Martin Löwenberg ist tot

Martin Löwenberg ist tot. Einige Wochen vor seinem 93. Geburtstag ist unser Freund am Ostermontag für immer eingeschlafen. Lieber Martin, wir danken dir von Herzen für deine Freundschaft, deine Herzenswärme, deine Widerständigkeit, dein Handeln, deine Solidarität, deinen Humor, deinen Mut, dein Vertrauen, deine Offenheit und die Bereitschaft, uns alle an deinen Erfahrungen und deiner Geschichte teilhaben zu lassen sowie für die vielen Stunden, Tage und Nächte, die wir in den letzten Jahrzehnten gemeinsam mit dir auf der Straße, bei Veranstaltungen und auf Festen verbringen durften. In unseren Herzen wirst du uns weiter begleiten auf dem Weg zu einer gerechten Welt.

Auf http://hinter-den-schlagzeilen.de/in-bewegung-bleiben erinnert Michael Backmund unter dem Titel „In Bewegung bleiben“ an Martin Löwenberg. Wir klauen den Artikel und veröffentlichen ihn hier;

 

 

In Bewegung bleiben

Michael Backmund erinnert an Martin Löwenberg

Mit Mannschaftswagen rast die Essener Polizei in den riesigen Demonstrationszug. Berittene Polizisten zerteilen die Menge und machen Jagd auf Menschen. Hunde werden auf junge Leute gehetzt und Uniformierte schlagen mit Gummiknüppeln oder lederumflochtenen Stahlruten wahllos Demonstranten-Köpfe blutig. Die Menschen weichen vor der bewaffneten Staatsmacht nur langsam zurück. Steine fliegen. Dann kommt der Befehl: „Revolver in die Hand, feuern!“ Mehrere junge Demonstranten brechen schwer verletzt zusammen. Philipp Müller wird mit einer Kugel niedergestreckt, sie durchschlägt sein Herz und einen Lungenflügel. Er stürzt mit dem Kopf auf das Pflaster. Doch er lebt – noch.

„Philipp wurde von Polizisten an seinen Beinen und Armen gepackt und wie ein Paket auf ein Polizeiauto geworfen“, erinnerte sich Martin Löwenberg an jenen „Blutsonntag“ in Essen. Den Transport ins Krankenhaus hat der 21-jährige Münchner Eisenbahn-Gewerkschafter und Kommunist nicht überlebt. Philipp Müller war der erste erschossene Demonstrant in der jungen Bundesrepublik. Er hinterließ einen fünf Monate alten Sohn und seine 21-jährige Ehefrau.

Rund 30 000 Menschen hatten an der „Friedenskarawane der Jugend“ am 11. Mai 1952 in Essen teilgenommen – darunter vor allem Mitglieder der Falken, FDJ, Naturfreunde, Pfadfinder und von christlichen Jugendorganisationen, junge SozialdemokratInnen, KommunistInnen und GewerkschafterInnen. Auch Martin Löwenberg war mit vielen anderen AntimilitaristInnen von München nach Essen gereist. Einen Tag vor seinem 27. Geburtstag und sieben Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges.

„Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ hatte Löwenberg mit tausenden anderen Überlebenden nach seiner Befreiung aus dem KZ geschworen. In Essen demonstrierte er gemeinsam mit Philipp Müller gegen die geplante Remilitarisierung, gegen die Vorbereitungen zur Wiederbewaffnung Deutschlands, gegen die angestrebte Eingliederung der Bundesrepublik Deutschland in die Nato als Bollwerk und Frontstaat gegen den Kommunismus. Der „Kalte Krieg“ hatte damals schon längst begonnen. Und Bundeskanzler Adenauer und seine Regierung wollten mit einer starken deutschen Armee dabei sein.

Der Essener Polizeidirektor Hermann Knoche sprach von Notwehr – wenige Jahre zuvor war er noch Abwehrchef der Gestapo in einem Solinger Großbetrieb gewesen. Der Kampf gegen Linke und Kommunisten hatte damals eine bruchlose Kontinuität in vielen Amtsstuben Westdeutschlands. Als an jenem 11. Mai vier Polizisten in schwarzen Uniformen und kniehohen Stiefeln vor der Kruppschen Krankenanstalt Philipp Müller „ablieferten“, hörten Zeugen einen Polizisten sagen: „Das Schwein ist schon tot.“ Müller lag zu diesem Zeitpunkt auf keiner Krankentrage, sondern die Beamten hielten ihn jeweils an einem Bein und einem Arm fest, den Kopf ließen sie einfach nach unten hängen. Die zynische Polizei-Propaganda, Demonstranten hätten zuerst mit Pistolen auf Beamte geschossen, wurde von der Nachrichtenagentur dpa und den meisten bürgerlichen Zeitungen ungeprüft übernommen; zwei Tage später musste der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Karl Arnold, im Landtag jedoch einräumen, dass „ausschließlich die Polizei von der Schusswaffe Gebrauch gemacht“ habe.

„Die Rückreise mussten wir ohne ihn antreten“, erzählte Martin Löwenberg. Und der schwerste Weg stand ihm noch bevor – sie führte nach Neuaubing: „Laut klopfte mein Herz“, erinnerte sich Löwenberg, „als ich vor dem roten Backsteinhaus stand, einer typischen Eisenbahnersiedlung der damaligen Zeit. Was sollte ich antworten, wenn ich gefragt werde von einer Mutter, ob ihr Sohn denn nicht hätte gerettet werden können?“ Er fand die richtigen Worte, wie noch so oft in seinem Leben. Die Anzeige der Mutter wegen Mordes wurde genauso niedergeschlagen wie die Anzeige wegen fahrlässiger Tötung gegen jene Täter, die den schwerverletzten Philipp Müller ohne medizinische Versorgung vom Tatort abtransportiert hatten. Nach Aussagen eines Arztes hätte Müller bei einer schnelleren, professionellen Einlieferung in die Klinik und einer Notoperation vielleicht gerettet werden können. „Auch für mich haben die Ereignisse in Essen meine künftigen politischen Anschauungen und Handlungen wesentlich mitgeprägt“, schrieb Martin Löwenberg über den frühen Tod seines Freundes „Phips“ in einem Zeitungsartikel anlässlich des 40. Todestages 1992.

„Bei meiner Befreiung aus dem KZ hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich mein ganzes Leben gegen Faschismus, Antisemitismus und Rassismus, gegen Militarismus und Krieg kämpfen muss“, sagte Martin Löwenberg rückblickend. Dass der Faschismus bis heute nicht besiegt werden konnte, beschäftigte ihn in seinen letzten Lebensjahren zunehmend. Doch Resignation war nicht sein Weg.  Am 12. Mai 2010 feierte der Widerstandskämpfer und ehemalige KZ-Häftling seinen 85. Geburtstag. Wer ihn kannte, wird sich nicht wundern, dass er an seinem „größten Geburtstagsgeschenk“, wie er bei seiner Feier an diesem Abend im Münchner Gewerkschafshaus bekannte, selbst aktiv „mitgewirkt“ hatte. Als vier Tage zuvor am 8. Mai die meisten prominenten Redner bereits den Ort der Auseinandersetzung in Fürstenried verlassen hatten, erklomm Martin Löwenberg mit Stock und Mütze die Bühne und sagte: Die richtigen Worte allein reichten nicht aus, es komme in bestimmten Situationen auch auf das Handeln an – und rief die Menschen dazu auf, sich der Blockade auf der Straße anzuschließen und den Naziaufmarsch zu verhindern. Danach eilte er von der Bühne und man konnte ihn kurze Zeit später strahlend in der ersten Reihe der Blockade, die die Nazis an diesem Tag erfolgreich stoppte, wiederfinden. Nicht ohne dabei viele FreundInnen und Bekannte aufmunternd zu begrüßen – darunter junge Autonome genauso wie GewerkschafterInnen oder unbekannte DemonstrantInnen, die sich bei ihm für seine klaren Worte bedankten.

 

Martin Löwenberg: Ein Leben gegen Faschismus, Unterdrückung, Krieg und Rassismus    

Martin Löwenberg wurde am 12. Mai 1925 in Breslau geboren, zwei Jahre nach seinem älteren Bruder Fred. Dass der Feind in Deutschland links steht, wird Martin bereits als kleiner Bub am eigenen Körper erfahren. Denn seine Eltern Julian und Käthe Löwenberg waren beide aktive Sozialdemokraten und Gewerkschafter. 1932 erlebten Martin und sein Bruder Fred einen Überfall von SA und HJ-Gruppen auf das Kinder- und Jugendheim der „Sozialistischen Jugend – Die Falken“ in Breslau, wo sie beide aktive Mitglieder waren, Martin als kleiner Junge bei den so genannnten „Nestfalken“. Bereits 1941 wurde fast die gesamte Verwandtschaft seines jüdischen Vaters, der schon 1929 gestorben war, deportiert – keiner überlebte den NS-Terror.

Käthe Löwenberg mit ihren Söhnen Martin (l.) und Fred, 1931 Foto: Privat, aus der weiter unten genannten Filmdokumentation

„Meine Linke war nicht schlecht“, erinnert sich Martin an seine Jugend. Und das ist keine Übertreibung: Er war ein guter Boxer und trainierte im Postsportverein Breslau. Als „Rechtsausleger“ mit einer extrem schnellen und harten linken Schlaghand war er für alle Normalausleger ein ungewohnter und unbequemer Gegner und schickte sie häufig mit einem K-O-Schlag auf die Bretter. Aufgrund seiner Weigerung, in die HJ einzutreten, durfte Martin jedoch nicht an offiziellen Kämpfen teilnehmen. Gemeinsam mit Freunden wehrte er sich dafür bereits als Jugendlicher umso tatkräftiger gegen die Schikanen der HJ – mehrmals verprügelte er und seine Freunde Mitglieder des HJ-Streifen-Dienstes. Doch eines Tages kam sein älterer Bruder zu ihm und sagte: „Das kann doch nicht alles sein, dass du mit deinen Fäusten arbeitest – du musst doch den Menschen auch helfen.“

Martin zögerte nicht und folgte seinem Bruder in den organisierten Widerstand: Ab 1942 unterstützte er als „Verteiler“ aktiv osteuropäische Zwangsarbeiter in Breslau mit Lebensmittelkarten und Nachrichten über den Frontverlauf. Nach seiner Festnahme am 4. Mai 1944, Folter und Gestapo-Verhören, in denen er jede Aussage verweigert hatte, wurde er in das KZ Flossenbürg deportiert, von dort aus nach wenigen Tagen in das KZ-Außenlager Thil in Longwy-Villerupt, wo er selbst beim Ausbau von stillgelegten Erzstollen zu unterirdischen Produktionshallen für die Rüstungsindustrie Zwangsarbeit bei der Münchner Baufirma Polensky & Zöllner leisten musste. Im Herbst 1944 wurde er ins KZ-Außenlager Leitmeritz deportiert, wo Osram Zwangsarbeiter für die Luftwaffe und die Auto-Union für den Bau von Panzermotoren ausbeuteten.

Nach seiner Befreiung aus dem KZ gehörte Martin Löwenberg zu den Gründungsmitgliedern der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Er trat sofort in die SPD ein, war Gewerkschafter der ersten Stunde und engagierte sich aktiv gegen die Remilitarisierung. Aus politischen Gründen wurde er jedoch wie tausende andere frühere KZ-Häftlinge schon bald erneut verfolgt, verhaftet und eingesperrt – zunächst wegen seines sozialistischen und antifaschistischen Engagements in der „Sozialdemokratischen Aktion“ (SDA), die vom Staatsschutz im Kalten Krieg als „Tarnorganisation“ der 1956 verbotenen KPD eingestuft worden war. Zweimal stand er damals vor Gericht, zweimal wurde er zu jeweils zehn Monaten Haft verurteilt. Seinen Einsatz für eine bessere Welt konnte das nicht stoppen. Aber auch in den eigenen Reihen verlor er nie seine Kritikfähigkeit: Nach der blutigen Niederschlagung des Prager Frühlings 1968, jenes Traums von einem Sozialismus mit menschlichem Antlitz, trat er aus der illegalen KPD aus und bezeichnet sich seitdem als „Kommunist ohne Parteibuch“.

Martin Löwenberg am 14. Oktober 2002 auf dem Goetheplatz – nach der erfolgreichen Blockade eines Naziaufmarsches Foto: Petra Gerschner

In München und Bayern war Martin Löwenberg über 70 Jahre in vielen politischen Bündnissen aktiv gegen alte und neue Nazis, Antisemitismus, Rassismus und Militarismus. Von 1983 bis 1992 war er aktiv bei den Grünen, deren Weg nach rechts in die „neoliberale Mitte der Gesellschaft“ er nicht weiter mittragen wollte. Aktiv war er weiterhin im Freidenker-Verband, dem Archiv der Münchner Arbeiterbewegung, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen, dem Arbeitskreis gegen rechts bei ver.di und den Senioren bei ver.di.

Über viele Jahrzehnte machte er sich stark dafür, Aufmärsche von Alt- und Neonazis zu stoppen und zu verhindern. Für seine gelebte Zivilcourage hat ihn ein Münchner Gericht zuletzt im Jahr 2003 wegen „Aufruf zu Straftaten“ rechtskräftig verurteilt – die Anklageschrift wurde von Stadtrat Siegfried Benker als „Zeitdokument“ neben anderen Zeitzeugnissen in der „Zeitkapsel“ hinterlegt, mit der der Grundstein der Neuen Synagoge am Jakobsplatz im November 2003 gefüllt wurde.

Am 12. Dezember 2004 zeichnete ihn die Internationale Liga für Menschenrechte gemeinsam mit seinen FreundInnen, der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano aus Hamburg und dem Widerstandskämpfer Peter Gingold aus Frankfurt für ihr unermüdliches Engagement mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille aus. Zur Preisverleihung begleitete ihn seine Frau Josephine nach Berlin und Martin sagte in seiner Dankesrede: „Neben Fred, war und ist es insbesondere meine liebe Frau und Kampfgefährtin, die in über 51 gemeinsamen Ehejahren, meinem Leben Inhalt und Richtung gegeben hat und noch gibt. Wie oft sage ich immer: Sie hat mich gelenkt, auch dann, wenn ich mit dem Kopf durch die Wand ging; sie hat mich aber auch gebremst, wenn ich – was nicht selten der Fall war – ohne Kopf durch die Wand wollte. Groß ist meine Freude, dass es sich meine Frau trotz schlechten Gesundheitszustandes nicht nehmen ließ, heute und hier an dieser Feierstunde teilzunehmen. Nehme ich doch die Carl-von-Ossietzky-Medaille in Empfang, zugleich stellvertretend für sie und andere politische Wegbegleiter.“

Mit dieser Liebeserklärung an Josefine hat Martin zugleich sehr viel von ihrem gemeinsamen Weg ausgedrückt: Es ging den beiden immer um die Menschen, um das gemeinsame Handeln und das tiefe Wissen darum, dass wir Menschen soziale Wesen sind, die die große Chance haben, das Leben und die gesellschaftlichen Verhältnisse gemeinsam zu gestalten – gleichberechtigt, solidarisch und kritisch. Mit Respekt vor dem anderen. Es war der 14. April 1951, als sich Josefine und Martin das erste Mal begegnet sind: In einem Zugabteil auf der Fahrt nach Hamburg hat es sofort gefunkt. Auf dem Weg zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 65. Geburtstags von Ernst Thälmann, der als Vorsitzender der Kommunistischen Partei Deutschland am 18. August 1944 nach 11 Jahren Isolationshaft im KZ Buchenwald auf persönlichen Befehl Hitlers hin ermordet wurde. Die Rückfahrt endete mit einer verbindlichen Verabredung, sich gemeinsam bei der Veranstaltung des Journalisten Ernst Schuhmacher vom DDR-Rundfunk auf dem Nockherberg zu treffen.
Josefine erschien an jenem Abend ungeheuer elegant gekleidet und mit Stöckelschuhen. Die Veranstaltung konnte  jedoch überhaupt nicht  stattfinden – wie so viele damals im „Kalten Krieg“, einige Jahre vor dem Verbot der KPD: Und nachdem der Protest vor dem Lokal von der Polizei aufgelöst war, bei dem die Münchner Polizei Schumacher krankenhausreif prügelte, gingen die beiden Verliebten anschließend noch stundenlang bis tief in die Nacht  spazieren  – zumindest Josefine hatte dafür nicht das passende Schuhwerk an. Denn es ging immer wieder die Hochstraße von einem Ende zum anderen hin und her. Zum Einkehren in eine Wirtschaft fehlte Martin einfach das Geld. Wenige Wochen später schenkte Josefine Martin am 12. Mai 1951 zu seinem 26. Geburtstag ein Reise-Necessaire mit Rasierzeug – daraus wurden 60 gemeinsame Jahre. Verbunden hat Josefine, die am 7. August 2011 gestorben ist, und Martin der Kampf gegen die Remilitarisierung und die neue Kriegspolitik der Adenauerregierung und für eine gerechtere Welt.

Auf unzähligen Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen, Veranstaltungen und Blockaden hat Löwenberg sehr viele Menschen Mut gemacht: „Alle müssen selbst entscheiden, ob sie sich den menschenverachtenden Ras­sisten in den Weg stellen“, hallte seine Stimme von Bühnen und Lautsprecherwägen. Der Mann mit den fun­kelnden Augen unter der di­cken Brille und dem weißen Schnauzbart setzte dann stets ruhig, aber bestimmt nach: „Vielleicht hilft es bei der Entscheidungs­findung, wenn ich als Verfolg­ter und Inhaftierter des Nazire­gimes sage, ein solcher Schritt verlangt nur ein bisschen Zivil­courage und ich bitte darum, diese heute zu besitzen.“ Martin Löwenberg ist bis ins hohe Alter ein Aktivist geblieben: Ob er sich nun mit dem Münchner Bündnis gegen Rassismus an Protesten gegen Abschiebungen im Flughafengebäude beteiligte oder sich als „alter Sozialrevolutionär“ auch noch am Münchner Pflegestammtisch für die Interessen alter Menschen in den Heimen stark gemacht hat. Die Menschlichkeit und Solidarität war ihm stets wichtiger als die Legalität. Seine Maxime, von der er sich sein Leben lang leiten ließ, lautete: „Es kann durchaus etwas legitim sein, was nicht legal ist!“ Er stellte das Humanitätsprinzip immer über das Legalitätsprinzip.

Es war langes, starkes und reiches Leben für Gerechtigkeit und gegen Faschismus, Unterdrückung und Krieg. „Wir alle brauchen doch solche, wia du oana bist!“, heißt es in Konstantin Weckers Song „Willy“. Schön, dass es einen wie Martin Löwenberg gegeben hat – er wird uns in unseren Herzen weiter begleiten.

Michael Backmund