Alle Beiträge von D'Chefin

Rassistische Hetze stoppen!

Für den morgigen Samstag, den 9. August 2014 planen Nazis der NPD-nahen ‚Bürgerinitiative Ausländerstopp‘ (BIA) eine Kundgebungsserie rund um die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in der ehemaligen Bayernkaserne. Wir rufen alle Antifaschist_innen und Antirassist_innen auf, sich den Nazis und Rassist_innen in den Weg zu stellen und ihre rassistische Hetze unmöglich zu machen! Zeigt Solidarität mit den Refugees in der Bayernkaserne!

In letzter Zeit haben einige Anwohner_innen gemeinsam mit Nazis eine Kampagne gegen die Asylsuchenden gestartet, die sich gegen die in der ehemaligen Bayernkaserne im Münchner Norden untergebracht sind, richtet. In mehreren Facebookgruppen, mit zum Teil mehr als 1700 Mitgliedern, organisieren sich Nazis und Anwohner_innen, verbreiten ihre rassistische Hetze und diskutieren über Aktionen gegen die Refugees. Auch Mordaufrufe und Vernichtungsphantasien waren hier zu lesen.

Nazis wie der Stadtrat der BIA Karl Richter oder die Naziorganisation ‚Der III. Weg‘, in der sich Nazis aus dem mittlerweile verbotenen ‚Freien Netz Süd‘ organisieren, heizten die rassistische Stimmung gezielt an. Die BIA erklärte München-Freimann zum neuen Berlin-Hellersdorf, wo Nazis und rassistische Anwohner_innen wochenlang gemeinsam Terror gegen die Bewohner_innen einer Flüchtlingsunterkunft machten.

Seid solidarisch mit den Refugees! Sie sind gezwungen nach einer oftmals lebensgefährlichen Flucht nach Europa unter menschenunwürdigen Bedingungen in der ehemaligen Bayernkaserne zu leben. Die Schuld hierfür liegt bei der rassistischen und menschenverachtenden Asylpolitik der bayrischen, deutschen und europäischen Behörden. Es ist der Staat und weite Teile der Gesellschaft die Refugees ausgrenzt und entrechtet, an diesen gesamtgesellschaftlichen Rassismus, können Nazis und Teile der Anwohner_innen anknüpfen und ihn radikalisieren.

Gegen Rassismus und Ausgrenzung! Machen wir die rassistische Hetze der Nazis unmöglich! Beteiligt euch an den Gegenprotesten gegen die Nazikundgebungen! Alerta Antifascista! Kein Mensch ist illegal!

Die Kundgebungen der Nazis:

11:00 – 11:30 Werner-Egk-Bogen 21 (vor dem REWE-Supermarkt)
12:00 – 12:30 Werner-Egk-Bogen/ Karl-Richter-Straße (sic!)
13:15 – 13:45 Karl-Kögelsperger-Straße 24 (vor dem Tengelmann-Supermarkt)

als Anlaufstelle wurden zwei Gegen-Kundgebungen von “München ist bunt” angemeldet:

11:00 – 12:30 Werner-Egk-Bogen / Untere Länge
13:00 – 14:00 Carlf-Orff-Bogen / Paul-Hindemithallee

„Das Leben des Carlos Fernando“ (Film)

184 Todesopfer rechter Gewalt zählt die Amadeu Antonio Stiftung seit 1990 in Deutschland. Carlos Fernando ist eines dieser Opfer. Vor 15 Jahren1 wurde der gebürtige Mosambikaner in Kolbermoor von einem Rassisten in Kolbermoor aufgrund seiner Hautfarbe totgeprügelt. Mit der Vorführung des Filmes “Das Leben des Carlos Fernando” am So 07.09.14, erinnert die infogruppe rosenheim an den rassistischen Mord von Kolbermoor.

Die Dokumentation von Samuel Schirmbeck entstand in der Reihe „Tödliche Begegnungen“ des Hessischen Rundfunks (HR). Der Film erinnert an einen lebenslustigen, jungen Mann, der zunächst als „Mossi“, als Mosambikaner, in der DDR lebte, als Arbeiter in einem Reifenkombinat. Die Wende machte aus dem sozialistischen Bruder einen arbeitslosen Fremden. Er lernte noch die beiden Deutschlands kennen: die DDR und das wiedervereinte Deutschland. Carlos Fernando verwirklichte seinen Traum und zog an den Rand der bayerischen Alpen, wo er 1999 erschlagen wurde. Vorausgegangen war, dass die Ausländerbehörde ihn abschieben wollte, seine deutsche Frau Ramona ihn aber versteckte. Schließlich verließ er Neubrandenburg, trennte sich von seiner Frau und fand mit Tochter Tracy eine neue Heimat im scheinbar beschaulichen Kolbermoor in Oberbayern, die geliebten Berge in Sichtweite. Vor der „Cubana-Bar“ wurde er ermordet, von einem Rechtsradikalen, im Streit um ein zu geparktes Auto. Der Täter spielt in diesem Film, wie in der gesamten Reihe, nur eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt steht ein offenherziger Mann, dessen Leben durch einen Fausthieb ausgelöscht wurde.

Die Filmvorführung findet am So. 07.09.14 um 19:00 Uhr im Rosenheimer Z, dem linken Zentrum in Selbstverwaltung (Innstraße 45a) statt. Der Eintritt ist frei.

 

1Am 15.08.09 wird Carlos Fernando angegriffen und ins Koma geprügelt. Er stirbt am 30. September 1999 im Krankenhaus an den Folgen des rassistischen Übergriffes.

Bro­schü­re „Ge­schich­te der Ka­me­rad­schaft Frei­korps und Bund Ober­land“

Das Bünd­nis gegen rechts­ex­tre­me Um­trie­be im Ober­land bietet auf der Internetseite http://annaberg.blogsport.de/ die  Bro­schü­re „Ge­schich­te der Ka­me­rad­schaft Frei­korps und Bund Ober­land“ (PDF-​Do­ku­ment, 5,1 MB) zum kos­ten­lo­sen down­load an. Das Heft wurde von Eva Hin­ter­mei­er ver­fass­ten und erst­mals 2012 vom Bünd­nis gegen rechts­ex­tre­me Um­trie­be im Ober­land ver­öf­fent­lich­ten. Hintergrund ist die jedes Jahr im Mai in dem ober­bay­ri­schen Schlier­see stattfindende ex­trem rech­te  sog. „An­na­berg­ge­denk­fei­er”.

Pro-Choice-Demo gegen den 1000-Kreuze-Marsch in Salzburg

Am 25. Juli wollen ultra-religiöse ChristInnen wieder mit einem sogenannten “Marsch für das Leben” das lange erkämpfte Frauen*recht auf Schwangerschaftsabbrüche angreifen.

„Wir bestimmen selbst!“
Es gibt genug Gründe, gegen diesen reaktionären Aufmarsch aktiv zu werden. Ein freier Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ist absolut notwendig. Frauen* müssen selbst über ihren Körper und ihr Leben bestimmen können – dazu gehört reproduktive Freiheit. Die Entscheidung, ob eine Frau* ein Kind austrägt, liegt einzig und allein bei ihr. Kein Mensch hat dabei das Recht, sich ungefragt einzumischen und die Moralkeule zu schwingen.  

Nie wieder Küchentisch!
Zudem ist eine Illegalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, wie sie die organisierten AbtreibungsgegnerInnen um Human Life International, Jugend für das Leben und Co fordern, für ungewollt Schwangere lebensgefährlich. Wenn Abbrüche strafbar sind, werden sie trotzdem durchgeführt, und zwar unter hygienisch und medizinisch unsicheren Umständen, z.B. mit einem Kleiderhaken auf dem Küchentisch. Tausende Frauen* sterben jedes Jahr an den Folgen illegalisierter Abbrüche! Solange es noch keine umfassendes System autonomer Gesundheitszentren gibt, müssen für den freien Zugang zur Aller zur staatlichen Gesundheitsversorgung kämpfen!

Gemeinsam kämpfen
Die organisierten AbtreibungsgegnerInnen vertreten ein in vielerlei Hinsicht abzulehnendes Weltbild, und versuchen auch aktiv, dieses gegen den Widerstand fortschrittlicher Kräfte durchzusetzen. Sorgen wir für einen Widerstand, der so stark ist, dass sie daran scheitern werden! Denn Sexismus, Homo- und Transphobie, Antisemitismus, völkisch-rassistisches Denken und religiöser Fundamentalismus müssen wir auf dem Weg in eine befreite Gesellschaft überwunden werden. Die organisierten AbtreibungsgegnerInnen haben erfreulicherweise seit Jahren mit erbitterter Gegenwehr seitens Pro-Choice-Aktivist_innen zu kämpfen. 2013 reagierte die Staatsmacht darauf mit 36 Festnahmen. Wir kommen wieder – jetzt erst recht!

Gehen wir am 25. Juli 2014 gemeinsam auf die Straße, zeigen wir dem reaktionären Pack, wo es lang geht!

Pro Choice is ois!
[„Pro Choice:“ engl. für die Wahlfreiheit. „ois:“ österr. alles.]

FIFA Go Home

Zum Abschluss eines ekelhaften Turniers möchten wir uns dem Hauptakteur widmen: Der FIFA. Genoss_innen in der Schweiz haben das bereits ganz praktisch getan, wie ihr hier auf youtube könnt.

Bei vimeo findet ihr eine aufwendig recherchierte Dokumentation. Sie nimmt Macht und Machenschaften der FIFA, des wohl einflussreichsten Sportverbandes der Welt, unter die Lupe. Im Mittelpunkt dabei: FIFA-Präsident Sepp Blatter. Zwei Jahre lang haben die Autoren Gerold Hofmann und Dominic Egizzi recherchiert und den Inner Circle der FIFA beobachtet. Herausgekommen ist ein Sittenbild des Weltfußballverbandes. Der Film zeigt Funktionäre zwischen globalen Visionen und kleinlichen Machtkämpfen. Die Männer sehen sich auf Augenhöhe mit Regierungschefs und Wirtschaftsführern – und stehen wie diese immer wieder im Zentrum von Affären.

Auch ZDFzoom hat sich an die Fersen der FIFA-Bosse geheftet, um Korruptionsbeschuldigungen zu überprüfen und zu zeigen, was das Leben auf Kosten des Fußballs zu bieten hat.
Die Doku kann in der ZDF Mediathek hier angesehen werden.

1000(-Kreuze-M)Ärsche wegtreten! Aufruf zur Pro-Choice-Demo am 25.7.2013 in Salzburg!

Auch dieses Jahr wollen AbtreibungsgegnerInnen1 mit einem sogenannten 1000-Kreuze-MArsch das schwer und lang erkämpfte Frauen*recht auf Schwangerschaftsabbrüche in Frage stellen. Es mobilisieren organisierte FundamentalistInnen aus den Reihen von Human Life International (HLI), Euro Pro Life, Jugend für das Leben & Co. Geplant ist ein Kreuzzug durch die Salzburger Innenstadt bist zum Krankenhaus und zur Staatsbrücke um dort Rosen in die Salzach zu werfen. Dabei wird bei jeder Rose ein biblischer Name eines „ermordeten“ Kindes gerufen. Wie in den vergangenen Jahren müssen die Fundis mit erbitterter Gegenwehr rechnen. Gründe dafür gibt es genug.

Das Recht auf einen straffreien Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche gilt in Österreich seit 1975. Dabei gilt, dass Ärzt_innen keine Abtreibungen vornehmen müssen. Das ist verheerend für ungewollt Schwangere, die sich zuerst einmal eine_n Ärzt_in suchen und eventuell weite Strecken zurücklegen müssen. Beispielsweise unterstützen 353 Ärzt_innen alleine in Salzburg die Initiative „Ärzte [sic!] für das Leben“2. Als wäre es nicht schon Zumutung genug, dass das Recht auf eine Abtreibung nur straffrei, also faktisch illegal ist, müssen sich Frauen* auch noch mit komplett fanatischen Fundis streiten, rumärgern, von diesen belästigen lassen und das bis heute! Denn Gruppen wie HLI und Co. schrecken nicht davor zurück zum Beispiel durch Psychoterror, wie in Form von unfreiwilligen „Gehsteigberatungen“ Frauen*, die eine Abtreibung vornehmen lassen wollen, und das Klinikpersonal samt Ärzt_innen zu terrorisieren.

Diese Fundis vertreten ein extrem reaktionäres Weltbild, in dem Frauen* die Rolle von Gebärmaschinen und die anschließende aufopfernde Pflege der Bälger übernehmen sollen. Damit wird Frauen* das Recht auf ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben abgesprochen. Abgesehen von dem sexistischen Grundtenor dieser Gruppen fühlen sich auch Nazis wohl bei Veranstaltungen wie dem 1000-Kreuze-MArsch. So mobilisierten 2008 auch Nazis für den 1000-Kreuze-MArsch in München3 und formierten einen eigenen Block4. Kaum verwunderlich, dass Nazis gemeinsame Sache mit den Fundis machen, wenn Frauen* im Dienste des „Volkes“ weiße Kinder gebären sollen und Abtreibungen mit dem Holocaust verglichen werden. So wurde in der ehemaligen Lucina-Klinik in Wien, in der Abtreibungen vorgenommen wurden, ein „Babycaust-Museum“ eröffnet5.

Wir wiederholen uns seit Jahren. Es ist alles gesagt. Leider müssen wir diese lächerlich erscheinenden AbtreibungsgegnerInnen bitterernst nehmen: Sie sind sexistisch, homo- und trans*phob, NS-relativierend, rassistisch, reaktionär und ultrareligiös! Durch die Proteste der vergangenen Jahre konnte der MArsch erheblich verkürzt werden. Die Fundis kamen nicht einmal in die Nähe des Krankenhauses! Auf dass wir diesen Aufruf das letzte Mal schreiben mussten!

WIR SIND DIE WILDEN FRAUEN*,

WIR PLÜNDERN UND WIR KLAUEN –

WIR BETEN NIE – ANARCHIE!

PRO-CHOICE-DEMO, 25.7.2013, 14:30h Mirabellplatz

KREUZAUSGABE DER FUNDIS: 16:15h DOMPLATZ

Detaillierte Infos zu HLI & Co, sowie zu den vergangenen Protesten sind hier zu finden:
http://infoladensalzburg.wordpress.com/material/1000-kreuze-versenken-material/
http://www.die-abtreibung.at.tf/

1Wie benutzen das Binnen-I um zu verdeutlichen, dass nach der Ansicht von fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnen nur zwei „natürliche“ Geschlechter existieren. Wir verwenden grundsätzlich den Gender-Gap (Freund_innen) und schreiben Frauen* und Männer* um darauf hinzuweisen, dass es sich bei Geschlecht um gesellschaftliche Konstrukte handelt.

2hxxp://www.salzburgeraerzteforum.com/1-2_unterstuetzer-liste.php#Anchor-Salzburg-49575

3Ja, das machen diese Trottln nicht nur in Salzburg, sondern weltweit.

80. Todestag von Erich Mühsam

Heute vor 80 Jahren, am 10. Juli 1934, erschlugen im KZ Oranienburg Nazis Erich Mühsam, eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Anarchismus in Deutschland. Er war Schriftsteller, Publizist, Redner und Revolutionär. Mühsam war aktiv am Sturz der bayerischen Monarchie sowie der Gründung der Münchner Räterepublik führend beteiligt und verbrachte danach mehrere Jahre in Festungshaft. Von seinem Wirken im Raum Rosenheim zeugt u.a. das Gedicht „Bayerisches, Allzubayerisches“ von 1926, in welchem er satirisch die offene Zusammenarbeit des konservativ-königstreuen Bürgertums mit völkisch-nationalistischen Kräfte kritisiert. Der Antimilitarist, Antifaschist und Radikaldemokrat wurde in der Nacht des Reichstagsbrands verhaftet und in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 1934 von der bayerischen SS-Wachmannschaft des KZ Oranienburg ermordet. Gemäß des Mühsam-Mottos “Sich fügen heißt lügen“ sind aber viele seiner Gedichte auch heute, noch aktuell und dürften vielen aus dem Herzen sprechen. Das 1926 verfasste Gedicht „Bayerisches, Allzubayerisches“ thematisiert übrigens Rosenheim:

 

Bayerisches, Allzubayerisches

Sie zogen auf in Rosenheim

mit Pauken und Trompeten,

mit Ehrenjungfrauen, Rührungsschleim,

mit Jodlern und Gebeten.

Ganz vorne bei der Blechmusik,

den Degenknauf vergoldet,

Herr Rupprecht, den die Republik

– und nicht zu knapp! – besoldet.

Heil! Klang es, Holdrio! Juhu!

Bierstimmig, hofbräutönig.

Der Böller schoss; man rülpst’ dazu:

Hoch Rupprecht, Bayern König!

Ihm folgt’ das Ehrenkomitee,

in Helmen und Zylindern,

und eingerahmt war die Chausee

von treuen Landeskindern.

Doch neben seiner Majestät

im Schmucke hoher Orden –

Graf Arco mit dem Schießgerät,

das er gebraucht zum Morden.

Hoch schlug der Rosenheimer Herz;

der Jubelschrei erschallte:

Heil Arco, der von hinterwärts

Kurt Eisner niederknallte!

Und wie’s in Rosenheim geschehn,

stets soll – so wolln wir hoffen –

der Mörder mit dem König gehen …

Wohin? — Das bleibt noch offen!

Erich Mühsam, 1926

 

Am komenden Samstag  (12. Juli 2014) findet bei Berlin übrigens eine  Antifaschistische Gedenkdemonstration statt. Start ist um13 Uhr  am S-Bhf. Oranienburg. Hier der Trailer:

Gegen Deutschland vs. Gegen Brasilien

Am heutigen Dienstag Abend zeigt sich eines der Hauptprobleme von sportlichen Ereignissen: Es gibt immer leider auch Gewinner. Wir haben deshalb eine Reihe von Clips zur WM zusammengestellt: Gegen Deutschland und gegen Brasilien.

Gegen Deutschland

The Flexfitz feat. die Vorrundenaus Allstars haben mit ihrem Wunsch nach dem Vorrundenaus leider nicht punkten können. Ob sie wenigsten mit der Ankündigung am Schluss ernst machen? “Wenn es diesmal kein Vorrundenaus gibt, dann war das die letzte Weltmeisterschaft, die ihr erlebt habt.”

Das 2:0 gegen Deutschland in musikalischer Hinsicht schießen Deichkind & Das Bo mit “Ich hab eine Fahne”. Verstörender Clip. Schaut ihn an, solange er noch verfügbar ist!

Packt die Tiere auf den Grill, macht die Rasenheizung an
Sklave bau den Tempel auf, Fifa treib das Vieh zusammen
Ein Monat Tunnelblick, Triplekorn, Doppeltsekt
Schmier die Farben ins Gesicht, Selfie mitem Pischifleck

Ist es eine Standardsituation, die Johnny Mauser da vorschwebte? “Wir sind die Mauer – das Volk muss weg!”.

Gegen Brasilien

Musikalisch fahren Soulfly den Gegenangriff. Sie widmen ihren Song “Brasil” den Armen in Brasilien, die für die WM und ihre Sponsoren verdrängt und ihren sozialen Kämpfen.

Während FIFA wie IOC und selbstredend die Konzerne gute Geschäfte machen, zahlt die Bevölkerung, im besonderen die arme, dafür die Zeche. Das ist im Kapitalismus der Normalzustand. In Brasilien wird es aber auf brutale Weise offensichtlich. Weit über die alltägliche Ausbeutung in den Betrieben hinaus gehen die Verwerfungen. Carla Dauden versuchte dies mit ihrem Clip aus dem Sommer 2013 einer breiten Öffentlichkeit erklärbar zu machen. “Why I don’t go to the WorldCup” lautet der eingängige Titel.

Weil Brasilien scheisse ist, Deutschland scheisse ist, der Kapitalismus mit seinen Nationen und der Männer-Fußball scheisse sind: Für den heutigen Abend können wir uns nur den Spiel- oder besser Turnierabbruch wünschen.

#stoptheball

Verlängerung

Damit steht es an dieser Stelle in Clips 3:3 Gegen Brasilien und Deutschland. Es ist der freien Interpretation der Betrachtenden des folgenden Clips überlassen, wie dieser Beitrag ausgeht: