Dawn of the Dorks – Macher vs. Junge Union Rosenheim Land

Die Junge Union Rosenheim Land hat sich abermals via Facebook zu Wort gemeldet und unserer gestrige Filmvorführung “kritisiert”. Eric Esser – Macher von Dawn of the Dorks – reagiert nun in einem Offenen Brief an die Junge Union Rosenheim Land und pflichtet ihr bei. Kernaussage: ich habe nichts gegen Deutsche, einige meiner besten Freunde sind selbst Deutsche.
Wir dokumentieren Eric Essers Offenen Brief und verweisen in diesem Kontext nochmals auf den Beitrag rosenheim24-Leser_innen kommentieren die infogruppe. Achja, am Dienstag um 22.00 Uhr geht es weiter im Anti-WM-Special. Und so viel sei schon einmal verraten: Es wird nicht nur gegen Deutschland gehen.

Liebe Junge Union Rosenheim,

im Zuge dieser WM wurde ich auf Euren offenen Brief hingewiesen, den Ihr zur letzten EM veröffentlicht und jetzt erneut auf Facebook gepostet habt. Ihr bezieht Euch darin auf den Film Die Nacht der lebenden Idioten, der von der infogruppe rosenheim gezeigt wurde. Es handelt sich dabei um unseren Film Dawn of the Dorks in einer vorab veröffentlichten Version mit einem vorläufigen Titel. Da der Film am gestrigen Sonntag erneut im Z – linkes Zentrum in Selbstverwaltung in Rosenheim aufgeführt wurde, möchte ich hier nun zwei Missverständnisse aufklären und zur Erhellung der Situation beitragen.

Das erste große Missverständnis ist, dass der Film nicht von der infogruppe rosenheim stammt. Diese wird lediglich mit falschen Federn geschmückt, wenn ihr der Film zugeschrieben wird. Doch wenn sich hier jemand die volle Aufmerksamkeit der Jungen Union verdient hat, so sind das mein Team und ich.

Das zweite Missverständnis, das ich gerne ausräumen möchte, ist, dass der Film Dawn of the Dorks nie zur Absicht hatte, Fußballfans zu diskreditieren. Und auch nicht die Deutschen, bzw. große Teile der Bevölkerung als nationalistische Idioten zu beschimpfen. Im Gegenteil: ich habe nichts gegen Deutsche, einige meiner besten Freunde sind selbst Deutsche, daher möchte ich Euch beipflichten zu dem, was Ihr in Eurem Brief schreibt.

Beispielsweise, dass Deutschland aus aller Welt Bewunderung erfährt “für seine Errungenschaften, sei es in der Wirtschaft, der Kultur, im sozialen oder politischen Bereich”. Ich denke, das können alle bestätigen, die einmal ins Ausland gefahren sind, und nicht enden wollenden Beifall dafür bekamen, deutsch zu sein. Mir sind diese stehenden Ovationen inzwischen sogar zu viel – schon seit Jahren ziehe ich mir keine Socken mehr in den Sandalen an, um nicht sofort als Deutscher erkannt zu werden.

Vor allem in letzter Zeit ist es die Bewunderung und Anerkennung für den rigiden Sparkurs, mit dem sich Deutschland so beliebt macht, weil es ihn zum Wohle Aller in der EU durchsetzt. Die Leute in Griechenland haben für uns schon ein geflügeltes Wort: Euxeinoi Germanoi – die gastfreundlichen Deutschen. Auch Eurem Stolz auf den Erfolg als Exportland ist nichts hinzuzufügen. Denn wieso sonst sollte uns die EU-Kommission aus diesem Grund ständig Gratulationskarten schicken?

Und daher repräsentiert uns die deutsche Fußballnationalmannschaft auch so gut, wie Ihr schreibt, “als Symbol für ein modernes, weltoffenes und sympathisches Deutschland.” Denn hätte Kevin Großkreuz in den 50er Jahren noch seine Fans mit Sauerkraut beworfen – und in den 30er Jahren vermutlich gar mit Granaten – so wirft er heute, ganz multikulturell, mit Dönern um sich. Wie Ihr in Eurem Brief, so sehe auch ich dies als “gelungene Integration der verschiedenen hier lebenden Menschen.” In diesem Sinne: Stahlhelm aufsetzen und groß machen!

Mit unglaublich stolzen Grüßen,

Euer Eric Esser

P.S.: Ach, noch eine kleine Anmerkung zum Schluss: der Mittelfeldspieler aus Oberaudorf heisst Schweinsteiger, nicht “Schweinstiger”. Ich finde diese Tierkreation wirklich ganz großartig, ist sie doch ein Beleg für einen gesunden kreativen Willen in der Rezeptionsfähigkeit der Jungen Union. Weiter so!

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