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Stoppt das Massaker in Kurdistan!

Linke Organisationen und Parteien aus Rosenheim rufen für Samstag, den 16.April 2016 auf zu einer Demonstration „Stoppt das Massaker in Kurdistan“. Sammlungspunkt ist ab 12.00 Uhr der Bahnhofsvorplatz.

In ihrem Aufruf verurteilen die Veranstalter_innen die türkische Militärintervention in Nordkurdistan, in deren Folge bereits hunderte Zivilist*innen umgebracht und viele Ortschaften verwüstet wurden. Recep Erdoğan lasse Oppositionelle und unliebsame Journalist*innen willkürlich verhaften und unterstütze zugleich den „Islamischen Staat“. Kritisiert wird auch die Europäische Union: Sie wolle sich selbst Menschenrechte missachtend der Flüchtlingsproblematik entziehen und sehe im Gegenzug bereitwillig darüber hinweg, wie die Türkei zu einem Polizeistaat ausgebaut wird.

Zugleich hegen die linken Aktivist*innen allerdings große Hoffnung in die demokratische Autonomie, die in Nordkurdistan und Rojava (syrisches Staatsgebiet) ausgerufen wurde. Besonders hervorgehoben werden die Leistungen der Jugend und der Kampf der sich selbst befreienden Frauen*, der sich jetzt auch auf andere Teile der Region verbreitert.

Der Aufruf ist initiiert durch das Linke Zentrum in Selbstverwaltung „Z“, den Rosenheimer Kreisverbänden von Linkspartei und DKP sowie der Demokratischen Jugend AGIR und der infogruppe.

Rojava und der Widerstand gegen den IS

Am Sonntag, den 28. Dezember findet im Rosenheimer Z (Innstr 45a, 83026 Rosenheim) ein Vortrag über die kurdische Autonomieregion Rojava und deren Widerstand gegen den IS statt.

Von Mitte September bis Anfang Oktober war eine Delegation des Verbandes der studierenden KurdInnen in Deutschland (YXK) in den kurdischen Teilen im Irak und der Türkei unterwegs. Eigentliches Ziel der Reise war es, sich ein eigenes Bild von der Revolution im westkurdischen Rojava zu machen. Seit 2011 hat die kurdische Bewegung dort eine demokratische Autonomie aufgebaut und diese bisher erfolgreich gegen die Angriffe der IS-Mörder verteidigt. Leider wurde der Delegation die Einreise auf syrisches Staatsgebiet von der nordirakischen Autonomieregierung und genauso von der Türkei aus politischen Gründen verweigert.
Stattdessen besuchte die Delegation Flüchtlingslager im Irak und der Türkei, in denen derzeit überwiegend jesidische Flüchtlinge aus dem Sengal untergebracht sind. Es wurde mit AktivistInnen, ParlamentarierInnen und politischen VertreterInnen der kurdischen Bewegung gesprochen. Da sich die Situation in Kobane in den vergangenen Wochen zuspitzte, reiste die Delegation an die Grenze zu Kobane um die Proteste der Bevölkerung zu unterstützen.

Was ist Rojava und was bedeutet demokratische Autonomie? Warum konnte die Delegation nicht nach Rojava? Wie ist die Situation in den syrischen und irakischen Teilen Kurdistans? Warum konnte IS die Jesiden massakrieren? Was ist die Rolle der Türkei? Wie ist die aktuelle Situation in Kobane und Kurdistan? Welche Rolle spielt die BRD?

Diese und andere Fragen werden bei der Veranstaltung von einem Teilnehmer der Delegation beantwortet.

Die von der infogruppe rosenheim in Kooperation mit dem Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung in Bayern e.V organisierte Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.