Schlagwort-Archive: Anti-Atom

Open Air Kino zu „Anti-Atomproteste in Wackersdorf“ in der Vettern

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30jährigen Bestehen der Rosenheimer Vetternwirtschaft (Oberaustr. 2)  findet am Sonntag 08.07. ein von der infogruppe organisiertes Open-Air Kino zum Thema „Anti-Atomproteste in Wackersdorf“ statt.
Die Vetternwirtschaft, wie auch die infogruppe, entstanden in einer Zeit welche u.a. durch die Kämpfe gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf geprägt war. Die Kleinkunstbühne ist bis heute Geburtsstätte zahlreicher kultureller und politischer Ideen, Aktionen und Veranstaltungen. So entstand auch die Filmreihe „der politische Film“  in der Vettern. Deshalb gratuliert die infogruppe mit einem „Politischen-Film Spezial“  und zeigt thematisch passend Kurzfilme über die Proteste in Wackersland, wie  „Wackersdorf – ein Mythos“, „18 Tage Freies Wendland“ und  „Zaunkämpfe“. „In der Vetternwirtschaft waren in den vergangenen 30 Jahren zahlreiche, nicht nur kulturell, wiederständige Veranstaltungen möglich und wir hoffen, dass das so bleibt. Wir bedanken uns für eine jahrzehntelange solidarische Zusammenarbeit“  so Michael Kurz, ein Sprecher der infogruppe rosenheim. Der „Wackersdorfabend“ beginnt ab ca. 20:30 Uhr, der Eintritt ist frei.  Bereits ab 20:00 Uhr organisiert die „Rote Zora“ (neue linke Politgruppe in Rosenheim) eine VoKü (veganes Essen gegen Spende).Bei schlechtem Wetter finden die Filmvorführungen im Nebenraum der Vetternwirtschaft statt.

Fukushima Mahnwache in Rosenheim

Anlässlich des Jahrestages der Katastrophe von Fukushima, demonstrierten heute (Montag – 12.03)  rund 100 Menschen in der Rosenheimer Innenstadt.  Auf der Mahnwache des „Bündnis für Energiewende“, an welchem sich u.a. die infogruppe rosenheim beteiligten, wurde in mehreren Redebeiträgen nicht nur ein „sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie“, sondern auch eine „lokale Energiewende“ gefordert. Nach einer Schweigeminute für die Opfer von  Fukushima, zog der Demonstrationszug vom Max-Josefs-Platz zum Ichikawa-Platz. Viele Demonstrationsteilnehmer_innen folgten anschließend der Einladung von attac zu einem atomkritischen Filmabend in das Z, dem linken Zentrum in Selbstverwaltung.

 

Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!

Am Sonntag den 11. März 2012, ein Jahr nach Beginn der atomaren Katastrophe in Fukushima, erinnert, mahnt und demonstriert die Anti-AKW-Bewegung: Schluss mit dem tödlichen Risiko Atomkraft! In Rosenheim wird am Montag 12.03. (18:00 Uhr) auf dem Max-Josefs-Platz eine Mahnwache stattfinden und am  So 11.03. wird es bundesweit sechs große Demos und Aktionen in Städten und an Atomstandorten (u.a. Gundremmingen in Bayern) geben. Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten! weiterlesen

Spontankundgebung gegen Polizeigewalt beim Castor

Ein gutes Dutzend Atomkraftgegner_innen fanden sich am Dienstag Abend vor der Bundespolizeikaserne in Rosenheim ein. Sie bezogen Stellung gegen die Polizeigewalt beim Castor-Transport und für die Stilllegung aller Atomanlagen.

Anlass waren die außerordentlich ruppige Räumung einer gewaltfreien Sitzblockade bei Gorleben und die Übergriffe gegen Kundgebungen in Laase. So wurde selbst nachdem der Castor bereits im Zwischenlager angekommen war, lies es sich die Polizei nicht nehmen, ein Sanitätszelt zu stürmen und berittenen gegen Aktivist_innen vorzugehen.

In einem Redebeitrag wurde auf die mehr als 350 Verletzten, die die Anti-Atom-Bewegung an diesem Wochenende verzeichnen musste, hingewiesen. Darunter waren nach Bericht der Demo-Sanitäter_innen auch fünf Schwerverletzte, unter anderem mit dem Verdacht auf Wirbelfraktur. Verlesen wurden eine Stellungnahme der Bäuerlichen Notgemeinschaft, der es mit Hilfe einer Betonpyramide gelungen war, den Castor 14 Stunden an der Weiterfahrt zu hindern. Sie bilanzierte: „Beim Castortransport 2011 wurde wieder mehr, schneller und brachialer von „polizeilichen Zwangsmitteln“ Gebrauch gemacht [..]. Wir können von Glück sagen, dass es nicht mehr schwere Verletzungen geben hat.“

Abschließend wurde den Polizist_innen von einem Redner nahegelegt, beim nächsten Castor aufschiebbare Operationen vornehmen zu lassen oder Freizeitausgleich zu nehmen: „Vielleicht erleiden Sie ja kurz vor dem Castor eine Sehnenscheidenentzündung oder sind anderweitig arbeitsunfähig – auf gewaltvolle Auseinandersetzung können wir schliesslich auf beiden Seiten gerne verzichten.“

Spontankundgebung: Gegen Polizeigewalt – Für die Stilllegung aller Atomanlagen

Der Widerstand gegen den Castor 2011 war der effizienteste aller Zeiten – eigentlich ein Grund zur Freude. Doch die Polizei zahlte es am gestrigen Montag den Menschen im Wendland und Anti-Atom-Aktivist_innen augenscheinlich noch einmal böse heim.

Deshalb werden wir am heutigen Dienstag vor der Bundespolizeikaserne in der Burgfriedstraße um 19.00 Uhr zu einer Kundgebung zusammenkommen:

  • Für die Versammlungsfreiheit
  • Für die Stilllegung aller Atomanlagen
  • Gegen Polizeigewalt

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Längster Castor aller Zeiten!

Der Castor ist mittlerweile schon 92 Stunden unterwegs – so lange wie nie zuvor. Und mit einer Betonpyramide auf den Gleisen bei Hitzacker ist auch jetzt noch nicht an wegkommen von Maschen, eine Güterbahnhof nahe Hamburg zu denken. Der Widerstand ist dieses Jahr auf beiden Seiten der deutsch-französischen Grenze angekommen und damit erfolgreich wie nie zuvor.

Und das trotz unglaublicher Polizeigewalt! Ein Video von graswurzel.tv dokumentiert, wie Aktivist_innen regelrecht überritten und von Pferden malträtiert werden. Graswurzel.tv sucht für die Video-Doku übrigens noch Spender_innen.

Castor geschottert! Widerstand hält an…

Wie unterschiedliche Medien und die Kampagne berichten, wurde der Castor 2011 geschottert. Und das gleich an mehreren Stellen samt aufgebogenen Schienen. Zur Stunde widersetzen sich über 2000 Menschen bei Harlingen auf den Schienen, nahe Lüneburg blockieren Greenpeace-Aktivist_innen. Der Castor verweilt deshalb nahe Hamburg in Maschen.

Am Nachmittag waren 23.000 Menschen zu einer Kundgebung in Dannenberg zusammengekommen; die Polizei wollte die Zahl auf 8.000 herunterlügen. Offenbar wurde auch die Arbeit von Journalist_innen massiv durch die Staatsmacht behindert.

Trotz des faulen Atom-Kompromisses von Grünen, CDU/CSU, SPD und FDP ist der Widerstand gegen den Castor auch in 2011 ein voller Erfolg. Live-Nachrichten könnt ihr euch entweder beim Castor-Ticker oder im Live-Stream von Radio Republik Freies Wendland holen.

Auch 2011 – Castor stoppen

„Webseite von Atomgegnern gesperrt“ war eine Überschrift in der taz vom 15.10.10. Damals wurde unsere Internetseite gesperrt, da wir zum Schottern aufriefen. Auf Bitte der Rosenheimer Kriminalpolizei sperrte unser damaliger Anbieter beepworld kurzerhand unsere Website ohne vorher mit uns Kontakt aufzunehmen (vgl. Unsere Stellungnahme von 2010). Nach unseren Informationen waren wir jedoch die einzige Seite, die gesperrt wurde. Dieses unverhältnismäßig repressive Vorgehen wirft ein eigenartige Licht auf beepworld und spiegelt einer mal mehr das Demokratieverständnis der Rosenheimer Polizei wieder. Dieser Schuss ging allerdings nach hinten los: Bundesweite Berichterstattung (z.B. taz), die uns ansonsten eher selten zuteil wird, ein gutes Mehr an Öffentlichkeit für die Kampagne “Castor? Schottern!”. Zu guter Letzt können wir seitdem mit einer technisch besseren und zensurfreien Homepage aufwarten. 356 Artikel haben wir im letzten Jahr eingepflegt – fast täglich einen. Und das trotz einer längeren Downtime im Sommer und mehrfachen Umzug der Domain.

Jetzt ein Jahr später steht der nächste Castor bevor und wir sind überzeugt: Es ist und bleibt richtig und notwendig, die Castorschiene im Wendland unbefahrbar zu machen, es ist richtig und notwendig, den Castor zu schottern. Nach Fukushima und der sogenannten Energiewende der Bundesregierung dürfen wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Am Sonntag den Sonntag 23. Oktober wird es deshalb ein „Castor stoppen Infoabend“ geben, auf welchem neben Informationen zu verschiedener Aktionskonzepte (z.B. Schottern) auch Informationen zur Infrastruktur etc gibt. Der Infoabend beginnt um 19:00 Uhr – das Z ist bereits ab 18:00 Uhr geöffnet.