Schlagwort-Archive: Gentechnik

„Braune Ökologen“

Die Heinrich Böll Stiftung hat eine absolut lesenswerte Broschüre mit dem Titel „Braune Ökologen – Hintergründe und Strukturen am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns“ veröffentlicht. Hier wird wieder einmal deutliche, dass Themen wie Atomenergie, biologische Landwirtschaft und Ernährung, Natur-, Tier- und Umweltschutz auch Platz bzw . Wurzeln in einem biologistisch-rassistischen Weltbild haben. Die Broschüre nimmt die aktuelle Siedlungspolitik der Neonazis, die in Mecklenburg-Vorpommern entvölkerte Ortschaften und Landstriche mit „Blut und Boden“-Ideologie aufzufüllen versuchen, zum Anlass, um dieser Problemstellung nachzugehen.

Selbstverständlich gibt es nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern Versuche, Heimstätten für braune Ideologien aufzubauen. Wir möchten an dieser Stelle aus dem in der Bröschüre veröffentlichten Artikel „Projekte und Positionen völkischer Ökologie“(S. 62-73) zitieren. Der Autor von Andreas Speit thematisiert nämlich auf den Seiten 63-65 das Magazin Umwelt & Aktiv (U&A) welches von bayerischen Neonazis herausgegeben wird und über eine Postfachadresse in Traunstein agiert: „Braune Ökologen“ weiterlesen

Ostermarsch 2011 in Traunstein [update]

Mischt euch ein! Stellt euch quer! Bewegt euch!

Der größte Ostermarsch in Südostbayern thematisiert dieses Jahr neben dem Krieg in Afghanistan auch „die Atomkraft-Lüge“, die „Lüge der Agro-Gentechnik“ und die „Soziale Lüge“. Die infogruppe rosenheim unterstützt die Durchführung der Demonstration und ruft zur Beteiligung auf.

update:

Weitere aktuelle Infos incl. der Flyer/Plakate zum Herunterladen und Ausdrucken findet ihr auf:

http://gradraus.de/grdrswp/?p=3242

 

22.000 hatten es satt – Tierfabriken im Abschwung?

„22.000 Menschen forderten am Samstag, den 22.01.2011 in Berlin einen Richtungswechsel in der Agrarpolitik – weg von Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten, hin zu bäuerlich-ökologischer Landwirtschaft,“ resümiert die Kampagne Wir haben es satt. Auf indymedia haben wir dazu zwei Erfahrungsberichte gefunden (1 | 2). Auch graswurzel.tv hat dazu einen Clip gedreht.

Sicherlich zur Mobilisierung beigetragen haben dürfte der Lebensmittelskandal rund um Dioxin verseuchtes Tierfutter. Zwischenzeitlich spielte darin auch das Land Niedersachsen eine beachtliche Rolle, in dem das Agrarministerium nach dem Rücktritt von Astrid Grotelüschen wochenlang verwaist war. Tierschützer_innen melden aus dem Norden nun einen zweiten Zwischenerfolg:

[Mittlerweile] geht es auch dem ethisch degenerierten Massenschlächter Rothkötter nicht mehr gut, es finden sich kaum Landwirte die als Zulieferbetriebe für seinen Großschlachthof herhalten wollen, wie die HAZ berichtet versucht er daher schon auf „Strohmänner“ zurückzugreifen. Rothkötter braucht für die Auslastung seiner Mordfabrik mindestens 400 Hühnermastanlage im Umkreis von 100 Kilometern um Wietze. Bisher haben sich aber nur 5 Landwirte zum Bau einer Mastanlage bereit erklärt. Eine Tatsache die auch dem konsequenten Widerstand von Tierbefreiungsaktivist_innen und Bürgerinitiativen zu verdanken ist.

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Gentechnik & Tierfabriken – Wir haben es satt!

Aus dem Aufruf:
Während der Messe „Grüne Woche“ in Berlin treffen sich am 22. Januar 2011 Landwirtschaftsminister_innen aus aller Welt und internationale Agrarkonzerne auf Einladung der Bundesregierung. Das Ziel von Monsanto, Müller Milch, BASF und Co.: die Industrialisierung der Landwirtschaft voran zu treiben. Das heißt: Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte. Die Agrarkonzerne wollen für Gen-Saat, Agro-Chemie und Industrie-Food grenzenlose Märkte und weitere Milliarden-Subventionen. Sie wollen Agrarfabriken statt Bauernhöfe – überall. Dies alles unter dem Deckmantel den Welthunger und den Klimawandel zu bekämpfen. Unterstützt werden sie dabei von Kanzlerin Merkel und ihrer Bundesregierung.

Ab Rosenheim hatte der Bund Naturschutz eine Demofahrt über das ganze Wochenende mit zwei Übernachtungen in Berlin angeboten. Rückmeldefrist war bereits der vergangene Freitag. Interessent_innen können es aber auf gut Glück noch einmal in der Geschäftsstelle probieren: Tel. 08031/12882. Gentechnik & Tierfabriken – Wir haben es satt! weiterlesen