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Veranstaltungsreihe „Das Problem heißt Rassismus“

Das Problem heißt Rassismus – Zwanzig Jahre nach den Morden von Solingen, nach der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl, wenige Wochen nach Prozessauftakt gegen Mitglieder und Unterstützer_innen des NSU sollte das klar sein.
In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe vom Sa, 15.06. bis Mo, 17.06., wollen wir aber auch weniger beachtete Facetten beleuchten (lassen): Rechte Einstellungsmuster erstrecken sich in Deutschland längst nicht mehr alleine auf die Mehrheitsgesellschaft. Alia Sembol zeigt dies am Beispiel türkischer Ultranationalist_innen, die sich auch und gerade in Rosenheim organisieren.
Nicht erst seit dem massiven Auftreten von Kräften wie „Pro-NRW“ oder „Die Freiheit“ (München) stellt sich aber auch die Frage, ob gängigen Islambildern ein „außergewöhnliches Maß an Missverständnissen“ zu Grunde liegt oder ob es sich dabei schon um einen Rassismus in neuen Gewändern handelt. Rudolf Krux‘ neu erschienenes Buchs „Der Islam der Anderen: Zur Rolle der Religion in deutschen Migrationsdebatten“ könnte hier die Diskussion anregen.
So problematisch Rassismus, der von Migrant_innen ausgeht, ist – virulent ist vor allem der der Mehrheitsgesellschaft. Und im Falle des NSU hat sich das menschenverachtende Potenzial neunfach mörderisch entladen. Die Betroffenen und Hinterbliebenen der Anschläge sahen und sehen sich zugleich Diffamierung durch Ermittlungsbehörden, Medien und Stammtischen ausgesetzt – auch hier ist das Problem kein wesentlich verschiedenes: Es heißt Rassismus.

Alle Veranstaltungen beginnen um 19.00 Uhr im Linken Zentrum in Selbstverwaltung, Z (Innstraße 45a).

„Türkische” Ultranationalist_innen in Rosenheim – Organisation, Struktur und Aktivitäten

Antifaschistische Debatte in Bayern erstreckt sich mittlerweile auch in die sogenannte „Migrationsgesellschaft“. In Bayern und auch in Rosenheim gibt es eine vielfältige Vereinslandschaft von “Migrant_innen”. In diesem Vortrag jedoch sollen die Vereine im Fokus, die ein völkisch, rassistisches Türkentum als Ziel formulieren, stehen. Ein Türkentum, das mit Großreichphantasien, Militarismus, Feindbildern versetzt ist und mit vielseitigen Angeboten für alle Altersgruppen eine vermeintliche “türkische Identität in der Fremde” erzeugt.

Zum jetzigen Zeitpunkt können auch in Rosenheim türkische Vereine eindeutig in dieser Kategorie gefasst werden. Die hierarchisch aufgebaute Organisationsstruktur auf drei Ebenen (Türkei = Partei; Europa = Vereinigungen der Auslandsorganisationen und Deutschland = Auslandsorganisation auf der Länder Ebene, in denen die jeweiligen Vereine aus den Städten und Bezirken zusammengeschlossen sind) ermöglicht eine professionelle und vernetzte Arbeit der Vereine. Eine Arbeit, die antidemokratisch, antisemitisch und vor allem auf Diskriminierung aufgebaut ist. Diese Vereine haben sich besonders der Pflege der Kultur, Religion, Bildung und Sport verschrieben, um ihren Größenwahn in der türkischen Community zu erweitern und Kinder und Jugendliche an eine ultranationalistische Ideologie zu binden.

Die Recherche zum türkischen Ultranationalismus und der Umgang mit dem Thema stehen in Bayern noch am Anfang. Doch diese Auseinandersetzung ist notwendig, sie kann allerdings nicht ohne einen Diskurs über alltäglichen Rassismus und Ausgrenzung geführt werden. Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und Sexismus sind Denk-, und Handlungssysteme, die sich in allen Teilen der heutigen Gesellschaften finden, so auch in den deutschen-, und zugewanderten-Communities.

Vortrag von und mit Alia Sembol.

Der Vortrag wird von der infogruppe rosenheim in Kooperation dem Kurt Eisner Verein organisiert. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zum 75. Todestag: Biographische Streiflichter Hans Beimlers

Biographische Streiflicher aus dem Leben des Münchner Kommunisten mit Friedbert Mühldorfer, Herausgeber der Neuerscheinung “Hans Beimler: Im Mörderlager Dachau”. Eine Öffentliche Veranstaltung der DKP Rosenheim im Z.

»Die Tat­sa­che, dass ich mit­der al­ler­größ­ten Wahr­schein­lich­keit das Lager nicht mehr le­ben­dig ver­las­sen werde, ließ mir nur die Wahl wie ich ster­ben woll­te. Für mich stand aber un­um­stöß­lich fest, dass ich ers­tens auf kei­nen Fall Hand an mich legen und dass ich mich zwei­tens nicht grau­sam in dem fins­te­ren Dreck­loch er­wür­gen und even­tu­ell auf­hän­gen las­sen werde, so dass ich mich ent­schied, auf jeden Fall in der Nacht aus­zu­bre­chen, und wenn mich die Bande dabei er­wischt, … die Au­ßen­welt dann durch die Mör­der selbst er­fah­ren muss, dass „der Kom­mu­nist Beim­ler auf der Flucht er­schos­sen wurde“. So be­rei­te­te ich mich dar­auf vor. Ohne Er­re­gung „ver­ließ“ ich in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai die Zelle, um jeden Au­gen­blick die Kugel zu er­war­ten.«

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Keine Fans, Keine Stimmung FNS

update II:  aida Bericht „Erfolgreich blockiert: Aufmarsch in München“

In München ist es Antifaschist_innen am Samstag, 21. Januar 2012, gelungen, einen Aufmarsch des „Freien Netz Süd“ (FNS) zu stoppen. Für die 95 Neonazis aus dem Großraum München, aus Mittelfranken und Niederbayern war nach der Hälfte ihrer geplanten Strecke in der Lindwurmstraße Schluss. a.i.d.a. hat die neonazistische Aktion dokumentiert.   [weiterlesen]

 

update Indymediabericht:

Nazis gestoppt! Kafe Marat verteidigt!

+++Naziaufmarsch nach weniger als der Hälfte der Route blockiert+++mehr als 700 Antifaschist_innen bei Gegenprotesten und Blockaden+++800 Bullen versuchen weniger als 100 Nazis den Weg frei zu prügeln+++mehrere hundert Menschen auf antifaschistischer Spontandemonstration+++

[weiterlesen auf linksunten.indymedia.org]

Und schon wieder blockiert – Nach twitter nazis stoppen münchen wurden die Nazis um Norman Bordin, Karl-Heinz Statzberger und dem Freien Netz Süd (FNS) heute ordentlich mit Schneebällen eingedeckt und am Sendlinger Tor schlussendlich blockiert. Angepeilt war vor das selbstverwaltete Zentrum Kafe Marat zu ziehen. Dort war es in den Nächten davor zu Sachbeschädigungen gekommen. Eine Rückroute gab es an diesem Tag nicht und so mussten die Nazis geschlagen eine U-Bahn Station zurückfahren, zum Hauptbahnhof, also dahin, wo sie hergekommen waren.

Damit wurde auch der zweite Naziaufmarsch in Oberbayern innerhalb von einer Woche zum Desaster für die braune Brut. Mal sehen, ob sich hier ein Norman Bordin Wanderzirkus etabliert; der Ottobrunner fungierte auch in Mühldorf als Anmelder.

Ihr schier unfassbares Aggressionspotential haben die Faschist_innen dennoch unter Beweis gestellt. So wurde nach Twitter Angaben das Pink Panther Lied abgespielt. Das ist ein unverhohlener Bezug auf die Mordserie des sogenannen NSU, der auch zwei Münchner Migranten zum Opfer gefallen sind. Die Comic-Figur Paul Panther führt durch ein geschmackloses Bekenner_innenvideo.

Bereits in der letzten Woche in Mühldorf wurde nach der erfolgreichen Blockade das Lied „Searching Seek And Destroy“ von Metallica abgespielt. Dieses enthält die Ankündigung Widersacher_innen aufzuspüren und umzubringen: Keine Fans, Keine Stimmung FNS weiterlesen

Naziaufmarsch zum Marat blockieren! [update]

Das Infotelefon ist  ab 10:30 Uhr geschalten.

Habt Ihr Infos ruft an unter:
0176 94621861

Braucht Ihr Infos ruft entweder beim Infotelefon an oder folgt unserem Ticker:
https://twitter.com/nazis_stoppen

Den EA erreicht Ihr unter
089/448 96 38

Updates:

Mittlerweile gibt es einen Hintergrundartikel bei aida.
Am Samstag werden zwei antifaschistische Kundgebungen gegen den geplanten Neonaziaufmarsch stattfinden. Die eine startet um 11.00 Uhr vor dem Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102). Die andere beginnt um 12.00 Uhr am Stachus.

Korrektur: Die Nazi-Route führt nicht über die Bayerstraße, sondern beginnt am Bahnhofsvorplatz an der Sonnenstraße. Treffpunkt der Faschos ist wohl an der Arnulfstraße.

Nachdem es am Wochenende schon in Mühldorf nicht geklappt hat, wollen sich die Nazis um Norman Bordin und den verurteilten Rechtsterroristen Karl-Heinz Statzberger am Samstag ihre nächste Niederlage einhandeln: Sie haben einen Aufmarsch vom Hauptbahnhof bis an die Thalkirchner Straße angemeldet und würden so gerne in die Nähe des Kafe Marat kommen.
Zwar suchen sie mit ihrer Route den Schutz breiter Straße, aber das sollte nur Ansporn sein, sie mit vielfältigen und spontanen Aktionen zu blockieren.

Naziaufmarsch? Desaster ist, was ihr draus macht!

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München: Nazikundgebung zum Desaster machen! (Update II)

Nach Informationen des aida-Archivs mobilisieren Neonazis des „Freien Netz Süd“ mittlerweile zu einer bisher offenbar nicht angemeldeten Aktion um 12.00 Uhr am Ostbahnhof/Ausgang Friedenstraße. Antifaschistische Aufmerksamkeit ist geboten!

Ursprünglicher Aufruf der Antifa NT:

 

Am kommenden Samstag, den 19.11.11 wollen Nazis aus dem Umfeld des „Freien Netz Süd“ und der „NPD München“ von 13-15 Uhr eine Kundgebung am Heimeranplatz im Westend abhalten. Diese steht unter dem Motto „Kriminelle Ausländer raus!“. Nur wenige hundert Meter entfernt vom Ort der Kundgebung wurde im Jahr 2005 Theodoros Boulgaride von Nazis des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) ermordet.

Diese Verhöhnung der Opfer neonazistischer Gewaltwerden wir nicht zulassen.

Deshalb kommt alle um 13.00 Uhr zum Heimeranplatz, um den Nazis unseren entschiedenen Widerstand entgegenzusetzen!

Heimeranplatz | 19.11.2011 @ 13:00

Nazis morden, der Staat lädt nach…

Unter dem Motto „Nazis morden, der Staat lädt nach…“ findet am Sa 26.11.2011 in München eine Demonstration Gegen Naziterror und für die Auflösung des Verfassungsschutz statt. Wir dokumentieren hier den Aufruf von http://26november11.blogsport.de :

Nazis morden, der Staat lädt nach…
Gegen Naziterror! Verfassungsschutz auflösen!

Am 11. November 2011 erschossen sich die Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt nach einem missglückten Banküberfall in ihrem brennenden Wohnmobil. Kurz darauf brannte in Zwickau eine Wohnung aus. Wie sich bald herausstellen sollte, war diese Wohnung jahrelang zentraler Knotenpunkt und Unterschlupf einer Neonazi-Terrorzelle, die
sich selbst als „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bezeichnet. Bei den Tatortuntersuchungen fanden die Nazis morden, der Staat lädt nach… weiterlesen

VERDAMMT (,) NOCHMAL!

VERDAMMT (,) NOCHMAL!
An dieser Stelle möchten wir auf die Veranstaltungsreihe „VERDAMMT (,) NOCHMAL!“ des aka_muc hinweisen und zitieren aus der Ankündigung:

Donnerstag, 17.11. – 20:00Uhr
Christine K.
+Workshop „Kontingente Höhepunkte“
Samstag, 19.11. – 18:30Uhr
[ANA]‚Autonome Neuköllner Antifa‘
+Workshop „Sexismus? Gibts bei uns nicht!?“
Sookee
+Workshop„Männlichkeitsentwürfen und (Hetero-)Sexismus im deutschsprachigen Rap.
Der Input gibt einen Einblick in die Entstehung, Potentiale und Aspekte von Rap.“
+Konzert (nach den Workshops)

Samstag, 26.11. – 14:00Uhr
asab_m ‚antisexistisches aktionsbündnis münchen‘
+Workshop„Definitionsmacht & Zustimmungskonzept“ VERDAMMT (,) NOCHMAL! weiterlesen