1. Mai – Kampftag der Arbeiter*innenklasse

1. Mai – Kampftag der Arbeiter*innenklasse

Rund um den 1.Mai, dem Kampftag der Arbeiter*innenklasse, gibt es wieder viele Gründe und Möglichkeiten auf die Straße zu gehen. Im infomail haben wir Euch einige Angebote zusammen gestellt, da währen z.B:

A) Vorabenddemo in Dachau – Streiken | Besetzen | Kollektivieren
B) DGB Demo in Rosenheim – Zeit für mehr Solidarität
C )Revolutionärer Erster Mai in Nürnberg
D) Naziaufmarsch in Plauen zum Desaster machen!

A) Vorabenddemo in Dachau – Streiken | Besetzen | Kollektivieren

Die libertären Gruppen in der Region München und die Basisgewerkschaft FAU München rufen zum diesjährigen 1. Mai zu einer Vorabend-Demonstration in Dachau auf:

SA, 30.04.16 – 19.00 Uhr – Bhf Dachau

Lohnarbeit bedeutet den Zwang, jeden Tag morgens aufstehen und am Ende des Monats dennoch jeden Cent umdrehen zu müssen. Sie bedeutet Leistungsdruck und
Unterordnung. Lohnarbeit ist auch immer öfter eine prekäre Beschäftigung. Sie zwingt uns zu Lohndumping und oft in Leiharbeitsverhältnisse. Mittlerweile müssen fast alle Lohnarbeitenden auch mit der Unsicherheit leben, ob ihre Arbeitsverträge verlängert werden. Obwohl in einer Wohlstandsgesellschaft lebend, müssen sich viele einen Zweitjob suchen, um irgendwie über die Runden zu kommen. In der Arbeit werden die Lohnabhängigen auseinanderdividiert, beispielsweise nach Lohngruppen, nach Qualifikation oder durch Auslagerung in Untergesellschaften. Genauso werden „Deutsche“ und „Nicht-Deutsche“ gegeneinander ausgespielt. Die Lohnarbeit nimmt einen Großteil des Lebens der Menschen ein, das heißt sie stiehlt ihnen kostbare Lebenszeit.
Gleichzeitig bedeutet Lohnarbeit, dass ein Großteil des Lohns für hohe Mieten draufgeht [..]
Vollständiger Aufruf:
http://www.autistici.org/aaud/antifaschismus/vorabend-demonstration-in-dachau-zum-1-mai-2016

B) DGB Demo in Rosenheim – Zeit für mehr Solidarität

Die DGB Demo in Rosenheim beginnt dieses Jahr um 9.00 Uhr an der Innstraße 55. Die Durchführung wird von zahlreichen Gruppen aus dem Z mitunterstützt.

Wir gehen davon aus, dass die Themen Werkverträge und prekäres Wohnen sowie die geplante Hartz-IV Reform angesprochen werden. Auch Migrationspolitik und Fluchtursachen werden thematisiert werden – weshalb der DGB über Helfer_innenkreise und darüber hinaus auch alle Geflüchteten zur Demo und Kundgebung einlädt.

Bei der Hauptkundgebung an der Brixstraße spricht Martin Burkert aus dem Bundesvorstand der EVG. Die EVG hatte in den letzten Wochen eine Tarifauseinandersetzung mit der Meridian-Betreibergesellschaft.

Weitere Kundgebungen in Oberbayern:
http://oberbayern.dgb.de/++co++1f0a08ac-fb1c-11e5-b78b-52540023ef1a

Tipp: Für daheimgebliebene bietet sich am Nachmittag immer auch das Mai-Fest der Vetternwirtschaft an, auch mit Kindern..

C) Revolutionärer Erster Mai in Nürnberg

Ursprünglich war zu befürchten, dass Nazis der Kleinstpartei „Die Rechte“ am 1.Mai in Nürnberg aufmarschieren. Wie es jetzt aussieht, haben diese von ihrem Vorhaben Abstand genommen.
Der Revolutionäre 1.Mai in Mittelfranken ist aber auch so eine Reise wert.

Demobeginn:
Gostenhofener Str. / Ecke Bauerngasse
11.00 Uhr
Bei Naziaktivitäten ggf. Abweichungen

Aus dem Aufruf:

Soziale Spaltung, Krieg, Rassismus, Faschismus – die Übel an der Wurzel packen!

Die Ursachen für die fortschreitende Zuspitzung der gesellschaftlichen Widersprüche liegen im Wesen des Kapitalismus, der sich heute nach wie vor im Stadium des Imperialismus befindet. Der Kern dieser Wirtschaftsweise ist die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft. Vereinfacht gesagt wird den ArbeiterInnen nur ein Teil des Wertes den sie schaffen ausbezahlt, nämlich der den sie brauchen, um selbst zu konsumieren und ihre Arbeitskraft zu regenerieren. Einen Teil dieses Restes eignen sich die ProduktionsmittelbesitzerInnen, die herrschende Klasse der KapitalistInnen, durch Verkauf der produzierten Ware als Profit an. Um diesen immer weiter zu steigern, gilt es den Preis für die Ware Arbeitskraft, den Lohn den wir erhalten, so gering wie möglich zu halten. Der Konsum ist notwendig, um die Waren, die produziert werden, zu verkaufen und die lohnabhängige Klasse gleichzeitig arbeitsfähig zu halten. Sehr hilfreich für diese Wirtschaftsweise ist die patriarchale Rollenaufteilung: die Arbeit zu Hause, die der Reproduktion der Arbeitskraft dient (sei es, damit am nächsten Tag wieder gearbeitet werden kann, oder damit Nachwuchs für den Arbeitsmarkt aufgezogen wird), ist im Kapitalismus notwendig – aber unbezahlt. So gleichberechtigt diese Gesellschaft sich gibt: die unbezahlte Hausarbeit wird ebenso wie die Pflege von Alten und Kranken größtenteils von Frauen erledigt. [..]

Fluchtursachen bekämpfen, bedeutet den Imperialismus bekämpfen!
Rassismus heißt Spaltung! Internationalismus bedeutet Fortschritt!
Kein Fußbreit den FaschistInnen! Den Staat in die Verantwortung nehmen!
Gegen Faschismus und Imperialismus! Für einen revolutionären Internationalismus!

Vollständiger Text:
http://www.redside.tk/cms/2016/03/31/heraus-zum-revolutionaeren-1-mai-2016-in-nuernberg/

D) Naziaufmarsch in Plauen

Der III.Weg (de facto Nachfolgeorganisation des Freien Netz Süd) mobilisiert am ersten Mai nach Plauen. Es ist davon auszugehen, dass sich auch weitere Naziorganisationen dem Aufruf anschließen.

Antifaschist_innen mobilisieren unter dem Motto „time to act“ dagegen:
http://plauen0105.blogsport.eu/

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