Schlagwort-Archive: Sexismus

„Türkische” Ultranationalist_innen in Rosenheim – Organisation, Struktur und Aktivitäten

Antifaschistische Debatte in Bayern erstreckt sich mittlerweile auch in die sogenannte „Migrationsgesellschaft“. In Bayern und auch in Rosenheim gibt es eine vielfältige Vereinslandschaft von “Migrant_innen”. In diesem Vortrag jedoch sollen die Vereine im Fokus, die ein völkisch, rassistisches Türkentum als Ziel formulieren, stehen. Ein Türkentum, das mit Großreichphantasien, Militarismus, Feindbildern versetzt ist und mit vielseitigen Angeboten für alle Altersgruppen eine vermeintliche “türkische Identität in der Fremde” erzeugt.

Zum jetzigen Zeitpunkt können auch in Rosenheim türkische Vereine eindeutig in dieser Kategorie gefasst werden. Die hierarchisch aufgebaute Organisationsstruktur auf drei Ebenen (Türkei = Partei; Europa = Vereinigungen der Auslandsorganisationen und Deutschland = Auslandsorganisation auf der Länder Ebene, in denen die jeweiligen Vereine aus den Städten und Bezirken zusammengeschlossen sind) ermöglicht eine professionelle und vernetzte Arbeit der Vereine. Eine Arbeit, die antidemokratisch, antisemitisch und vor allem auf Diskriminierung aufgebaut ist. Diese Vereine haben sich besonders der Pflege der Kultur, Religion, Bildung und Sport verschrieben, um ihren Größenwahn in der türkischen Community zu erweitern und Kinder und Jugendliche an eine ultranationalistische Ideologie zu binden.

Die Recherche zum türkischen Ultranationalismus und der Umgang mit dem Thema stehen in Bayern noch am Anfang. Doch diese Auseinandersetzung ist notwendig, sie kann allerdings nicht ohne einen Diskurs über alltäglichen Rassismus und Ausgrenzung geführt werden. Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und Sexismus sind Denk-, und Handlungssysteme, die sich in allen Teilen der heutigen Gesellschaften finden, so auch in den deutschen-, und zugewanderten-Communities.

Vortrag von und mit Alia Sembol.

Der Vortrag wird von der infogruppe rosenheim in Kooperation dem Kurt Eisner Verein organisiert. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Frauenkampftag 2012

Auf Anregung der Kommunistin Clara Zetkin und in Bezugnahme auf den Petrograder Frauenaufstand von 1917, welcher Auslöser für die Februarrevolution war, wird seit über 100 Jahren am 8.März der Internationale Frauenkampftag begangen. Die Arbeiterinnen hatten dabei immer an zwei Fronten zu kämpfen: Einerseits gegen die Ausbeutung und andererseits gegen sexistische Bevormundung innerhalb der proletarischen Bewegung. Dabei ergänzen sich bis heute die Prinzipien des Patriarchats und der moderne Klassenherrschaft im Kapitalismus.
Mit einem Filmvortrag am So 04.03.2012  über den Ford-Arbeiterinnen Streik in Großbritannien im Jahre 1968 wollen wir einen  einen kleinen thematisch passenden Beitag leisten. Am Mittwoch 14.03.12  findet dann in der  Buchhandlung Thalia (Münchener Str. 27, Rosenheim)  die von den DGB Frauen organisierte Lesung „Die Feigheit der Frauen“ mit Bascha Mika (Eintritt 7,- / 5,- Euro) statt. Diese Lesung ist Teil der Rosenheimer Veranstaltungsreihe „NUR MUT! Frauen gestalten ihr Leben“ rund um den Internationalen Frauentag  (Flyer) .  Ein Blick in das  restliche „offizielle“ Programm 2012 (Ökumenische Wortgottesdienst, Beratung bei der Agentur für Arbeit und Internationale Kreistänze) zeigt jedoch,  dass die Kritik unser „Stellungnahme zum Internationalen Frauen(kampf)tag am 08. März 2009 in Rosenheim“   leider offensichtlich nicht angekommen ist.
Kämpferische Demonstrationen zum Frauenkampftag finden u.a am  Donnerstag, 08.03.2012 in Salzburg (18.00 Uhr, Hauptbahnhof, anschließend Frauenfest im Sub,) und Nürnberg (17.30 Uhr an der Lorenzkirche,) statt. In München organisieren die DGB Frauen   ebenfalls eine Demonstration welche um 16:30 Uhr am Stachus startet.

 

update: Ein Artikel(Ob friedlich oder radikal – am 8. März ist Internationaler Frauenkampftag) auf luzi m:  http://www.luzi-m.org/nachrichten/artikel/datum/2012/03/05/530/

Den WKR Ball 2012 unmöglich machen!

2012 haben sich Burschen und Alte Herren der völkischen Korporationen sowie ihre Schleifchendamen am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung in der Wiener Hofburg zum Ball verabredet. Dieses alljährliche Treffen wird vom Wiener Korporationsring (WKR) organisiert und ist Stelldichein der selbsternannten nationalen Elite und Meet and Greet der europäischen Rechten.

Die Proteste gegen den WKR-Ball wurden in den letzten Jahren systematisch von der Staatsmacht kriminalisiert und unterdrückt – und dennoch haben sie Wirkung gezeigt: 2012 wird der WKR-Ball zum letzten Mal in Wiener Hofburg stattfinden und Angehörigen des österreichischen Heeres wird immerhin das Tragen ihrer Uniform untersagt.

Wenn – ja wenn – das Treffen überhaupt stattfinden kann – Denn das Ums-Ganze-Bündnis ruft gemeinsam mit Wiener Genoss_innen auf, sich selbst zu den Feierlichkeiten einzuladen und den WKR Ball unmöglich zu machen. Es gibt Busse aus NRW, Potsdam und Frankfurt, die auch über München verkehren.

Wir dokumentieren den Aufruf „Vienna Calling – Den WKR-Ball crashen“ des Ums-Ganze-Bündnisses. Den WKR Ball 2012 unmöglich machen! weiterlesen

VERDAMMT (,) NOCHMAL!

VERDAMMT (,) NOCHMAL!
An dieser Stelle möchten wir auf die Veranstaltungsreihe „VERDAMMT (,) NOCHMAL!“ des aka_muc hinweisen und zitieren aus der Ankündigung:

Donnerstag, 17.11. – 20:00Uhr
Christine K.
+Workshop „Kontingente Höhepunkte“
Samstag, 19.11. – 18:30Uhr
[ANA]‚Autonome Neuköllner Antifa‘
+Workshop „Sexismus? Gibts bei uns nicht!?“
Sookee
+Workshop„Männlichkeitsentwürfen und (Hetero-)Sexismus im deutschsprachigen Rap.
Der Input gibt einen Einblick in die Entstehung, Potentiale und Aspekte von Rap.“
+Konzert (nach den Workshops)

Samstag, 26.11. – 14:00Uhr
asab_m ‚antisexistisches aktionsbündnis münchen‘
+Workshop„Definitionsmacht & Zustimmungskonzept“ VERDAMMT (,) NOCHMAL! weiterlesen

Bash Back – Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft

Presserklärung des Bündnis „Bash Back – Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft“ zur Kooperation des „Sudetendeutschen Haus“ und der „Burschenschaftlichen Gemeinschaft“ (BG)

Am 15. und 16. Juli findet in München ein Festkommers zum 50jährigen Bestehen der rassistischen, sexistischen und deutschnationalistischen Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) statt. Die Burschenschaftliche Gemeinschaft ist ein 1961 in München gegründeter Zusammenschluss verschiedener rechter Burschenschaften aus Österreich und Deutschland. In ihrem völkischen Nationalismus begreift die BG Österreich sowie einige Gebiete in Polen und Tschechien als Teile eines Großdeutschlands. In der BG ist unter anderem die Burschenschaft Olympia Wien, zu deren Mitgliedern auch der 3. Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) gehört. Bash Back – Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft weiterlesen

Demonstration gegen den Burschenschaftskommers

Demofahrt ab Rosenheim

Treffpunkt 15:10 Uhr Bahnhof

Gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft
Bash Back!
Gegen Nationalismus, Rassismus und Sexismus

Am 15. und 16. Juli findet in München ein Festkommers1 zum 50jährigen Bestehen der rassistischen, sexistischen und deutschnationalistischen Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) statt. Gegen diese Veranstaltung rufen wir zu Protesten auf! Demonstration gegen den Burschenschaftskommers weiterlesen

Burschentag: Nicht ohne meinen Abstammungsnachweis

Feine Herren sind es, die sich da am Wochenende in Eisenach zusammenrotten, ein „Akademikerverband“. Im Anzug, mit Band, Mütze und viele auch mit Schmiss. Renomierschmiss, versteht sich, den Mann sich ehrenhalber als Zeichen der Wehrhaftigkeit und des Treuschwurs gegenseitig beim Fechten zufügt als sichtbare Narbe im Gesicht. Frauen können beim Festball als Schleifchen-Dame vielleicht dazustoßen, aber ihnen wird diese Ehre nicht zu Teil – ziemt sich ja auch nicht fürs schwache Geschlecht.

Und es ziemt sich ebenso wenig ohne volksdeutschen Abstammungsnachweis bei der Deutschen Burschenschaft anheuern zu wollen. Erst recht nicht, wenn Mann dann auch noch undeutsch aussieht! Wo käm‘ Mann da noch hin, da könnt‘ ja jeder kommen. Zum Beispiel dieser .. asiatischstämmige da in Mannheim, der gehört doch dem chinesichen Volk an, der kann doch nicht! Burschentag: Nicht ohne meinen Abstammungsnachweis weiterlesen

New Girls im „Old Boys Network“

Die neue Ausgabe des feministischen Magazins an.schläge beinhaltet eine Ansage zur Intimrasur: Mein Busch gehört mir. Schwerpunktthema sind allerdings Herausforderungen und Aktualität feministischer Medien. In diesem Kontext behandelt ein Artikel von Leonie Kämpfer Geschlechterungleichheiten im WWW. Unter dem Titel New Girls im „Old Boys Network“ kommt sie zur wenig überraschenden These, dass Frauen sich im Internet mit den gleichen Problemen wie in der Offline-Welt herumschlagen müssen. Dennoch – oder gerade deshalb – dokumentieren wir Teile des Textes.

„Girls can Blog“(1) – mit diesem Slogan wandte sich die Autorin Annina Luzie Schmid 2010 bloggend an die Öffentlichkeit. Ihr erklärtes Ziel: Die Vernetzung zwischen den einzelnen Bloggerinnen voranzutreiben und deren Tätigkeiten sichtbar zu machen.
Damit spricht sie ein heikles Thema an, denn Frauen betreiben zwar zwei Drittel der deutschsprachigen Blogs(2) in Medien und Blog-Rankings dominieren jedoch mehrheitlich reine Männerblogs. Kaum verwunderlich also, dass die Top-10-Liste der deutschen Blog-Charts seit jeher ohne Frau auskommt. New Girls im „Old Boys Network“ weiterlesen