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Anti WM Film Abend

„Não Vai Ter Copa“ -Anti-Männer-WM-Film-Abend der infogruppe rosenheim

Wie bereits vor zwei Jahren möchte die infogruppe rosenheim im Rahmen der Reihe „Der Politische Film“ wieder einen Kontrapunkt zu nationalistischem Taumel und aufgesetzter Feierlaune anlässlich eines Männer-Fußball-Großturniers setzen: Gezeigt werden die Dokumentation „We don’t like Samba“ und der Kurzfilm „Nacht der lebenden Idioten“ am Sonntag, den 06.Juli ab 19.00 Uhr im Z, dem Linken Zentrum in Selbstverwaltung.

„Não Vai Ter Copa (Es wird keine Weltmeisterschaft geben)“ heißt die Parole, unter der die Menschen in Brasilien schon seit dem Juni 2013 anlässlich der Männer-Fußball-Weltmeisterschaft protestieren. Der Film „We don’t like Samba“ portraitiert diese größte soziale Bewegung in Brasilien seit dem Ende der Diktatur.

Lange Zeit schien es, als bliebe das Schwellenland Brasilien von der weltweiten Wirtschaftskrise verschont. Doch ein Jahr vor der Fußballweltmeisterschaft und drei Jahre vor den Olympischen Spielen, werden die Schatten des städtischen Lebens sichtbar: Ein Großteil der Beschäftigung ist unsicher und schlecht entlohnt, der kreditbasierte Konsum bricht zusammen. Hinzu kommen ein bescheidenes öffentliches Transport- und Gesundheitssystem, Stromausfälle, Polizeigewalt sowie die Militarisierung und Räumung der Favelas genannten Armenviertel. Von den Juni-Aufständen inspiriert verbreiten sich die sozialen Kämpfe wie ein Lauffeuer: Arbeiter_innen treten in den Streik, Mega-Urbanisierungsprojekte werden zurückgeschlagen während die Favelas zugleich Widerstand gegen Räumungen leisten.

Während „We don’t like Samba“ noch gerade geschnitten wird, dürfte „Dawn of the Dorks“ schon dem einen oder anderen bekannt sein. „Vor zwei Jahren haben wir anlässlich der Männer-Fußball-Europameisterschaft so viel Zuspruch und Sympatie für die Ausstrahlung bekommen, dass wir den Kurzfilm gerne noch einmal zeigen möchten,“ erklärt Michael Kurz, Pressesprecher der infogruppe rosenheim, mit einem Augenzwinkern.

Im Stile eines Zombiefilms mutieren die Besucher einer Semesterabschluss-Grillparty nach dem Verzehr von Gammelfleisch. Ihnen wachsen Fanschals, Deutschland-Trikots, Oberlippenbärte, Bierbäuche und sie grölen unaufhörlich Fußballlieder vor sich hin. Und wer mit ihnen in Kontakt kommt, wird einer von ihnen.

„Mit der Filmvorführung möchten wir etwas Dissonanz unter den Chor der brüllenden Fußballfans mischen,“ erklärt Michael Kurz abschließend. „We don’t like Samba“ ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fertig gestellt. Es kann sein, dass der Film Anfang Juli nur mit Untertiteln in englischer Sprache verfügbar ist.

 

 

 

Trailer zu „We don’t like Samba“


 

 

Kurz-Beschreibung von „Dawn of the Dorks – Die Nacht der lebenden Idioten“

Sie kotzen alles voll. Sie sind überall. Und sie sind ansteckend…

Nach dem Verzehr von Gammelfleisch mutieren die Besucher einer Semesterabschluss-Grillparty. Ihnen wachsen Fanschals, Deutschland-Trikots, Oberlippenbärte, Bierbäuche und sie grölen unaufhörlich Fußballlieder vor sich hin. Und wer mit ihnen in Kontakt kommt, wird einer von ihnen.

Eine kleine, durch Zufall zusammengeführte Gruppe, kann sich in ein Sportlerheim retten und sich dort vor der Horde herannahender Fußballfanzombies verschanzen. So unterschiedlich wie ihre Charaktere sind auch ihre Lösungsansätze.

FIFA Go Home

Zum Abschluss eines ekelhaften Turniers möchten wir uns dem Hauptakteur widmen: Der FIFA. Genoss_innen in der Schweiz haben das bereits ganz praktisch getan, wie ihr hier auf youtube könnt.

Bei vimeo findet ihr eine aufwendig recherchierte Dokumentation. Sie nimmt Macht und Machenschaften der FIFA, des wohl einflussreichsten Sportverbandes der Welt, unter die Lupe. Im Mittelpunkt dabei: FIFA-Präsident Sepp Blatter. Zwei Jahre lang haben die Autoren Gerold Hofmann und Dominic Egizzi recherchiert und den Inner Circle der FIFA beobachtet. Herausgekommen ist ein Sittenbild des Weltfußballverbandes. Der Film zeigt Funktionäre zwischen globalen Visionen und kleinlichen Machtkämpfen. Die Männer sehen sich auf Augenhöhe mit Regierungschefs und Wirtschaftsführern – und stehen wie diese immer wieder im Zentrum von Affären.

Auch ZDFzoom hat sich an die Fersen der FIFA-Bosse geheftet, um Korruptionsbeschuldigungen zu überprüfen und zu zeigen, was das Leben auf Kosten des Fußballs zu bieten hat.
Die Doku kann in der ZDF Mediathek hier angesehen werden.

Gegen Deutschland vs. Gegen Brasilien

Am heutigen Dienstag Abend zeigt sich eines der Hauptprobleme von sportlichen Ereignissen: Es gibt immer leider auch Gewinner. Wir haben deshalb eine Reihe von Clips zur WM zusammengestellt: Gegen Deutschland und gegen Brasilien.

Gegen Deutschland

The Flexfitz feat. die Vorrundenaus Allstars haben mit ihrem Wunsch nach dem Vorrundenaus leider nicht punkten können. Ob sie wenigsten mit der Ankündigung am Schluss ernst machen? “Wenn es diesmal kein Vorrundenaus gibt, dann war das die letzte Weltmeisterschaft, die ihr erlebt habt.”

Das 2:0 gegen Deutschland in musikalischer Hinsicht schießen Deichkind & Das Bo mit “Ich hab eine Fahne”. Verstörender Clip. Schaut ihn an, solange er noch verfügbar ist!

Packt die Tiere auf den Grill, macht die Rasenheizung an
Sklave bau den Tempel auf, Fifa treib das Vieh zusammen
Ein Monat Tunnelblick, Triplekorn, Doppeltsekt
Schmier die Farben ins Gesicht, Selfie mitem Pischifleck

Ist es eine Standardsituation, die Johnny Mauser da vorschwebte? “Wir sind die Mauer – das Volk muss weg!”.

Gegen Brasilien

Musikalisch fahren Soulfly den Gegenangriff. Sie widmen ihren Song “Brasil” den Armen in Brasilien, die für die WM und ihre Sponsoren verdrängt und ihren sozialen Kämpfen.

Während FIFA wie IOC und selbstredend die Konzerne gute Geschäfte machen, zahlt die Bevölkerung, im besonderen die arme, dafür die Zeche. Das ist im Kapitalismus der Normalzustand. In Brasilien wird es aber auf brutale Weise offensichtlich. Weit über die alltägliche Ausbeutung in den Betrieben hinaus gehen die Verwerfungen. Carla Dauden versuchte dies mit ihrem Clip aus dem Sommer 2013 einer breiten Öffentlichkeit erklärbar zu machen. “Why I don’t go to the WorldCup” lautet der eingängige Titel.

Weil Brasilien scheisse ist, Deutschland scheisse ist, der Kapitalismus mit seinen Nationen und der Männer-Fußball scheisse sind: Für den heutigen Abend können wir uns nur den Spiel- oder besser Turnierabbruch wünschen.

#stoptheball

Verlängerung

Damit steht es an dieser Stelle in Clips 3:3 Gegen Brasilien und Deutschland. Es ist der freien Interpretation der Betrachtenden des folgenden Clips überlassen, wie dieser Beitrag ausgeht:

Dawn of the Dorks – Macher vs. Junge Union Rosenheim Land

Die Junge Union Rosenheim Land hat sich abermals via Facebook zu Wort gemeldet und unserer gestrige Filmvorführung “kritisiert”. Eric Esser – Macher von Dawn of the Dorks – reagiert nun in einem Offenen Brief an die Junge Union Rosenheim Land und pflichtet ihr bei. Kernaussage: ich habe nichts gegen Deutsche, einige meiner besten Freunde sind selbst Deutsche.
Wir dokumentieren Eric Essers Offenen Brief und verweisen in diesem Kontext nochmals auf den Beitrag rosenheim24-Leser_innen kommentieren die infogruppe. Achja, am Dienstag um 22.00 Uhr geht es weiter im Anti-WM-Special. Und so viel sei schon einmal verraten: Es wird nicht nur gegen Deutschland gehen.

Liebe Junge Union Rosenheim,

im Zuge dieser WM wurde ich auf Euren offenen Brief hingewiesen, den Ihr zur letzten EM veröffentlicht und jetzt erneut auf Facebook gepostet habt. Ihr bezieht Euch darin auf den Film Die Nacht der lebenden Idioten, der von der infogruppe rosenheim gezeigt wurde. Es handelt sich dabei um unseren Film Dawn of the Dorks in einer vorab veröffentlichten Version mit einem vorläufigen Titel. Da der Film am gestrigen Sonntag erneut im Z – linkes Zentrum in Selbstverwaltung in Rosenheim aufgeführt wurde, möchte ich hier nun zwei Missverständnisse aufklären und zur Erhellung der Situation beitragen.

Das erste große Missverständnis ist, dass der Film nicht von der infogruppe rosenheim stammt. Diese wird lediglich mit falschen Federn geschmückt, wenn ihr der Film zugeschrieben wird. Doch wenn sich hier jemand die volle Aufmerksamkeit der Jungen Union verdient hat, so sind das mein Team und ich.

Das zweite Missverständnis, das ich gerne ausräumen möchte, ist, dass der Film Dawn of the Dorks nie zur Absicht hatte, Fußballfans zu diskreditieren. Und auch nicht die Deutschen, bzw. große Teile der Bevölkerung als nationalistische Idioten zu beschimpfen. Im Gegenteil: ich habe nichts gegen Deutsche, einige meiner besten Freunde sind selbst Deutsche, daher möchte ich Euch beipflichten zu dem, was Ihr in Eurem Brief schreibt.

Beispielsweise, dass Deutschland aus aller Welt Bewunderung erfährt “für seine Errungenschaften, sei es in der Wirtschaft, der Kultur, im sozialen oder politischen Bereich”. Ich denke, das können alle bestätigen, die einmal ins Ausland gefahren sind, und nicht enden wollenden Beifall dafür bekamen, deutsch zu sein. Mir sind diese stehenden Ovationen inzwischen sogar zu viel – schon seit Jahren ziehe ich mir keine Socken mehr in den Sandalen an, um nicht sofort als Deutscher erkannt zu werden.

Vor allem in letzter Zeit ist es die Bewunderung und Anerkennung für den rigiden Sparkurs, mit dem sich Deutschland so beliebt macht, weil es ihn zum Wohle Aller in der EU durchsetzt. Die Leute in Griechenland haben für uns schon ein geflügeltes Wort: Euxeinoi Germanoi – die gastfreundlichen Deutschen. Auch Eurem Stolz auf den Erfolg als Exportland ist nichts hinzuzufügen. Denn wieso sonst sollte uns die EU-Kommission aus diesem Grund ständig Gratulationskarten schicken?

Und daher repräsentiert uns die deutsche Fußballnationalmannschaft auch so gut, wie Ihr schreibt, “als Symbol für ein modernes, weltoffenes und sympathisches Deutschland.” Denn hätte Kevin Großkreuz in den 50er Jahren noch seine Fans mit Sauerkraut beworfen – und in den 30er Jahren vermutlich gar mit Granaten – so wirft er heute, ganz multikulturell, mit Dönern um sich. Wie Ihr in Eurem Brief, so sehe auch ich dies als “gelungene Integration der verschiedenen hier lebenden Menschen.” In diesem Sinne: Stahlhelm aufsetzen und groß machen!

Mit unglaublich stolzen Grüßen,

Euer Eric Esser

P.S.: Ach, noch eine kleine Anmerkung zum Schluss: der Mittelfeldspieler aus Oberaudorf heisst Schweinsteiger, nicht “Schweinstiger”. Ich finde diese Tierkreation wirklich ganz großartig, ist sie doch ein Beleg für einen gesunden kreativen Willen in der Rezeptionsfähigkeit der Jungen Union. Weiter so!

Best of: rosenheim24-Leser_innen kommentieren infogruppe

Vor zwei Jahren entfiel der Politische Film im Juli dummerweise auf den Abend des Finales der Männer-Fußball-Europameisterschaft. Angekündigt und gezeigt haben wir damals schon “Dawn of the Dorks” – und – die schönsten Niederlagen der deutschen Nationalmannschaft. Die Reaktionen der rosenheim24-community und wie sie durch die Junge Union befeuert wurde, erfahrt ihr hier…

rosenheim 24 war von dieser Idee so angetan, dass es seine Heerscharen von Kommentarschreiber_innen einlud, unser Veranstaltungsformat zu kommentieren. Wie zu erwarten, war die Rosenheimer Netz-Volksgemeinschaft geradezu begeistert davon, dass jemand die schönsten Niederlagen der deutschen Nationalmannschaft zeigen würde und belegte elegantestens, dass Fußballwahn und Nationalismus nichts, aber rein gar nichts mit einander zu tun haben.

Die Junge Union hingegen reagierte empört auf unseren Vorstoß. Sie schrieb einen offenen Brief und erfand dazu gleich ein neues Tier, wegen seiner Schnelligkeit und Beißfreude allseits gefürchtet: Der Schweinstiger. Der Download zu der entsprechenden Datei ist leider nicht mehr verfügbar, vielleicht ist diese Gattung damit auch ausgestorben.

Weil wir durch die Junge Union und rosenheim24-user eines besseren belehrt wurden, was die frei erfundenen Zusammenhänge zwischen Nationalismus und Deutschland anbelangt, wollten wir dann am Abend des Politischen Films auch unsere Besucher_innen an diesem Wissen teilhaben lassen. Offener Brief und eine Auswahl der Kommentare retteten die Veranstaltung: Uralte Männer-Fußballspiele sind selbst dann unerträglich anzusehen, wenn sie auf das Nötigste zusammengeschnitten sind und Deutschland darin ständig verliert.

Als elementare Bildungsinhalte deshalb auch für euch: Die Essentials von rosenheim24-user kommentieren die infogruppe. Rechtschreibung im Original.

die infogruppe gehört ausgerottet

Manchen gelingt es halt nie, Nationalstolz und Nationalismus auseinanderzuhalten.

Ich bin Stolz ein Deutscher zu sein, habe ein Menge an Immigranten als Freunde und das ist alles auch gut so!

Ich habe nichts gegen [Juden|Ausländer|Schwule|…]. Einige meiner besten Freunde sind [Juden|Ausländer|Schwule|…].

Und etwas mehr nationales Selbstbewusstsein könnte uns, nach den langen Jahren des Duckens, nun wirklich nicht schaden.

Was für ein Blödsinn. Ich empfinde es als durchaus positiv dass man wieder etwas Nationalstolz zeigt. Wie lange soll ich mich, mit meinen nicht mal dreißig Jahren, noch schämen für Dinge die andere Verbrochen haben!

Nach mehr als 70 Jahren kann man doch stolz auf sein Land sein ohne ein Nationalsozialist zu sein.

IHR SEID DOCH DIE WAREN RASSISTEN die sich ständigen Grüppchen aussortieren gegen diese Sie “kämpfen können”!!! Gerade wir deutschen haben über die letzten Jahre eh nur noch zurückstecken müssen und warum…wegen Menschen wie Euch die immernoch Hetzen und in Wunden bohren, aus welchen Grüden auch immer. Alle paar Jahre nehemen sich die Menschen in Europa und der Welt das recht,wenigstens für ein paar Wochen ihre Landesfarben zu tragen, egal ob auf der Haut, dem Haus oder dem Auto ohne dafür verurteilt zu werden oder eben wie nun von euch Autonomen als Nationalist bezeichnet zu werden. Aber selbst das ecuh zu wider. Warum??? Habt ihr keine Heimat, keine Wurzeln auf die ihr auch nur ein bisschen Stolz seit???

Die schwarz, rot, goldene Flagge gehört zu jedem Deutschen und wer damit ein Problem hat, ihr wisst wo die Grenze ist; auf nimmer wiedersehen

Das ist typisch, nichts arbeite, den ganzen Tag am Salzstadl und Bahnhof rumlungern, blöd daher reden, gegen ALLES sein, z. B. Polizei, Nationalfarben, Deutschland etc., aber jeden Monat schön die Taschen aufhalten und die Sozialhilfe von diesem ach so bescheuerten Staat einstecken.

Man muss hier mal ganz klar abschätzen wo der Bereich beginnt und endet um die sich diese Freizeit RAF zu kümmern hat. [..]
Verkriecht euch in die Vetterwirtschaft sammelt Steine für den nächsten G8 Gipfel und haltet die Füße still!!! Räumt lieber mal euren Flugblatt Müll auf und entfernt eure dummen Aufkleber an sämtlichen Strassenlaternen und Ampeln…wie sieht den das aus!!!

Die ro24-user hatten neben dem Straßenbild selbstverständlich auch ihre Autofähnchen im Sinn

achja liebe Infogruppe, wenn Autofahnen abbrechen ist Sachbeschädigung!!! Also Finger weg, nicht dass es bald so ist wie in anderen Deutschen Städten.

Weckwiederholung vor 2 Woche in Bezug auf Juergen
@Juergen: da greift nicht nur der Straftatbestand der Sachbeschädigung :-)
—>
§ 90a
Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole
(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3)
1. die Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder oder ihre verfassungsmäßige Ordnung beschimpft oder böswillig verächtlich macht oder
2. die Farben, die Flagge, das Wappen oder die Hymne der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder verunglimpft,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer eine öffentlich gezeigte Flagge der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder oder ein von einer Behörde öffentlich angebrachtes Hoheitszeichen der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder entfernt, zerstört, beschädigt, unbrauchbar oder unkenntlich macht oder beschimpfenden Unfug daran verübt. Der Versuch ist strafbar.

Diese ganzen anarchischen Gruppierungen gehören verboten! Sind genauso schlimm wie Nazis!

user TOMTOM machte gelegentlich einen verwirrten Eindruck: Einmal brav..

TOMTOM
Ich habe nicht gewusst, dass gleich eine ganze Gruppe aus “Gabersee” entlassen wurde und kollektiv die Medikamente vergessen hat.

… einmal als Empfehlender für Schopenhauer

Einige Komentare zeigen, das Arthur Schopenhauer recht hatte als er vor über 200 Jahren bemerkte; »Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen«.
TomTom und 4 mehr haben das empfohlen

Doch es gab auch weit konstruktivere Anmerkungen

Liebe infogruppe last doch den bildungsfernen Schichten auch ihre Freude. Ihr seid doch immer für eine klassenlose Gesellschaft, dann könnt ihr das Proletariat doch nicht so verstoßen.

Liebe “Infogruppe” ihr bezeichnet also damit jedes Land, jeden Spieler, jede Sportart, jeden Fan und jede Religion die im Sport tätig ist, für ihr antreten in ihren Landesfahnen als Nationalist????

Die Fifa müsste reagieren, sobald sie ihre Korruptionsprobleme gelöst hat. Ein erster Schritt wäre, die Bindung der Spieler an ihre jeweilige Staatsbürgerschaft abzuschaffen und alle mitspielen zu lassen, die in dem Land leben. Als nächstes sollte man den Manschaften verbieten, sich als Nationalmannschaft in Verbindung mit ihrem Herkunftsland zu bezeichnen. Die Erfüllung des Antinationalismus wäre erreicht, wenn jeder Spieler mitspielt wo er will und jede Mannschaft einfach nur noch Mannschaft 1… 2… und folgende heißt oder den Namen eines Sponsors trägt. Wo die Manschaft herkommt und wer mitspielt, kann dann kostenpflichtig im Internet recherchiert werden.

P.S.: Wer mehr Liebe und Mitgefühl der rosenheim24-user-community erfahren möchte… Manuel Braun hat Kommentare zur Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft am Happinger See vertont.
P.P.S.: Die Traumpartie Frankreich – Algerien ist im Viertelfinale leider nicht zustande gekommen. Dennoch sei an dieser Stelle kurz auf einen Freitag-Artikel zum Schwarzen Oktober 1961 verwiesen: Die Pariser Polizei feuerte mit scharfer Munition auf Demonstrant_innen für die Unabhängigkeit Algeriens, gegen den Krieg der Kolonialmacht. Mehrere hundert Menschen sterben, Leichen werden in die Seine geworfen und treiben noch Wochen danach im Fluß. Auch die französiche Nation ist groß!

Kick it out – Homophobie im Fußball

Homophobie im Fußball ist nach wie vor nicht überwunden. Noch beispielsweise 2010 hat der Spielerberater Michael Becker, der den damals nicht berücksichtigten Michael Ballack vertrat, gegen die DFB-Elf als “Schwulencombo” geäzt. Beleidigungen wie “schwule Sau” gehören noch in fast jeder Fankurve zum “guten Ton”, fußballspielende Frauen werden als “Mannweiber” bezeichnet und so weiter.

Wir empfehlen deshalb statt des heutigen Spiels der DFB-Männer-Elf den Reader “Kick it Out” von Tanja Walther, herausgegeben von der european gay & lesbian sport federation. Nachdem das Thema einer gewissen, durchaus positiven, Dynamik unterliegt, sei als eine Art “Update” auch das Interview „Im Fußball äußert sich Homophobie platter“ der lotta mit Nicole Selmer, zweiveröffentlicht auf publikative.org empfohlen.

“Die Entscheidung fällt auf der Straße”

Anstelle des heutigen Spiels empfehlen wir die Sonderausgabe der analyse&kritik zur WM. Der Leitartikel berichtet vom Widerstand gegen die Auswirkungen der Männer-Fußball-WM. Darüber hinaus gibt es Hintergründe zu brasilianischer Nationbildung und Fußball, Aktivitäten von und Repression gegen alternative Medien, die über die Schattenseiten der WM berichten und zur Situation in den Favelas. Aber auch Positives zu Fußball findet sich im Artikel “Unchain the game!” über die http://BolzWM, einem der größten Alternativfußballfestivals Deutschlands.

Hier geht’s zum Download. Eine Printausgabe liegt übrigens auch im Z, dem Linken Zentrum in Selbstverwaltung aus. Einzelexemplare finden sich daneben auch in der Vetternwirtschaft sowie der ASTA Kneipe.
So oder so: Viel Spaß beim Lesen!

P.S.: Die Bibliotheka_A im Z hat auch das Buch Fußball in Brasilien: Widerstand und Utopie im Bestand.