | Philadelphia, USA], feierwerk.de

Di, 22.10. Strom München: Die Goldenen Zitronen, eat-the-beat-records.de

Sa, 26.10. Muffatwerk München: FM4 FEST mit: Bauchklang, Naked Lunch, Elektro Guzzi, Francis International Airport, Effi, Davidecks & Drums, DJ DSL, Functionist, Slack Hippy, Beware, Christian Fuchs, Florian Blauensteiner, Joe-Joe, Madchen Brunner, Phekt + FM4 Moderation, FM4 Ombudsmann, muffatwerk.de

Sa, 26.10. Freiraum Übersee: Christoph & Lollo, freiraum-uebersee.de

Sa, 26.10. Silo 1 Töging: Lombego Surfers, silo1.de

Sa, 26.10. Sunny Red München: SCHLECHT & SCHWINDLIG CONCERTS: MISSBRAUCH[Punk, Ska | München] C3I[Punk | Hamburg] POPPERKLOPPER[Punk | Trier], feierwerk.de

Sa, 26.10. Garage De Luxe München: The Perms, eat-the-beat-records.de

Sa, 26.10. Kantine Augsburg: Peter Pan Speedrock + Horrorcombo, eat-the-beat-records.de

So, 27.10. Asta-Kneipe Rosenheim: Kristoffer and The Harbour Heads, astakneipe.de

So, 27.10. Hole Rosenheim: Bebop präsentiert: The Wave Pictures, bebop-schallplatten.de

Mo, 29.10. Kafe Kult München: Big Eyes, kafekult.de

10.4. Termine im November

Sa, 02.11. Vetternwirtschaft Rosenheim: GNWP – good night white pride – mit NIHIL BAXTER
(Fastcore aus Heidenheim) und BUG (Noisecore aus Innsbruck) und KASCHADRROS WICIADOS (D-Beat Speed Thrash aus Tyrol), FUCKUSHIMA (Atomcore aus Rosenheim), goodnight-whitepride.de.tf

Sa, 02.11. Leipzig: Dynamit Ska Festival, abgefuckt.de

So, 03.11.Hansa 39 München: volxmusik.net präsentiert: RAMBO AMADEUS & TWO WINNETOUS[Balkanbeat | Herceg Novi, Montenegro], feierwerk.de

Mo, 04.11. Muffathalle: Tocotronic, muffatwerk.de

Fr, 08.11. Asta-Kneipe Rosenheim: grits´n gravy & The Sinister Kids, astakneipe.de

Sa, 09.11. Asta-Kneipe Rosenheim: Zeitzeuge, astakneipe.de

Sa, 09.11. Freiraum Überseee: Kofelgschroa, freiraum-uebersee.de

Sa, 09.11 Kranhalle München: SOUND OF MUNICH NOW 2013: EBOW[Rap, HipHop, Electronica | München] STRAY COLORS[Acoustic, Folk, Balkan | München]
THE MOONBAND[Folk | München] ANGELA AUX[Electronica | München]
TUÓ[Indie | München] TALKING PETS[Indietronica | München],u.a., feierwerk.de

Sa, 09.11. Hansa 39 München: SOUND OF MUNICH NOW 2013: MAJMOON[Postrock | München] PHONOBOY[Electropop | München, Deutschland] HELLO GRAVITY[Indie | München]
YOUNG CHINESE DOGS[Punk, Rock, Ska | München] NAKED SUPERHERO[Hardcore | München] BECQUERELS[Electronica, Indie | München] JESPER MUNK[Indie, Folk | Brooklyn, USA], feierwerk.de

So, 10.11. Ampere München: Gloria (mit Klaas Heufer-Umlauf), muffatwerk.de

Sa, 16.11. Kafe Kult Rosenheim: Dot Dash + Crystal Soda Cream, kafekult.de

Sa, 16.11 Hansa 39 München: THE SLACKERS [Ska, Reggae, Soul | New York, USA], feierwerk.de

Sa, 23.11. Asta-Kneipe Rosenheim: Squadra Leone, astakneipe.de

Mo, 25.11. Tonhalle München: Gogol Bordello:

Mo, 25.11. Ampere München: Les Yeux d’La Tête (Punk, Chanson, Jazz, Sinti-Swing und Balkan-Beat), muffatwerk.de

Mo, 25.11. Orangehouse München: TV SMITH & THE BORED TEENAGERS PLAY THE ADVERTS[Punk-Rock | London, UK], feierwerk.de

Sa, 29.11. Vetternwirtschaft Rosenheim: Juke Joint Pimps (downhome garage blues aus Köln) + The Vagoos (Garagepunk aus Rosenheim), 20 Uhr, vfbk.net

Sa, 30.11. Freiheiz München: Moop Mama, eat-the-beat-records.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.