Rosenheimer Infomail April 2016

Hallo und herzlich willkommen

zum ersten Rosenheimer Infomail 2016. Besonders ans Herz legen möchten wir euch dieses Mal die Demo am kommenden Samstag in Rosenheim „Stoppt das Massaker in Kurdistan“ und euch bitten den Samstag, 14.Mai, dick in euren Terminkalendern anzustreichen: Dann werden wir mit Nikolaos Marinakis einen 92-jährigen kretischen Partisanen in Bad Reichenhall begrüßen – also just in dem Ort, aus dem die Gebirgsjäger stammten, die sein Dorf niederbrannten und Familienmitglieder von ihm ermordeten.

Außerdem der Hinweis auf eine Fernsehsendung heute Abend: Das Politikmagazin Monitor berichtet um 21.45 Uhr im Ersten über vertrauliche EU-Dokumente. Diese belegen weitgehende Kooperationspläne mit ostafrikanischen Despoten in der Flüchtlingpolitik – und sie sollten eigentlich „unter keinen Umständen an die Öffentlichkeit gelangen“. Wer nicht fernsieht, kann es vielleicht noch ein paar Tage in der Mediathek finden – dieses Mal betrifft es ja nicht Recep Erdogan.

Viel Spaß beim Lesen – wir sehen uns auf den Barrikaden..

Inhaltsverzeichnis

1. Stoppt das Massaker in Kurdistan!
1.1. Demo 16.April – Rosenheim
1.2. Weg mit dem PKK-Verbot!
1.3. Her mit der Kohle!
1.3.1. Frauengesundheitszentrum Rojava (steuerbegünstigt)
1.3.2. Mobile Kliniken & Medizinische Ausbildung
1.3.3. Eine Feuerwehr für Rojava
1.3.4. Solidarität mit den Opfern des Anschlages in Suruc!
1.3.5. Eine Berufsschule für Kobane (steuerbegünstigt)
1.3.6. Azadi Rechtshilfefonds
1.3.7. Spenden für die PKK..
1.4. Do, 21.04.: Krisenherd türkisch-syrische Grenze (Traunstein)
2. Entnazifizierung und Entmilitarisierung Reichenhalls
2.1. Sa, 14. 05.16 – Hearing: „Die Verbrechen der Deutschen Gebirgsjäger auf Kreta “
2.2. Sa, 14. 05.16 – and action
2.3. Fr, 13.05. – Filmvortrag – Als die Deutschen vom Himmel fielen
2.4. NS-Verbrechen benennen
2.5. Opfer entschädigen
2.6. Rechte Traditionspflege angreifen
3. 1. Mai – Kampftag der Arbeiter*innenklasse
3.1. Vorabenddemo in Dachau – Streiken | Besetzen | Kollektivieren
3.2. DGB Demo in Rosenheim – Zeit für mehr Solidarität
3.3. Revolutionärer Erster Mai in Nürnberg
3.4. Naziaufmarsch in Plauen
4. Antifa
4.1. Meidl verurteilt
4.2. „Die Urangst des deutschen Rüden“ (Winhart, AfD)
4.3. Aufstehen gegen Rassismus
4.4. Rosenheim nazifrei
4.5. 14.04. Lesung zu Dombrowski
4.6. Mi, 20.04: Lesung – Unerwünscht – Drei Brüder aus dem Iran erzählen ihre Geschichte (Rosenheim)
4.7. Sa, 23.04.: Demonstration für ein aktives Gedenken – gegen Nazis und Rassismus (Memmingen)
4.8. Mo 25.04.: Proteste gegen Elstner-Mahnwache (München)
4.9. Mi, 27.04.: Schul- und Unistreik gegen Rassismus (bundesweit/München)
4.10. Fr, 29.04.: Solikonzert für Collin (Übersee)
4.11. Sa, 30.4. AfD Parteitag verhindern! (Stuttgart/Bus ab München)
4.12. So, 1.5. Naziaufmarsch zum Desaster machen! (Plauen)
4.13. Sa.: 07.05. SS Gedenken in Bad Reichenhall
4.14. Gedenkfeier Surberg am 8.5.2016

1. Stoppt das Massaker in Kurdistan!

In Kurdistan überschlagen sich die Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit: Während die Genoss_innen der YPG/YPJ immer erfolgreicher und nachhaltiger gegen den IS vorankommen, hat die türkische Regierung das Feuer auf die Genoss_innen in Nordkuristan eröffnet. Diese haben ihrerseits die Selbstverwaltung ausgerufen. Diese stabilisiert sich in Rojava zusehends – wobei hüben wie drüben die kriegerischen Auseinandersetzungen denkbar ungünstige Rahmenbedingungen bieten.
Sollte die Idee einer Konföderation verwirklicht werden, hätten wir es mit einem der interessantesten sozialistischen Projekte der Geschichte zu tun. Zumal – und insbesondere – weil sich die Akteur_innen vom Marxismus-Leninismus weitestgehend verabschiedet und einer nahezu libertären Weltsicht zugewandt haben: JENSEITS VON STAAT, MACHT UND GEWALT.
Während Al Nusra (vermittelt über Saudi-Arabien) und der türkische Staat von deutschen Rüstungskonzernen mit Waffen beliefert werden, haben wir uns deshalb entschlossen, die Genoss_innen in Kurdistan im Rahmen unserer Möglichkeiten zu beliefern:
https://kurdistansoli.rosenheim.tk

1.1. Demo 16.April – Rosenheim

Seit Monaten werden kurdische Städte durch das türkische Militär belagert. Viele Häuser sind zerstört und dürfen nicht mehr verlassen werden, Lebensmittel und Medikamente gehen aus, es gibt weder Strom noch Wasser. Am Himmel kreisen die Helikopter und durch die Straßen rollen Panzer, nicht selten deutschen Fabrikats. Unliebsame Journalist*innen, Aktivist*innen und demokratisch gewählte Oppositionelle werden verhaftet und vor Gericht gestellt. Das islamistisch-nationalistische AKP-Regime des türkischen Staatschef Recep Erdoğan, das nachweislich auch den Islamischen Staat unterstützt, baut die Türkei gerade zu einem Polizeistaat um – und die EU belohnt ihn dafür mit Milliardenzahlungen und der Aussicht auf neue Beitrittsverhandlungen: Um die Festung Europa neu zu zementieren und selbst das Menschenrecht mit Füßen zu treten.
Bei all dieser Bitterkeit haben wir große Hoffnungen in die Selbstverwaltung, in die kämpfende Jugend in Kurdistan, in die sich selbst befreienden Frauen*. Wir wollen demonstrieren – gegen die Annäherung der EU an das NATO-Mitglied Türkei in der jetzigen Lage – an der Seite der Kurd*innen, an der Seite der Flüchtenden, an der Seite der Frauen*.
Reichen wir dem Widerstand in Kurdistan die Hand!

Auftakt: Sa, 16.04.16 – 12.00 Uhr – Rosenheim Bahnhof
Vollständiger Aufruf: http://kurdistansoli.rosenheim.tk

1.2. Weg mit dem PKK-Verbot!

Wir dokumentieren ein Flugblatt des Demokratischen Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland und anderer Gruppen aus dem letzten Herbst.
https://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/GRAFIK/2015/11/aufruf%20aktionstag_flugi.pdf
Lesenswert ist auch der Aufruf zur Demo am 27.11.14 in Frankfurt:
https://linksunten.indymedia.org/de/node/127030

Vor 22 Jahren wurde in Deutschland das Betätigungsverbot gegen die Arbeiterpartei Kurdistans PKK verhängt und diese im Jahre 2002 auf die Terrorliste der EU und der USA gesetzt. Es folgte eine Welle der Kriminalisierung gegen KurdInnen mit Ausgrenzung aus dem sozialen und politischen Leben. Aktuell befinden sich, legitimiert durch den Paragraphen 129b (StGB), sieben Kurden, deren Engagement ausschließlich einer friedlichen Lösung der kurdischen Frage und der Etablierung einer Demokratiekultur galt, als politische Gefangene in deutschen Haftanstalten.
Dieses Verbot, als rein politische Entscheidung ungerechtfertigt ausgesprochen, ist längst hinfällig. Denn es kann keinerlei Legitimation dafür geben, den stärksten Akteur im Kampf gegen den barbarischen IS und somit wichtigsten Stabilitätsfaktor in der von Konfliktlinien gezeichneten Region des Mittleren Ostens, die PKK, des Terrorismus zu bezichtigen. Die Kurden bilden ein solides Fundament für nachhaltige Veränderungen in der Region sowie eine demokratisch-pluralistische Gesellschaft jenseits von nationalistischen, patriarchalen und religiös-fundamentalistischen Vorstellungen. Es gilt, diese demokratischen Strukturen und Erfahrungswerte auszubauen und fortschrittliche Kräfte zu stärken.
Nicht vergessen werden darf die historische und aktuelle Rolle und Verantwortung des Westens – so auch Deutschlands – in der Region, insbesondere in Bezug auf die bis heute ungelöste „kurdische Frage“. Anstatt die Kriegsverbrechen gegen das kurdische Volk zu verurteilen und sich um eine politische Lösung des Konflikts verdient zu machen, setzte und setzt man auf Verbote sowie Terrorlisten. Diese stärken lediglich den rückständigen, barbarischen Kräften bzw. Staaten den Rücken und widersprechen jeglichen Demokratiebestrebungen.
Hier ist ein deutlicher und offener Kurswechsel von Seiten Deutschlands und des Westens zwingend notwendig. Dazu gehören auch und vor allem:
* die Aufhebung des PKK-Verbots
* die Streichung der PKK von der EU-Terrorliste
* die Abschaffung des § 129a/b Strafgesetzbuch (StGB) als Legitimation der Kriminalisierung von KurdInnen
* Freiheit für alle kurdischen politischen Gefangenen

1.3. Her mit der Kohle!

Der zivile Wiederaufbau in Rojava kostet erhebliche Anstrengungen: Kobane ist befreit – aber in Schutt und Asche gelegt. Ähnlich sieht es beispielsweise auch in Sindschar aus.
Die Ökonomie in Rojava ist abgeschnitten und zugleich – durch die Zentralregierung – in einer schwierigen Lage: Agrarprodukte können zwar erzeugt, häufig aber nicht weiterverarbeitet werden, weil die notwendigen Mühlen in Aleppo stehen. Vergleich ist es mit dem Rohöl und den fehlenden Raffinerien.
Der steinreiche Barzani-Clan in Südkurdistan (irakisches Staatsgebiet), der von der Bundesregierung mit Waffen beliefert wird, hat von seinem Geld noch nie etwas an das kurdische Volk abgegeben (weshalb Barzani in der BRD vermutlich als Vorzeige-Kurde gilt). Derzeit lässt er oftmals die Grenze zu Rojava blockieren und erschwert die Weitergabe von Hilfsgütern.
Ihr könnt euch denken, was es braucht?!

1.3.1. Frauengesundheitszentrum Rojava (steuerbegünstigt)

Mit der Stiftung der Freien Frau in Rojava WJAR realisiert medico ein Selbsthilfezentrum mit therapeutischen Angeboten für traumatisierte Frauen in Rojava.
http://www.weqfajinaazad.org/en/
Wie überall auf der Welt, träumen viele Frauen im syrischen Kurdistan von eigenen, geschützten Räumen. Ihre Beteiligung am Aufbau und der Verteidigung einer neuen Gesellschaft hinterlässt bei vielen psychische und physische Wunden, die eine gezielte Aufmerksamkeit erfordern.  
Die syrische Gesellschaft ist sehr farbig und vielfältig, multiethnisch und multireligiös, in gewissen Bereichen aber auch traditionalistisch, konservativ und patriarchal. Trotz Einbezug von Frauen auf allen Entscheidungsebenen, leiden sie weiter unter häuslicher und struktureller Gewalt, unter Zwangsheirat, Vergewaltigung und Unterdrückung. Viele Frauen werden auch im Namen der Ehre von ihren eigenen Familien, Geschwistern und Ehemännern bedroht.
In der Vereidigung Rojavas gegen die Übernahme durch den IS wurden und werden Frauen und Mädchen als Kämpferinnen und Zivilistinnen gezielt angegriffen. Zahlreich wurden sie durch den IS brutal ermordet, vergewaltigt, versklavt und verschleppt. In den Monaten Juli und August 2014 zwang der IS tausende Jesiden und Jesidinnen aus dem Sindschar-Gebirge zu Flucht nach Syrien und ins kurdisch kontrollierte Rojava. Ein Grossteil der meist jungen Jesidinnen, die der Gefangenschaft durch den IS entkamen, wurden zuvor während Wochen und Monaten sexuell versklavt oder als Haushaltshilfen gehalten. Viele von ihnen leben heute in den Lagern von Qamishlo und sind schwer traumatisiert. Sie leiden nicht nur unter der erlittenen sexuellen Gewalt sondern auch daran, die Ehre ihres Klans beschmutzt zu haben.
Unsere Partnerorganisation »Weqfa Jina Azad a Rojava / Stiftung der Freien Frau in Rojava« entwickelt in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und dem Rojava Frauenrat / Yeketiya Star therapeutische psychosoziale Angebote. Unterstützt wird sie dabei von erfahrenen TheapeutInnen aus ganz Europa. 
Gleichzeitig arbeitet WJAR am Aufbau einer Art Frauendorf, wohin sich Frauen und Mädchen für eine bestimmte Zeit zurückziehen und dort ihre Kräfte regenerieren können. Es soll ein Ort sein, wo Frauen gemeinsam lernen, sich gegenseitig beraten, sich weiterentwickeln und gemeinsam für ihre Kinder sorgen.
Die Motivation der Frauen ein Frauendorf zu verwirklichen, ist sehr unterschiedlich. Einige betrachten das Dorf als Werkstatt für Emanzipation, andere als Schutzraum vor patriarchaler Gewalt. Wieder andere suchen ökonomische Unabhängigkeit, oder eine Alternative zur Heirat und der familiären Unterordnung in einem Klan. Für viele Frauen kann das Dorf damit auch eine Alternative zur Emigration nach Europa sein.

In der Bundesrepublik können steuerabzugsfähige Spenden an die Katholische Frauengemeinschaft Trier geleistet werden:
http://www.kfd-trier.de/aktuelles/projekte/syrien-rojava/

1.3.2. Mobile Kliniken & Medizinische Ausbildung

Das Gesundheitssystem in Syrien liegt gerade jetzt am Boden, wo medizinische Hilfe am Nötigsten ist. Deswegen setzt sich CADUS-Redefine Global Solidarity für die medizinische Versorgung der Bevölkerung und den Wiederaufbau des Gesundheitssystems ein.
Gespendet werden kann entweder Geld für medizinische Trainings oder Material für eine Mobile Klinik.
Geldspenden hier:
https://www.betterplace.org/en/projects/34956?utm_campaign=ShortURLs&utm_medium=project_34956&utm_source=PlainShortURL
Zu den Materialspenden (wer in einer Klinik arbeitet, kann doch bestimmt etwas organisieren):
http://www.cadus.org/de/mitmachen

1.3.3. Eine Feuerwehr für Rojava

http://www.feuerwehrfuerrojava.de

Die Kampagne „Eine Feuerwehr für Rojava“ stellt
sich vor:

Seit Mitte Juni sammeln wir innerhalb der Kampagne „Eine Feuerwehr für Rojava“ Geld und Feuerwehrausrüstung, um den Aufbau von Feuerwehr- und
Rettungsstrukturen in Rojava zu unterstützen. Nun möchten wir euch einen tieferen Einblick in unsere Arbeit und dem wesentlichen Inhalt dieser Kampagne geben.
 

Die Geschehnisse der letzten Jahre in Kurdistan haben bei uns einen starken Eindruck hinterlassen. Die Revolution in Rojava, der Aufbau basisdemokratischer Räte, der Kampf für die Befreiung der Frau – all diese praktischen Veränderungen wurden erkämpft und zeigen uns eindrucksvoll,
dass eine andere Welt machbar ist. Die Kämpfe für ein Leben jenseits von Kapitalismus und Patriarchat strahlen weit über Kurdistan hinaus eine Kraft aus und fordern uns auch hier zum Handeln auf.
Ebenso erreichten uns die grausame Bilder der Angriffe vom IS und anderen Organisationen auf Rojava und die Berichte über den Genozid an Yezid*innen in Șengal. Aufgrund dieser Ereignisse diskutierten wir mit Freund*innen und Bekannten über die Geschehnisse sowie über unsere Möglichkeiten zu helfen. Durch unsere Solidarität mit Rojava wollten wir Projekte entwickeln, die vor Ort wirklich Hilfe leisten. Solidarität alleine reicht nicht aus, um etwas zu bewegen, es müssen Ideen in die Praxis umgesetzt werden. Eine Delegation aus Rojava berichtete unter anderem von dem Bedarf an öffentlicher Infrastruktur sowie medizinischer Versorgung, Rettungs- und Feuerwehrfahrzeugen. Wir kontaktierten die Strukturen in Kobanê, die uns den dringenden Bedarf an Feuerwehrfahrzeugen bestätigten. So kam die Idee sich auf den Bereich der Feuerwehrtechnik festzulegen. Mitte Juni traten wir dann mit der Kampagne „Eine Feuerwehr für Rojava“ an die Öffentlichkeit. Wir schrieben Pressemitteilungen, waren auf der Feuerwehrmesse „Interschutz“, warben auf Festivals für unser Anliegen und vor allem sprachen wir mit vielen verschiedenen Menschen. Für uns standen und stehen heute noch bestimmte
Aspekte im Vordergrund: Einerseits geht es darum Geld zu sammeln, um Feuerwehrtechnik für Rojava finanzieren zu können. Andererseits wollen wir über die Situation in Rojava informieren und von den Chancen erzählen, die
von einer gleichberechtigten, basisdemokratisch organisierten Gesellschaft ausgehen. Und schließlich wollen wir auch zeigen, wie es für Menschen hier vor Ort möglich ist, Unterstützung zu leisten und solidarisch aktiv zu werden.
Es ist klar, dass in Rojava wesentlich mehr als Feuerwehrfahrzeuge benötigt wird. Viele unterschiedliche Initiativen können ihren Beitrag leisten und es zudem schaffen, auch Leute in der BRD wach zu rütteln.
Wir haben in den letzten zwei Monaten viele Menschen erreichen können und haben zahlreiche Spenden erhalten. Bundesweit solidarisierten sich die Menschen mit den Menschen und mit dem Aufbau der Selbstverwaltungsstrukturen. In Potsdam haben sich beispielsweise Fußballfans aufgemacht und in ihrer Fankurve für „Eine Feuerwehr für Rojava“ Spenden gesammelt. In Erlangen wurden die Erlöse eines Straßenfests an die Kampagne gespendet, in Hamburg ging ein Freundeskreis einen Tag zusammen arbeiten, um das verdiente Geld zu spenden und es wurden unterschiedliche Solidaritätsveranstaltungen organisiert. Auch international hat die Kampagne positive Rückmeldungen bekommen. Uns erreichten Grußbotschaften aus Spanien sowie Dänemark und in St. Petersburg in Russland gab es eine Solidaritätsveranstaltung bei der Spenden gesammelt wurden. Solche Beispiele zeigen, wie vielfältig eine Spendenkampagne sein kann. Verschiedene Feuerwehren erklärten sich solidarisch mit dem Projekt und unterstützten es teilweise mit Sachspenden. Diese vielfältige Unterstützung gilt den Menschen Rojavas, die jeden Tag große Anstrengungen für den Aufbau und die Verteidigung ihrer fortschrittlichen Gesellschaft leisten und gibt auch uns Kraft.
Nach dem Anschlag am 20. Juli in Suruç auf die Jugendlichen der SGDF erhielten wir Anfragen, ob wir die Kampagne trotzdem weiter führen wollen. Die jungen Sozialist*innen wurden ermordet, weil sie sich auf die Seite der Revolution in Rojava gestellt haben und den Wiederaufbau von Kobanê unterstützen wollten. Die grausame Tat hat uns tief getroffen und es fällt schwer, Worte dafür zu finden. Unser Mitgefühl gilt den Verletzten und Hinterbliebenen. Die Toten wollen wir mit ihrer Vorstellung praktischer internationalistischer Solidarität und dem Streben nach einer fortschrittlichen Welt in Erinnerung behalten. Es war Ziel des Anschlags, die Menschen zu entmutigen und von der Unterstützung Rojavas abzubringen. Mit der Kampagne „Eine Feuerwehr für Rojava“werden wir uns nun erst recht für praktische Solidarität mit Rojava einsetzen.
Zurzeit sind die Umstände für Hilfslieferungen nach Rojava besonders ungünstig. Unter dem Embargo der Türkei leidet die Bevölkerung schon seit einiger Zeit. Deshalb ist es uns als Kampagne „Eine Feuerwehr für Rojava“ von Beginn an wichtig gewesen, auf die zwingende Notwendigkeit eines humanitären Korridors hinzuweisen. Dieser muss sowohl Hilfslieferungen nach Rojava zulassen als auch die Möglichkeit für Gelüchtete bieten, in ihre Heimat zurückzukehren.

Den Sommer werden wir weiter dazu nutzen, Spenden zu
sammeln. Abhängig von der aktuellen Situation und in
Absprache mit den Strukturen vor Ort werden wir versu-
chen „eine Feuerwehr für Rojava“ auf die Reise schicken.
http://www.feuerwehrfuerrojava.de

1.3.4. Solidarität mit den Opfern des Anschlages in Suruc!

Am 20. Juli 2015 detonierte auf dem Gelände des Amara Jugendzentrums in Suruç eine Bombe inmitten einer Gruppe von mehreren hundert Jugendlichen und riss 33 von ihnen in den Tod.

Der Anschlag war ein gezielter Angriff des sog. Islamischen Staates (IS) auf die Föderation der sozialistischen Jugendvereine (SGDF). Etwa 300 aus der gesamten Türkei angereisten Mitglieder dieser linken Jugendorganisation hatten sich zum Ziel gesetzt, ihren Sommerurlaub in der umkämpften und vom Krieg nahezu zerstörten Stadt Kobane zu verbringen, beim Wiederaufbau zu helfen und Hilfsgüter dorthin zu transportieren.

Der Anschlag, begangen von einem IS-Selbstmordattentäter, wurde vom türkischen Regime genutzt, um umfangreiche Razzien durchzuführen und über tausend linke Oppositionelle in der Türkei zu inhaftieren. Ebenso dienten sie als Vorwand für Bombardierungen der türkischen Armee, die sich in erster Linie gegen Stellungen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) richteteten, und so den begonnenen Friedensprozess zum Erliegen brachten. Die Strategie der Spannung und der Eskalation, die von der türkischen Regierung betrieben wird, nutzte das Massaker, um ausgerechnet gegen die vorzugehen, die Ziel des Anschlages waren.
Aus den bürgerlichen Medien und dem Alltagsbewusstsein der Menschen in Deutschland war der Anschlag von Suruc und der im Oktober folgende in Ankara mit über 100 Toten erwartungsgemäß schnell wieder verschwunden. Deshalb veranstaltet die Rote Hilfe zusammen mit der Föderation der ArbeitsmigrantInnen in Deutschland (AGIF) eine Vortragsreihe und ruft zu Spenden für die Betroffenen des Anschlages von Suruc und ihrer Familien auf.Wir wollen die Opfer des Anschlags in Suruç nicht allein lassen und rufen zur aktiven Solidarität mit den Verletzten und Hinterbliebenen der getöteten GenossInnen auf. Unsere Absicht ist es außerdem zu verhindern, dass der Terror des IS und des AKP-Regimes Solidaritätsprojekte der linken Bewegung in der Türkei mit den Menschen in Kobane unterbindet.

Benötigt werden Gelder für Grabstätten der getöteten AktivistInnen. Sowohl die Hinterbliebenen als auch die Schwerverletzten brauchen in vielen Fällen längerfristige psychologische Betreuung. Auch die ärztliche Versorgung, Medikamente und Hilfsmittel wie Rollstühle werden dringend benötigt und kosten Geld.

Die Rote Hilfe e.V. wird auch weiterhin die Repression des Erdogan-Regimes in der Türkei und in Kurdistan und nicht die deutsche Unterstützung der türkischen Politik sehr genau verfolgen und öffentlich machen. Unsere Solidarität gilt allen Menschen, die wegen ihres Einsatzes für Freiheit und Solidarität verfolgt, bedroht und mit Repression überzogen werden.
Kontoverbindung: Verein für internationale Freundschaft und Solidarität e.V. / IBAN: DE30 1001 0010 0656 3151 07 / BIC: PBNKDEFF / Stichwort: SGDF

1.3.5. Eine Berufsschule für Kobane (steuerbegünstigt)

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft LV Bayern und das Sozialforum Amper sammeln Gelder für den Aufbau einer Berufsschule für Mädchen in Kobane:
http://www.sozialforumamper.de/kobane.php
Am 26. Januar 2015 meldeten die Bewohnerinnen und Bewohner aus Kobanê:
«Ja, es ist wahr – Kobanê ist frei».
Den Namen Kobanês kennt inzwischen die ganze Welt. Doch der zum Symbol gewordene Widerstand gegen den IS hatte einen hohen Preis. Hunderte KämpferInnen und ZivilistInnen sind tot, die Stadt ist zu
achtzig Prozent zerstört, über zwanzig Schulen wurden dem Erdboden gleichgemacht.
Wochenlang belagerte der barbarische IS die kurdische Stadt an der syrisch-türkischen Grenze. Die freiheitsliebenden Frauen aus dem umkämpften Kobanê mussten mit dem Gewehr in der Hand gegen die Steinzeitterroristen des IS für die Freiheit im Kanton Kobanê in Rojava (Syrien-Kurdistan) kämpfen. So sind sie zum Symbol des Widerstandes geworden. Auch im Kampf um Kobanê spielten sie eine herausragende Rolle. Selbst Mütter griffen zum Gewehr, die meisten Kämpferinnen jedoch waren noch Teenager. Kobanê und der Befreiungskampf seiner BewohnerInnen steht für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen und für schon lange praktizierte religiöse und weltanschauliche Toleranz. Kurden, Christen und Moslems, Jesiden, Alewiten und andere – Menschen unterschiedlichster Überzeugungen verteidigten damit auch Europa. Kobanê ist das Symbol für den demokratischen Aufbruch in einer Region, die von Kriegen zerrüttet ist.
Jetzt beginnt der Wiederaufbau, die Geflüchteten kehren zurück in ihre Stadt. Wir möchten dabei helfen und uns am Aufbau einer Berufsschule für die Mädchen von Kobanê mit Spenden beteiligen. Dabei wollen wirauch die Ausbildung der tapferen Mädchen und Frauen fördern, die ganz wesentlich zur Befreiung von Kobanê beigetragen haben. Sie verdienen die ganze Solidarität der Weltgemeinschaft.

1.3.6. Azadi Rechtshilfefonds

Der Azadi Rechtshilfefonds informiert über die Repression gegen politische aktive Kurd_innen innerhalb und außerhalb der BRD und unterstützt diese nach Kräften:
https://www.nadir.org/nadir/initiativ/azadi/

1.3.7. Spenden für die PKK..

.. dürfen in der BRD keine gesammelt werden. Also: raufscrollen und ein anderes Projekt wählen!

1.4. Do, 21.04.: Krisenherd türkisch-syrische Grenze (Traunstein)

Wir möchten auf diese Veranstaltung zur „aktuellen Situation in den Kurdengebieten“ der Friedensinitiative Traunstein-Traunreut-Trostberg und der Linken KV Traunstein hinweisen. Referent ist Cetin Oraner, Mitglied des Münchner Stadtrats.
Was gerade in den kurdischen Gebieten in der Türkei vorgeht gleicht einem Kriegszustand. Die türkische Regierung hat sich offensichtlich vorgenommen, den kurdischen Widerstand endgültig zu brechen. Wenn man den Erklärungen Äußerungen der Regierung folg, wie sie die Probleme lösen wolle, entsteht sehr schnell der Eindruck, als ob die Türkei mit einer „feindlichen Macht von Außen im Krieg wäre“.
In den letzten sechs Monaten wurde mehr als 53 mal in verschiedenen Städten der Ausnahmezustand ausgerufen. Während der wochenlang andauernden Ausnahmezustände dürfen die Menschen manchmal 24 Stunden lang nicht ihre Häuser verlassen.
Dramatisch ist auch, wie die Sicherheiskräfte in diesen Gebieten vorgehen. Viele Stadtteile wurden in Schutt und Asche gelegt. Die Bilder ähneln den Bildern in Syrien. Bisher haben diese Angriffe über 1.000 Menschen das Leben gekostet.
In Cisre und Silopi werden Generalangriffe mit Einsatz von Panzern gestartet, ebenso in Dhjabakir und Hakkari. Trotzdem leistet das kurdische Volk Widerstand.

Datum: Do, 21. Apr. 2016
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Sailerkeller, Traunstein

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2. Entnazifizierung und Entmilitarisierung Reichenhalls

2.1. Sa, 14. 05.16 – Hearing: „Die Verbrechen der Deutschen Gebirgsjäger auf Kreta “

Am 20. Mai 1941 griff die deutsche Wehrmacht (u.a. „Gebirgsjäger“ aus Bad Reichenhall) die griechische Insel Kreta an, hielt sie bis zum 9. Mai 1945 besetzt und beging dort zahlreiche Kriegsverbrechen. Über 3500 Zivilist_innen wurden als Partisan_innen und deren Unterstützer_innen hingerichtet und über 30 Dörfer komplett zerstörte. Zum 75. Jahrestag der deutschen Invasion auf Kreta wollen soll in Bad Reichenhall (dem Ort, in dem bis heute dieser faschistische Angriffskrieg mit all seinen Verbrechen glorifiziert wird) den Opfern eine Stimme gegeben. Am Sa 14. Mai werden wir in Bad Reichenhall ein Hearing unter dem Motto „die Verbrechen der Reichenhaller Gebirgsjäger auf Kreta“ mit Zeitzeugen, Vertretern von Opferverbänden, Historikern und Rechtsanwälten organisieren. Die Veranstaltung beginnt um 12:00 Uhr. Teilnehmer des Hearings sind:

Ralph Klein (Historiker, NRW): Die Kriegsverbrechen der Bad Reichenhaller Gebirgsjäger

Ralph Klein ist Historiker und u.a. beim AK „Angreifbare Traditionspflege“ aktiv. Seine Forschungsschwerpunkte sind die deutschen Kriegsverbrechen in Griechenland und Italien. Er ist Mitherausgeber des Buches „Mörder unterm Edelweiß“ und wird am 14.05 seine aktuellen Forschungsergebnisse zu den Bad Reichenhaller Gebirgsjägern präsentieren.

Nikolaos Marinakis (Zeitzeuge, Kreta): Bericht eines Überlebenden des Massakers von Skines

Am 01.08.1941 zerstörte die 5. Gebirgsjägerdivision aus Reichenhall das Dorf Skines und ermordete 148 kretische Zivilist_innen, darunter die Familie von Nikolaos Marinakis. Der heute 92 jährige überlebte das Kriegsverbrechen und kämpfte in der EPON und ELAS gegen die deutsche Besetzung von Kreta.

Aristomenis Syngelakis („Nationalrat für die Forderungen gegenüber Deutschland“, Athen): Die Position der Opfer

Aristomenis Syngelakis vom Opferverband Ano Viannos und Mitglied im Nationalrat für die Forderungen gegenüber Deutschland wird die Position der Opfer deutlich machen. Es geht um die Anerkennung der Verbrechen und um die Anerkennung des Leids der Opfer. Im Gegensatz zur Sicht der deutschen Regierung sind für ihn die Entschädigungsforderungen nicht vom Tisch

Martin Klingner (Rechtsanwalt, Hamburg): Der juristische Kampf um Entschädigung griechischer Opfer nationalsozialistischer Verbrechen

Martin Klingner ist Rechtsanwalt in Hamburg und im „Arbeitskreis Distomo“ aktiv. Er hat die Familie Sfountouris in einem Entschädigungsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vertreten.

Moderation: Stephan Stracke (Historiker, Wuppertal)
Moderiert wird das Hearing von Stephan Stracke . Die Fortschungsschwerpunkte des Historikers aus Wuppertal sind: Geschichte des Nationalsozialismus, Täter-Forschung, Zweiter Weltkrieg und Arbeiterbewegung.

2.2. Sa, 14. 05.16 – and action

Rund um den 75. Jahrestag dieser Ereignisse möchten wir unseren Beitrag zur Erinnerungskultur in dieser Ortschaft leisten, die sich mit Kreta-Denkmälern, -Brücken und -Gedenkfeiern schmückt. Denn in Bad Reichenhall herrscht auch nach mehreren Jahren antifaschistischer Intervention ein aktives Verdrängen vor: Ein Verdrängen, bei dem die Opfer des Nationalsozialismus ganz explizit ausgeklammert bleiben um nicht den geringsten Missmut gegenüber der ortsansässigen Gebirgstruppe zu erzeugen; ein Verdrängen, bei dem darüber hinaus nazistisches Gedenken akzeptiert bleibt. Dieses Verdrängen kotzt uns an. Und so bleibt uns nichts anderes übrig als auch 2016 nach Bad Reichenhall zu reisen um dort NS-Verbrechen zu benennen und Entschädigung für die Opfer zu fordern. Das Hearing wird nur eine Aktionsform sein die wir praktizieren werden. Weitere Infos, Ankündigungen etc. findet ihr in Kürze auf
https://badreichenhall.tk

2.3. Fr, 13.05. – Filmvortrag – Als die Deutschen vom Himmel fielen

Am Vorabend vor dem Reichenhallbesuch, wird der Dokumentarfilm „ Als die Deutschen vom Himmel fielen“ in mehreren Städten gezeigt. Unter anderem in Rosenheim im Z (Innstr 45a, Beginn 19:00 Uhr, Eintritt frei)
Der Film erzählt vom Widerstand der Bevölkerung Kretas gegen die deutschen Truppen, die im Mai 1941 die Mittelmeerinsel angriffen. Für die Frauen, Männer und Kinder war es ein Kampf um Freiheit, gegen die Vernichtung ihrer Angehörigen und die Zerstörung der Dörfer.
Doch die Erzählungen offenbaren auch die Konflikte, die sich während der Besatzungszeit innerhalb des Widerstandes an der Frage der politischen Zukunft des Landes entzündeten und unter Einflußnahme der Alliierten und der deutschen Truppen im Bürgerkrieg mündeten.
Den Erzählungen der griechischen Protagonisten folgend greift der Film eine weitere Spur auf. An 1941 errichteten Ehrenmälern pflegen Wehrmachtsveteranen im Schulterschluss mit Bundeswehrsoldaten ihre Geschichtsschreibung: Es ist der Mythos von mutigen und opferbereiten Soldaten, die der Pflicht der Vaterlandsverteidigung gefolgt seien.  
Weitere Infos: http://www.kreta-film.net/

2.4. NS-Verbrechen benennen

Am 21.Mai 1941 beginnt die Wehrmacht mit der Luftlandung auf der griechischen Insel Kreta. Die Bevölkerung leistet vom ersten Tag an erbitterten Widerstand gegen den Überfall der eingesetzten Fallschirm- und Gebirgsjäger. Schon am dritten Tag ordnet der Kommandeur der im Salzburger Land aufgestellten 5.Gebirgsdivision, Julius Ringel (gestorben 1967 in Bayerisch Gmain), Vergeltungsmaßnahmen gegen Zivilist_innen an: “ (…)für jeden deutschen Verwundeten oder Gefallenen zehn Kreter zu erschießen, Gehöfte und Dörfer, in denen deutsche Truppen beschossen werden, niederzubrennen, in allen Orten Geiseln sicherzustellen.“¹ Angesichts dieser kriegerischen Tüchtigkeit erhielt Ringel im Juni 1941 das Ritterkreuz und zwei Jahre später „zum 10. Jahrestag der „Machtergreifung“ das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP. Ringel verbrachte seine Pension bei Bad Reichenhall, wo er 1967 verstarb, ohne sich je für die unter seinem Kommando verübten Gräueltaten verantworten zu müssen. Auf Kreta wurde das „Axiom von der Kollektivhaftung der Bevölkerung“ zum ersten Mal angewandt.²
Weiter lesen auf: https://badreichenhall.tk/ns-verbrechen-benennen/

2.5. Opfer entschädigen

Von 1941 bis 1944 dauerte die Besatzung Griechenlands durch Nazi-Deutschland und seine Verbündeten. Schon bald begannen die Besatzer, die systematische Auslöschung der griechischen Jüdinnen* und Juden* zu planen und durchzuführen. Etwa 60.000 der insgesamt 77.000 jüdischen Griech_innen wurden ermordet, die meisten von ihnen im Lager Auschwitz-Birkenau.
Auch gegenüber der nichtjüdischen Bevölkerung traten die deutschen Besatzer mit roher Gewalt auf. In Griechenland wird davon ausgegangen, dass mindestens 300.000 Menschen in Folge der Besatzung ihr Leben verloren.
Die zahlreichen Massaker an der griechischen Zivilbevölkerung unter anderem durch die Bad Reichenhaller Gebirgsjäger, unterschieden sich dabei allenfalls in der Zahl, jedoch nicht in der Begehungsweise von den Gräueltaten, die durch deutsche Soldaten in Jugoslawien, Polen und der Sowjetunion begangen wurden. Als Tropfen auf dem heißen Stein wurden 1960 115 Millionen DM bezahlt „zugunsten der aus Gründen der Rasse, des Glaubens oder der Weltanschauung von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffenen Staatsangehörigen, die durch diese Verfolgungsmaßnahmen Freiheitsschäden oder Gesundheitsschädigungen erlitten haben, sowie besonders auch zugunsten der Hinterbliebenen der infolge dieser Verfolgungsmaßnahmen Umgekommenen“.Ausgeschlossen blieb der größte Teil der Opfer: Der Betrag der Entschädigungen jener Hunderttausender, welche ihre Heimat in Schutt und Asche wiederfanden und deren Familien, Freund_innen und Nachbar_innen im Zuge der zahllosen Massaker durch die grausam wütende Besatzungsmacht ausgelöscht wurden, beläuft sich bis heute auf Null.
Weiter lesen auf: https://badreichenhall.tk/opfer-entschaedigen/

2.6. Rechte Traditionspflege angreifen

Bad Reichenhall, die Kurstadt in der oberbayerischen Provinz, steht wie kaum ein anderer Ort für rechte Traditionspflege und NS-Verherrlichung. Menschen, die dort leben, müssen befürchten auf dem Friedhof St. Zeno begraben zu werden – zwischen Kriegsverbrechern, wie dem Wehrmachts-General Rudolf Konrad, französischen SS-Leuten, Gedenkplatten und -kreuzen zu deren Andenken und sonstigem martialischem Allerlei. Ferner schmückt sich der Ort mit einer „Kreta-Brücke“, einem „Kreta-Denkmal“ sowie dem jährlichen „Kreta-Gedenken“. Die örtliche Kaserne rundet das Bild mit einem überdimensionalem Landserbild ab, lange lautete ihr Name auf den oben erwähnten „Schlächter von der Krim“ Rudolf Konrad.
Von der Stadt nicht mehr besonders geschätzt, aber dennoch obligatorischer Termin im Jahreskalender, ist das nazistische Gedenken an die französischen Freiwilligen der Waffen-SS. Widerstand dagegen regt sich nicht aus der Zivilgesellschaft, sondern allenfalls in halbherzigen Verwaltungsakten.
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3. 1. Mai – Kampftag der Arbeiter*innenklasse

3.1. Vorabenddemo in Dachau – Streiken | Besetzen | Kollektivieren

Die libertären Gruppen in der Region München und die Basisgewerkschaft FAU München rufen zum diesjährigen 1. Mai zu einer Vorabend-Demonstration in Dachau auf:

SA, 30.04.16 – 19.00 Uhr – Bhf Dachau

Lohnarbeit bedeutet den Zwang, jeden Tag morgens aufstehen und am Ende des Monats dennoch jeden Cent umdrehen zu müssen. Sie bedeutet Leistungsdruck und
Unterordnung. Lohnarbeit ist auch immer öfter eine prekäre Beschäftigung. Sie zwingt uns zu Lohndumping und oft in Leiharbeitsverhältnisse. Mittlerweile müssen fast alle Lohnarbeitenden auch mit der Unsicherheit leben, ob ihre Arbeitsverträge verlängert werden. Obwohl in einer Wohlstandsgesellschaft lebend, müssen sich viele einen Zweitjob suchen, um irgendwie über die Runden zu kommen. In der Arbeit werden die Lohnabhängigen auseinanderdividiert, beispielsweise nach Lohngruppen, nach Qualifikation oder durch Auslagerung in Untergesellschaften. Genauso werden „Deutsche“ und „Nicht-Deutsche“ gegeneinander ausgespielt. Die Lohnarbeit nimmt einen Großteil des Lebens der Menschen ein, das heißt sie stiehlt ihnen kostbare Lebenszeit.
Gleichzeitig bedeutet Lohnarbeit, dass ein Großteil des Lohns für hohe Mieten draufgeht [..]
Vollständiger Aufruf:
http://www.autistici.org/aaud/antifaschismus/vorabend-demonstration-in-dachau-zum-1-mai-2016

3.2. DGB Demo in Rosenheim – Zeit für mehr Solidarität

Die DGB Demo in Rosenheim beginnt dieses Jahr um 9.00 Uhr an der Innstraße 55. Die Durchführung wird von zahlreichen Gruppen aus dem Z mitunterstützt.

Wir gehen davon aus, dass die Themen Werkverträge und prekäres Wohnen sowie die geplante Hartz-IV Reform angesprochen werden. Auch Migrationspolitik und Fluchtursachen werden thematisiert werden – weshalb der DGB über Helfer_innenkreise und darüber hinaus auch alle Geflüchteten zur Demo und Kundgebung einlädt.

Bei der Hauptkundgebung an der Brixstraße spricht Martin Burkert aus dem Bundesvorstand der EVG. Die EVG hatte in den letzten Wochen eine Tarifauseinandersetzung mit der Meridian-Betreibergesellschaft.

Weitere Kundgebungen in Oberbayern:
http://oberbayern.dgb.de/++co++1f0a08ac-fb1c-11e5-b78b-52540023ef1a

Tipp: Für daheimgebliebene bietet sich am Nachmittag immer auch das Mai-Fest der Vetternwirtschaft an, auch mit Kindern..

3.3. Revolutionärer Erster Mai in Nürnberg

Ursprünglich war zu befürchten, dass Nazis der Kleinstpartei „Die Rechte“ am 1.Mai in Nürnberg aufmarschieren. Wie es jetzt aussieht, haben diese von ihrem Vorhaben Abstand genommen.
Der Revolutionäre 1.Mai in Mittelfranken ist aber auch so eine Reise wert.

Demobeginn:
Gostenhofener Str. / Ecke Bauerngasse
11.00 Uhr
Bei Naziaktivitäten ggf. Abweichungen

Aus dem Aufruf:

Soziale Spaltung, Krieg, Rassismus, Faschismus – die Übel an der Wurzel packen!

Die Ursachen für die fortschreitende Zuspitzung der gesellschaftlichen Widersprüche liegen im Wesen des Kapitalismus, der sich heute nach wie vor im Stadium des Imperialismus befindet. Der Kern dieser Wirtschaftsweise ist die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft. Vereinfacht gesagt wird den ArbeiterInnen nur ein Teil des Wertes den sie schaffen ausbezahlt, nämlich der den sie brauchen, um selbst zu konsumieren und ihre Arbeitskraft zu regenerieren. Einen Teil dieses Restes eignen sich die ProduktionsmittelbesitzerInnen, die herrschende Klasse der KapitalistInnen, durch Verkauf der produzierten Ware als Profit an. Um diesen immer weiter zu steigern, gilt es den Preis für die Ware Arbeitskraft, den Lohn den wir erhalten, so gering wie möglich zu halten. Der Konsum ist notwendig, um die Waren, die produziert werden, zu verkaufen und die lohnabhängige Klasse gleichzeitig arbeitsfähig zu halten. Sehr hilfreich für diese Wirtschaftsweise ist die patriarchale Rollenaufteilung: die Arbeit zu Hause, die der Reproduktion der Arbeitskraft dient (sei es, damit am nächsten Tag wieder gearbeitet werden kann, oder damit Nachwuchs für den Arbeitsmarkt aufgezogen wird), ist im Kapitalismus notwendig – aber unbezahlt. So gleichberechtigt diese Gesellschaft sich gibt: die unbezahlte Hausarbeit wird ebenso wie die Pflege von Alten und Kranken größtenteils von Frauen erledigt. [..]

Fluchtursachen bekämpfen, bedeutet den Imperialismus bekämpfen!
Rassismus heißt Spaltung! Internationalismus bedeutet Fortschritt!
Kein Fußbreit den FaschistInnen! Den Staat in die Verantwortung nehmen!
Gegen Faschismus und Imperialismus! Für einen revolutionären Internationalismus!

Vollständiger Text:
http://www.redside.tk/cms/2016/03/31/heraus-zum-revolutionaeren-1-mai-2016-in-nuernberg/

3.4. Naziaufmarsch in Plauen

Der III.Weg (de facto Nachfolgeorganisation des Freien Netz Süd) mobilisiert am ersten Mai nach Plauen. Es ist davon auszugehen, dass sich auch weitere Naziorganisationen dem Aufruf anschließen.

Antifaschist_innen mobilisieren unter dem Motto „time to act“ dagegen:
http://plauen0105.blogsport.eu/
(siehe auch 4.12 gegen Ende des Infomails)

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4. Antifa

4.1. Meidl verurteilt

Das Aushängeschild der rechten Parteien und Strömungen in Rosenheim, Peter Meidl, wurde im März am Rosenheimer Amtsgericht verurteilt. Dieses Mal zu zwölf Monate auf Bewährung und 500€ Geldauflage – an Pro Asyl.
Thomas Witzgall kommt für Endstation Rechts in einer detaillierten Betrachtung zur Einschätzung, dass das Urteil günstig für Meidl ist:
https://www.endstation-rechts-bayern.de/2016/03/bewaehrungsstrafe-fuer-pegida-peter/

4.2. „Die Urangst des deutschen Rüden“ (Winhart, AfD)

Der AfD/JA-Funktionär Winhart aus Bad Aibling wird in der heute Show mit den Worten zitiert „Wir haben uns so viele Männer ins Land geholt – da werden uns bald die Frauen ausgehen“. Kebekus erkennt darin die „Urangst des deutschen Rüden“ in ihrem zdf spezial „Wissenschaftlich bewiesen: Männer sind oft sehr doof“.
https://www.youtube.com/watch?v=VB6k_mPdhR0
Der Originalbeitrag ist im Schnitt hier noch ergänzt. Lügen-Youtube!

4.3. Aufstehen gegen Rassismus

Wir (die infogruppe rosenheim) unterstützten die Kampagne “Aufstehen gegen Rassismus!“, die dazu aufruft, sich der AfD überall entgegenstellen, ob auf der Straße oder in den Parlamenten. Wörtlich heißt es: „Überall wo die Rassistinnen und Rassisten von AfD und Co. demonstrieren, sprechen oder auf Stimmenfang gehen, werden wir präsent sein und klar und deutlich sagen: Wir stehen auf gegen Rassismus! Keine Stimme für rechte Hetze!“
Wenn auch Ihr dabei sein wollt, schließt Euch dem Aufruf an:
https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/

4.4. Rosenheim nazifrei

Die infogruppe engagiert sich auch im Bündnis Rosenheim nazifrei. Das Bündnis „Rosenheim nazifrei“ ist ein politisch und parteiunabhängiger Zusammenschluss von derzeit etwa 50 Gruppen,Initiativen, Organisationen und Personen. Ziel des Bündnis ist es menschenverachtende Nazipropaganda in und um Rosenheim nicht unwidersprochen hinzunehmen und gegebenenfalls aktiv, kreativ und entschlossen dagegen zu protestieren. Bestes Beispiel dafür ist dieBlockade des versuchten Aufmarsches der Partei „Die Rechte“ Ende August letzten Jahres.
Aktuelle Infos, Veranstaltungen von Bündnispartnern etc gibt es unter:
https://nazifrei.rosenheim.tk/

4.5. 14.04. Lesung zu Dombrowski

Am 14.04 findet eine Buchvorstellung von Rainer Thiemann in Siegsdorf über den dort und anderswo verehrten Künstler Ernst Dombrowski und dessen Nähe zum Nationalsozialismus statt. Weitere Infos:
http://traunstein.vvn-bda.de/2016/04/03/dombrowski-buchpraesentation/

4.6. Mi, 20.04: Lesung – Unerwünscht – Drei Brüder aus dem Iran erzählen ihre Geschichte (Rosenheim)

Von Flüchtlingen zu Einser-Studenten, von Asylsuchenden zu Vorzeigeemigranten – Unerwünscht erzählt die unglaubliche Geschichte einer Integration dreier Brüder gegen alle Widerstände.
Die drei Brüder Mojtaba, Masoud und Milad Sadinam wachsen im Iran der 1980er Jahre als Kinder regimekritischer Eltern auf. Als ihre Mutter bei einer verbotenen Flugblattaktion auffliegt, müssen sie untertauchen und sind monatelang komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Bis sie die Flucht wagen und mit Hilfe eines Schleppers im Sommer 1996 mit nichts als einem Koffer illegal nach Deutschland gelangen. Ohne Geld, ohne Papiere und ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, landen sie in einem Auffanglager bei Münster. Dann der Schock: Ihr Asylantrag wird abgelehnt, sie werden zur sofortigen Ausreise aufgefordert.
Wie Mojtaba, Masoud und Milad eine Integration gegen alle Widerstände gelingt, in einem Land, das sie nicht haben wollte – davon erzählen sie in diesem Buch.
Es ist die Geschichte einer Suche dreier junger Menschen nach Heimat und Freiheit und eine Geschichte über den Wunsch, dazuzugehören. Es ist das Protokoll eines Flüchtlingsschick-sals – vor allem aber eine so noch nicht gelesene Parabel über Brüder-lichkeit, Mut und Menschlichkeit.

Die Lesung findet am Mittwoch, den 20.04. um 19:30 Uhr in der Bühne im Lockschuppen statt.
Die Veranstaltung wird organisiert vom Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit dem Stadtjugendring und dem Verein Gesicht Zeigen – Rosenheimer Bündnis gegen Rechts e.V.

Für eine Teilnahme wird um vorherige Anmeldung unter bayernforum@fes.de gebeten.

4.7. Sa, 23.04.: Demonstration für ein aktives Gedenken – gegen Nazis und Rassismus (Memmingen)

Im April 2016 jährt sich zum 8. Mal der Todestag von Peter Siebert, der in seiner Wohnung in Memmingen von seinem Nachbarn dem Neonazi Alexander B. niedergestochen wurde. Am Samstag den 23. April 2016 wollen wir im Rahmen einer Demonstration in Memmingen (Allgäu) Peter Siebert und allen anderen Opfern, die durch rechte Gewalt sterben mussten, gedenken. Zudem wollen wir mit unserer Demonstration ein klares Zeichen gegen den aktuellen Rechtsruck in Deutschland und ganz Europa setzten. Wir zeigen uns solidarisch mit allen geflüchteten Menschen und möchten gemeinsam und entschlossen für eine bessere Welt fernab von Rassismus, Sexismus und allen Formen von kapitalistischer Ausbeutung kämpfen.
https://linksunten.indymedia.org/de/node/171842

4.8. Mo 25.04.: Proteste gegen Elstner-Mahnwache (München)

Auch in diesem Jahr hat der neonazistische Multifunktionär Roland Wuttke (Mering) wieder eine Versammlung zur Erinnerung an den Holocaustleugner Reinhold Elstner angemeldet („Reinhold Elstner – Dein Tod ist uns Fanal“, Max-Joseph-Platz, 19.45 – 21.00 Uhr). Elstner hatte sich am 25. April 1995 vor der Feldherrnhalle aus politischen Motiven selbst verbrannt. Vermutlich wird es auch proteste gegen die neonazistische „Reinhold-Elstner-Mahnwache“, schaut mal auf die üblichen verdächtigen Seiten

4.9. Mi, 27.04.: Schul- und Unistreik gegen Rassismus (bundesweit/München)

Am 27. April ruft das Bündnis Jugend gegen Rassismus zum bundesweiten Schul- und Unistreik gegen Kriege, Abschiebungen und für gleiche Rechte Geflüchteter auf. Auch in München wird es an dem Tag Aktionen geben: Das Programm ab 8 Uhr vor der Uni (Geschwister-Scholl Platz) um 10 Uhr beginnt dann eine Demonstration

4.10. Fr, 29.04.: Solikonzert für Collin (Übersee)

Es spielen im Freiraum Übersee ab 20.00 Uhr: Volxverätzung, Rohrzange und Cassidy.
Collins ist ein 27-jähriger Geflüchteter aus Biafra/Nigeria. 2013 machte er sich zu Fuß und mit Lastwägen auf den Weg durch die Wüste von Niger nach Lybien, um von dort auf einem Schlauchboot nach Lampedusa überzusetzen. Nachdem er Lampgedusa erreicht hatte,, kam er in ein Camp nach Sambuca / Sizilien.
Nach ca. 8 Monaten wurde mit 250€ aus dem entlassen. Er beschloss sich auf den Weg nach Ferrara zu machen und dort sein Glück zu versuchen. Er fand dort jedoch weder Arbeit noch Unterkunft, lebte am Bahnhof und hielt sich mit Betteln über Wasser, deshalb machte er sich auf den Weg nach Deutschland. In Deutschland angekommen kam er über die Bayern-Kaserne in München nach Prien am Chiemsee. Er beantrate Asyl, wurde zwei mal abgelehnt und bekam seinen Abschiebebescheid – woraufhin er untertauchte und bekam so in letzter Minute Kirchenasyl.
Dort lebt er jetzt seit dem 07.12.15 und benötigt dringend finanzielle Unterstützung für diverse Anwaltskosten.

4.11. Sa, 30.4. AfD Parteitag verhindern! (Stuttgart/Bus ab München)

Am 30. April/1.Mai 2016 lädt die rechtspopulistische AfD zu ihrem Bundesprogrammparteitag auf dem Stuttgarter Messegelände. Ein breiter Zusammenschluss verschiedener Bündnisse ruft zu Gegenprotesten und zur Verhinderung des Parteitags auf. Vormittags sind Blockaden und Proteste an der Stuttgarter Messe geplant, nachmittags eine Demonstration in der Stuttgarter Innenstadt.
Aus München ist eine gemeinsame Busanreise, um zusammen mit Tausenden den Parteitag zu blockieren, geplant. Der Bus wird in der Nacht vom 29. auf den 30. April losfahren und am Nachmittag/Abend des 30. April zurück nach München fahren.
Weitere Infos: http://antifa-nt.de/?p=2771

4.12. So, 1.5. Naziaufmarsch zum Desaster machen! (Plauen)
Am 1. Mai will die neonazistische Kleinstpartei III. Weg im sächsischen Plauen aufmarschieren. Auch das vor passender Kulisse: Plauen zieht die Nazis an wie die Scheiße die Fliegen. Seit September demonstriert dort ein Teil der Bevölkerung immer wieder unter der Parole „Wir sind Deutschland“, angeführt vom FDP-Bürgermeister, der den rechten Rand der Republik hofiert: Verschwörungstheoretiker wie Jürgen Elsässer und KenFM bis hin zu offenen Neonazis durften hier von der öffentlichen Bühne herunterhetzen. Passend also, dass der III. Weg Plauen zum Aufmarschort gewählt hat, denn die sächsischen Verhältnisse und mit ihnen der bundesweite Dreh nach Rechts werden hier besonders deutlich. Deswegen werden wir am 1. Mai in Plauen, auch zur Stärkung der lokalen antifaschistischen Strukturen, auf die Straße gehen, um den Aufmarsch des völkischen Mobs zum Desaster zu machen.
Aktuelle Infos findet ihr auf http://plauen0105.blogsport.eu/

4.13. Sa.: 07.05. SS Gedenken in Bad Reichenhall

Bad Reichenhall: „Gedenkveranstaltung“ für SS-Division „Charlemagne“. Neonazis haben Mitte Februar angefangen, zu einem erneuten „Gedenken“ an die SS-Division „Charlemagne“ im Bad Reichenhaller Ortsteil Karlstein zu mobilisieren (14.00 Uhr, Kugelbachweg). Quelle: https://www.aida-archiv.de/index.php/termine-2/rechte-termine/rechte-termine-sued/5424-7-mai-2018

4.14. Gedenkfeier Surberg am 8.5.2016

Die Gedenkfeier für die Opfer von Surberg findet am Sonntag, 8. Mai 2016 um 13 Uhr an der Gedenkstätte Surtal statt. Weitere Infos folgen auf: http://traunstein.vvn-bda.de/2016/02/29/gedenkfeier-surberg-am-8-5-2016/

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