Schlagwort-Archive: Refugees

„Geschmacklose Inszenierung des Innenministers Herrmann“

Aktivist_innen fordern Abschaffung der Schleierfahndung

Bad Aibling – Am Rande einer Pressekonferenz des Bayerischen Innenministers Herrmann auf einem Parkplatz nahe Bad Aibling forderte am gestrigen Dienstag ein spontanes Aktionskomitee gegen Rassismus und Polizeigewalt die Abschaffung der Schleierfahndung. Ihr Sprecher Sprecher Elvis Unger erklärte, dass dabei zugleich die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Fall des verurteilten früheren Rosenheimer Polizeichefs zurückgeführt werden sollte, restriktive polizeiliche Auflagen hätten eine angemessene Wahrnehmbarkeit der Kundgebung allerdings verhindert. „Geschmacklose Inszenierung des Innenministers Herrmann“ weiterlesen

Kampagne gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Deutschland gibt grünes Licht für Abschiebungen nach Afghanistan! Potenziell sind 10.000 afghanische Flüchtlinge von der Abschiebung bedroht. Im Entscheiderbrief 09/11 argumentiert das Bundesamt mit sich verbessernden Arbeits- und Wohnungsmarktbedingung für allein stehende jungen Männern in Kabul und Herat. Die Realität ist eine andere. NAKO!
STOP DEPORTATIONS TO AFGHANISTAN! Mehr Informationen unter: d-nako.jogspace.net

In München wird es im Rahmen der Kampagne u.a. eine  Lesung und Theater „ZWEI STÜHLE UM MIT DIR ZU SITZEN“ mit jungen Flüchtlingen (1. März 2012 | 20 Uhr | Kammerspiele, Werkraum) und am 3. März 2012  ( 13 Uhr | Karsplatz/Stachus) ein Bayernweite Flüchtlingsdemo unter dem Motto „STOP DEPORTATIONS TO AFGHANISTAN!“ geben. Kampagne gegen Abschiebungen nach Afghanistan weiterlesen

Filmvorführung „Alptraum im Fischerboot“

Wie jeden ersten Sonntag im Monat gibt es am 04.12. den politischen Film im Z. In Kooperation mit dem Initiativkreis Migration Rosenheim zeigt die infogruppe den Dokumentarfilm „Alptraum im Fischerboot“ gezeit. Wie immer ist der Eintritt frei

 

.Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Auf gepackten Koffern“ wird am Sonntag, den 04. Dezember 2011, um 20 Uhr im Z (Innstraße 45a) der Film „Alptraum im Fischerboot“ gezeigt.

Das größte Seegrab Europas liegt zwischen Spanien und Marokko. Schätzungsweise 10.000 Menschen kamen hier in den Jahren 1997-2002 bei dem Versuch ums Leben, nach Europa zu fliehen.
„Alptraum im Fischerboot“ ist ein erschütternder Film von Michael Grytz und Klaus Martens, in welchem die Zuschauer*innen mit einem hochbrisanten europäischen Thema konfrontiert werden: Seit Jahrzehnten fischen europäische Trawler vor der Küste Westafrikas. Dadurch tragen sie dazu bei, dass den Menschen dort ihre Lebensgrundlage entzogen wird. Die davon betroffenen Flüchtlinge treffen auf die europäische Grenzsicherungsagentur „Frontex“. Ihre Mitarbeiter greifen Flüchtlinge auf und bringen sie schnell in die afrikanischen Anrainerstaaten zurück, wodurch die Zahl der Toten auf den Meeren zu steigen droht. Denn diese militarisierte Art der Flüchtlingsabwehr bewegt die Bootsführer zu immer waghalsigeren Manövern, größeren Umwegen und längeren und gefährlicheren Routen. Filmvorführung „Alptraum im Fischerboot“ weiterlesen

Abschiebung statt Wiedersehen: Drama um getrennte Flüchtlingsfamilie

Die afghanische Familie Ghafari wurde auf der Flucht getrennt: Frau Rosama Ghafari und ihre 7-Jährige Tochter Mohaddese verschlug es nach Ungarn, den Ehemann in die Niederlanden und die beiden Söhne Morteza und Ali Reza (14 und 18 Jahre) nach Österreich und Deutschland. Nachdem Frau Ghafari es mit ihrer Tochter nach Deutschland schaffte, planen die deutschen Behörden nun Unglaubliches: Statt die Familie zusammenzuführen, sollen Tochter und Mutter nach Ungarn abgeschoben werden und wurden in Rosenheim in Ersatzabschiebehaft genommen. Dass die ungarischen Behörden sie nach Griechenland weiterschieben wollen, dass Griechenland Flüchtlinge ohne medizinische Versorgung der Obdachlosigkeit überlässt, die Frau Diabeteskrank ist, ihr Sohn Ali Reza in Landshut ist und Familienzusammenführungen in Griechenland unmöglich sind, spielt für die Behörden keine Rolle. Abschiebung statt Wiedersehen: Drama um getrennte Flüchtlingsfamilie weiterlesen

Asylmonologe des Theater „Bühne für Menschenrechte“ in Rosenheim

Im Rahmen der, seit Anfang September in Rosenheim stattfindenden, Veranstaltungsreihe „Auf gepackten Koffern“, werden die Asylmonologe des Theater „Bühne für Menschenrechte“ im Z (Innstraße 45a, Rosenheim, ehemalige Buchhandlung Irrlicht) am 16. Oktober aufgeführt.

Bei den Asylmonologen handelt es sich um ein dokumentarisches Theater um den Berliner Michael Ruf: Eine Bühne, ein Scheinwerfer, ein Musikinstrument, drei SchauspielerInnen, die die Erzähler dreier berührender und ermutigender Biografien sind, und ein Publikum, das darauf vertraut, jetzt nichts anderes zu erleben als die Wahrheit.
Die Asyl-Monologe erzählen von Ali aus Togo, von Freunden liebevoll „Präsident“ genannt, von Felleke aus Äthiopien (der am 5. September auch auf der Podiumsdiskussion im Mehrgenerationenhaus der AWO vertreten war), der erst willensstark Abschiebeversuche verhindern muss, um dann einen Menschenrechtspreis überreicht zu bekommen, und von Safiye, die nach Jahren der Haft in der Türkei und einer absurden Asylablehnung sich für das Lebensbejahenste überhaupt entscheidet: sie schenkt einem Sohn und einer Tochter das Leben. Die Asyl-Monologe erzählen von Menschen, die Grenzen überwunden, Verbündete gefunden, ein „Nein“ nie als Antwort akzeptiert und unter aussichtslosen Bedingungen immer weiter gemacht haben.

Die Veranstaltung – organisiert vom Initiativkreis Migration Rosenheim in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung – findet am 16. Oktober um 19 Uhr im Z (Innstraße 45a, ehemalige Buchhandlung Irrlicht) statt. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zum Programm unter migro.blogsport.de

Pressemitteilung des Initiativkreis Migration Rosenheim

Trotz Verhaftungswelle: Syrischer Flüchtling Mho Bahram soll am 31.03. abgeschoben werden

Der Yezide und Kurde soll am Donnerstag, den 31.3. von München aus  abgeschoben werden |

in Syrien droht ihm die unmittelbare  Inhaftierung | Trennung von seiner Frau und drei Kindern

Am Donnerstag, den 31. März 2011 soll der 37-jährige Mho Bahram um 07:10 Uhr von München aus über Wien nach Damaskus abgeschoben werden. Für den syrischen Staatsangehörigen bedeutet dies, dass er in Syrien mit einer sofortigen Inhaftierung rechnen muss und dass er von seiner Familie getrennt wird. Der Vater von Herrn Mho wurde bereits verhaftet, da sein Sohn in Deutschland einen Asylantrag gestellt hat. Der Bayerische Flüchtlingsrat verurteilt die geplante Abschiebung und reichte eine Landtagspetition ein. Währendessen verschärft sich die Lage in dem Folterstaat Syrien immer mehr. Das Assad-Regime geht brutal gegen protestierende Regimegegner vor und der Geheimdienst beginnt gerade mit einer Verhaftungswelle. Mehr als 100 DemonstrantInnen wurden allein in der Stadt Deraa erschossen. Trotz Verhaftungswelle: Syrischer Flüchtling Mho Bahram soll am 31.03. abgeschoben werden weiterlesen

Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken – Lob für die Bundesregierung

Nachdem eine sichere Einreise nach Europa für viele Menschen aufgrund der restriktiven Abschottung unmöglich ist, versuchen viele Flüchtlinge aus Nordafrika es mit schrottreifen Karren, die meist vollkommen überladen sind. 41 Menschen sind dabei alleine diese Woche wieder im Mittelmeer ertrunken.

Nach dem Zusammenbruch der Regime in Ägypten und Tunesien hat die EU wichtige nordafrikanisch Bündnispartner zur Migrationsabwehr verloren. Ihr wichtigster aber kämpft weiter und zunehmend erfolgreicher um sich an der Macht zu halten. Die Bundesregierung, die ansonsten bei militärischen Interventionen in Afrika nicht zimperlich ist, lehnt es ab, die von den Aufständischen geforderte Flugverbotszone zu unterstützen – und erhält dafür Lob von Gaddaffi. Pro Asyl thematisiert seit längerem die Zusammenarbeit der EU mit dem selbsternannten „Revolutionsführer“ und hat eine eMail-Aktion „Fluchtwege nach Europa öffnen – Flüchtlinge aufnehmen!“ aufgelegt. Zur aktuellen Situtation im Mittelmeer berichtet Pro Asyl auch, dass einer Fähre, die von Libyen aus 1.800 Passagiere nach Marokko transportieren wollte, das zwischenzeitliche Auftanken in Sizilien verweigert wurde. Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken – Lob für die Bundesregierung weiterlesen

Abolish – Diskriminierende Gesetze gegen Flüchtlinge abschaffen!

Am Dienstag, 22. März 2011 finden in 20 Städten bundesweit Aktion gegen das Asylbewerberleistungsgesetz statt. Auch in München. Um 13:30 Uhr beginnt die Auftaktkundgebung am  Marienplatz und um 14:00 Uhr startet die Demo über Sendlinger Tor zum Stachus. Unterwegs gibt es Stopps bei den Parteizentralen von Grünen, SPD und FDP. Hierzu dokumentieren wir den Aufruf verschiedener antirassistischer und linksradikaler Gruppen:

Abolish – Diskriminierende Gesetze gegen Flüchtlinge abschaffen!

„Wir wollen Geld statt Essenspakete. Es kann doch nicht sein, dass wir nicht selber bestimmen dürfen, was wir essen. Wir haben bei uns im Lager keine Privatsphäre, es herrschen katastrophale hygienische Zustände. Es gibt nicht genügend Toiletten – und nur vier Duschen in einem Gemeinschaftsraum für 50 bis 60 Leute. Bis zu sechs Personen müssen in einem Raum leben. Viele von uns vegetieren schon seit Jahren so, das ist menschenunwürdig.“ Ahmed Eidid, ein Bewohner eines Augsburger Flüchtlingslagers, beschrieb mit diesem Abolish – Diskriminierende Gesetze gegen Flüchtlinge abschaffen! weiterlesen