Rosenheimer Infomail Mai 2018

Halli Hallo liebe Freund*innen und Sympathisant*innen der infogruppe,

In der nächsten Zeit ist so Einiges los rund um Rosenheim. Wir finden, es sollten sich (wieder einmal) möglichst viele Menschen den Rechten entgegenstellen. Das gilt sowohl morgen (Montag)in Prien, wo ein rechter Trauermarsch stattfinden soll (Infos: prien.blogsport.de), als auch im Allgemeinen für den Rechtsruck und den kommenden Wahlkampf. Deshalb gründet sich auch gerade unter dem Motto „Nationalismus ist keine Alternative“ die bayernweite NIKA-Kampagne (bayern.nika.mobi).

Es gibt aber viele weitere empfehlenswerte Termine. Ob die Fahrrad-Exkursion zum KZ-Außenlager Haidholzen (Mi., 02.05.18), die Critical Mass (So, 05.05.) oder die Großdemo gegen das neue Polizeiaufgabengesetz (Do, 10.05.). Damit ihr über all die wichtigen und interessanten Termine informiert seid haben wir uns entschieden, mal wieder ein Infomail herauszugeben.

Hier die Terminübersicht:

Mo., 30.04.18 | 17:00 Uhr | Proteste gegen rechten Trauermarsch @ Prien, Franziska-Hager-Straße

Di., 01.05.18 | 9:00 Uhr | Erste Mai Demo @ Münchner Straße, Rosenheim

Mi., 02.05.18 | 18:30 Uhr | Fahrrad-Exkursion | KZ-Aussenlager Haidholzen @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Do, 03.05.18 | 19:30 | Lesung „Ein Wintermärchen – Schriftsteller erzählen die Bayerische Revolution und die Münchner Räterepublik 1918/19“ @ Mareissaal Kolbermoor

Mo, 04.05.18 | 13:00 Uhr | „Menschen in Bewegung“ – 3. Rosenheimer Bildungsforum @ vhs Rosenheim Stollstraße 1, 83022 Rosenheim

Sa., 05.05.18 | 11:55 Uhr | Critical Mass @ Ludwigsplatz, Rosenheim

So., 06.05.18 | 19:00 Uhr | Film | Work Hard – Play Hard @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Do, 10.05.18 | 13:00 Uhr | Großdemonstration: NEIN zum Polizeiaufgabengesetz Bayern @ marienplatz, München

Sa., 12.05.18 | 10:00 Uhr| Umwelttag in Rosenheim @ Max-Josefs-Platz, Rosenheim

Mi., 16.05.18 | 19:00 Uhr | Elektro-Pkw als Teil der Krise der aktuellen Mobilität @ Mailkeller, Rosenheim

Do., 17.05.18 | 19:00 Uhr | Vortrag | Autoritäre Arbeitsgesetze und Abbau von öffentlichen Diensten in Frankreich @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

So., 20.5.2018 | 15:00 Uhr | Siebdruckwerkstatt @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Mi., 23.05.18 | 19:00 Uhr | Vortrag | Rojava Calling – Solidarität muss praktisch werden

AGIR Rosenheim @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Sa 26.05.18 | Auftaktkonferenz der bayernweiten NIKA-Kampagne. @ Desi in Nürnberg (Brückenstr. 23)

Sa., 02.06.18 | 12:15 Uhr | Exkursion Psychiatriemuseum Gabersee @ Bahnhof, Rosenheim

So., 03.06.18 | 14:00 Uhr | Vorbereitung | Proteste gegen den AfD Landesparteitag @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

So., 3.6.18 | 19.30 Uhr | Dokumentarfilm | DAS GRÜNE GOLD @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Sa., 09.06.18 | Proteste gegen den AfD Landesparteitag @ Nürnberg

Di., 12.06.18 | 19:00 Uhr | Vortrag | 10 Argumente gegen Rechts

Mi., 13.06.18 | 19:00 Uhr | Veranstaltung zur Seenotrettung von Sea-Eye @ SJR

Sa., 30.06.18 | Proteste gegen den AfD Bundesparteitag @ Augsburg

So., 01.07.18 | 19:00 Uhr | Film | „Festival der Demokratie“

Tag X -Urteilsverkündung im NSU-Prozess: Demo Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen @ München

Mo., 30.04.18 | 17:00 Uhr | Proteste gegen rechten Trauermarsch @ Prien, Franziska-Hager-Straße

Kommenden Montag, den 30.4. wollen Rechte in Prien am Chiemsee aufmarschieren! Alle Infos dazu und den Aufruf zu den Gegenprotesten findet ihr unter: www.prien.blogsport.de

Aus Rosenheim wird es eine gemeinsame Anreise nach Prien geben. Treffpunkt
16:15 Uhr – Bahnhof Rosenheim (an den Stufen vorm Haupteingang), die Gegenkundgebung startet um 17:00 Uhr Seestraße Ecke Franziska-Hager-Straße am Rafenauer Weiher.

Und hier der Aufruf:

Am Montag, den 30. April 2018 wollen diverse rechte Akteure mit einem „Schweigemarsch“ den Mord an Farima vor einem Jahr in Prien antimuslimisch-rassistisch umdeuten und für ihre Hetze instrumentalisieren. In sozialen Medien rufen unter anderem AfD- und Pegida-nahe Organisationen und Einzelpersonen zu dem Aufmarsch auf. So hat z.B. die stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Katrin Ebner-Steiner ihr Kommen angekündigt. Christian Demmel, der Bezirkstagskandidat der AfD im Stimmkreis Rosenheim-West, ist für das Profil, über welches das initiale Facebook-Event erstellt wurde, presserechtlich verantwortlich.

In diesem Vorgehen sehen wir den Versuch einer rechten Mobilisierung. In den vergangenen Monaten haben vergleichbare rechte Mobilisierungsstrategien, wie zum Beispiel in Cottbus und Kandel, bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Zum Teil ebenfalls als bürgerliche „Trauermärsche“ inszeniert konnte dort ein breites Spektrum an Menschenfeinden – von AfD-nahen „besorgten Bürgern“ bis hin zu den Neofaschisten der „Identitären Bewegung“ und organisierten Neonazis – zu Tausenden demonstrieren und ihre Vernetzung vorantreiben. Dabei schafften sie ein Klima der Angst für alle Menschen, die nicht in ihr völkisches und nationalistisches Weltbild passen. Die Strategie dahinter ist eindeutig: Schreckliche Verbrechen werden rassistisch umgedeutet und die Trauer um die Opfer wird instrumentalisiert, um Fans von Abschottung und Ausgrenzung aller Couleur gemeinsam auf die Straße zu bringen. Dazu dient auch die Inszenierung eines heuchlerischen „Feminismus von rechts“, in dem sexualisierte und patriarchale Gewalt als „Importware“ dargestellt und für rassistische Hetze instrumentalisiert wird.
Es geht Ihnen nicht um den Schutz der Menschen vor Gewalt. Wenn Rassist*innen ein Bild zeichnen, in dem das angeblich einheitliche und feministische Europa von dem angeblich unaufgeklärten Rest der Welt bedroht wird, so ist das schlichtweg falsch. Gewalt gegen Frauen*, wird auch in Bayern immer noch Großteils im familiären Umfeld ausgeübt¹. Somit ist diese Instrumentalisierung von Gewalt gegen Frauen* seitens der Rechten in Prien nicht nur rassistisch, sondern auch eine nicht hinnehmbare Missachtung der Opfer patriarchaler und sexualisierter Gewalt .

Deshalb rufen wir dazu auf, am am 30. April in Prien deutlich zu machen, dass wir unsere Trauer um Farima nicht für reaktionäre Hetze instrumentalisieren lassen. Zeigen wir, dass wir Versuche rechter Mobilisierungen nicht ohne Widerstand hinnehmen werden.

Solidarität mit allen Opfern patriarchaler und sexualisierter Gewalt!

Rechte Mobilisierungen im Keim ersticken!

Für eine Gesellschaft, in der alle ohne Angst verschieden sein können!

 

 

Di., 01.05.18 | 9:00 Uhr | Erste Mai Demo @ Münchner Straße, Rosenheim

Wer nicht unterwegs ist auf einer der mehr oder weniger „revolutionären“ 1. Mai Demos oder sich den Aufmärsche der Rechten und Nazis entgegenstellt (hier eine Übersicht: http://www.labournet.de/interventionen/antifa/antifa-ini/brauner-1-mai-2018) kann ja in Rosenheim zur gewerkschaftlichen 1. Mai Demo kommen. Der DGB ruft zur Demo & Kundgebung auf. Es sprechen Günter Zellner (DGB Regionsgeschäftsführer) zu „Vielfalt – Solidarität – Gerechtigkeit“, Andreas Salomon (GEW Oberbayern) zu „100 Jahre Novemberrevolution“, Maria Noichl (MdEP Ausschuss für Frauenrechte) zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“. Aber Achtung, das Ganze startet und endet in diesem Jahr in der Münchner Straße.

Gemütlich feiern kann man anschließend in der Vetternwirtschaft.-→ https://www.rosenheim24.de/rosenheim/rosenheim-stadt/rosenheim-ort43270/rosenheim-maifest-kulturgaststaette-vetternwirtschaft-9797076.html

 

 

Mi., 02.05.18 | 18:30 Uhr | Fahrrad-Exkursion | KZ-Aussenlager Haidholzen @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Ende März 1945 verließen die letzten der rund 200 Häftlinge das Außenlager des KZ Dachau in Haidholzen (Stephanskirchen). Bis heute erinnern wenige Überreste und eine Gedenktafel an das ehemalige KZ-Außenlager und das Leid der dort inhaftierten und zur Arbeit in den BMW-Werken und bei der Chiemgauer Vertriebsgesellschaft gezwungenen Häftlinge. Auch ein Grabstein am Baierbacher Friedhof hält die dort bestatteten „Menschen unterschiedlicher Herkunft“, unter anderem „Häftlinge des KZ – Aussenlagers Dachau in Haidholzen“ in Erinnerung. Am 2. Mai 1945 wurde dann Rosenheim von amerikanischen Truppen übernommen. Anlässlich dieser Befreiung Rosenheims vom Nationalsozialismus wird Lothar Walter (GEW Rosenheim) am 2. Mai an der Gedenktafel zum KZ-Außenlager näher auf diesen historischen Ort eingehen. Auf dem Weg dahin wird Tom Nowotny (Initiative Erinnerungskultur – Stolpersteine für Rosenheim) am Kiosk an der Schlossbergauffahrt, vor dem am 16. Juli ein Stolperstein für Johannes Vogl verlegt werden wird, über diesen referieren. Vogl war Vorsitzender der Roten Hilfe Rosenheim und wurde im KZ Dachau ermordet.

Treffpunkt ist um 18.30 Uhr im Z – linkes Zentrum (Innstraße 45). Von dort werden wir gemeinsam mit dem Fahrrad über den Schlossberg nach Haidholzen fahren.

Do,03.05.18 | 19:30 | Lesung „Ein Wintermärchen – Schriftsteller erzählen die Bayerische Revolution und die Münchner Räterepublik 1918/19“ @ Mareissaal Kolbermoor

Der SPD lädt zu einer Lesung mit den Historiker und Schriftsteller Ralf Höller. In der Einladung heißt es:

„ Am 7. November 1918 wurde in München ein Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat unter der Führung des SPDlers Kurt Eisner gebildet, die Monarchie gestürzt und die „demokratische bayerische Republik“ proklamiert – dieses Ereignis jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal und wird durch ein Reihe von Veranstaltungen, Vorträgen, Ausstellungen und Festakten in Erinnerung gerufen. (…) In „Ein Wintermärchen“ lässt der Historiker zahlreiche bekannte Schriftsteller, die damals in München lebten, zu Wort kommen – Ernst Toller, Gustav Landauer und Erich Mühsam, die sogar an der Regierung beteiligt waren; Rainer Maria Rilke, Thomas und Heinrich Mann, Oskar Maria Graf, Viktor Klemperer und als „Chronisten der Revolution“ Lion Feuchtwanger mit seinem Roman „Thomas Wendt“ Wir freuen uns auf einen interessanten Abend, zumal die Räterepublik auch hier in der Region, insbesondere in Kolbermoor eine nicht unbedeutende Rolle spielte.“

Mo, 04.05.18 | 13:00 Uhr | „Menschen in Bewegung“ – 3. Rosenheimer Bildungsforum @ vhs Rosenheim Stollstraße 1, 83022 Rosenheim

Das 3. Rosenheimer Bildungsforum widmet sich unter dem Motto „Menschen in Bewegung“ globalen Migrationsbewegungen und ihren Auswirkungen auf Rosenheim: Wir beleuchten Hintergründe, Sichtweisen, Perspektiven und die Frage: Was bleibt von der Bewegung?
Als Referentinnen und Referenten sind geladen: Kilian Kleinschmidt, Prof. Dr. Juliana Roth, Harald Klein

Sa., 05.05.18 | 11:55 Uhr | Critical Mass @ Ludwigsplatz, Rosenheim

Critical mass (engl., dt. kritische Masse) ist eine weltweite Bewegung in Form der direkten Aktion, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer (hauptsächlich Radfahrer) scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und scheinbar unhierarchischen Fahrten durch Innenstädte, ihrer bloßen Menge und dem konzentrierten Auftreten von Fahrrädern auf den Radverkehr als Form des Individualverkehrs aufmerksam zu machen.

Die nächste Critical mass in Rosenheim startet am So., 05.05.18 um 11:55 Uhr am Ludwigsplatz, Rosenheim. Weitere Infos, Flyer/Plakate etc gibt es unter: https://critical-mass.rosenheim.tk

 

So., 06.05.18 | 19:00 Uhr | Film | Work Hard – Play Hard @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Die NGG Region Rosenheim zeigt im Nachgang zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit, den gesellschaftskritischen und arbeitsmarktkritischen Film „Work Hard – Play Hard“. Die Webseite www.moviepilot.de schreibt dazu: „‘Work Hard – Play Hard‘ handelt vom Optimierungsstreben in unserer Arbeitswelt, von nonterritorialen Arbeitsplätzen, Challenges, Teambildung und in erster Linie der Ressource Mensch. Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt. Carmen Losmann hat mit ‚Work Hard – Play Hard‘ einen zutiefst beunruhigenden Film über moderne Arbeitswelten gedreht. Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden. Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von Morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbstoptimierung steht auf dem Programm. Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll. Einen Chef brauchen die modernen Mitarbeiter nicht mehr, den hat man ihnen schon längst ins Gehirn programmiert. Selbst moderne Büroarchitektur hat nur ein Ziel, den Mitarbeiter und seine Leistung zu optimieren.“ Anschließend an diesen Film besteht Gelegenheit zum Diskutieren über die realen Zustände im Raum Rosenheim. Eingeladen sind alle Arbeitnehmer, die sich kritisch und konstruktiv mit der schönen neuen modernen Arbeitswelt auseinandersetzen wollen.

 

Do, 10.05.18 | 13:00 Uhr | Großdemonstration: NEIN zum Polizeiaufgabengesetz Bayern @ Marienplatz, München

Die CSU kennt in Überwachung der Bürgerinnen und Bürger kein Halten mehr! Die geplanten Verschärfungen im Polizeiaufgabengesetz hören sich an wie aus einem Gruselkabinett und sind ein Angriff auf Freiheit und Rechtsstaat. Die Polizei wird praktisch weitgehend mit Geheimdienst-Befugnissen ausgestattet. Es ist von der CSU geplant, diese Gesetzesänderungen so schnell wie möglich zu verabschieden, bevor diese in der Öffentlichkeit erörtert werden können!

Allein mit der schwammigen Begründung, eine „drohende Gefahr“ abwehren zu müssen, soll die Polizei im Freistaat künftig die gesamte Bandbreite an Überwachungsmaßnahmen rein präventiv, also noch bevor eine Straftat oder ähnliches passiert ist, einsetzen dürfen. Seit 1945 hat es in Deutschland keine Ausweitung polizeilicher Befugnisse in dieser Größenordnung gegeben!

Aktuelle Infos, Aufruf …: http://www.no-pag.de/

 

 

 

 

Sa., 12.05.18 | 10:00 Uhr| Umwelttag in Rosenheim @ Max-Josefs-Platz, Rosenheim

Am Samstag, 12. Mai 2018, wird es in der Rosenheimer Fußgängerzone wieder einen Umwelttag für Stadt und Landkreis Rosenheim geben. Er findet heuer in größerem Rahmen auf dem Max-Josefs-Platz statt, mit Erweiterungsmöglichkeiten auf Heilig-Geist-Straße und Ludwigsplatz. Verschiedene lokale Organisationen gestalten den Tag in Eigenregie, allen voran BUND Naturschutz, Rosolar und Carsharing Rosenheim.

Die Organisationen wollen nicht nur auf lokale und globale Umweltprobleme aufmerksam machen, sondern auch Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Für Groß und Klein wird zwischen 10 und 16 Uhr ein reichhaltiges Programm zur Information und zum Mitmachen geboten.

Mehr Infos: http://www.mitmacher.net/?m=20180512&cat=3

Mi., 16.05.18 | 19:00 Uhr | Elektro-Pkw als Teil der Krise der aktuellen Mobilität @ Mailkeller, Rosenheim

Den Vortrag und Diskussion mit Dr. Winfried Wolf organisieren isw e.V. und attac Rosenheim.

Winfried Wolf, der bekannte Verkehrsexperte, befasst sich unter dem Eindruck des Dieselskandals und der hektischen Aktivitäten zur Elektro-Mobilität mit der komplexen Materie der Reformen in der Automobilindustrie und den sich abzeichnenden Notwendigkeiten einer umfassenden Verkehrswende.

Die Automobilindustrie versucht mit der Elektromobilität eine Vitalisierung des Autos als Ausdruck von Wohlstandswachstum. Der Beitrag des Elektro-PKW zur Entschärfung der Klimakrise und der Luftverschmutzung ist aber kritisch zu hinterfragen. Wolf geht es um die Skizzierung eines Auswegs aus einer jahrzehntelang dominierenden Verkehrspolitik, die uns an den Rand einer mehrfachen Katastrophe gebracht hat.

Weitere Infos: www.isw-muenchen.de und http://www.attac-netzwerk.de/rosenheim/termine/

 

Do., 17.05.18 | 19:00 Uhr | Vortrag | Autoritäre Arbeitsgesetze und Abbau von öffentlichen Diensten in Frankreich @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

DIE LINKE. Kreisverband Rosenheim hat der französischen Gewerschaftler Éric Bourguignon eingeladen. Im Z referiert er zum Thema: „Autoritäre Arbeitsgesetze und Abbau von öffentlichen Diensten in Frankreich unter Emmanuel Macron, in einer europäischen Perspektive.“

 

So., 20.5.2018 | 15:00 Uhr | Siebdruckwerkstatt @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Das OAPR organisiert wieder eine Siebdruckwerkstatt. Siebe mit unterschiedlichen politischen Motiven und Farben zum Drucken sind da. Bringt T-Shirts und Stoff zum selbst Bedrucken mit.

Mi., 23.05.18 | 19:00 Uhr | Vortrag | Rojava Calling – Solidarität muss praktisch werden

AGIR Rosenheim @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Der Angriffskrieg, den die türkische Armee und dschihadistische Gruppen gegen die basisdemokratische Gesellschaft und die Menschen in Nordsyrien/Rojava führen, hat auch in Europa eine Welle der Solidarität und des Widerstandes ausgelöst. Hunderte wütende Demos, Angriffe auf Rüstungskonzerne, auf Banken, auf türkische Konsulate oder AKP-nahe Moscheen zeigen, dass es auch in Europa Menschen gibt, die nicht einfach tatenlos dabei zusehen, wie Nato-Staaten selbstverwaltete Gebiete belagern, besetzen und hunderttausende Menschen vertreiben.

Knapp sechs Jahre nach Beginn der Revolution von Rojava stellen die Besetzung Afrins, und die Drohungen Erdogans, auch die anderen Kantone Rojavas anzugreifen, die Errungenschaften der Frauenbewegung, der Rätedemokratie und des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Ethnien, Kulturen und Religionen in Frage. Der Krieg Erdogans ist ein Angriff auf den Aufbau eines solidarischen und freiheitlichen Zusammenlebens in Westasien und darüber hinaus. Ein Angriff auf die Hoffnung und den Kampf für ein anderes Leben.

Neben dem Krieg ist die Zerstörung der Natur und damit der ökologischen Existenzgrundlagen der Menschen eines der größten Prolbeme in der Region. Wasserknappheit, Monokulturen, Luftverschmutzung und Entwaldung prägen weite Landstriche Nordsyriens. Kriege und Krisen werden in Toten und Verwundeten bemessen, die Zerstörung der Natur findet dagegen nur selten Beachtung. Mit der Kampagne “Make Rojava Green Again” versucht ein Zusammenschluss von Internationalist*innen, gemeinsam mit der Bevölkerung in Nordsyrien, die drängenden ökologischen Probleme anzugehen.

Mit der Pflanzung von zehntausenden Bäumen, ökologischen Bildungsprojekten, und einem Recyclingprogramm soll der demokratische Aufbruch in Nordsyrien und seine Verteidigung direkt unterstützt werden. Trotz des Krieges, jetzt erst recht. Weil Krieg, Faschismus und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen nur gemeinsam bekämpft werden können. Weil Solidarität nur praktisch gelebt werden kann.

Der Referent Anselm Schindler war in den vergangenen Jahren mehrmals in den kurdischen Gebieten der Türkei, Syriens und des Irak unterwegs und ist für die Kampagne „Make Rojava Green Again“ aktiv. Er wird versuchen, Stichworte für eine Diskussion um Perspektiven für Solidarität mit dem Befreiungskampf in Rojava zu liefern.

Veranstalter: AGIR Rosenheim mit Unterstützung von contre la tristesse

 

Sa 26.05.18 | Auftaktkonferenz der bayernweiten NIKA-Kampagne. @ Desi in Nürnberg (Brückenstr. 23)

Bayern 2018: während CSU und Staatsregierung im Wochentakt mit neuen Gesetzesverschärfungen gegen Refugees, Migrant_innen, Menschen mit psychischen Erkrankungen und soziale Bewegungen vorgehen, etabliert sich die AfD mit besten Aussichten auf parlamentarische und gesellschaftliche Macht. Folgen diesen Rechtsrucks sind Ausbeutung, Abwertung, Ausgrenzung und Abschottung.
Als radikale und außerparlamentarische Linke wollen wir etwas fundamental anderes: wir wollen eine Gesellschaft, die auf Solidarität und Selbstbestimmung, kollektiver Verfügung über den gesellschaftlichen Reichtum und der Gleichheit aller gründet. Als antifaschistische Linke machen wir die Erfahrung, dass viele unserer Strategien der Aufklärung und des Skandalisierens mehr und mehr ins Leere laufen – angesichts einer Gesellschaft, die sich an Hass und Hetze kaum noch stört. Das macht sie weder falsch noch unnötig, aber es macht es notwendig, neue offensive Strategien zu entwickeln. Politische Handlungsmacht entspringt kollektiven Erfahrungen, Solidarität und gemeinsamer Organisierung. Wir möchten daher allen linksradikalen und antifaschistischen Strukturen in Bayern den Vorschlag machen, den anstehenden Landtagswahlkampf der AfD zu nutzen, einen Austausch zu beginnen, aus der Zeit gefallene Spaltungslinien zu überwinden, uns zu organisieren, zu vernetzen und eine kollektive politische Praxis zu entwickeln. Wir gehen davon aus, dass der Wahlkampf und allen voran die politische Mobilisierung von rechts, die mit ihm zusammenfallen wird, Schwerpunkt der Arbeit antifaschistischer Gruppen in ganz Bayern sein wird. Greifen wir die politische Rechte nicht nur dafür an, dass sie skandalträchtige Positionen vertritt, sondern dafür, dass sie unseren eigenen emanzipatorischen Projekten im Weg steht. Alle diese Praxen wollen wir zu einer gemeinsamen Kampagne bündeln.

Get active! – Nationalismus ist keine Alternative!

Kommt alle zur Auftaktkonferenz der bayernweiten NIKA-Kampagne am 26. Mai in der Desi in Nürnberg (Brückenstr. 23). Euch erwarten Workshops und Debatte zu: Antifa, Antirassismus, Feminismus, Antisexismus, Umweltbewegung, Antirepression, Antikapitalismus, Organisierung…

Bayern

 

 

Sa., 02.06.18 | 12:15 Uhr | Exkursion Psychiatriemuseum Gabersee @ Bahnhof, Rosenheim

Führung durch das Psychiatriemuseum Gabersee mit anschließendem Vortrag zu NS-Verbrechen an Opfern des sogenannten „Euthanasie-Programms“

Am 2. Juni besuchen wir die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt Gabersee (heute Inn-Salzach-Klinikum). „Gabersee“ wurde 1883 als „Kreisirrenanstalt“ in Betrieb genommen. Der Grundsatz einer möglichst freien Arbeitstherapie wurde von den Gründer*innen konsequent verfolgt und führte zu einer Blüte der Anstalt in den 1920er Jahren. Während des Nationalsozialismus wurden die Ausgaben für die medizinische und therapeutische Versorgung der Patient*innen massiv gekürzt, ab 1936 wurden Zwangssterilisationen eingeführt und letztendlich 1940/41 im Rahmen der Aktion T4 mindestens 509 Patient*innen, wahrscheinlich aber weitaus mehr, in sogenannte „Reichsanstalten“ „verlegt“. Von dort wurden sie weiter ins Schloss Hartheim in der Nähe von Linz deportiert und dann ermordet.

Auf dem Gelände des Inn-Salzach-Klinikums erinnert heute eine Gedenktafel an die mehr als 500 getöteten Patient*innen, die besichtigt wird. Anschließend nehmen wir an einer Führung durch das medizinhistorische Museum auf dem Gelände des Klinikums teil. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt der Führung dabei auf dem nationalsozialistischen Umgang mit Menschen, die als psychisch krank erklärt wurden, sowie auf der Nutzung des Geländes als Camp für sogenannte Displaced Persons nach der Befreiung. Schließlich referiert die Zeitzeugin Antje Kosemund zum Thema Euthanasie während des Nationalsozialismus und deren Aufarbeitung.

Treffpunkt vor Ort ist um 13:30 Uhr (Haupeingang Inn-Salzach-Klinikum,83512 Wasserburg am Inn). Es besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Zug anzureisen. Treffpunkt dafür ist um 12:15 Uhr am Bahnhof Rosenheim.

So., 03.06.18 | 14:00 Uhr | Vorbereitung | Proteste gegen den AfD Landesparteitag @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Vom 9. bis zum 10. Juni 2018 findet in Nürnberg der Landesparteitag der bayerischen AfD statt. Zur Vorbereitung auf die Proteste lädt das „offene antifaschistische Plenum Rosenheim“ ins Z ein. Dort werden wir gemeinsam Transparente und Schilder für die Proteste gestalten und letzte Infos für Aktivist*innen weitergeben, die mit uns am darauffolgenden Wochenende nach Nürnberg fahren wollen, um den Fans der Festung Europa gebührend in die Suppe zu spucken.

So., 3.6.18 | 19.30 Uhr | Dokumentarfilm | DAS GRÜNE GOLD @ Z- linkes Zentrum, Innstr 45a, Rosenheim

Juma-Film und Attac Rosenheim laden zum politischen Film (jeden ersten Sonntag im Z). Dieses mal wird DAS GRÜNE GOLD (Orig.: Dead donkeys fear no hyenas) | Schweden – Deutschland – Finnland / 2016 / 80 Min / OmU gezeigt:

Ackerland – das neue grüne Gold. Konjunkturmaschine oder Ausverkauf? Weltweit verlangt der globale „Markt“ Agrarflächen: für Cash Crops, Biosprit, Spekulation. Besonders attraktiv ist Äthiopien. Die Regierung erhofft Einnahmen durch ausländische „Investoren“. Weltbank und EU agieren mit; ihr Label: „Entwicklungshilfe“. Die Folgen: Zwangsumsiedlungen, 1 Million Kleinbauern verliert ihre Lebensgrundlage, Böden werden überfordert – wer widerspricht, erfährt die harte Hand der Regierung. So auch der äthiopische Umweltjournalist Argaw, der sich damit in Gefahr bringt.

Der schwedische Regisseur Joakim Demmer trifft für seinen Real-Thriller Investoren, Entwicklungsbürokraten, verfolgte Journalisten, kämpfende Umweltaktivisten und vertriebene Bauern. „Er zeichnet ein groteskes Bild von globalen Investoren als heiliger Kuh neoliberaler Entwicklungspolitik. Und er erzählt von einer Tragödie.« [Schwäbische Zeitung] . Eintritt frei.

Sa., 09.06.18 | Proteste gegen den AfD Landesparteitag @ Nürnberg

weitere Infos: www.bayern.nika.mobi

Di., 12.06.18 | 19:00 Uhr | Vortrag | 10 Argumente gegen Rechts

DIE LINKE. Kreisverband Rosenheim lädt zum Vortrag „10 Argumente gegen Rechts. Argumentationsstrategien, um zu überzeugen“. Referent ist der Bezirkstagskandidat Dr. Klaus Rosellen.

Mi., 13.06.18 | 19:00 Uhr | Veranstaltung zur Seenotrettung von Sea-Eye @ SJR

Ber der vom Initiativkreis Migration organisierten Veranstaltung wird Michael Buschheuer im Lokschuppen (Gruppenraum SJR) die Arbeit von Sea-Eye vorstellen.

Weitere Infos: https://sea-eye.org oder https://migration.rosenheim.tk/

Sa., 30.06.18 | Proteste gegen den AfD Bundesparteitag @ Augsburg

weitere Infos: www.bayern.nika.mobi

So., 01.07.18 | 19:00 Uhr | Film | „Festival der Demokratie“

Die infogruppe rosenheim zeigt den aktuellen Dokumentarfilm „Festival der Demokratie“ (D, 2018, 82 Min.). Der Film behandelt den vor einem Jahr stattgefundenen G20-Gifpel in Hamburg. Am 7. und 8. Juli 2017 trafen sich dort die Regierungsvertreter*innen der EU und die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Erde. Innensenator Andy Grote kündigte das G20-Treffen als „Festival der Demokratie“ an. Vor allem aber war das Treffen von massiven Protesten und viel Polizei begleitet. Die Dokumentation zeigt hautnah, was auf den Straßen damals geschah. Ergänzt werden die Aufnahmen durch nachträglich geführte Interviews. Die Intention der Filmemacher*innen ist es, die „Handlungen der Polizei“ kritisch aufzuarbeiten, wie die Filmemacher*innen selbst betonen. Organisiert wird die Veranstaltung von der infogruppe rosenheim in Kooperation mit „contre la tristesse“ und dem Kurt Eisner Verein. Die Filmvorführung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Tag X -Urteilsverkündung im NSU-Prozess: Demo Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen @ München

Am Tag der Urteilsverkündung wird es in München eine Demonstration unter dem Motto „ein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen“ geben. Denn für uns bedeutet das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn möglich machte:

Kein Schlussstrich! – NSU-Komplex aufklären und auflösen

Verfassungsschutz auflösen – V-Leute abschaffen

Dem aktuellen rassistischen Terror gegen Flüchtlinge und MigrantInnen entgegentreten

Rassismus in Behörden und Gesellschaft bekämpfen

Nach derzeitigem Stand ist ab Mitte Juni mit einer Urteilsverkündung zu rechnen. Weitere Infos: https://nsuprozess.net/