Presserat rügt OVB bzw Rosenheim24 wegen volksverhetzenden Beitrag

Der Deutsche Presserat hat auf seinen Beschwerdeausschuss-Sitzungen am 5., 6. und 7. Dezember 2017 18 Beschwerden als begründet bewertet, verzichtete jedoch auf eine Maßnahme. 65 Beschwerden wurden als unbegründet erachtet. Gegen vier schwerer Verstöße gegen den Pressekodex wurden jedoch öffentliche Rügen ausgesprochen, u.a. gegen das Online-Portal OVB24.de. In der Pressemitteilung des Deutsche Presserat vom 08. Dezember 2017 heißt es wörtlich:


Online-Portal veröffentlicht Beitrag, den es für „volksverhetzend“ hält

Das Online-Portal OVB24.de wird für die Veröffentlichung eines Meinungsartikels eines AfD-Politikers gerügt, den die Redaktion selbst als „zum Teil auch volksverhetzend“ einstufte. Das Portal ermöglicht lokalen Vereinen und Parteien nach einer Registrierung das eigenständige Einstellen von Pressemitteilungen, die es als „Inhalte Drittanbieter“ kennzeichnet. Für diese Nutzerbeiträge muss die Redaktion laut Presserat gemäß Richtlinie 2.7 des Pressekodex die Einhaltung der publizistischen Grundsätze sicherstellen, wenn sie Verstöße selbst erkennt oder darauf hingewiesen wird. Entsprechend hätte die Redaktion den Beitrag gemäß ihrer eigenen Einschätzung nicht weiter veröffentlichen dürfen. Der Hinweis auf Fremdinhalte reicht nicht aus.