Archiv der Kategorie: Klassenkampf & Kapitalismus

Erfolgreicher Auftakt: Mobilisierungsreihe gegen den G20

Nicht zuletzt gestützt durch die Mobilisierung zur gestrigen Eil-Demo wurde die Rosenheimer Mobilisierungsreihe gegen den G20-Gipfel erfolgreich eröffnet. Franz Garnreiter stellte anhand ökonomischer Daten dar, wie in den 1980ern als ehern gedachte globale Einkommens-Ungleichverteilungen in den letzten 20 Jahren in Wanken geraten sind: Armut im „globalen Norden“, die zunimmt, während früher arme Länder bis zu einem gewissen Grad aufschließen konnten. Einer der Gründe, weshalb es zu einer Verlagerung „klassischer Formate“ – wie G7 – zu einem Format wie dem G20 kommt.

Nach innen aber werden die Einkommensunterschiede zugleich ausgeprägter. Mit Klassenwidersprüchen in vier am G20 teilnehmenden Ländern werden wir uns in den nächsten Wochen intensiver beschäftigen:

Darüber hinaus – und aus gegebenen Anlass – bereiten wir ein öffentliches Blockadetraining auch im Hinblick auf den G20 vor.

Auf der Kampagnenseite fight-g20.tk werden in den nächsten Tagen auch die folgenden Veranstaltungen in Wasserburg und Salzburg im Rahmen der Reihe bekannt gegeben. Die Redaktionsarbeiten hinken angesichts der Prozessführung zu Meldeauflagen allerdings hinterher.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei Franz Garnreiter (institut für sozialökologische wirtschaftsforschung) bedanken. Seine Kern-Thesen von gestern können hier nachgelesen werden.

Schwarzer Freitag auch in Bad Tölz: Protest gegen Lohn-Dumping und Union Busting bei den Median-Kliniken

Bad Tölz (ra) Im Rahmen der Kampagne „Jetzt schlägt’s 13!“1 protestierten heute bundesweit Menschen vor zahlreichen Standorten der Median-Kliniken gegen Lohn-Dumping, Einschüchterung von Betriebsräten und Anti-Gewerkschaftspropaganda. Mit einer Flugblattaktion in und um die Bad Tölzer Median Buchberg-Klinik beteiligte sich rund ein Dutzend Aktivist*innen des RABATZ2 Bündnisses an diesem Aktionstag. Schwarzer Freitag auch in Bad Tölz: Protest gegen Lohn-Dumping und Union Busting bei den Median-Kliniken weiterlesen

Nicht zu überhöhrende Forderung nach Ende der Kreta-Feier in Reichenhall

»Es sollte klar geworden sein, dass die Kreta-Feier eine unverhohlene Verherrlichung des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges gegen die Bevölkerung ist. Wir können uns nach diesem Wochenende nicht vorstellen, dass in Bad Reichenhall außer dem Kameradenkreis der Gebirgstruppe noch jemand daran festhalten möchte.«
Anna Jade, Pressesprecherin des rabatz bündnisses

Ein eindrucksvolles Hearing und eine gelungene Demonstration in Bad Reichenhall am Samstag setzen ein nicht zu übersehendes Zeichen für ein Ende der Kreta-Feierlichkeiten. Das rabatz bündnis zieht trotz Polizeiprovokationen ein positives Fazit und erhofft sich neuen Schwung für die Debatte um Entschädigung für die Kriegsverbrechen der Wehrmacht.

Das Hearing begann mit einem historischen Vortrag, der Kriegsverbrechen der Reichenhaller Gebirgsjäger auf Kreta sowie an anderen Orten darlegte und sich kritisch mit der jährlichen Kreta-Feier auseinandersetzte. Der 92-jährige Zeitzeuge Nikolaos Marinakis schilderte grausame Details von der Ermordung von 148 Einwohner*innen Skines am 1.August 1941, die nachweislich durch das Gebirgsjägerregiment 100 aus Reichenhall erfolgte. Angesichts der Zerstörungen, die die Wehrmacht in Kreta und Griechenland anrichtete, stellte er unter großem Applaus hinsichtlich der von Deutschland verordneten Austeritätspolitik die Frage: Wer schuldet hier eigentlich wem? Nicht zu überhöhrende Forderung nach Ende der Kreta-Feier in Reichenhall weiterlesen

1. Mai – Kampftag der Arbeiter*innenklasse

1. Mai – Kampftag der Arbeiter*innenklasse

Rund um den 1.Mai, dem Kampftag der Arbeiter*innenklasse, gibt es wieder viele Gründe und Möglichkeiten auf die Straße zu gehen. Im infomail haben wir Euch einige Angebote zusammen gestellt, da währen z.B:

A) Vorabenddemo in Dachau – Streiken | Besetzen | Kollektivieren
B) DGB Demo in Rosenheim – Zeit für mehr Solidarität
C )Revolutionärer Erster Mai in Nürnberg
D) Naziaufmarsch in Plauen zum Desaster machen! 1. Mai – Kampftag der Arbeiter*innenklasse weiterlesen

Rojava und der Widerstand gegen den IS

Am Sonntag, den 28. Dezember findet im Rosenheimer Z (Innstr 45a, 83026 Rosenheim) ein Vortrag über die kurdische Autonomieregion Rojava und deren Widerstand gegen den IS statt.

Von Mitte September bis Anfang Oktober war eine Delegation des Verbandes der studierenden KurdInnen in Deutschland (YXK) in den kurdischen Teilen im Irak und der Türkei unterwegs. Eigentliches Ziel der Reise war es, sich ein eigenes Bild von der Revolution im westkurdischen Rojava zu machen. Seit 2011 hat die kurdische Bewegung dort eine demokratische Autonomie aufgebaut und diese bisher erfolgreich gegen die Angriffe der IS-Mörder verteidigt. Leider wurde der Delegation die Einreise auf syrisches Staatsgebiet von der nordirakischen Autonomieregierung und genauso von der Türkei aus politischen Gründen verweigert.
Stattdessen besuchte die Delegation Flüchtlingslager im Irak und der Türkei, in denen derzeit überwiegend jesidische Flüchtlinge aus dem Sengal untergebracht sind. Es wurde mit AktivistInnen, ParlamentarierInnen und politischen VertreterInnen der kurdischen Bewegung gesprochen. Da sich die Situation in Kobane in den vergangenen Wochen zuspitzte, reiste die Delegation an die Grenze zu Kobane um die Proteste der Bevölkerung zu unterstützen.

Was ist Rojava und was bedeutet demokratische Autonomie? Warum konnte die Delegation nicht nach Rojava? Wie ist die Situation in den syrischen und irakischen Teilen Kurdistans? Warum konnte IS die Jesiden massakrieren? Was ist die Rolle der Türkei? Wie ist die aktuelle Situation in Kobane und Kurdistan? Welche Rolle spielt die BRD?

Diese und andere Fragen werden bei der Veranstaltung von einem Teilnehmer der Delegation beantwortet.

Die von der infogruppe rosenheim in Kooperation mit dem Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung in Bayern e.V organisierte Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

New cAge -Esoterik 2.0 -Wie sie die Köpfe leert und die Kassen füllt (Vortrag)

Vortrag: New cAge -Esoterik 2.0 -Wie sie die Köpfe leert und die Kassen füllt

Referent: Mag. Johannes Fischler

Wann: So, 19.10.2014 -19:00 Uhr

Wo: Z linkes Zentrum in Selbstverwaltung, Innstr45a. Rosenheim, www.z-rosenheim.net

 

Allein in Deutschland setzt die Esoterikindustrie geschätzte 20 bis 25 Milliarden Euro pro Jahr um. Räucherstäbchen und Alternativ-Chic waren gestern die Branche ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und bedient sich professioneller Geschäftsmodelle und moderner Marketingstrategien, um potenzielle Kunden anzusprechen.
Ob Engelsfestivals, Energiekristalle oder esoterische Selbstfindungsseminare: Der Psychologe und Esoterikexperte Johannes Fischler fühlt der Marketingdramaturgie kritisch auf den Zahn und macht so die Mechanismen der Szene transparent.
Anschauliche Vergleiche mit der bunten Markenwelt internationaler Konzerne, spannende Undercover-Recherchen und erschütternde Berichte von Aussteigern und Betroffenen verdeutlichen die Schattenseiten einer boomenden Industrie, für deren Verlockungen wir anfälliger sind als wir denken. Dabei verwendet der Psychologe in seiner „schonungslose Abrechnung mit der Branche“ (Psychologie Heute) zahlreiche Beispiele aus Rosenheim (u.a. die „Kryonschule“), denn „spirituell gesehen ist in Rosenheim“ laut Fischler „ die Hölle los!“ (Fischler, 2013, S. 60). Am So, 19.10.2014 kommt der Autor nach Rosenheim und stellt sein Buch vor. Die Veranstaltung im Z (linkes Zentrum in Selbstverwaltung, Innstr45a. Rosenheim, www.z-rosenheim.net) beginnt um 19:00 Uhr. Der Eintritt, zu dem von der infogruppe rosenheim in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein organisierten Vortrag, ist frei.

Weitere Infos: http://newcage.wordpress.com

Das Geschäft mit der Esoterik + Kurzfilme über Granderwasser

Film: Das Geschäft mit der Esoterik + Kurzfilme über Granderwasser
Wann: So, 05.10.2014 -19:00 Uhr
Wo: Z linkes Zentrum in Selbstverwaltung, Innstr45a. Rosenheim, www.z-rosenheim.net

Am Sonntag 05. Oktober werden im Rosenheimer Z (Innstr.45) die esoterikkritische Filme „Das Geschäft mit der Esoterik“ und „Die Wahrheit über Granderwasser“ gezeigt.
Was treibt Menschen in einer aufgeklärten Gesellschaft in die Hände von Sekten, Heilern und esoterischen Angeboten? laVita-Moderator Tobias Ranzinger geht in der Dokumentation „ Das Geschäft mit der Esoterik“ (br, 2014, 44 Min.) einem Phänomen auf den Grund, das besonders in Südbayern immer mehr um sich greift. Er trifft den Tiroler Autor und Psychologen Johannes Fischler, der das Buch „New Cage – Esoterik 2.0. Wie sie die Köpfe leert und die Kassen füllt!“ geschrieben hat. Er unterhält sich mit Harry Bräuer, Kriminalhauptkommissar in München, über seine einschlägigen Erfahrungen mit einer Branche, die auch am Rande der Legalität operiert. Und er begegnet Aussteigern und Betroffenen, die von ihrem Leben im Banne esoterischer Gruppen berichten.
Schon längst sind es keine vereinzelten Spinner und übrig gebliebenen Hippies mehr. Nein, Esoterik findet heutzutage überall und ganz selbstverständlich statt und selbst die Rosenheimer CSU trinkt jetzt auch Ganderwasser1. Deshalb zeigt die infogruppe im Rahmen des politischen Films vor der Reportage „Das Geschäft mit der Esoterik“ noch die Kurzfilme „Die Wahrheit über Granderwasser“ (2009, 4 Min.) und „Zaubertricks mit Granderwasser“ (2010, 4 Min.). Die Filmvorführung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei.