Zusammenhalten gegen den Rechtsruck – Für ein solidarisches Miteinander.

 

AGIR – demokratische Jugend,  ruft für  Sa 01.10.2016 um 13:00 Uhr zu eine Demonstration in Rosenheim am Bahnof unter dem Motto „Zusammenhalten gegen den Rechtsruck – Für ein solidarisches Miteinander“  auf:

Rechtes Gedankengut manifestiert sich immer weiter in unserer Gesellschaft. Rassistische Bewegungen wie AfD, Pegida und Co. erhalten weiterhin enormen Zulauf. Durch immer extremer werdender Hetze, welche in weiten Teilen der Bevölkerung verstärkt unbedacht aufgegriffen wird, rücken Populist_innen den öffentlichen Diskurs weiter nach rechts.
So wird die gesellschaftliche Vielfalt mit all ihren Facetten wie der geschlechtlichen Selbstbestimmung z.B., als das „bunte Multi-Kulti-Deutschland“ verschrien und verhöhnt. Antimuslimischer Rassismus und nationalistisches Denken werden sowohl auf gesellschaftlicher als auch auf parteipolitsicher Ebene salonfähig. Aus Stammtischparolen werden Regierungserklärungen.
Die Bundesregierung erklärt Staaten in denen Minderheiten verfolgende Milizen, Warlords oder Bürgerkriege herrschen zu sogenannten „sicheren Herkunftsländern“. Europa und seine zentralen Nutznießer wie z.B. Deutschland schotten sich durch das massenhafte Hochziehen von Zäunen und Mauern von Leid, jedem Schicksal und Tod ab um sich so gekonnt der eigenen Verantwortung zu entziehen.
Was bei dieser humanitären Katastrophe gern ignoriert wird: Es sind Waffenexporte und die wirtschaftliche Ausbeutung durch die Industriestaaten, insbesondere Deutschlands, die den Geflüchteten jegliche Lebensgrundlage entziehen. Smartphones beispielsweise sind für uns alltäglich und gehören zum Leben selbstverständlich dazu. Dass, um diese so profitabel wie möglich zu produzieren teilweise ganze Länder destabilisiert werden und die Rohstoffe wie z.B. die seltene Erde Wolfram auf unmenschliche Weise gefördert werden, ob durch Kinderarbeit oder extreme Ausbeutungsverhältnisse, findet in der Debatte selten Erwähnung.
Ungeachtet dessen versuchen Rechtspopulist_innen weiter Stimmung gegen die Menschen zu machen für deren Leid wir mitverantwortlich sind, anstatt sich mit den Fluchtursachen und deren langfristiger Bekämpfung auseinanderzusetzten.
Diese widerliche Hetze trägt mit dazu bei, dass fremdenfeindliche Übergriffe in letzter Zeit enorm zunehmen. Fast täglich brennen in Deutschland Asylbewerber_innenheime. Im ersten Quartal 2016 verdreifachte sich die Anzahl an Attacken auf Geflüchtetenunterkünfte gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres und verzehnfachte sich sogar verglichen mit dem Intervall zwischen Januar und März 2014. Der Landkreis Rosenheim ist in dieser Hinsicht kein unbeschriebenes Blatt, so brannten am 04.07.2015 in Prien eingelagerte Gegenstände im Keller einer Unterkunft, zwei Monate später misslang die in Brandsetzung des Bodens eines Wohncontainers und am 17.01.16 legen Unbekannte in Soyen bei Schechen mit Hilfe von Brandbeschleuniger in einem Containerkomplex Feuer, wodurch der hölzerne Fußboden in 10 Wohneinheiten in Brand geriet. Rassismus, Unterdrückung und rechter Terror werden zum Alltag.
Deshalb ist es wichtig sich den erstarkenden Rechten entschieden entgegenzustellen.
Für eine solidarische Gesellschaft, unabhängig von Herkunft, Glaube und sexueller Identität!
Dafür werden wir am 1. Oktober in Rosenheim auf die Straße gehen.

Demomotto:
Zusammenhalten gegen den Rechtsruck – Für ein solidarisches Miteinander.

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