Schlagwort-Archive: Männerbund

„Das Deutsche Reich ist 1945 nicht untergegangen und besteht unverändert fort.“

„Das Deutsche Reich ist 1945 nicht untergegangen und besteht unverändert fort.“

„Klar“, sagste, „Reichsbürger. Isolierte Einzelgänger und so.“
„Ne,“ sag ich, „Deutsche Burschenschaft – Hans Peter Uhl, Peter Ramsauer und so. Biste baff..“
„Und so einer soll Geheimdienste überwachen?“
„Kannste sicher sein in Deutschland!“ „Das Deutsche Reich ist 1945 nicht untergegangen und besteht unverändert fort.“ weiterlesen

Nicht zu überhöhrende Forderung nach Ende der Kreta-Feier in Reichenhall

»Es sollte klar geworden sein, dass die Kreta-Feier eine unverhohlene Verherrlichung des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges gegen die Bevölkerung ist. Wir können uns nach diesem Wochenende nicht vorstellen, dass in Bad Reichenhall außer dem Kameradenkreis der Gebirgstruppe noch jemand daran festhalten möchte.«
Anna Jade, Pressesprecherin des rabatz bündnisses

Ein eindrucksvolles Hearing und eine gelungene Demonstration in Bad Reichenhall am Samstag setzen ein nicht zu übersehendes Zeichen für ein Ende der Kreta-Feierlichkeiten. Das rabatz bündnis zieht trotz Polizeiprovokationen ein positives Fazit und erhofft sich neuen Schwung für die Debatte um Entschädigung für die Kriegsverbrechen der Wehrmacht.

Das Hearing begann mit einem historischen Vortrag, der Kriegsverbrechen der Reichenhaller Gebirgsjäger auf Kreta sowie an anderen Orten darlegte und sich kritisch mit der jährlichen Kreta-Feier auseinandersetzte. Der 92-jährige Zeitzeuge Nikolaos Marinakis schilderte grausame Details von der Ermordung von 148 Einwohner*innen Skines am 1.August 1941, die nachweislich durch das Gebirgsjägerregiment 100 aus Reichenhall erfolgte. Angesichts der Zerstörungen, die die Wehrmacht in Kreta und Griechenland anrichtete, stellte er unter großem Applaus hinsichtlich der von Deutschland verordneten Austeritätspolitik die Frage: Wer schuldet hier eigentlich wem? Nicht zu überhöhrende Forderung nach Ende der Kreta-Feier in Reichenhall weiterlesen

Den WKR Ball 2012 unmöglich machen!

2012 haben sich Burschen und Alte Herren der völkischen Korporationen sowie ihre Schleifchendamen am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung in der Wiener Hofburg zum Ball verabredet. Dieses alljährliche Treffen wird vom Wiener Korporationsring (WKR) organisiert und ist Stelldichein der selbsternannten nationalen Elite und Meet and Greet der europäischen Rechten.

Die Proteste gegen den WKR-Ball wurden in den letzten Jahren systematisch von der Staatsmacht kriminalisiert und unterdrückt – und dennoch haben sie Wirkung gezeigt: 2012 wird der WKR-Ball zum letzten Mal in Wiener Hofburg stattfinden und Angehörigen des österreichischen Heeres wird immerhin das Tragen ihrer Uniform untersagt.

Wenn – ja wenn – das Treffen überhaupt stattfinden kann – Denn das Ums-Ganze-Bündnis ruft gemeinsam mit Wiener Genoss_innen auf, sich selbst zu den Feierlichkeiten einzuladen und den WKR Ball unmöglich zu machen. Es gibt Busse aus NRW, Potsdam und Frankfurt, die auch über München verkehren.

Wir dokumentieren den Aufruf „Vienna Calling – Den WKR-Ball crashen“ des Ums-Ganze-Bündnisses. Den WKR Ball 2012 unmöglich machen! weiterlesen

Volkstrauertag -Gäste vom rechten Rand

„Nationalistische Gruppen haben seit Jahren aktiv an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag in München teilgenommen. Lange gaben sich die Politiker ahnungslos. Erst jetzt – nach Bekanntwerden der neonazistischen Mordserie – zeigen sie sich peinlich berührt. „ so beginnt der Artikel „Gäste vom rechten Rand“ von Bernd Kastner in der Süddeutschen Zeitung. Die Burschenschaft Danubia und die „Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger“ haben nach aida Informationen gemeinsam mit Joachim Herrmann (CSU) am Münchner Volkstrauertag teilgenommen. 2006 hatte auch in Rosenheim im Rahmen der von der Stadt organisierten offiziellen Kundgebungen die HIAG (Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS e.V.) teilgenommen und auf dem städtischen Friedhof einen Kranz ablegen, der direkt neben dem Gebinde der Bundespolizei.

Zum weiterlesen:

aida: Rechtsum im Hofgarten (27.11.2011)

Süddeutsche: Gäste vom rechten Rand (15.12.2011)

redok: Braunes „Heldengedenken“ ( 21.11.2006 )

Festkommers aus dem Sudetendeutschen Haus vertrieben

Die Burschenschaftliche Gemeinschaft kann ihren für Samstag, 16.Juli geplanten Festkommers offenbar nicht wie angekündigt im Sudetendeutschen Haus in München abhalten. Mit Schreiben vom 28.Juni teilt Franz Pany für die Trägerstiftung mit, dass der BG die Räume nicht überlassen werden. Vorangegangen war eine Anfrage des Grünen Landtagsabgeordneten Sepp Dürr an Sozialministerium und Staatsregierung. Ausführliche Informationen dazu gibt es in einem aida-Artikel.

Nachdem immer noch damit zu rechnen ist, dass es den Schmissgermanen gelingt, Räume für ihre Party aufzustellen, laufen auch die Planungen für die Gegenproteste weiter. Die Demonstration wird aber auch unabhängig davon durchgeführt. Mittlerweile gibt es auch den queer-feministischen Aufruf, den wir an dieser Stelle dokumentieren möchten. Festkommers aus dem Sudetendeutschen Haus vertrieben weiterlesen

Die Burschenschaften und die Sudetendeutschen

Die „Burschenschaftliche Gemeinschaft“ (BG), der am weitesten rechtsaußen stehende Zusammenschluss von Burschenschaftern überhaupt, plant, ihr 50-jähriges Bestehen mit einem „Festkommers“ am 16. Juli 2011 im „Sudetendeutschen Haus“ in München zu feiern. Die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus in München (firm) und a.i.d.a. informieren im Vorfeld mit einer Artikelserie über die „Deutsche Burschenschaft“ (DB) und die „Burschenschaftliche Gemeinschaft“ (BG). Im zweiten Beitrag schreibt Jörg Kronauer über die Schnittstellen zwischen Burschenschaften und Sudetendeutschen. [ Den Artikel bei a.i.d.a. lesen]

Bash Back – Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft

Presserklärung des Bündnis „Bash Back – Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft“ zur Kooperation des „Sudetendeutschen Haus“ und der „Burschenschaftlichen Gemeinschaft“ (BG)

Am 15. und 16. Juli findet in München ein Festkommers zum 50jährigen Bestehen der rassistischen, sexistischen und deutschnationalistischen Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) statt. Die Burschenschaftliche Gemeinschaft ist ein 1961 in München gegründeter Zusammenschluss verschiedener rechter Burschenschaften aus Österreich und Deutschland. In ihrem völkischen Nationalismus begreift die BG Österreich sowie einige Gebiete in Polen und Tschechien als Teile eines Großdeutschlands. In der BG ist unter anderem die Burschenschaft Olympia Wien, zu deren Mitgliedern auch der 3. Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) gehört. Bash Back – Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft weiterlesen

Demonstration gegen den Burschenschaftskommers

Demofahrt ab Rosenheim

Treffpunkt 15:10 Uhr Bahnhof

Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft
Bash Back!
Gegen Nationalismus, Rassismus und Sexismus

Am 15. und 16. Juli findet in München ein Festkommers1 zum 50jährigen Bestehen der rassistischen, sexistischen und deutschnationalistischen Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) statt. Gegen diese Veranstaltung rufen wir zu Protesten auf! Demonstration gegen den Burschenschaftskommers weiterlesen